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Ich schätze mal Versuch der Selbstfindung und mangeldens Selbwertgefühl /Selbstvertrauen / angeschlagenes Selbstbild (des eigenen Charakters)...
Finde auch, dass Garvield die Probleme sehr gut umrissen hat. Versuche auch nicht deine Probleme zwanghaft zu kategorisieren. Solche psychischen Probleme sind soviel komplexer und von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich.
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Mein Problem (eines von vielen) ist das ich immer wieder mal wie in eine Art Rolle schlüpfe.
z.B. gibt es da den einen kollegen der ständig einen auf depri macht und das Leben eher negativ sieht.
Irgendwann fieng ich an mich genauso zu geben und versuchte auch irgendwie die Denkweise zu übernehmen.
Dann ein anderes mal hatte ich das Gefühl einen auf harten Kerl zu machen und meinen Mitmenschen das Gefühl zu vermitteln
dass ich mir nichts gefallen lasse und ich der obermacker bin. Andere male wollte ich einen auf computerfreak machen. Ich könnte
hier unzählige Beispiele nennen jedoch schaffe ich es erstens nicht mich richtig zu erinnern und zweitens denke ich ihr habt es verstanden.
Ich kenn das. Ich übernehme auch die Verhaltensweise und Denkmuster von anderen Menschen. Das geschieht total ungewollt. Ich merke, während ich gerade mitten in einem Denk- oder Verhaltensprozess bin, dass ich mich genau wie Person x,y verhalte.
In meinem Studiengang ist eine Person, die sich erstaunlich konkret und überlegt ausdrückt. Irgendwann hab ich gemerkt, dass ich Angefangen hab sein Verhalten total zu adaptieren. Voll schräg das Gefühl ja ja ....
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Meine Gefühle wechseln ständig. Erst bin ich total weinerlich und sehe kein Sinn mehr im Leben,
und dann auf einmal kann ich wieder lachen und bin glücklich. Diese Glücklichphase dauert jedoch zu meinem Beileid leider
höchstens mal 1 Minute. Meistens befinde ich mich aber in einer grauen Suppe aus Gleichgültigkeit. Ich würde am liebsten
nach Hause ins Bett und nie wieder aufstehen, doch dabei schätz ich das Leben doch.. Eigentlich wechseln sich diese Gefühle in dieser
Reihenfolge: Gleichgültigkeit (70%) --> Traurigkeit (25%) --> glücklich (5%)
Kann ich teilweise so unterschreiben.
Ich steigere mich in meine Gefühlslagen total schnell rein. Bin dann schnell verzweifelt oder überglücklich. Ist sehr schwer für meine Mitmenschen zu ertragen.
Ganz schlimm war es, als ich noch Drogen genommen hab. Nach dem Konsum, war ich stets ein ängstlicher, menschenkontakt meidender Mensch. Dann bin ich Tage später auf einmal wieder total aufgeschlossen happy usw.
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Oft versuche ich mich zu erinnern wer ich als kleines Kind war (war ein sehr lebenslustiger und aufgestellter Mensch, sagten mir auch immer alle) jedoch schaffe ich es nicht wirklich mich daran zu erinnern da zwischen Jetzt und Kindheit viel zu viel Drogenkonsum steckt.
Der Drogenkonsum hat mein Selbstbild auch total verwischt. Hab große Probleme einen Bezug zu meinem eigenen Ich herzustellen. Fühle mich mir selber fremd, auch meine Umwelt fühlt sich entfernt an.
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Zum schluss ist noch zu sagen dass diese Phasen in denen ich mich in eine Rolle versetze zum Teil schon bis zu 3 Monaten (plusminus) dauerten.
Ich versetze mich nicht permanent in so eine Rolle. Das geschieht nur Phasenweise über 1 oder 2 Wochen, dann verschwindet es wieder.
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Ich wollte fragen ob ihr auch ähnliches kennt oder ob ich damit allein bin. Ob ich vielleicht geisteskrank bin? Ob ihr Erfahrungen oder Ratschläge für mich habt?
Zu einem Psychiater werde ich auf jeden Fall nicht gehen. Der redet mir in meinem gebrochenen Zustand irgendwelche Sachen ein in die ich mich dann hineinsteigern werde oder ich werde mit medis vollgepumpt was ich auch nicht will.
Es gibt verdammt gute Psychotherapeuthen da draußen. Auch wenn es lange dauern kann bis man den passenden gefunden hat.
Medikamente brauchst du auch gar nicht nehmen wenn du es nicht willst. Sag einfach von vorneherein was du dir wünschst. Das geht dann eher in Richtung Gesprächstherapieh. Das kann auf jeden Fall nicht Schaden und der kann dir 1000% mehr helfen, als irgendeiner hier im Forum.
Greetz
Orange