Heroin PDF Drucken E-Mail
Heroin
Geschrieben von: dea   
Dienstag, den 06. Januar 2009 um 20:29 Uhr

Substanz

Heroin (chemische Bezeichnung: Diacetylmorphin) ist eine halbsynthetische Substanz, gehört zur Gruppe der Opioide und wird aus Rohopium hergestellt, einer Substanz, die aus dem Schlafmohn gewonnen wird.
Erscheinungsformen: weisses, cremefarbenes, graues oder bräunliches Pulver.
Konsumformen: Heroin wird meist gespritzt, seltener geraucht (Mitte der 90er Jahre kam das Folienrauchen in Mode) oder geschnupft. Das Mischen von Heroin mit Kokain wird als Speedball bezeichnet.
Dosierung: Die Dosis ist von der individuellen Toleranz gegenüber Heroin abhängig. Die tödliche Dosis liegt bei nichttoleranten Menschen bei ca. 60 mg!


Wirkung

Schmerzlindernd, ausgleichend-beruhigend, angstlösend und euphorisierend. Dem euphorischen "Flash" zu Beginn folgt ein Zustand des Wohlbefindens und ein Gefühl der Gleichgültigkeit, Gelassenheit, Unbeschwertheit und Selbstzufriedenheit.
Wirkungseintritt: gespritzt nach ca. 10 Sek., geraucht und geschnupft nach einigen Minuten.
Wirkdauer: 2-5 Std., abhängig von der Dosis und der Qualität des Stoffs.


Risiken und Nebenwirkungen

Verlangsamung der Atmung, Übelkeit, Erbrechen, Juckreiz, Blutdruckabfall, Pulsverlangsamung, Pupillenverengung und Harnverhaltung können auftreten.
Weitere Nebenwirkungen bei regelmässigem Konsum von Heroin: Verwirrung, Desorientierung, Erinnerungslücken,
undeutliche und verwaschene Sprache sowie Koordinationsstörungen, extreme Verstopfung, Verringerung der sexuellen Lust und eine potentiell lebensbedrohliche Reduktion der Atemfrequenz auf 2-4 Atemzüge pro Minute (durch die Dämpfung des Husten- und Atemzentrums).
Eine Überdosis Heroin ist tödlich, falls nicht sofort ärztliche Hilfe geholt wird!
Langzeitrisiken: Die Gefahr psychischer und physischer Abhängigkeit ist gross. Sobald sich eine Toleranz entwickelt hat und dem Körper nicht die notwendige Substanzmenge zugeführt wird, treten 8-12 Stunden nach der letzten Heroineinnahme körperliche Entzugserscheinungen ein. Entzugssymptome sind Schweissausbrüche und Kälteschauer, Augen- und Nasenrinnen, Erbrechen, Durchfall, Unruhe, Gereiztheit, Schwäche, Angst, depressive Zustände, schmerzhafte Krämpfe, Schlaflosigkeit und seltener auch Halluzinationen, psychotische Phasen und Krampfanfälle.
Spezifische Risiken nach Konsumform:
- Sniffen: Schädigung der Nasenscheidewände und Schleimhäute.
- Rauchen: Schädigung von Bronchien und Lunge (die Lunge verklebt bei täglichem Konsum).
- Spritzen: Venenentzündungen und Gefahr von Infektionskrankheiten (Hepatitis C, HIV/AIDS, Pilze).
Durch die Verunreinigungen im Heroin können Organschädigungen auftreten.


Safer Use

  • Verwende immer eigenes, sauberes und neues Spritzbesteck (Nadeln, Filter, Löffel).
  • Beachte beim Sniffen die Safer-Sniffing-Regeln.
  • Vermeide den Mischkonsum mit anderen Substanzen, da sonst die Wirkung unkalkulierbar wird und die Risiken steigen! Beachte, dass die Kombination mit anderen Downern (z.B. Benzodiazepine) zu einem Atemstillstand führen kann.
  • Die Gefahr einer Überdosierung ist nach längeren Phasen des Nicht-Konsums und bei extrem "reinem Stoff" besonders hoch.
  • Konsumiere in ruhiger Umgebung und nicht alleine.
Noch Fragen? Mehr zum Thema Heroin gibts im Eve & Rave Heroin / Opiate Forum.
 


facebook



© eve & rave