Hallo Leute
Ich (26, w) bin assozial. Keine Arbeit, kein Geld, keine Freunde, keine Familie, keine Träume, keine Ziele im Leben.
Nächste Woche werde ich mich mit der grössten Wahrscheinlichkeit beim Sozialamt anmelden müssen.
Ich habe Depressionen, soziale Phobien, Zwänge und vermutlich so etwas wie eine PTBS. Deshalb wurde mir vor einigen Jahren mal Paroxtin verschrieben, was echt half, aber auch schlechte Seiten in mir hervorholte. Darum, und weil ich nicht mehr täglich ne Pille schlucken wollte, hörte ich auf.
Jetzt sieht es so aus, dass ich im Grunde eigentlich gar nicht völlig unglücklich bin. Wenn ich jedoch bedenke, wie sehr meine Lebensführung von der gesellschaftlichen Norm abweicht, fühle ich mich einsam und durchgeknallt. Vielleicht liegt es doch an mir und nicht an der Welt... ich habe grosse Selbstzweifel.
Am Mittwoch habe ich einen Termin in einer psychiatrischen Praxis bei einer Psychologin, die am Telefon nett klang, doch ich kann mich nicht öffnen, darum wird sie mir wohl nicht gross helfen können. Meine Überzeugungen wechseln sich im Minutentakt ab zwischen "Ja natürlich, ich MUSS SSRI nehmen, bin zu kaputt um alleine auf die Beine zu kommen, es gibt momentan nichts anderes und es hat schon vielen Leuten geholfen" und "NIEMALS werde ich wieder ein Psychopharmakon einnehmen, ich bin doch nicht verrückt."
Ich weiss auch nicht genau was ich jetzt von euch erwarte, vielleicht jemand der mir Geld schenken will damit ich wenigstens dem ökonomischen Zwang und dem Gang aufs Sozialamt entkommen kann, oder jemand, der mir sagt es ginge ihm oder ihr mal genauso wie mir jetzt und mir erklären kann, wie er oder sie sich aus den Tiefen der bitteren und dunklen Sinnlosigkeit des Seins befreien konnte.
Beste Grüsse.
