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 Betreff des Beitrags: ritalin und tramadol
Ungelesener BeitragVerfasst: 26.09.2011 - 14:21 
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hallo leutz,

vorab es geht hier nicht um mich, sondern um einen freund! ich selbst weiss dass die kombi erhebliche gefahren birgt.

freund von mir hat heute morgen gegen 8.00 uhr 150mg trama genommen und hat vor heute abend noch rita zu ziehen.....auf meinen hinweis hin, dass das bös enden kann, meinte er, ein serotonin-syndrom hält er für unwahrscheinlich da alles gering dosiert wird ( rita bis maximal 50mg ).....hierbei kann ich ihm nicht mal widersprechen.....aber wie schätzt ihr die gefahr eines krampfanfalls ein? hat hier jemand selbst erfahrung mit stimulanzien irgendeiner art bei vorangegangenem tramal-konsum?

der honk wird es wahrscheinlich sicher machen und ich will nicht dass jetzt jemand hier schreibt ist gefährlich NUR um ihn von abzuhalten, aber ne einschätzung von jemand mit erfahrung, würde mir helfen, so oder so......



thanx


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 Betreff des Beitrags: Re: ritalin und tramadol
Ungelesener BeitragVerfasst: 26.09.2011 - 14:25 
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Äh, die Frage ist: WOZU?
Ritalin und Tramadol haben ja wirklich sehr unterschiedliche Wirkungen, wieso manscht man da zwei Substanzen zusammen die allerhöchstens unangenehm werden wenn man sie zusammen konsumiert? Frag ihn das mal, und wenn er darauf vernünftig antworten kann (was er nicht können wird), dann können wir weiterreden.

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 Betreff des Beitrags: Re: ritalin und tramadol
Ungelesener BeitragVerfasst: 26.09.2011 - 14:35 
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weil er süchtig, n junkie, is und heute feiern geht. da brauch ich nicht mit WOZU anfangen....! sorry ist nicht bös gemint aber deswegen sag ichs ja, er wirds wahrscheinlich so oder so machen.....ans vernünftige safer-use gewissen zu appelieren bringt da nix! über den punkt ist er schon lang raus.....was helfen kann ist n medizinisch fundierte aussage und/oder n erfahrunsbericht von jemand! darüber hinaus ist 8 uhr ABENDS so gut wie nicht mehr übrig von mg trama MORGENS - wie gesagt nicht zusammen - sondern nacheinander - es geht hierbei um die zeitspanne dazwischen.

hast du denn erfahrung mit beiden substanzen?


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 Betreff des Beitrags: Re: ritalin und tramadol
Ungelesener BeitragVerfasst: 26.09.2011 - 14:41 
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Mit Tramadol, ja...
Naja wenn er bereits so weit ist das seine Freunde ihn als Junkie bezeichnen bringt der Safer-Use-Apell wohl tatsächlich nix mehr, das konnt ich aber aus deinem Post nicht rauslesen, immerhin sind das ja auch recht niedrige Dosen die er konsumieren will.
'n Serotonin-Syndrom würd ich jetzt auch ausschließen.

Aber Trama und Ritalin sind beides Medis deren Nebenwirkungen Krämpfe sein können, ist halt die Frage ob sich das Risiko da potenziert wenn vom Trama eigentlich schon nichts mehr wirkt. Trama hat meines Wissens nach ne HWZ von 6h, also würde ich jetzt mal ganz vorsichtig sagen dass das Risiko nicht wahnsinnig groß ist, sowas aber auf keinsten Fall zu empfehlen ist, und du eventuell wirklich nochmal versuchen solltest dir den Mund fusselig zu reden, auch wenns nicht unbedingt was bringt.

Wollen wir für ihn hoffen dass das gut ausgeht.

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 Betreff des Beitrags: Re: ritalin und tramadol
Ungelesener BeitragVerfasst: 26.09.2011 - 14:44 
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ja ich seh ihn später und hoff dass es was bringt! evtl kriegt er auch ne watschn, ich nehm ihm die dinger und schluck sie schnell....:) keine ahnung.....ja er hat schon paar langzeittherapien hinter sich und is seit mittlerweile 15 jahren opiot-user......is schon n fortschritt dass er nicht mehr i.v. konsumiert!


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 Betreff des Beitrags: Re: ritalin und tramadol
Ungelesener BeitragVerfasst: 26.09.2011 - 14:47 
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seh da jetzt nicht so ein problem drin, er hat das trama ja morgens genommen das wirkt doch überhaupt nicht mehr und selbst wenn. hab früher öfters mal tramal und pep zusammen genommen. hatte da eigentlich nie probleme mit Krämpfen, man muss halt schauen ob man zu Krämpfen neigt oder eben nicht.


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 Betreff des Beitrags: Re: ritalin und tramadol
Ungelesener BeitragVerfasst: 26.09.2011 - 15:10 
Inventar
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von tramadol allein kann man schon heftige krämpfe oder zuckungen bekommen, es sind auch schon viele leute an solch einer kombie tramal+upper gestorben!
zB ein bekannter einer freundin ist an der kombination tramadol + cocain verstorben, ich geh mal von einen krampfanfall aus.
sag ihm er solls lassen, tramadol allein puscht doch schon genug.
die meisten langjährigen opi-user meiden eher die wirkung von tramadol, weils halt noch noradrenalin und serotonin ausschüttet, und das nicht zu knapp.


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 Betreff des Beitrags: Re: ritalin und tramadol
Ungelesener BeitragVerfasst: 26.09.2011 - 15:15 
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meines wissens nach hatte er mal einen krampfanfall von ner overdose - des sollt aber auch alles sein. also siehst dus ähnlich...mein problem ist folgendes: hwz vom tramal um die 6h; also sollte er 12 nach einnahme safe sein...! aber die hwz von den tramal-metaboliten ist ja länger ( glaube 9,6h ) sind nun die metaboliten (odsm ) auch krampffördernd oder nicht ?

@ kartoffelsalat

ja, ich weiss, hatte ja selber auch schon einen von tramal solo, aber die meisten probleme enstanden ja beihohem tramal-konsum oder zeitgleichem konsum.....deswegen ist er ja "auf der sicheren seite"........ :silly:


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 Betreff des Beitrags: Re: ritalin und tramadol
Ungelesener BeitragVerfasst: 26.09.2011 - 16:00 
Ritalin hemmt die Wiederaufnahme von Noradrenalin und Dopamin und agonisiert 2 verschiedene Serotonin-Rezeptoren (1A, 2B). Wie stark Ritalin aufs Serotoninsystem wirkt weiss man noch nicht so genau. Die Erhöhung der Noradrenalinkonzentration ist wahrscheinlich eher für Wechselwirkungen mit Tramadol verantwortlich.

Tramadol setzt Serotonin frei und hemmt auch die Noradrenalinwiederaufnahme. Bei den Wirkmechanismen ist es klar, dass beide Substanzen sich gegenseitig beeinflussen. Jedenfalls sollte man Tramadol generell nicht mit Substanzen kombinieren welche die Krampfschwelle senken. Ritalin senkt die Krampfschwelle, deswegen ist Vorsicht geboten!!!

Ob die serotonerge Komponente des Ritalins, ausreicht um ein Serotoninsyndrom auszulösen, weiss ich nicht, aber ich bezweifle es.(ohne Garantie!)

Es drohen wohl eher Krämpfe und mit denen ist nicht zu spassen!

Wieviel Zeit man zwischen beiden Substanzen lassen sollte, weiss ich nicht, da ich keine Lust habe nach Halbwertszeiten, Metaboliten etc zu suchen.....

Da die Kombi SSRI+Methylphenidat desöfteren angewendet wird, schätze ich die Gefahr eines S-Syndroms als relativ klein ein. Das Noradrenalin würde mir aber Sorgen machen!!!!

Der Interaction-Checker sagt folgendes:
Zitat:
MONITOR CLOSELY: The risk of seizures may be increased during coadministration of tramadol with any substance that can reduce the seizure threshold, such as selective serotonin reuptake inhibitors (SSRI antidepressants or anorectics), monoamine oxidase inhibitors, neuroleptic agents, central nervous system stimulants, opioids, tricyclic antidepressants, other tricyclic compounds (e.g., cyclobenzaprine, phenothiazines), carbapenems, cholinergic agents, fluoroquinolones, interferons, chloroquine, mefloquine, lindane, and theophylline. These agents are often individually epileptogenic and may have additive effects when combined. Many of these agents also exhibit CNS- and/or respiratory-depressant effects, which may be enhanced during their concomitant use with tramadol.
MANAGEMENT: Caution is advised if tramadol is administered with any substance that can reduce the seizure threshold, particularly in the elderly and in patients with epilepsy, a history of seizures, or other risk factors for seizures (e.g., head trauma, brain tumor, metabolic disorders, alcohol and drug withdrawal, CNS infections).


Fazit: Die Kombination ist definitiv riskant. Die Krampfgefahr steigt. Ich rate jedem von dieser Kombi ab. Wieviel Zeit man dazwischen lassen sollte, hängt hauptsächlich von der HWZ des Noradrenalin-Wiederaufnahme-hemmenden Substanz ab. Ob das, das Tramadol selbst, oder eines seiner aktiven Metaboliten ist, weiss ich nicht.....


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 Betreff des Beitrags: Re: ritalin und tramadol
Ungelesener BeitragVerfasst: 26.09.2011 - 16:04 
Zitat:
mein problem ist folgendes: hwz vom tramal um die 6h; also sollte er 12 nach einnahme safe sein...! aber die hwz von den tramal-metaboliten ist ja länger ( glaube 9,6h ) sind nun die metaboliten (odsm ) auch krampffördernd oder nicht ?

Schau halt selbst bei wikipedia nach.....
Wenn nur das Tramadol die Noradranlinkonzentration erhöht, dann hat er nach 12 Stunden trotzdem noch 25% der Dosis im Blut! Ich würde mindestens 3 Halbwertszeiten dazwischen lassen.


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 Betreff des Beitrags: Re: ritalin und tramadol
Ungelesener BeitragVerfasst: 05.10.2011 - 10:03 
Power-Raver
Power-Raver
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Registriert: 09.01.2009 - 18:54
Beiträge: 631
So gefährlich ist die Kombination nicht, nur halt komplett sinnlos. :D

Sind beides ohnehin schlechte Drogen für Partykonsum, ich würd dem Jungen sagen dass er sich die Kohle lieber sparen soll bis was Vernünftiges am Start ist.

Dieses Halbwertszeitengerechne ist eh sinnlos wenn jemand MPH oder Trama zum Spaß nimmt - einfach weil er wahrscheinlich eh ein vielfaches der "normalen" Dosierung nimmt.


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 Betreff des Beitrags: Re: ritalin und tramadol
Ungelesener BeitragVerfasst: 12.10.2011 - 08:51 
Inventar
Inventar
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Registriert: 30.09.2011 - 11:13
Beiträge: 1287
also ich hab erfahrung mit dhc, trama und ner kleinen line ritalin...
hmm wie soll ich beschreiben.. iwie alles so schwerfällig konnte kaum mehr reden weil es mir einfach zu schwer gefallen ist.. körpergefühl war eigentlich ganz angenehm und gieng sehr schnell wieder vorbei


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