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 Betreff des Beitrags: Heroin- der Weg nach unten...
Ungelesener BeitragVerfasst: 25.05.2011 - 19:47 
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Hallo zusammen,

eben habe ich mir auf youtube folgende doku angeschaut: http://www.youtube.com/watch?v=KsBsq1084f8
ich lege es allen, die Heroin nehmen, ganz, ganz fest ans Herzen, es sich einmal anzuschauen!
Ich bin tief berührt von deren schicksal und geschichte.. bin einfach nur sprachlos und tief traurig..

julia

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Die Realität findet nur im Traum statt


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 Betreff des Beitrags: Re: Heroin- der Weg nach unten...
Ungelesener BeitragVerfasst: 25.05.2011 - 20:02 
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Und was erhoffst du dir davon? Dass der Filme jemanden dazu bringt, mit dem Heroin aufzuhören?

Die Geschichte ist tragisch und nimmt einen mit. Aber im Prinzip wird hier nichts neues erzählt. Sei es Christiane F, diese Geschichte oder Erlebnisse aus dem persönlichen Alltag (o.k. nicht jeder hat mit Opiatabhängigen zu tun, aber wenn, dann wird man unweigerlich Zeuge von solchen oder ähnlichen Lebensläufen). Man sieht es, man ist schockiert, man ist traurig - und trotzdem schafft man es nicht, sich davon zu lösen. Unter anderem auch darum, weil man weiss, dass es so enden kann, man aber auch weiss, dass es oft eben nicht so endet

Wegen einem Film hört wohl niemand mit dem Konsum auf. So einfach ist es nicht. Heroin ist nicht nur etwas, das süchtig macht, sondern auch etwas, das einem unter Umständen sehr viel zu geben vermag. Etwas, das man nimmt, obowohl man sich der möglichen negativen Konsequenzen bewusst ist. Wobei einmal mehr anzumerken ist, dass ein Grossteil der Konsequenzen, indirekte Folgen des Konsums sind (Ausgrenzung, gestreckter Stoff, Infektionen, etc.)


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 Betreff des Beitrags: Re: Heroin- der Weg nach unten...
Ungelesener BeitragVerfasst: 25.05.2011 - 23:24 
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typischer Propagandafilm! Die Probleme werden auf die Droge geschoben anstatt die wirklichen Probleme zu thematisieren: Die Prohibition und die Personen selbst!

Ich würde auch wetten, dass das ganze geskriptet ist! "Ich habe keine Träume mehr seit ich das erste mal harte Drogen genommen habe", sowas fällt doch nur unterbezahlten Propagandaschreiberlingen ein. Alles, die übertrieben traurige Stimme des Kommentators, der Farbfilter lässt deutlich erkennen, dass diese "Dokumentation" schlichtweg nicht ernstgenommen werden kann!

Zumindest im ersten Teil, den Rest tu ich mir nicht an, ist für mich nur eine wirklich wahre Aussage dabei, "Vielleicht will ich ja gar nicht aufhören".

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 Betreff des Beitrags: Re: Heroin- der Weg nach unten...
Ungelesener BeitragVerfasst: 26.05.2011 - 06:27 
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Kenn ich schon.
Zeigt aber sehr schön (sofern man sehen möchte) das die gute heute noch Leben könnte, hätte man ihr nur gegeben wonach ihr verlangte und sie nicht ständig dafür kriminalisiert und sie somit gezwungen anschaffen zu gehen oder kriminell zu werden.
Ich will sie damit jetzt nicht aus ihrer Selbstverantwortung nehmen (die JEDER hat) sondern nur zeigen das es auch anders laufen hätte können wenn endlich mal vernünftig gehandelt würde anstatt nur immer ewig und 3 Tage darüber zu reden was das "Beste" wäre.

Macht mich zornig und traurig zugleich.

Das es anders laufen kann seh ich an mir selbst - ich konsumiere noch ein paar Jährchen länger als das Mädel in der Doku und bin mitnichten so ein "Wrack" wie sie am Schluss und geh dazu noch fast täglich schwer körperlich arbeiten.

Man sieht also, das wenn nur genügend Stoff da ist, die vielen vielen Probleme die Heroin anscheinend erzeugt garnicht mehr so viele und nicht so großartig sind.

Muss man allerdings den ganzen Tag und seine ganze Energie dazu verwenden seinen Stoff zu bekommen bleibt dabei zwangsläufig der Rest des lebens ein Stück weit oder auch mehr auf der Strecke.

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 Betreff des Beitrags: Re: Heroin- der Weg nach unten...
Ungelesener BeitragVerfasst: 26.05.2011 - 17:08 
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oldolsen hat geschrieben:
typischer Propagandafilm! Die Probleme werden auf die Droge geschoben anstatt die wirklichen Probleme zu thematisieren: Die Prohibition und die Personen selbst!

Ich würde auch wetten, dass das ganze geskriptet ist! "Ich habe keine Träume mehr seit ich das erste mal harte Drogen genommen habe", sowas fällt doch nur unterbezahlten Propagandaschreiberlingen ein. Alles, die übertrieben traurige Stimme des Kommentators, der Farbfilter lässt deutlich erkennen, dass diese "Dokumentation" schlichtweg nicht ernstgenommen werden kann!

Zumindest im ersten Teil, den Rest tu ich mir nicht an, ist für mich nur eine wirklich wahre Aussage dabei, "Vielleicht will ich ja gar nicht aufhören".


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 Betreff des Beitrags: Re: Heroin- der Weg nach unten...
Ungelesener BeitragVerfasst: 27.05.2011 - 15:51 
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Pardon, falls es euch in den falschen hals kam. Natürlich erhoffe ich mir nicht, dass auch nur EINER dadurch azfhören würde. Und, ob es jetzt real ist, oder nicht spielt auch absolut keine rolle, denn es ist, wie es ist. Ich wollte nur wiedermal zum nachdenken animieren, schaden kann es nämlich nicht, wenn man sein handeln, seine sucht und sein LEBEN überdenkt! Das, und nichts anderes erhoffe. Ich mir damit!

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 Betreff des Beitrags: Re: Heroin- der Weg nach unten...
Ungelesener BeitragVerfasst: 27.05.2011 - 18:13 
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Ich hab den Film mal vor einigen Jahren in der Berufsschule gesehen, fast alle fanden ihn gut, ich nicht. Das ist so ein Anti-Drogen-Film, halt genau das Gegenteil von einer Verherrlichung. Und genau das hat mich extrem gestört. Soweit ich mich erinnere, redet sie die ganze Zeit nur davon, dass sie doch so gern aufhören möchte und das das ganze Leben mit H doch absolut beschissen ist.
Ich hab mal auf ner Therapie ein Anti-Rauchtraining mitmachen müssen, dort sollten wir zu Beginn die Vorteile und Nachteile die wir persönlich vom Rauchen haben aufschreiben und den einzelnen Punkten Bewertungspunkte zufügen. Wenn man das ehrlich gemacht hat (und es war in der Tat bei allen so) war die Summe der Bewertungspunkte der Vorteile höher als die der Nachteile. Der Sinn des ganzen ist einfach zu sehen, dass der Mensch nur Dinge tut deren Vorteile überwiegen. Das ist einfach ausgedrückt, aber ich persönlich finde diese Aussage gerade bei Drogenkonsum richtig.
Wenn es nun so wäre wie im Film dargestellt würde sie sofort aufhören, vielleicht waren die Hilfsangebote zu der Zeit noch nicht so gut wie heutzutage, aber echt, ich hab schon öfters allein und zu Haus entzogen und da bin ich sicher nicht der einzige. Wenn es echt so wäre, dass sie von Beginn an aufhören wollte, dann hätte sie es schaffen können. Dass sie in Wirklichkeit, warum auch immer, auf Opioidkonsum angewiesen war kann man wohl nur mit etwas Hintergrundwissen sehen. Und das ihr gesamtes Elend dann daraus resultierte, dass ihr dieser Konsum verwehrt wurde wird außer acht gelassen.
Es ist eine traurige Geschichte, ohne Zweifel, da kann man sehen, was passiert wenn gewisse Drogen/Medikamene verboten werden, bzw. vielen Personen die eigentlich auf diese Mittel angewiesen wären der Zugang zu den Mitteln untersagt wird- es entsteht sehr viel Leid, zum einen bei den Personen die dann ganz ohne Linderung klar kommen müssen, zum anderen bei den Personen, die sich die Mittel dann auf illegalem Wege beschaffen müssen und somit der Habgier und Willkür der Dealer ausgesetzt sind.

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 Betreff des Beitrags: Re: Heroin- der Weg nach unten...
Ungelesener BeitragVerfasst: 27.05.2011 - 18:20 
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Rumo hat geschrieben:
...
Ich hab mal auf ner Therapie ein Anti-Rauchtraining mitmachen müssen, dort sollten wir zu Beginn die Vorteile und Nachteile die wir persönlich vom Rauchen haben aufschreiben und den einzelnen Punkten Bewertungspunkte zufügen. Wenn man das ehrlich gemacht hat (und es war in der Tat bei allen so) war die Summe der Bewertungspunkte der Vorteile höher als die der Nachteile. Der Sinn des ganzen ist einfach zu sehen, dass der Mensch nur Dinge tut deren Vorteile überwiegen. Das ist einfach ausgedrückt, aber ich persönlich finde diese Aussage gerade bei Drogenkonsum richtig.
...


Jetzt nicht auf den Film bezogen sondern einfach allgemein. Diese Aussage finde ich persönlich jetzt ein bisschen gewagt. Als ich noch mit meinem Koksproblem zu kämpfen hatte, waren die negativen Aspekte schon sehr in der Mehrzahl. Trotzdem hab ich immer wieder Konsumiert, das Comedown wurde immer ekliger und dafür das Flash immer wie schlechter, damit Schulden angehäuft, gezogen obwohl ich arbeiten musset und dann mit nur zwei Stunden Schlaf im Büro aufgetaucht usw. Trotzdem konnte ich nicht einfach so aufhören sondern war 3 Jahre in Therapie.

Klar, weil die negativen Aspekte da waren, wollte ich überhaupt aufhören. Aber in so Situationen wenns um Süchte geht, bildet man sich oft auch ein, dass einem der Konsum hilft und man ihn braucht, dabei macht er objektiv alles nur noch schlimmer. Unter anderem auch weil gewisse Substanzen auch ganz schön in die Hirnchemie durcheinander bringen. Allerdings ist dann halt auch mein persönliches Empfinden und lässt sich wohl nur begrenzt auf andere Personen übertragen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Heroin- der Weg nach unten...
Ungelesener BeitragVerfasst: 27.05.2011 - 18:39 
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Ich meinte nicht, dass man sofort aufhört, sondern irgendwann, wenn man sich dessen auch klar ist. Im Endeffeckt hast du deinen Koks Konsum doch in den Griff bekommen oder?
Im Film hat sie bis zum Tod weiter gemacht, trotz Cleanphase durch Knast. Wenn der Konsum so wäre, wie im Film dargestellt, hätte sie dannach nicht weiter gemacht.
Ich weiss schon, dass die Aussage sehr vereinfacht ist, aber da ist imho schon was dran.

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 Betreff des Beitrags: Re: Heroin- der Weg nach unten...
Ungelesener BeitragVerfasst: 27.05.2011 - 18:53 
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Ja, nach drei Jahren, diversen Rückfällen inkl. idiotischen Aktionen. Ich meine wenns so simpel wäre würden ja nicht z.B. Raucher die schon gesundheitliche Probleme (z.B. nach einer Beinamputation wegen Raucherbein) nicht einfach weiterrauchen obwohl man ihnen sagt, dass sie ihr Leben riskieren. Oder Fresssüchtige so lange Zeugs in sich reinstopfen bis sie daran sterben obwohl sie ja in einer Therapie sind und theoretisch ja wissen, dass dieses Verhalten mehr Nach- als Vorteile hat.

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 Betreff des Beitrags: Re: Heroin- der Weg nach unten...
Ungelesener BeitragVerfasst: 28.05.2011 - 00:37 
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es ist ganz einfach, solange einem der Rausch mehr gibt als ihm/ihr die Prohibition (du hast das sehr schön beschrieben Schulden angehäuft usw) nimmt, wird keiner aufhören.

Was mich und wohl auch die anderen stört, ist dass solche Filme uns nur weiter wegbringen von einer menschenwürdigen Drogenpolitik.

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 Betreff des Beitrags: Re: Heroin- der Weg nach unten...
Ungelesener BeitragVerfasst: 28.05.2011 - 03:30 
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@Tatsu
Du siehst halt nur die Nachteile und bewertest diese sehr hoch, dass es Menschen gibt, die für die Vorteile des Rauchens wie zB Beruhigung, Ablenkung, soziale Kontakte in der Raucherecke, Sressbewältigung, Genuss, ....... ihr Bein oder auch ihr Leben riskieren ist Fakt. Heutzutage weiss jeder welche Folgen das Rauchen haben kann, wenn dann mal soweit ist, dass das Bein abkommt, oder dass der Lungenkrebs ausgebrochen ist (wie bei nem Nachbarn von mir) ists sowieso zu spät, warum dann also auf die Vorteile verzichten?
Es ist ja auch in vielen Therapien der Ansatz, was hast du von den Drogen, warum nimmst du sie, was hast du für Alternativen? Du musst also irgendwas finden bei dem die Rechnung besser aufgeht als bei den Drogen.
Für die ach so harmlos anmutenden Vorteile von Drogen sind viele Menschen bereit ihr Leben zu ändern; sich finanziell zu ruinieren, die Karriere aufzugeben, sich ein neues, fragwürdiges Umfeld anzueignen, und in Endeffeckt auch ihr Leben zu riskieren. Wenn ich zB. meine schlechten Momente hab, ist mir die Linderung meines psychischen Leidens mehr Wert als meine Arbeit, meine Freunde, meine Gesundheit, denn ich bau in solchen Momenten Rückfälle mit H. Und nach 15 Jahren Opioidkonsum weiss ich ganz genau welche Folgen das hat, aber in dem Moment sind mir die Vorteile wichtiger. Das ist ja gerade das fiese an den Drogen, man hat die Vorteile sofort und die Nachteile treten erst Zeitverzögert auf. Weil das was heute passiert wichtiger ist, als das was morgen, übermorgen oder in einigen Jahren passiert, erreichen die Vorteile im Gegensatz zu den Nachteilen wirklich hohe Punktzahlen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Heroin- der Weg nach unten...
Ungelesener BeitragVerfasst: 28.05.2011 - 07:12 
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oldolsen hat geschrieben:
es ist ganz einfach, solange einem der Rausch mehr gibt als ihm/ihr die Prohibition (du hast das sehr schön beschrieben Schulden angehäuft usw) nimmt, wird keiner aufhören.

Was mich und wohl auch die anderen stört, ist dass solche Filme uns nur weiter wegbringen von einer menschenwürdigen Drogenpolitik.


Naja, da die Schulden hätte ich auch ohne Prohibition angehäuft, ausser das Koks würde im Fall einer Legalisation gratis abgegeben :P

Ich denke eben, dass einem der Rausch in so einem Moment objektiv nicht wirklich mehr bringt. Man bewertet halt einfach ein Kick des Moments höher als Auswirkungen, obwohl die (bei mir jedenfalls) länger sind und in keinem Verhältniss zum Kick stehen. Typisches Suchtverhalten, jedenfalls wenn die beiden Pole in so einem krassen Missverhältniss stehen. Wenn sich der Mensch an sich so verhalten würde, dass die Vorteile im Endeffekt überwiegen, würden wir ja alle kontrolliert konsumieren und die positiven Aspekte würden überwiegen. Was bei mir bei einigen Substanzen ja auch der Fall ist (MDMA, LSD...). Sobald aber die Sucht spielt, ist das nicht mehr möglich.

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 Betreff des Beitrags: Re: Heroin- der Weg nach unten...
Ungelesener BeitragVerfasst: 28.05.2011 - 07:14 
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Rumo hat geschrieben:
@Tatsu
Du siehst halt nur die Nachteile und bewertest diese sehr hoch, dass es Menschen gibt, die für die Vorteile des Rauchens wie zB Beruhigung, Ablenkung, soziale Kontakte in der Raucherecke, Sressbewältigung, Genuss, ....... ihr Bein oder auch ihr Leben riskieren ist Fakt. Heutzutage weiss jeder welche Folgen das Rauchen haben kann, wenn dann mal soweit ist, dass das Bein abkommt, oder dass der Lungenkrebs ausgebrochen ist (wie bei nem Nachbarn von mir) ists sowieso zu spät, warum dann also auf die Vorteile verzichten?
Es ist ja auch in vielen Therapien der Ansatz, was hast du von den Drogen, warum nimmst du sie, was hast du für Alternativen? Du musst also irgendwas finden bei dem die Rechnung besser aufgeht als bei den Drogen.
Für die ach so harmlos anmutenden Vorteile von Drogen sind viele Menschen bereit ihr Leben zu ändern; sich finanziell zu ruinieren, die Karriere aufzugeben, sich ein neues, fragwürdiges Umfeld anzueignen, und in Endeffeckt auch ihr Leben zu riskieren. Wenn ich zB. meine schlechten Momente hab, ist mir die Linderung meines psychischen Leidens mehr Wert als meine Arbeit, meine Freunde, meine Gesundheit, denn ich bau in solchen Momenten Rückfälle mit H. Und nach 15 Jahren Opioidkonsum weiss ich ganz genau welche Folgen das hat, aber in dem Moment sind mir die Vorteile wichtiger. Das ist ja gerade das fiese an den Drogen, man hat die Vorteile sofort und die Nachteile treten erst Zeitverzögert auf. Weil das was heute passiert wichtiger ist, als das was morgen, übermorgen oder in einigen Jahren passiert, erreichen die Vorteile im Gegensatz zu den Nachteilen wirklich hohe Punktzahlen.


Das sind dann aber eben nicht die objektiven Vorteile sondern die eigenen subjektive Einschätzung. Also verhält man sich objektiv betrachtet eben nicht vernünftig und auf den eigenen Vorteil bedacht.

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 Betreff des Beitrags: Re: Heroin- der Weg nach unten...
Ungelesener BeitragVerfasst: 28.05.2011 - 17:29 
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Jep genau die subjektive Einschätzung mein ich.
zB: H Konsum von letztem Wochenende,
Nachteile:
-ich muss auf die Szene und mich damit in Gefahr bringen von der Polizei aufgegriffen zu werden
-H ist teuer ich hab den Rest des Monats fast nichts mehr zu Essen oder ich muss sehen wo ich Geld her bekomm (Lohn gibts am 15!!)
-Ich könnte Scheiße bekommen und mich eventuell sogar vergiften
-ich könnte aus der Substitution fliegen
-ich könnte meine Arbeit verlieren
-das Risiko dauerhaft "Rückfällig" zu werden
-ich könnte meinen Führerschein verlieren.
Vorteile:
-Ich bin für ca. 48 Stunden von meinen Problemen befreit. (ich könntre diesen Punkt auch noch aufsplitten, nur mag jetzt und hier meine Probs nicht veröffentlichen)
Für mich persönlich überwiegten die Vorteile, da ich letztes Wochenende konsumiert hab, es war mir wirklich wichtig meine Probleme zu vergessen, bzw. es war mir die Risiken und Auswirkungen wert. Rational gesehen wars völlig unsinnig.
Das man wenn die Nachteile irgendwann überwiegen nicht sofort aufhört ist auch klar, aber man wird dann nach und nach die nötigen Schritte einleiten.

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 Betreff des Beitrags: Re: Heroin- der Weg nach unten...
Ungelesener BeitragVerfasst: 28.05.2011 - 17:56 
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Tatsu hat geschrieben:
oldolsen hat geschrieben:
es ist ganz einfach, solange einem der Rausch mehr gibt als ihm/ihr die Prohibition (du hast das sehr schön beschrieben Schulden angehäuft usw) nimmt, wird keiner aufhören.

Was mich und wohl auch die anderen stört, ist dass solche Filme uns nur weiter wegbringen von einer menschenwürdigen Drogenpolitik.


Naja, da die Schulden hätte ich auch ohne Prohibition angehäuft, ausser das Koks würde im Fall einer Legalisation gratis abgegeben :P

Ich denke eben, dass einem der Rausch in so einem Moment objektiv nicht wirklich mehr bringt. Man bewertet halt einfach ein Kick des Moments höher als Auswirkungen, obwohl die (bei mir jedenfalls) länger sind und in keinem Verhältniss zum Kick stehen. Typisches Suchtverhalten, jedenfalls wenn die beiden Pole in so einem krassen Missverhältniss stehen. Wenn sich der Mensch an sich so verhalten würde, dass die Vorteile im Endeffekt überwiegen, würden wir ja alle kontrolliert konsumieren und die positiven Aspekte würden überwiegen. Was bei mir bei einigen Substanzen ja auch der Fall ist (MDMA, LSD...). Sobald aber die Sucht spielt, ist das nicht mehr möglich.


Sry aber du verstehstest offenbar einfach nicht. Man nimmt die Droge eben WEIL einem das als vorteilhaft erscheint, auch wenn du vlt von außen sagen magst das Geld, Arbeit usw mehr wiegen, solang du in dir drin der Meinung bist das der Rausch das Wert ist wirst du weitermachen. Drogen, oder noch besser die "Sucht" sin keine übernatürlichen Wesen die dich zum Konsum zwingen, das bist alles du.

Und zum Preis, Koks ist in er HErstellung nicht wesentlich teurer als Zucker, weißt du was Zucker kostet? Selbst wenn Koks 1000 mal mehr kostet, hättest du trotzdem niemals Schulden machen müssen. Der Preis entsteht rein aus der Prohibition und der daraus resultierenden Abhängigkeit der resultierenden von Monopolisten die uneingeschränkt machen können was sie wollen

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 Betreff des Beitrags: Re: Heroin- der Weg nach unten...
Ungelesener BeitragVerfasst: 29.05.2011 - 13:12 
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Wohnort: Ruhrgebiet
@oldolsen:
ich bin mir nicht ganz sicher was du eigentlich forderst..
meinst du H sollte an schwerstabhängige im rahmen eines substitutionsprogrammes abgegeben werden
ODER H,Koks,etc. sollten im supermarkt im regal gleich neben dem zucker stehn und für ALLE zugänglich sein?

weil aus nem land wo zweiteres der fall wäre würde ich auswandern!
wäre es legal und damit billig würde die beschaffungskriminalität meiner meinung nach nämlich nicht sinken sondern steigen!
weil nämlich wir junkies und millionen die vorhern nichts damit zu tun hatten dann auf so einer menge wären das geld wieder nicht reicht,
egal wie billig!
ich hab immer mein komplettes geld für H ausgegeben und mich bemüht mehr geld ranzukriegen um mehr kaufen zu können..
je nach preis wären wir dann alle auf 5,10,15g/tag der toleranzentwicklung ist meines wissens nach oben keine grenze gesetzt.

also wenn:
Zitat:
H sollte an schwerstabhängige im rahmen eines substitutionsprogrammes abgegeben werden

dann eindeutig PRO (solange WAHLWEISE alternativen zur verfügung stehen)

aber wenn:
Zitat:
H,Koks,etc. sollten im supermarkt im regal gleich neben dem zucker stehn und für ALLE zugänglich sein

100% KONTRA

ne antwort wäre super!

LG,THANI

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ungelesene_Bettlektüre hat geschrieben:
merke: wenn etwas zu schön aussieht, um wahr zu sein, dann ist es das meistens auch so.


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 Betreff des Beitrags: Re: Heroin- der Weg nach unten...
Ungelesener BeitragVerfasst: 29.05.2011 - 13:27 
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Zitat:
je nach preis wären wir dann alle auf 5,10,15g/tag der toleranzentwicklung ist meines wissens nach oben keine grenze gesetzt.
Das halt ich für ein Gerücht und jeder dem schonmal in "unbegrenzter Menge" hochprozentige Opioide zur freien Verfügung standen weiß das man deshalb trotzdem nicht 24/7 am konsumieren ist.
Jeder hat dann irgendwann "sein Level" das ihm am angenehmsten ist und versucht dann eher dieses zu halten anstatt noch eins drauf zu legen.
Bei Kokain iv. könnte ich DAS allerdings nicht garantieren - das würde so mancher bestimmt solange weiter konsumieren bis es einfach irgendwann zwangsläufig eine Überdosis wäre.

Eine gewisse "Kontrolle" bzw. "Regulierung" muss imho schon noch irgendwo stattfinden - ansonsten würde es sich allerdings auch so recht schnell selbst aussortieren, denn wer damit nicht umgehen kann verreckt dann eben an ner Überdosis.

Es wäre jedenfalls ein einfaches sowas umzusetzen und kosten würde das ganze auch nur einen Bruchteil von dem was heute in Verfolgung und "Harm Reduction" gesteckt wird.

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 Betreff des Beitrags: Re: Heroin- der Weg nach unten...
Ungelesener BeitragVerfasst: 29.05.2011 - 16:20 
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Registriert: 11.11.2009 - 11:27
Beiträge: 581
@tatsu,
ich bin nicht der meinung,
das man coca u. opiat konsum
vergleichen kann.

und was das aufhöhren betrifft ,
coca hab ich einfach so weggesteckt ,
:whistle:
bei opiaten sieht's da doch
Ganz anderst aus - :shock:

kann nat. nur von
mir ausgehen, vllt
empfindet das auch jeder
anderst...........

Tecu .

_________________
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 Betreff des Beitrags: Re: Heroin- der Weg nach unten...
Ungelesener BeitragVerfasst: 29.05.2011 - 16:25 
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weder noch, Man sollte jede Substanz in staatlich geführten Shops abgeben, so dass die Abgabe an Jugendliche weitestgehend verhindert wird. Außerdem haben Studien gezeigt, dass die meisten Leute die im Programm reines Heroin bekommen sich langfristig auf eine Dosis von 1,8g pro Tag einpendeln. Du sagst noch mehr Beschaffungskriminalität, aber hast du jemals von Beschaffungskriminalität eines Alkoholikers gehört? Die gängigen Drogen sind in der Produktion so spottbillig, dass sich jeder Hartz 4 Empfänger eine Sucht leisten kann.

Es kann einfach nicht sein, dass Leute ihrer persönlichen Freiheit beraubt werden, weil man "es ja besser weiß"!!!!!!

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Ungelesener BeitragVerfasst: 29.05.2011 - 16:28 
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Beiträge: 581
p.s.
da ich noch immer auf
PN u. Ändern -Funktion
"verzichten" muss,
aber gerade vergessen hab ,
darauf hinzuweissen ,
ist'sn D-Post geworden.........

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 Betreff des Beitrags: Re: Heroin- der Weg nach unten...
Ungelesener BeitragVerfasst: 29.05.2011 - 16:31 
Power-Raver
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Registriert: 11.11.2009 - 11:27
Beiträge: 581
p.s.
da ich noch immer auf
PN u. Ändern -Funktion
"verzichten" muss,
aber gerade vergessen hab ,
darauf hinzuweissen ,
ist'sn D-Post geworden.........

Zitat:
Es kann einfach nicht sein, dass Leute ihrer persönlichen Freiheit beraubt werden, weil man "es ja besser weiß"!!!!!!


Word -! :stampf:

_________________
_______


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 Betreff des Beitrags: Re: Heroin- der Weg nach unten...
Ungelesener BeitragVerfasst: 29.05.2011 - 16:35 
Inventar
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Registriert: 26.09.2009 - 20:17
Beiträge: 3240
Wohnort: Wüste des Realen
oldolsen hat geschrieben:
weder noch, Man sollte jede Substanz in staatlich geführten Shops abgeben, so dass die Abgabe an Jugendliche weitestgehend verhindert wird. Außerdem haben Studien gezeigt, dass die meisten Leute die im Programm reines Heroin bekommen sich langfristig auf eine Dosis von 1,8g pro Tag einpendeln. Du sagst noch mehr Beschaffungskriminalität, aber hast du jemals von Beschaffungskriminalität eines Alkoholikers gehört? Die gängigen Drogen sind in der Produktion so spottbillig, dass sich jeder Hartz 4 Empfänger eine Sucht leisten kann.

Es kann einfach nicht sein, dass Leute ihrer persönlichen Freiheit beraubt werden, weil man "es ja besser weiß"!!!!!!

Ich bin in allen Punkten 100 % deiner Meinung! Wenn das doch jeder so sehen würde... :keineahnung:

_________________
Manipuliert, was euch manipuliert!


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 Betreff des Beitrags: Re: Heroin- der Weg nach unten...
Ungelesener BeitragVerfasst: 29.05.2011 - 16:49 
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Registriert: 27.11.2002 - 21:31
Beiträge: 3012
Wohnort: Bern
oldolsen hat geschrieben:
Tatsu hat geschrieben:
oldolsen hat geschrieben:
es ist ganz einfach, solange einem der Rausch mehr gibt als ihm/ihr die Prohibition (du hast das sehr schön beschrieben Schulden angehäuft usw) nimmt, wird keiner aufhören.

Was mich und wohl auch die anderen stört, ist dass solche Filme uns nur weiter wegbringen von einer menschenwürdigen Drogenpolitik.


Naja, da die Schulden hätte ich auch ohne Prohibition angehäuft, ausser das Koks würde im Fall einer Legalisation gratis abgegeben :P

Ich denke eben, dass einem der Rausch in so einem Moment objektiv nicht wirklich mehr bringt. Man bewertet halt einfach ein Kick des Moments höher als Auswirkungen, obwohl die (bei mir jedenfalls) länger sind und in keinem Verhältniss zum Kick stehen. Typisches Suchtverhalten, jedenfalls wenn die beiden Pole in so einem krassen Missverhältniss stehen. Wenn sich der Mensch an sich so verhalten würde, dass die Vorteile im Endeffekt überwiegen, würden wir ja alle kontrolliert konsumieren und die positiven Aspekte würden überwiegen. Was bei mir bei einigen Substanzen ja auch der Fall ist (MDMA, LSD...). Sobald aber die Sucht spielt, ist das nicht mehr möglich.


Sry aber du verstehstest offenbar einfach nicht. Man nimmt die Droge eben WEIL einem das als vorteilhaft erscheint, auch wenn du vlt von außen sagen magst das Geld, Arbeit usw mehr wiegen, solang du in dir drin der Meinung bist das der Rausch das Wert ist wirst du weitermachen. Drogen, oder noch besser die "Sucht" sin keine übernatürlichen Wesen die dich zum Konsum zwingen, das bist alles du.

Und zum Preis, Koks ist in er HErstellung nicht wesentlich teurer als Zucker, weißt du was Zucker kostet? Selbst wenn Koks 1000 mal mehr kostet, hättest du trotzdem niemals Schulden machen müssen. Der Preis entsteht rein aus der Prohibition und der daraus resultierenden Abhängigkeit der resultierenden von Monopolisten die uneingeschränkt machen können was sie wollen


Ich denke wir meinen wohl eh beide das gleiche: es erscheint einem als Vorteil, ob es dann einer sei, sei dahingestellt.

Klar hätte ich Schulden machen müssen. Denkst du wenn Koks legal wäre, würden nicht noch Steuern darauf erhoben bzw. die Anbieten wollen Gewinn damit machen? Ich hätte dann genau gleich viel Geld verkokst und hätte halt einfach mehr Material dafür gehabt.

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 Betreff des Beitrags: Re: Heroin- der Weg nach unten...
Ungelesener BeitragVerfasst: 29.05.2011 - 16:51 
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Registriert: 27.11.2002 - 21:31
Beiträge: 3012
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Tecumseh hat geschrieben:
@tatsu,
ich bin nicht der meinung,
das man coca u. opiat konsum
vergleichen kann.

und was das aufhöhren betrifft ,
coca hab ich einfach so weggesteckt ,
:whistle:
bei opiaten sieht's da doch
Ganz anderst aus - :shock:

kann nat. nur von
mir ausgehen, vllt
empfindet das auch jeder
anderst...........

Tecu .


Ich denke auch nicht, dass man die beiden Substanzen vergleichen kann. Wobei mit H aufzuhören oder nur alle Schaltjahre mal zu konsumieren, war und ist dafür bei mir kein Problem. So sind die Geschmäcker verschieden... ;)

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