Das mit dem reden ist anfangs nicht ganz einfach und war auch meine grösste Sorge. Ich bin doch eh schon leer, habe keine Lust, keine Laune, worüber soll ich denn labern? etc. Das kommt mit der Zeit aber von selbst. Und ausserdem sind das (meistens

) Profis, die sich damit auskennen und somit wissen dass dir die Worte (im Moment) nicht gerade heraussprudeln.
Gut dass du diese Woche zum Arzt möchtest.
Das gewisse Drogen kaum/keine Wirkung zeigten, hatte ich als ich schwer depressiv war auch schon.
Wenn du arbeiten gehst, hast du ja immerhin etwas Ablenkung und einen einigermassen geregelten Tagesablauf.
Ich kenne dich nicht wirklich. Ich war trotz meiner Depression auch immer am arbeiten und hatte eigentlich auch Freude daran. Leider nahm ich die Depression damals nicht wirklich ernst und arbeitete sehr viel/lange. Die Arbeitsbelastung wurde immer grösser, Überstunden häuften sich an, trotzdem ging ich weiter depressiv arbeiten, es war für mich das einzige wo ich nützlich war. Zuhause hing ich wie du auch nur depressiv rum, sozial ausser der Arbeit komplett isoliert. Mit der steigenden Belastung nahm die Freude an der Arbeit ab, Drogenkonsum nahm zu etc. bis ich am Schluss auf der Arbeit zusammenbrach, emotional und körperlich am absoluten Ende... tja, jetzt auch noch Burnout, yeah. Da nahm ich Depression eigentlich erst ernst und war bereit etwas dagegen zu tun.
Naja, das nur kurz wies bei mir war. Nimm also auch Rücksicht auf dich, und wenn du wirklich nicht arbeiten kannst, lass dich lieber krank schreiben.
Du schadest dir sonst mehr als du dir hilfst. Aber vielleicht bin/war auch ich nur so ein Arbeitswütiger.
Auch wenn es schwer ist, lass dir wenn möglich helfen.
Mir selbst wäre einiges erspart geblieben, hätte früher Hilfe in Anspruch genommen.

Take care, (ich musste's noch lernen

)
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