Kultur - Geschichte PDF Drucken E-Mail
Ecstasy
Geschrieben von: dea   
Samstag, den 10. Januar 2009 um 00:26 Uhr
MDMA steht für 3,4-Methylendioxymethamphetamin . Es wurde 1898 vom deutschen Dissertanten Haber erstmals hergestellt und 1914 im Auftrag der deutschen Chemiefirma E. Merck patentiert. Danach geriet die Substanz (von Tierexperimenten der U.S-Armee in den frühen 50er Jahren abgesehen) in Vergessenheit.

1965 wurde die Substanz vom Chemiker Alexander Shulgin wieder synthetisiert und wurde anfänglich vor allem für psychiatrische Sitzungen und religiöse Zwecke genutzt. In den späten 70er Jahren tauchte MDMA unter dem Namen "Ecstasy" oder "X" in den U.S.A. vermehrt in Bars und Lokalen auf. Seit den 80er Jahren fand MDMA immer mehr Anklang in der Partyszene. In Europa kam Ecstasy zunächst in Grossbritannien, später auch auf dem Kontinent im Rahmen der Techno- und Housemusik-Welle in Mode.

Heute gilt Ecstasy als "die Spass- und Gute-Laune-Droge".Als "Heartopener" (Herzöffner) passt MDMA gut in unsere Zeit, in der menschliche Kontakte immer schwieriger werden. Die Droge schaffe jene Menschlichkeit unter den Konsumenten, die für viele im Alltag verlorengegangen zu sein scheint, meinen Psychologen, die sich mit dem Phänomen befassen. Ecstasy ist zu einer Kulturdroge unserer Gesellschaft geworden; viele, vor allem junge E-KonsumentInnen sind dabei aber ungenügend informiert über die Risiken und Gefahren des Ecstasy-Konsums.
 


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