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 Betreff des Beitrags: MDMA und Spiritualität
Ungelesener BeitragVerfasst: 07.12.2010 - 20:12 
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MDMA und Spiritualität


VORWORT
MDMA halte ich persönlich für eine sehr wertvolle Substanz, wenn sie wie jedes andere Psychedelikum mit gebührendem Respekt in einem rituellen Rahmen eingenommen wird.
Ja, MDMA betrachte ich als Psychedelikum, zwar niemals so halluzinogen wie Pilze, Acid, Meskalin usw., aber dennoch ist es auf keinsten Fall ausschliesslich eine Partydroge!
Alexander Schulgin nennt die Wirkung "ein Fenster zur wirklichen Welt".
Ich persönlich würde sagen, man kann die Welt zum Teil wieder mit Kinderaugen sehen. MDMA kann einem sozusagen ein Stück schon lange vergessene Kindheit zurückgeben. :)
Jedoch muss man sich als Jugendlicher und/oder Erwachsener wieder in die Welt einfinden, was nicht immer einfach ist.
Deshalb möchte meine Erfahrungen und Erkenntnisse mit Euch teilen. :color:



KAPITEL 1 - EINFÜHRUNG

„Wieso kann man nicht immer so empfinden? Wieso nimmt man die Welt nicht immer so wahr?“ – Fragen, die von MDMA Erstkonsumenten sehr häufig gestellt werden. Die Antwort ist eigentlich ganz simpel: „Weil man sich Glück erarbeiten muss, und nichts selbstverständlich ist!“

Wir leben in einer Konsumgesellschaft, wo der Konsum von legalen und illegalen (psychedelischen) Drogen einen zwiespältigen Stellenwert hat. Wir nähern uns langsam aber sicher einem Szenario, wie es in Aldous Huxleys „A Brave New World“ geschildert ist, wo die Menschen mit Hilfe einer Droge Namens Soma künstlich zufrieden gestellt werden. Anstatt Soma könnte man heutzutage den Namen Prozac bzw. Fluotexin einsetzen. Diese legalen Stoffe wirken auf neuro-chemischer Ebene gezielt auf den Serotoninhaushalt im Gehirn und bewirken eine erhöhte Ausschüttung vom körpereigenen Neurotransmitter Serotonin indem sie die Wiederaufnahme hemmen. Serotonin ist mitunter verantwortlich für unsere Glücksgefühle. Die Hauptwirkung von MDMA besteht auch vor allem in einer Überflutung der Synapsen mit Serotonin, da ähnlich wie bei den SSRIs die Wiederaufnahme gehemmt wird.

Serotonin wird im Gehirn unter „normalen“ Bedingungen freigesetzt, wenn uns etwas gelingt, wir gut essen, wir verliebt sind, etc. Das heisst auch, dass wir für unseren Serotoninhaushalt/Glücksempfinden i.d.R. selber verantwortlich sind – und zwar durch unser Handeln und Denken. Um jemandem ohne MDMA-Erfahrung den Zustand des Glücklichseins auf MDMA näher bringen zu können, könnte man das so umschreiben: Das Gefühl unmittelbar nach einem Orgasmus mit jemandem, den man innerlich wirklich liebt für mehrere Stunden anhaltend. Natürlich ist das nur eine Annäherung, weil das Wirkungsspektrum von MDMA viel breiter ist.

Wo ist nun der Unterschied zwischen MDMA und Antidepressiva wie Prozac?


Nun ein Antidepressivum ist für eine längerfristige Einnahme und Behandlung konzipiert. Man muss noch „normal“ funktionieren können, z.B. im Stande sein, ein KFZ zu lenken, einer geregelten Arbeit nachzugehen usw. Dies wäre im Vergleich im Zustand nach dem Konsum von MDMA eher undenkbar – z.T. sogar unverantwortlich und gefährlich.

Die Behandlung mit SSRIs ist auf Dauer keine Lösung, sondern eine moderne legale Form des Drogenhandels und der Drogensucht von Unwissenden. Die Pharmakonzerne verdienen als Dealer Millionen – die Konsumenten verarschen sich sozusagen selber bzw. werden verarscht. Es werden lediglich die Symptome behandelt auf einer sehr beschränkten materialistischen bzw. auf der physischen (neuronalen) Ebene. Bei der oberflächlichen Behandlung mit SSRIs wird das Innere der menschlichen Seele ignoriert, und anstatt sich den inneren Konflikten zu stellen, diese aufzuarbeiten, damit eine langfristige Heilung stattfinden kann, kehrt man seine Probleme sozusagen nur unter den Teppich. Nach Absetzen des Stoffes, kehren die Depressionen zurück.

Das illegale MDMA auf der anderen Seite bewirkt einen ausgeprägten Rauschzustand mit einer Dauer von ca. 5-8 Std., kommt für eine langfristige Behandlung von Depressionen zumindest auf der neuronalen Ebene deshalb gar nicht in Frage. Logischerweise findet unter dem Einfluss von MDMA eine x-fach stärkere Überflutung der Synapsen mit Serotonin statt als mit SSRIs. Das ist wohl der gravierendste Unterschied. Bei einer gezielten therapeutischen Anwendung ist es sicher sinnvoller, MDMA als (öfters sogar einmaliges) psycholytisches Werkzeug einzusetzen, wo gezielt innere Blockaden/Traumata auf seelischer/psychischer Ebenen an der Wurzel aufgearbeitet/gelöst werden – damit bestenfalls eine langfristige Heilung erzielt wird. Erst durch den enormen Überschuss an Serotonin ist der Patient in einer therapeutischen Sitzung oftmals psychisch in der Lage, sich selber, seiner Umwelt/sozialem Umfeld gegenüber – damit auch seinen inneren Blockaden mit einer völlig neuen Sichtweise (offener, ausgeglichener, unvoreingenommener, nicht egozentrisch) der Dinge gegenüberzutreten - diese somit zu verarbeiten und anzunehmen. Viele Psychotherapeuten berichten über MDMA, dass es die Behandlungszeit bei Patienten markant verkürzt – manchmal sogar ohne MDMA der Patient für eine erfolgreiche Behandlung gar nicht offen wäre.


MDMA als Genussmittel

Auch MDMA birgt grosse Gefahren besonders für Menschen, welche dazu tendieren, MDMA ähnlich wie SSRIs einzusetzen bzw. zu missbrauchen. Dabei wird aus der anfänglichen Euphorie schnell eine Gewohnheit mit Steigerung sowohl der Konsumfrequenz, wie auch der Dosis. Das anfänglich spirituelle beglückende einsichtige Erleben driftet in eine Flucht vor dem Alltag und nicht zuletzt vor sich selber ab. Die Grenzen hierbei können gefährlich fliessend sein, so dass der User selber dies erst viel zu spät bemerkt – meist dann, wenn die gewünschte Wirkung auch durch hohe Dosen nicht mehr zu erreichen ist, dazu die Nachwirkungen – vor allem Depression immer schlimmer werden. Dies ist vor allem auf die Erschöpfung der Serotoninreserven und in schlimmen Fällen wohl auch irreversibel geschädigten Neuronen, welche sich durch die übermässige Stimulierung mit Serotonin zurückgebildet haben.
Besonders gefährdete Gruppen sind Jugendliche ohne ausgereiftes Weltbild – festen gesellschaftlichen Halt (Familienprobleme) und Selbstkenntnis. Bei Erwachsenen sind grundsätzlich ohnehin schon (labile) depressive Menschen ohne ein gefestigtes soziales Umfeld (Familie) gefährdet und sollten MDMA wenn dann eben im Rahmen einer Psychotherapie unter Leitung eines erfahrenen Psychotherapeuten einnehmen. Als Individuum ist es zwar durchaus möglich, sich selber zu therapieren, jedoch bedarf das einer härteren Selbstdisziplin und fortgeschrittenem spirituellem Verständnis von sich selber und des Universums.
MDMA als Genussmittel kann durchaus in einem verantwortungsvollen Rahmen auch für gesunde Menschen eine grosse Bereicherung sein. Die Erforschung des eigenen Inneren und der äusseren Welt – sozusagen eine Weiterbildung der eigenen Psyche und der Sensibilität der eigenen Sinneswahrnehmungen, wie auch das Auflösen von inneren Konflikten bei zwischenmenschlichen Beziehungen wird von vielen Usern geschätzt, wobei bei einer vernünftigen Einnahme nahezu keine Restrisiken für Leib und Seele bestehen.

„Da lag ich nahezu schwerelos in meiner Hängematte. Mein Blick verloren und doch behütet da oben in den Wolken, die mir ein sanftes Schauspiel eines unendlich sich veränderndem sphärischen Tanzes darboten. Ich war innerlich völlig ausgeglichen, im Einklang mit mir und meinem Umfeld – ich war FREI!“

Ein Erlebnis ohne den Konsum von MDMA, aber dennoch bestimmt auf Erfahrungen mit dieser sakralen Substanz zurückzuführen.



2 be continued... :wink:

_________________
Freebird hat geschrieben:
Drogenerfahrungen führen ohnehin schon zu genug Isolation und Verfremdung. Wenn man diese Kriterien kennt, kann man sich dann auch denken wie es dann erst mit RCs aussieht. Mir ist klar, dass jede schmerzhafte Wahrheit die ich jetzt erfahre ein Grund zur Freude ist... sie ist nämlich der Unterschied zwischen einer einzigartigen Chance und einem unlösbaren Problem.


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 Betreff des Beitrags: Re: MDMA und Spiritualität
Ungelesener BeitragVerfasst: 08.12.2010 - 17:51 
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MDMA gegen Traumata ok, aber hier wird was vermischt. Erst wird von Depressionen geredet und dann tauchen plötzlich Traumate auf. Und gegen Depressionen ist MDMA selbst mit therapeutischer Begleitung absoluter Schwachsinn, da man den ohnehin schon gestörtet Stoffwechsel noch mehr stört.

Meiner Meinung nach machen diese Antidepressiva nur Sinn in Verbindung mit einer Therapie, da diese oftmals schwierig zu bekommen ist, nehmen Leute Antidepressiva teilweise extrem lange ein. Da sehe ich dann auch ehrlich gesagt keinen Unterschied, denn wenn jemand 10 Jahre Antidepressiva nimmt und nicht ich lese "ohne geht es mir so schlecht", da macht es find ich keinen Unterschied obs jetzt anstatt Antidepressiva Benzos oder dergleichen sind, denn wenn man psychisch abhängig ist, ist die körperliche Abhängigkeit eh egal.

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obstfliege hat geschrieben:
Kontrollierter Drogenkonsum ist eher eine Qual als ein Spaß! ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: MDMA und Spiritualität
Ungelesener BeitragVerfasst: 08.12.2010 - 21:48 
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Erstmal vielen Dank Chyb für deinen Beitrag - genau so habe ich es mir vorgestellt. :daum:
Der Text sind eigentlich nur meine Überlegungen und sollen keinesfalls eine allgemeingültige Theorie darstellen, sondern bestenfalls eine Diskussionsgrundlage, wenn jmd. Bock hat. ;)
Als ich das erste mal MDMA konsumierte - waren max. 60mg - habe ich nach kurzer Zeit das Potenzial von MDMA als psycholytisches Werkzeug erkannt - vor allem in zwischenmenschlichen Beziehungen.

Wie dem auch sei - nun auf deinen für mich wertvollen Gedankenanstoss einzugehen:

Depressionen und Traumata können doch auch Hand in Hand gehen. Ich selber mag das kategorische Einstufen von seelischen Problemen und/oder Krankheiten nicht (klar, ganz ohne geht es auch nicht :)), weil das imao auf ein beschränktes materialistisches Weltbild zurückzuführen ist.

Zitat:
Und gegen Depressionen ist MDMA selbst mit therapeutischer Begleitung absoluter Schwachsinn, da man den ohnehin schon gestörtet Stoffwechsel noch mehr stört.


Genau das ist ein Kernpunkt, wo ich persönlich nicht ganz deiner Meinung bin. Klar gibt es wohl Fälle, wo der Einsatz von MDMA unangebracht wäre. Das liegt dann im Ermessen des Therapeuten...
Aber solche generelle Aussagen halte ich für realitätsfern. Eine (oftmals einmalige Einnahme) von MDMA in einem rituell-therapeutischen Rahmen könnte imo bei manchen Menschen den gestörten Haushalt wieder ins Gleichgewicht rücken (eine längerfristige Therapierung mit anschliessender Verarbeitung der gewonnenen Erkenntnisse vorausgesetzt) bzw. eine Grundlage bilden für eine weitere therapeutische Arbeit.
Konkret würde das heissen: Auf MDMA bedrückende Erlebnisse/Gründe (welche sogar in der frühen Kindheit ihre Wurzeln haben können - z.B. ein gestörtes Mutter/Kind Verhältnis), die für eine Depression verantwortlich sind, zu erkennen und bestenfalls auch zu verarbeiten.
Ein metaforischer Vergleich mit z.B. Shiva dem Zerstörer und zugleich Schöpfer und/oder Yin und Yang würde nun zu weit gehen... :D
MDMA besitzt die Eigenschaft, selbstheilende Kräfte aktivieren zu können bei günstigen Rahmenbedingungen.
Wer sich für das Thema näher interessiert, s. dazu "Ins Herz der Dinge lauschen. Vom Erwachen der Liebe; über MDMA und LSD; die unerwünschte Therapie." Nachtschatten-Verlag, Solothurn 2002, ISBN 3-907080-03-3

Zitat:
Meiner Meinung nach machen diese Antidepressiva nur Sinn in Verbindung mit einer Therapie, da diese oftmals schwierig zu bekommen ist, nehmen Leute Antidepressiva teilweise extrem lange ein.


Da gebe ich dir vollkommen Recht, wobei grundsätzlich die Frage gestellt werden sollte, in welchen Fällen Antidepressiva überhaupt Sinn machen. Persönlich finde ich, Antidepressiva machen nur Sinn als Übergangslösung am Anfang einer Therapie, wenn Suizidgefahr besteht.

Zitat:
Da sehe ich dann auch ehrlich gesagt keinen Unterschied, denn wenn jemand 10 Jahre Antidepressiva nimmt und nicht ich lese "ohne geht es mir so schlecht", da macht es find ich keinen Unterschied obs jetzt anstatt Antidepressiva Benzos oder dergleichen sind, denn wenn man psychisch abhängig ist, ist die körperliche Abhängigkeit eh egal.


Naja dir ist das wohl egal, einem seriösen Psychotherapeuten sollte sowas aber sicher nicht egal sein... ;)


Und noch meinerseits, was das ganze hier überhaupt soll... :D
A. Shulgin hat diese Phenethylamine und Tryptamine nicht nur aus Jux erforscht und an sich selber getestet, sondern seine Hauptmotivation besteht darin, Stoffe für den Einsatz in der Psychotherapie zu suchen und zu finden.
Das sollte man respektieren und nicht vergessen.
Wenn nur 1 Mensch anhand meiner Überlegungen etwas Positives für sich abgewinnen kann hinsichtlich des Umgangs mit MDMA, dann hat sich die Mühe für mich persönlich schon gelohnt! :)

Thankz fürs lesen!
:wink:

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Freebird hat geschrieben:
Drogenerfahrungen führen ohnehin schon zu genug Isolation und Verfremdung. Wenn man diese Kriterien kennt, kann man sich dann auch denken wie es dann erst mit RCs aussieht. Mir ist klar, dass jede schmerzhafte Wahrheit die ich jetzt erfahre ein Grund zur Freude ist... sie ist nämlich der Unterschied zwischen einer einzigartigen Chance und einem unlösbaren Problem.


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 Betreff des Beitrags: Re: MDMA und Spiritualität
Ungelesener BeitragVerfasst: 09.12.2010 - 05:17 
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Beiträge: 200
Kapitel 2 - Die Substanz

MDMA wird am häufigsten in verschiedenfarbigen Pillen mit diversen Logos angeboten. Jedoch kann man den tatsächlichen Wirkstoff MDMA erst nach einem Marquis-Test vermuten. Auch der EZ-Test ist keine 100%-ige Gewährleistung, dass es sich um MDMA handelt. Es können auch andere MDxx Stoffe enthalten sein, wie z.B. MDEA. Der Wirkstoffgehalt kann jedoch durch die freiverkäuflichen Tests nicht bestimmt werden.
Wenn man sich nicht sicher ist, sollte man mit sehr kleinen Mengen anfangen (1/4 Pille z.B.), auf den Konsum ganz verzichten - am besten aber Kristalle finden! ;)

MDMA ist in "Reinform" Kristall und den Pillen sicherlich vorzuziehen. Leider werden auch hier andere Substanzen als MDMA Kristalle verkauft und/oder MDMA Kristalle gestreckt. Das Strecken ist aber schwieriger, weil es optisch auffälliger ist, und man für einen Rauscheffekt ungewohnt hohe Mengen braucht. Man sollte vor allem auf eine kristalline Form achten!

Persönlich habe ich noch nie eine Pille genommen - ist mir einfach zu riskant - zu ungenau beim Dosieren.
Ich bin mit verschiedenen Kristallen in Kontakt gekommen, und alle waren gut! :daum:

Bild

1) rotes MDMA mit z.T. schwarzen Rückständen - Woher die rote Farbe kommt, weiss ich auch nicht. Der Reinheitsgrad ist aber mit dem weissen zu Vergleichen anhand dem Verhältnis Dosis/Wirkung. Eine übliche Anfangsdosis ist für mich 130-140mg.

2) weisses MDMA mit bräunlichen Rückständen - qualitativ vergleichbar mit dem roten.

3) durchsichtiges MDMA mit bernsteinfarbenen Rückständen - das war das stärkste von allen. :D
Ich hatte vorher das beige MDMA, und eine Dosis von 150mg empfand ich als angebracht. Als ich dieses erhielt und gleich mit 150mg anfing, hat es mich stark überrollt - zwar angenehm, aber später hate ich eine deutliche Überdosis, was sich in Halluzinationen äusserte, welche zwar bisschen nervend waren, aber nicht irgendwie beängstigend. Von diesem MDMA hatte ich das übelste Comedown - fühlte mich ausgezehrt und demotiviert am 2ten Tag, was noch 1-2 Tage anhielt. War eindeutig auf eine Überdosis zurückzuführen.

4) beiges MDMA, welches zudem noch feucht war - funktionierte wunderbar.
5) braunes MDMA - war mein erstes MDMA, welches ich mir besorgt habe - war prima. Bild


Geruch
1-3 riechen wachsartig mit säuerlichen z.T. an gammelige Socken erinnernde Duftnoten. :D

Der Geruch war bei 4 + 5 am stärksten, was wohl auf eine nicht ganz so saubere Synthese zurückzuführen ist. Er erinnerte mich an eine Vanille-Duftkerze.

Geschmack
Der Geschmack war bei allen eigentlich identisch - bitterst, so dass es einen schaudert bei oraler Aufnahme.



Dosierung
empfohlene Werte:
weiblich => 1.3mg/kg Körpergewicht
männlich => 1.5mg/kg Körpergewicht

:lehrer: Wer mit MDMA rumhantiert, sollte sich eine Feinwaage besorgen.

Am Anfang tendierte ich eher dazu, mehr zu nehmen, weil mir die eigene Erfahrung fehlte.
Bei mir hat sich folgender Wert pro Session eingependelt:
Gesamtdosis von 200-220mg ein => 130-140mg Initialdosis - 60-80mg beim Nachlegen
Eine zu schwache Dosis ist für gewohnte User meist unbefriedigend.
Bei einer zu hohen Dosis verpeilt man gerne den eigentlichen Trip, weil man einfach zu verklatscht ist und beraubt sich sozusagen selber um die schöne Klarheit. Auch Neben- und Nachwirkungen sind ausgeprägter.
Nachlegen macht meist nur 1 - max. 2 mal Sinn, und zwar etwa dann, wenn das Peak langsam anfängt zu sinken. Irgendwann sind die Serotoninreserven erschöpft und Nachlegen bringt nichts mehr, verstärkt nur die negativen Nachwirkungen und ist reine Verschwendung! :lehrer:


Konsumformen
Oral, nasal, rektal.
Persönlich bevorzuge ich, das MDMA in Wasser oder sonst einem Getränk aufzulösen, und es dann gemütlich zu schlürfen. Am Ende haut man sich das meiste rein, weil sich am Boden das meiste sammelt... :D
Nasal sollte man die Kristalle zu möglichst feinstem Staub verarbeiten. Das geht gut, wenn man die Kristalle in ein Tütchen gibt und diese mit einem Wallholz crushed. Diese Konsumform ist sicher nicht gesund - habe öfters am zweiten Tag ein wenig Blut geschnäuzt. Der Flash kommt schneller - es kann angenehm sein für einen initialen Kick am Anfang oder zum später nochmal nachdosieren. Bei mir hat diese Konsumform öfters Übelkeit für ein paar Augenblicke verursacht.

Wenn man Übelkeit verspührt nach der Einnahme von MDMA, sollte man sich gegen diese nicht wehren - günstigstensfalles befindet man sich draussen. ;) Das ist ein körperlicher Abwehrmechanismus, welchem man folgen sollte.
:kootz: Persönlich hab ich dem Würgereiz, falls er denn vorhanden war, immer nachgegeben. Gekotzt habe ich nie wirklich. Es kam nur ein wenig hoch, was man einfach ausspucken kann. Man fühlt sich denn befreit, obwohl die Wirkung dadurch überhaupt nicht beeinträchtigt wird - eben im Gegenteil!
Ich denke, dass dies gewissermassen auch ein Reinigungsprozess der Seele ist. Jmd., der mehr Last mit sich herumträgt, kotzt auch länger ab.
Bei manchen Kleinkindern kann man ein ähnliches Phänomen beobachten - wenn sie sich aufregen, regen sie sich dermassen auf, bis sie abkotzen, und dann ist Ruhe... :D



2.1 Wirkungsmechanismus und gesundheitliche Aspekte

Wer MDMA konsumieren möchte, sollte sich zumindest allgemein über den Wirkungsmechanismus der Substanz informieren.

http://www.suchtzentrum.de/drugscouts/d ... deshow.htm


Als ich zu meiner Anfangszeit mit MDMA das erste mal so etwas ähnliches wie einen Kater (das Gefühl von Ausgezehrtsein und Niedergeschlagenheit) davon erlebt habe, führte mich das auf die Suche, wie man diese Nachwirkungen reduzieren kann. Ich wurde fündig, habe die Ratschläge befolgt, und seit dem sind die Nachwirkungen von einem MDMA Trip für mich von minimal erschöpft bis positiv angenehm.



Pre- & Postload
Viele Menschen fühlen sich nach dem Trip depressiv und antriebslos.
Der Grund dafür ist auf physischer Ebene ein niedrigerer Serotoninspiegel im Gehirn ein paar Tage nach dem Konsum. Weitere Gründe können ungewohnt ausgiebige körperliche Aktivität (Tanzen) - im schlimmsten Fall auch noch mit Schlafmangel sein.
Jedoch kann man diese Symptome mit entsprechenden Vorkehrungen minimieren.

Es wird auch oft von Neurotoxizität gesprochen. Dies geschieht vor allem durch einen Überschuss an Dopamin, welches anstelle von Serotonin an die Serotonin-Synapsen andockt. Das Dopamin oxidiert und wirkt somit neurotoxisch. Mit Hilfe von folgenden Hilfsmitteln kann auch einer Neurotoxizität entgegengewirkt werden.

:lehrer: Nur eins darf man nie vergessen: All diese Mittel schützen einen nicht zu 100% - vor allem bei Überdosierung und zu häufiger Einnahme!


Grapefruitsaft enthält einen Stoff, welcher ein Enzym hemmt, welches für den Abbau und damit die Ausscheidung wichtiger Stoffe (Vitamine, Mineralien) verantwortlich ist. Unser Körper braucht und verbraucht diese Stoffe schneller sowohl während, als auch nach dem Trip. Desweiteren dauert der gewünschte Zustand länger, da eben genauso MDMA langsamer ausgeschieden wird. :hüpf:

5-HTP
Normalerweise nimmt unser Körper L-Tryptophan durch die Nahrung auf, wandelt es um in 5-HTP, welches wiederum in verfügbares Serotonin umgewandelt wird. Dies ist ein längerer Prozess, weshalb es nach einer MDMA Reise länger dauert, bis der Serotoninspiegel wieder auf seinem Normalwert angelangt ist. Wer sich dazu noch ungesund ernährt, bei dem wirds umso länger dauern... :D
Auf dem Markt wird reines 5-HTP, welches aus den Samen der afrikanischen Schwarzbohne (Griffonia simplicifolia) gewonnen wird, als natürliches Antidepressivum gehandelt.
Mit der Einnahme von 5-HTP überspringt man sozusagen einen Schritt bei der Synthese, womit dem Körper schneller wieder Serotonin zur Verfügung hat, um das Defizit auszugleichen. Einige User berichten, dass die Einnahme von 5-HTP VOR dem Trip ein besseres Erlebnis, wie auch ein sanfteres Runterkommen gewährleisten kann.
Auch NACH dem Trip - vor dem Schlafengehen und einige Tage nach dem Konsum hilft die Einnahme von 5-HTP, Serotonin wieder viel schneller aufzubauen.

:lehrer: 5-HTP sollte imo aber ausschliesslich als Ergänzung zu MDMA genommen werden. Wer es als Antidepressivum im Alltag bzw. ohnehin Medikamente für die Regelung des Serotonispiegels nimmt, sollte MDMA vollständig meiden!

Vitamine und Mineralien sollte man dem Körper auch in höheren Dosen zur Verfügung stellen, da während einer Reise auch diese Stoffe vermehrt gebraucht werden! Durch das Runterspülen der Supplemente mit Grapefruitsaft sind diese Stoffe während und nach der Reise in höheren Mengen im Körper vorhanden!
Vitamin C - hilft bei der Beseitigung von freien Radikalen - eben auch oxidiertem Dopamin, welches für die Neurotoxizität verantwortlich gemacht wird.
Vitamin B6 - ist für die Synthese von Serotonin, Dopamin und Melatonin wichtig
Magnesium - sollte die wohlbekannte Kiefersperre lindern

VOR
Der Magen sollte nicht leer, aber schon gar nicht mit schwerverdaulichem Essen gefüllt sein. Leichte Kost ein paar Stunden vor dem Trip ist ideal.

WÄHREND des Trips sollten in jedem Fall genug Flüssigkeiten bereitstehen.
Vor allem wer abtanzen will, sollte sich mit isotonischen Getränken (z.B Gatorade) eindecken. Wer körperlich aktiv ist, verliert nicht nur Wasser, sondern schwitzt auch Spurenelemente aus, welche mit isotonischen Getränken dem Körper wieder zurückgegeben werden - Wasser alleine reicht nicht!

:lehrer: Vorsicht: Leider verstarben afaik ausschliesslich weibliche Konsumenten nach dem Konsum von MDMA, weil sie zuviel Wasser getrunken haben durch Überwässerung.

NACH dem Trip, kann eine Einnahme von Melatonin vor dem Schlafengehen Sinn machen - besonders, wenn man die Nacht durchgemacht hat und tagsüber schlafen will. Da Melatonin aus Serotonin produziert wird, kann ein Mangel entstehen, was die Schlafqualität beeinträchtigt. Diese ist oft nach dem Konsum von MDMA sowieso nicht sehr hoch, da die Energie dafür aufgewendet wird, das Gleichgewicht wiederherzustellen.
Weil Melatonin vor allem bei Dunkelheit gebildet wird, sollte der Raum, in dem man schläft, bestmöglich verdunkelt sein. Ein sehr nützliches Tool ist hierbei eine "Dunkelbrille".
Ich persönlich habe diese sympathische Brille nicht nur zum Entspannen auf der Substanz, sondern vor allem eben auch für einen erholsamen Schlaf entdeckt :smoking::
http://www.mindfold.com/

All diese frei verkäuflichen Nahrungsergänzungsmittel können die Qualität des Trips steigern, das Runterkommen und die Tage danach angenehm(er) machen und auch einer möglichen neurotoxischen Wirkung vorbeugen! Wer also zu faul/dumm ist,davon Gebrauch zu machen, soll später nicht klagen! :lehrer:

Obwohl sehr individuell – sollte imo eine Ausruhphase mit ausreichend Schlaf von mindestens 2 Tagen nach dem Trip eingeplant werden, damit sich Körper und Geist ausreichend erholen können! MDMA ist folglich nur sehr bedingt eine Wochenend-Droge! Psychisch ist man die Zeit nach dem Konsum oft sensibler, und Alltagsstress kann eine depressive Phase um ein vielfaches verstärken oder erst gar hervorrufen...

Für weitere detailiertere Infos zu den einzelnen Substanzen, Dosierungen und Wirkungen =>
Pre- und Postload (englisch) => http://www.rollinballzcrew.com/preload.shtml
5-HTP => http://de.wikipedia.org/wiki/5-Hydroxytryptophan
Melatonin => http://de.wikipedia.org/wiki/Melatonin




Safety 1st und THX für´s lesen
:wink:

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Freebird hat geschrieben:
Drogenerfahrungen führen ohnehin schon zu genug Isolation und Verfremdung. Wenn man diese Kriterien kennt, kann man sich dann auch denken wie es dann erst mit RCs aussieht. Mir ist klar, dass jede schmerzhafte Wahrheit die ich jetzt erfahre ein Grund zur Freude ist... sie ist nämlich der Unterschied zwischen einer einzigartigen Chance und einem unlösbaren Problem.


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 Betreff des Beitrags: Re: MDMA und Spiritualität
Ungelesener BeitragVerfasst: 09.12.2010 - 15:07 
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PsyFX hat geschrieben:
Zitat:
Und gegen Depressionen ist MDMA selbst mit therapeutischer Begleitung absoluter Schwachsinn, da man den ohnehin schon gestörtet Stoffwechsel noch mehr stört.


Genau das ist ein Kernpunkt, wo ich persönlich nicht ganz deiner Meinung bin. Klar gibt es wohl Fälle, wo der Einsatz von MDMA unangebracht wäre. Das liegt dann im Ermessen des Therapeuten...
Aber solche generelle Aussagen halte ich für realitätsfern. Eine (oftmals einmalige Einnahme) von MDMA in einem rituell-therapeutischen Rahmen könnte imo bei manchen Menschen den gestörten Haushalt wieder ins Gleichgewicht rücken (eine längerfristige Therapierung mit anschliessender Verarbeitung der gewonnenen Erkenntnisse vorausgesetzt) bzw. eine Grundlage bilden für eine weitere therapeutische Arbeit.
Konkret würde das heissen: Auf MDMA bedrückende Erlebnisse/Gründe (welche sogar in der frühen Kindheit ihre Wurzeln haben können - z.B. ein gestörtes Mutter/Kind Verhältnis), die für eine Depression verantwortlich sind, zu erkennen und bestenfalls auch zu verarbeiten.


Also ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass bei einer harten Depression MDMA überhaupt nicht mehr wirkt (war zwar ne pharmakogene Depression, aber trotzdem), nach ungefähr 600mg hate ich noch keine richtige Wirkung, da hätte MDMA mir nicht geholfen.
Das zweite was du ansprichst ist die Therapie, aber auch hier muss man unterscheiden. Das worüber du sprichst ist die Tiefenpsychologie, womit ich noch keine Erfahrung gemacht habe. Ich selbst kenne nur die Verhaltenstherapie, und für die eignet sich MDMA mMn überhaupt nicht.
Ich will allerdings nicht ausschließen, dass für bestimmte Krankheiten eine Therapie mit MDMA was bringen würde, doch aus eigener Erfahrung in Kliniken würde ich anhand meiner Erfahrung sagen, dass es sich eher nicht eignet (zumal auch alle Drogenkonsumenten meiner Meinung NICHT mit MDMA therapiert werden sollten).

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obstfliege hat geschrieben:
Kontrollierter Drogenkonsum ist eher eine Qual als ein Spaß! ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: MDMA und Spiritualität
Ungelesener BeitragVerfasst: 14.12.2010 - 21:22 
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“Ich persönlich würde sagen, man kann die Welt zum Teil wieder mit Kinderaugen sehen. MDMA kann einem sozusagen ein Stück schon lange vergessene Kindheit zurückgeben.”

--> Bin ich mit dir voll auf einer Wellenlaenge. Koennte ich nicht besser bzw. kompakter ausdruecken. Man muss diese Aussage eben richtig interpretieren.

“Wenn man Übelkeit verspührt nach der Einnahme von MDMA, sollte man sich gegen diese nicht wehren - günstigstensfalles befindet man sich draussen. Das ist ein körperlicher Abwehrmechanismus, welchem man folgen sollte.”

--> Stimme ich aus Erfahrung auch vollkommen mit dir ueberein

“Grapefruitsaft enthält einen Stoff, welcher ein Enzym hemmt, welches für den Abbau und damit die Ausscheidung wichtiger Stoffe (Vitamine, Mineralien) verantwortlich ist. Unser Körper braucht und verbraucht diese Stoffe schneller sowohl während, als auch nach dem Trip. Desweiteren dauert der gewünschte Zustand länger, da eben genauso MDMA langsamer ausgeschieden wird.”

+

“Magnesium - sollte die wohlbekannte Kiefersperre lindern”

--> Hab ich beides nicht gewusst :sad:, wenn das stimmt, werd ich das bei den naechsten Malen, falls es diese gibt, auf jeden Fall beachten :keineahnung:

“Die Antwort ist eigentlich ganz simpel: „Weil man sich Glück erarbeiten muss, und nichts selbstverständlich ist!“

--> Find ich ne ganz starke Aussage. Hab ich in diesem Zusammenhang noch nicht gehoert, find ich aber sehr geschickt und praezise ausgedrueckt. :daum:

"Als Individuum ist es zwar durchaus möglich, sich selber zu therapieren, jedoch bedarf das einer härteren Selbstdisziplin und fortgeschrittenem spirituellem Verständnis von sich selber und des Universums."

--> Edit: Diese Aussage sticht bei mir auch noch deutlich heraus. Finde das ist auch ein sehr guter Gedankengang, wobei der eigentlich bei allen Drogen anzuwenden ist.

Ansonsten find ich das ne gelungene Zusammenfassung mit Gedankengaengen, die bei mir auf eine stark positive Meinungsuebereinstimmung treffen. Wie du glaub ich aber schon gesagt hast, sind das zum Teil "nur Gedanken" ohne Garantie auf wissenschaftliche Korrektheit. :kissmyas:


Zuletzt geändert von raphi86lfc am 14.12.2010 - 21:39, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: MDMA und Spiritualität
Ungelesener BeitragVerfasst: 14.12.2010 - 21:34 
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Chyb hat geschrieben:
PsyFX hat geschrieben:
Also ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass bei einer harten Depression MDMA überhaupt nicht mehr wirkt (war zwar ne pharmakogene Depression, aber trotzdem), nach ungefähr 600mg hate ich noch keine richtige Wirkung, da hätte MDMA mir nicht geholfen.
Das zweite was du ansprichst ist die Therapie, aber auch hier muss man unterscheiden. Das worüber du sprichst ist die Tiefenpsychologie, womit ich noch keine Erfahrung gemacht habe. Ich selbst kenne nur die Verhaltenstherapie, und für die eignet sich MDMA mMn überhaupt nicht.
Ich will allerdings nicht ausschließen, dass für bestimmte Krankheiten eine Therapie mit MDMA was bringen würde, doch aus eigener Erfahrung in Kliniken würde ich anhand meiner Erfahrung sagen, dass es sich eher nicht eignet (zumal auch alle Drogenkonsumenten meiner Meinung NICHT mit MDMA therapiert werden sollten).


600mg und nichts gespuert :whine: das muss ja uebel gewesen sein. Ich hab zwar 0 Erfahrung mit Kliniken und deren Methoden/Medikamenten, aber ich wuerde auch meinen dass eine antidepressive Kur mit MDMA zu extrem sein kann bzw nach hinten los gehen kann, da es sich psychisch im Endeffekt ja noch mehr verschlimmert sobald man von der Kur runterkommt bzw. kein MDMA mehr verabreicht bekommt. Da die Betroffenen in den meisten Faellen labile Personen sind kann es da schnell zu einer psychischen Abhaengigkeit des Zustands kommen bzw. wie weiter oben schon beschrieben "zu einer gezielten Flucht aus dem Alltag". Vor allem wenn man noch keine Erfahrung mit MDMA hatte. Imho waere es da egal ob man es pro Tag/Woche(n) in einer gewissen Dosis verabreicht bekommt.


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 Betreff des Beitrags: Re: MDMA und Spiritualität
Ungelesener BeitragVerfasst: 17.12.2010 - 14:02 
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@psyFX: Sehr informativer Text. Denke mal das bei bestimmten psychischen Krankheiten MDMA schon als Heilmittel angewandt werden kann aber bei Personen die eine Drogensucht in ihrem Leben durchgemacht haben, ist meiner Meinung MDMA nicht angebracht


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 Betreff des Beitrags: Re: MDMA und Spiritualität
Ungelesener BeitragVerfasst: 18.12.2010 - 03:49 
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Chyb hat geschrieben:
Also ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass bei einer harten Depression MDMA überhaupt nicht mehr wirkt (war zwar ne pharmakogene Depression, aber trotzdem), nach ungefähr 600mg hate ich noch keine richtige Wirkung, da hätte MDMA mir nicht geholfen.


Erstmal vielen Dank Chyb für einen weiteren wertvollen Denkanstoss - btw: geile Sigi hasse... :D

Lieber sag ich´s noch einmal: Ich will MDMA sicher nicht darstellen als etwas, was es nicht ist - und zwar ein Wundermittel, dass automatisch eine Depression auflösen kann. MDMA kann lediglich bei richtiger Anwendung eine Grundlage schaffen für eine Weiterarbeit - es kann einem sozusagen eine vergessene Sichtweise der Welt vermitteln, worauf auch nach Abklingen der Wirkung weiter aufgebaut werden kann...
Mein Text und eine Diskussion soll auch nur einen Rahmen für Interessierte bilden. Man weiss ja nie, wer mitliest. Evtl. liest jmd. mit, der über eine Einnahme von MDMA für eine Therapierung nachdenkt. Es soll hier aber sicher nicht ausschliesslich um MDMA für den Einsatz von psychisch belasteten Menschen gehen... :)

Also - eine pharmakogene Depression ist ja verursacht durch eine Substanz - bzw. ist ein eventueller Missbrauch von Substanz(en) verantwortlich. Da ist es in meinen Augen in höchst seltenen Fällen hilfreich, eine andere psychoaktive Substanz für eine Behandlung einzusetzen. Bei einer pharmakogenen Depression sollte man weg von jeglichen Substanzen, welche die eigene Stimmungslage beeinflussen, und da ist sicher eher eine Neuorientierung im Leben grundsätzlich angebracht - das kann Sport sein, neue Hobbies, sich neuverlieben usw. ob jetzt mit therapeutischer Hilfe oder ohne...
Wie ich bereits in der Einführung in die Thematik geschrieben habe, ist MDMA für eine Langzeitbehandlung für Depressionen alles andere als angebracht.
Wieso es bei dir zu keiner Wirkung kam selbst nach 600mg (ich nehme mal stark an, dass dir diese hohe Dosis kein Therapeut verabreicht hat) - ich spekuliere mal - hätte folgende Gründe haben können: 1) Der Serotoninhaushalt war schon so aus dem Gleichgewicht gebracht, dass auf neurologischer Ebene einfach keine richtige Wirkung mehr stattfinden konnte. 2) Die Depression war so tief, dass die Psyche einer positiven Wirkung gar nicht erst den Raum geben konnte.
Wobei hätte MDMA dir denn helfen sollen? Für ein paar Stunden die harte Depression vergessen? :conf:

Chyb hat geschrieben:
Das zweite was du ansprichst ist die Therapie, aber auch hier muss man unterscheiden. Das worüber du sprichst ist die Tiefenpsychologie, womit ich noch keine Erfahrung gemacht habe. Ich selbst kenne nur die Verhaltenstherapie, und für die eignet sich MDMA mMn überhaupt nicht.
Ich will allerdings nicht ausschließen, dass für bestimmte Krankheiten eine Therapie mit MDMA was bringen würde, doch aus eigener Erfahrung in Kliniken würde ich anhand meiner Erfahrung sagen, dass es sich eher nicht eignet (zumal auch alle Drogenkonsumenten meiner Meinung NICHT mit MDMA therapiert werden sollten).


Ja Verhaltenstherapie und Tiefenpsychologie sind zwei paar Schuhe, wobei das einen Schamanen herzlich wenig interessieren würde... :D
Wenn beide Therapiearten Hand in Hand gehen würden, könnte ich mir persönlich MDMA in manchen Fällen schon vorstellen als psycholytisches Hilfsmittel. - z.B. MDMA in einer tiefenpsychologischen Sitzung angewandt, und später ohne MDMA in der Verhaltenstherapie auf den gewonnenen Einsichten analytisch aufzubauen.

Alle Drogenkonsumenten mit MDMA behandeln? Ja warum auch... - sagt ja auch keiner. Es gibt hundert Pro auch Drogenkonsumenten bzw. Menschen, für die MDMA keine Bereicherung wäre.

Dass MDMA in der Psychotherapie sehr umstritten ist, war mir von Anfang an klar. Unterm Strich zählen Erfolge, welche es aber eindeutig gegeben hat - wohl genauso wie Misserfolge. Verallgemeinern bzw. "wissenschaftlich" allgemeingültige Aussagen sind hinsichtlich der menschlichen Individualität - vor allem Weltanschauung sowieso nie angebracht. :)


@raphi86lfc:
Vielen Dank Raphi! ;)
Dein Echo ist natürlich etwas sehr schönes für mich, weil du mir bestätigst, dass ich mit meinen Erkenntnissen mich nicht ganz auf dem Holzweg befinde... :)
Darum werde ich gerne einige Punkte noch ein wenig vertiefen, wobei das meiste im Zusammenhang noch im nächsten Kapitel hoffentlich verständlich erklärt wird.


raphi86lfc hat geschrieben:
“Ich persönlich würde sagen, man kann die Welt zum Teil wieder mit Kinderaugen sehen. MDMA kann einem sozusagen ein Stück schon lange vergessene Kindheit zurückgeben.”

--> Bin ich mit dir voll auf einer Wellenlaenge. Koennte ich nicht besser bzw. kompakter ausdruecken. Man muss diese Aussage eben richtig interpretieren.


Als Kind hat man max. von seinen Erziehern eingebaute bzw. anerzogene - später zusätzlich aus eigener Erfahrung aufgebaute Filter bei der Betrachtung der Welt. Diese Filter sind notwendig für ein Überleben in unserer Gesellschaft, und die Erzieher meinen es meistens nur gut, darum will ich sie auch in keinstem Falle als etwas schlechtes bewerten. Eigentlich wollen die meisten Kinder raus, spielen, neue Freundschaften schliessen, gemeinsam neue Dinge entdecken, was erleben.
Je älter man wird, desto aktiver sind diese Filter, um sich vor Fehlentscheidungen zu schützen - z.B. bei Partnerwahl, Einstellen eines neuen Mitarbeiters, Kaufen eines neuen Wagens, etc. Es wird im voraus etwas bewertet, wobei man gar noch nicht wirklich den tatsächlichen Bestand des Betrachteten erfahren hat. Ein Kind hat viel Freude bei der Tätigkeit des Neuentdeckens - manchmal wird es enttäuscht, manchmal erfährt es ein tiefes Glücksgefühl - meistens ist es eine Form des Spiels. :)
Dies trifft aber nicht nur bei der Betrachtung von Mitmenschen zu, sondern sicherlich au bei der Betrachtung von Gegenständen, der Natur, usw. Man sieht etwas und lässt es auf sich wirken ohne es zu bewerten. Z.B. kommt man als Kind zum ersten mal in ein riesiges Gebäude - da werden sie gross die Kinderaugen, es überkommt einen das Gefühl von Zerfliessen mit dem Gesehenen - es überwältigt einen.
Erwachsene Augen sind da nicht mehr so leicht zu beeindrucken, weil sie schon ähnliches gesehen haben und das Geschaute mit Hilfe der Filter einkategorisieren...

BTW: Mir ist klar, dass besonders das Attribut des Sehens bei Substanzen wie LSD z.B. noch viel extremer im Vordergrund stehen als bei MDMA...

Nun MDMA vermag diese Filter bei jugendlichen wohl manchmal ganz auszuschalten. "Ich liebe die ganze Welt!" sind so Phrasen, die man oft im Zusammenhang hört. Das ist gefährlich, weil es gleichkommt einer Achterbahnsfahrt der Gefühle, die ohnehinschon in dieser Zeit meist alles andere im Gleichgewicht sind - z.B. erste unglückliche Liebe, Konflikt mit den Eltern, usw.
Bei älteren Menschen, welche bereits ein festeres Weltbild innehaben, vermag MDMA diese Filter zumindest zu dämpfen. Eine schöne einheitliche Erfahrung beim Sehen und Empfinden kann aber bei reiferen Menschen diese Filter nachhaltig und eben auch langfristig verfeinern.

Ich nenne das "Die Welt wieder mehr mit Kinderaugen sehen."
Samuel Widmer trifft es imo noch besser => "Ins Herz der Dinge lauschen."


raphi86lfc hat geschrieben:
“Grapefruitsaft enthält einen Stoff, welcher ein Enzym hemmt, welches für den Abbau und damit die Ausscheidung wichtiger Stoffe (Vitamine, Mineralien) verantwortlich ist. Unser Körper braucht und verbraucht diese Stoffe schneller sowohl während, als auch nach dem Trip. Desweiteren dauert der gewünschte Zustand länger, da eben genauso MDMA langsamer ausgeschieden wird.”

+

“Magnesium - sollte die wohlbekannte Kiefersperre lindern”

--> Hab ich beides nicht gewusst :sad:, wenn das stimmt, werd ich das bei den naechsten Malen, falls es diese gibt, auf jeden Fall beachten :keineahnung:


Ja probiere es doch bitte aus und teile uns deine Erfahrungen mit! :daum: Ich würde mich sehr freuen!

Bestätigen kann ich selber das ganze nicht zu 100%, wobei das mit dem Grapefruitsaft zumindest bei mir irgendwie einfach schon dazugehört intuitiv... :D
Kiefermahlen ist so ne Sache für sich. Am Anfang hatte ich das so arg, dass mir am nächsten Tag mein Gebiss schmerzte - besonders beim Essen. War jetzt aber wiederum nicht arg störend - ich fand es eher lustig... :D
Auch hatte ich selbst eine Woche nach dem Konsum noch unwillkürlichen Drang, bisschen rumzubeissen da... :D Das hat sich aber mit der Zeit gelegt...
Man baut fjeden Muskeln auf... :D
Das Beissen auf dem Trip selber habe ich immer als angenehm beruhigend, bestätigend und einfach als charakteristisch für die Wirkung, also toll empfunden, wobei es schon behindert und beschissen aussieht. :D
Samuel Widmer beschreibt dieses Phänomen als eine Art Verbissenheit, welche später in der Therapie bei den meisten verworfen wird - also sieht er die Ursache von psychischer Natur.
Das kann ich selber eigentlich bestätigen - schwer zu beschreiben, aber ich würde es ein wenig wie ein Trotzen gegen den Energiefluss nennen - ein sich Klammern an einen bestimmten Gedanken. :)

raphi86lfc hat geschrieben:
"Als Individuum ist es zwar durchaus möglich, sich selber zu therapieren, jedoch bedarf das einer härteren Selbstdisziplin und fortgeschrittenem spirituellem Verständnis von sich selber und des Universums."

--> Edit: Diese Aussage sticht bei mir auch noch deutlich heraus. Finde das ist auch ein sehr guter Gedankengang, wobei der eigentlich bei allen Drogen anzuwenden ist.


Naja persönlich halte ich gewisse Drogen - wenn ich das verallgemeinern will - alles andere als nützlich - wie z.B. Kokain, Nikotin, Heroin, u.a. Das ist nun keine Kritik für die Konsumenten meinerseits - nur meine Kritik an die Substanzen, welche imao einfach für eine positive Selbstentfaltung eher einen nachteiligen Nutzen haben. Ich selber rauche z.B. Zigaretten - ich rauche viel, weiss aber, dass es mir keinen Nutzen bringt - im Gegenteil... also bin ich auch nicht jmd., der gerne Vorträge hält über einen negativen Umgang mit diesen Substanzen. Am Ende - mit Betonung auf ENDE, weiss das eh jeder selber am besten...

Für psychedelische Drogen könnte man die Aussage vllt. so stehen lassen ja... :)

raphi86lfc hat geschrieben:
Ansonsten find ich das ne gelungene Zusammenfassung mit Gedankengaengen, die bei mir auf eine stark positive Meinungsuebereinstimmung treffen. Wie du glaub ich aber schon gesagt hast, sind das zum Teil "nur Gedanken" ohne Garantie auf wissenschaftliche Korrektheit. :kissmyas:


http://www.youtube.com/watch?v=MczdEg6kuhc :D
aber binsch noch ned feddich... :turnsmiley:

Und ja, ich hab erstmal überlegt, ob ich das überhaupt im wissenschaftlichen Forum posten soll. :D
Naja wenn meine Gedanken zum Thema MDMA für jemand Wissen schaffen, warum au ned...
Spiritualität und Wissenschaft sollten in meinen Augen nicht mehr länger voneinander getrennt werden. Beide haben ihre Daseinsberechtigung, und können nur gemeinsam zu einem vollständigerem Weltbild beitragen.

:D Knackschen Arsch hasse da.... :elefant:



C.B.83 hat geschrieben:
@psyFX: Sehr informativer Text. Denke mal das bei bestimmten psychischen Krankheiten MDMA schon als Heilmittel angewandt werden kann aber bei Personen die eine Drogensucht in ihrem Leben durchgemacht haben, ist meiner Meinung MDMA nicht angebracht


Mässi auch dir C.B.83 :wink:
Ich denke aber, dass z.B. bei einer Heroinsucht MDMA als psycholytisches Hilfsmittel in einer Sitzung mit Familienangehörigen durchaus eine positive Grundlage schaffen könnte, um von der Heroinsucht wegzukommen. Konkret sollte hier MDMA den Fokus des Süchtigen auf die Menschen richten, welche immer noch hinter ihm stehen - ihm zeigen, dass etwas da ist, wofür es sich viel mehr zu leben lohnt als für die Droge. Für die betroffenen Angehörigen könnte MDMA sinnvoll sein, um den Betroffenen inniger wiederanzunehmen - in manchen Fällen würde ich das so sagen: das Eis zu brechen für alle Betroffenen, damit weitere Schritte gegen die Heroinsucht dann unternommen werden können.

Link für Interessierte:
psycholytische Therapie: http://de.wikipedia.org/wiki/Psycholyti ... hotherapie



Ich habe diesen Thread hier gefunden im Forum zum Thema:
ftopic10715.html

Da kann man sehen, dass eine ernsthafte Therapierung mit MDMA auch einen ernsthaften Umgangsrahmen bzw. Beziehung Patient - Therapeut erfordert, und die Einnahme von MDMA bei depressiven Patienten sicher nicht auf die leichte Schulter zu nehmen ist.
Grundbedingung ist sowohl ein individueller Zugang zum Patienten, als auch eine auf Vertrauen aufgebaute Beziehung, was dann heisst, für den Patienten auch nach einer Sitzung dazusein - auch ausserhalb der Sprechstunden...
Nun in diesem konkreten Falle wurde MDMA sicherlich nicht in einem gebührenden Rahmen eingenommen. Ein guter Therapeut hätte den Gefühlszustand erkennen müssen. Ein Patient, der Vertrauen hat zu seinem Therapeuten, hätte seinen schlechten Gefühlszustand dem Therapeuten ohne zu zögern mitgeteilt.

Die imo wertvollste Antwort hierzu, welche ich mir mal zu zitieren erlaube, kam von Roh :daum:
Roh hat geschrieben:
@druffieule
Danke für Deinen offenen Bericht.
Ich bin doch ziemlich erstaunt, wie sorglos einige Therapeuten offenbar mit dem Thema umgehen. Gerade, wenn es einem unterschwellig schlecht geht, oder sich im Unterbewusstsein einiges angestaut hat, kann die Einnahme von MDMA ziemlich daneben gehen, wie Du ja selber erlebt hast.

Ich habe in diesem Thread (viewtopic.php?f=49&t=18855) schon mal etwas darüber geschrieben, aber es wollte niemand so recht darauf eingehen. Hoffentlich lesen die gleichen Leute auch hier mit.

Ich habe selber nur einmal eine Depersonalisationsstörung und einen damit verbundenen Angstschub auf MDMA erlebt, vermutlich weil ich überdosiert hatte, und die Reizflut um mich herum zu gross war (es war an einem 1. August am Rheinufer). Ich konnte mich dann zum Glück mit einem Freund sofort an einen ruhigen Ort zurückziehen, wo ich dann friedlich runterkommen konnte.

Auf LSD ist mir das einmal ziemlich misslungen, worauf ich fast 3 Monate Wahrnehmungsstörungen, Angstschübe und Depersonalisationsphänomene hatte. Ich habe es damals auch für notwendig gefunden, Psychopharmaka zu nehmen. Das hat mich zwar ein bisschen geschützt gegen aussen, aber innerlich haben mir die Medis nicht dabei geholfen, wieder in meine Mitte zurückzufinden. Ich habe aber damals eine grosse Zuversicht gewonnen, dass sich der Mensch und auch die Psyche gewissermassen selber heilen kann, vorausgesetzt man verhindert dies nicht. Lass mich den Gedanken etwas ausführen. (Die folgenden Gedanken sind meine subjektiven Erkenntnisse aus meinen eigenen Erfahrungen und erheben keinen wissenschaftlichen Anspruch auf allgemeine Gültigkeit)

Unsere Seele weiss genau, wo sie hingehört. Ich meine hier das Wort Seele im Sinne des Energiekerns, um den sich, eingebettet in unsere Psyche, unsere Persönlichkeit bewegt. Wir alle haben einen Seelen-Raum, innerhalb dessen sich die Psyche in gewissen Grenzen bewegen kann. Die Bewegungen unserer Psyche innerhalb dieses Raumes empfinden wir dann als Stimmungen, Launen oder Gemütszustände.
Treten nun aussergewöhnlich aufwühlende oder schockierende Ereignisse ein, dann kann ein Emotions- oder Angstschub (aus unserem Unterbewusstsein) unser Seelenzentrum derart verschieben, dass wir uns nicht mehr in unserer Mitte fühlen. Dies kann auch durch gewaltsame Erlebnisse, oder Bad-Trips verursacht werden (im Prinzip von jeder psychedelischen Droge, auch THC).
Die Folge ist eine veränderte Wahrnehmung seiner selbst und der Umgebung. Dies ist an und für sich nichts unnatürliches, da im Prinzip jedem von uns im Laufe unseres Lebens solche Dinge widerfahren, sei es durch einen Todesfall eines nahestehenden Menschen oder durch plötzliche Schicksalsschläge anderer Art.
Da wir aber normalerweise diese Seelen-Verschiebung klar einem Ereignis zuordnen können, haben wir mehr oder weniger gut gelernt, damit umzugehen und das Geschehene zu verarbeiten.
Das kann bei Bad-Trips oder Psychosen anders sein, und ich vermute, dass die Angst dabei das Hauptproblem darstellt. Befindet sich unser Persönlichkeitszentrum weit genug entfernt von unserer Mitte, dann besteht die Gefahr, dass der Zustand instabil bleibt, und sich der Seelenraum weiterhin verschieben kann. Jeder Angstschub schiebt uns dann mal in die eine, mal in die andere Richtung. Medikamente können dies leider nur beschränkt dämpfen, weil sich ja die Seele an dem Ort, wo sie ist, nicht zuhause fühlt. Daher MUSS sie sich bewegen, und das schafft sie auch, trotz Psychopharmaka. Und das ist eigentlich gut so, weil das der einzige Weg ist, um heil zu werden und in seine Mitte zurückzufinden. Aber bei jeder Bewegung spielt wieder die Angst hinein und schiebt das Zentrum wieder irgendwohin, nur nicht zurück in die Mitte.

Der Trick ist folgender: Lass die Angst los! Du brauchst keine Angst zu haben. Deine Seele weiss genau, wo sie hingehört. Und dorthin, in deine Mitte, wird sie sich auch wieder zurückbewegen. Wenn Du sie lässt.
Dieser Vorgang kann schmerzhaft sein, und er kann eine Weile dauern. Das Schöne ist, dass man sich bei jeder Bewegung freuen kann, die man wahrnimmt. Sie findet den Weg bestimmt. Vertraue darauf! Und versuche, nur soviel Medis zu kriegen, die Du grad brauchst, um Dich zu schützen. Psychopharmaka können leider auch die Sicht derart vernebeln, dass man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht. Und das hilft nicht.

Ich wünsche Dir alles Gute!

LG
Roh

_________________
Freebird hat geschrieben:
Drogenerfahrungen führen ohnehin schon zu genug Isolation und Verfremdung. Wenn man diese Kriterien kennt, kann man sich dann auch denken wie es dann erst mit RCs aussieht. Mir ist klar, dass jede schmerzhafte Wahrheit die ich jetzt erfahre ein Grund zur Freude ist... sie ist nämlich der Unterschied zwischen einer einzigartigen Chance und einem unlösbaren Problem.


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 Betreff des Beitrags: Nachtrag zu Kapitel 2
Ungelesener BeitragVerfasst: 18.12.2010 - 04:17 
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Hier noch ein kurzer Nachtrag zu Kapitel 2.

Für mich ist dieser Nachtrag sehr wichtig, weil es bei mir in jedem Fall funktioniert! :)

Pre- und Postload

MACA


http://de.wikipedia.org/wiki/Maca_%28Pflanze%29

Maca kann man bedenkenlos als Nahrungsergänzung täglich einnehmen und dabei auf synthethische Mittel verzichten...

Im Zusammenhang mit MDMA:
Das Macapulver empfehle ich sowohl vor, wie auch nach dem Konsum von MDMA einzunehmen.
Ich selber gebe einen guten Suppenlöffel in ein Glas Wasser, wo sich das Pulver mehr oder weniger gut löst.
Maca hilft mir besonders die Erholungsphase nach dem Konsum markant zu verkürzen bzw. den Erholungsprozess zu beschleunigen.

Daumen hoch von mir für dieses wunderbare Geschenk der Natur! :daum:

_________________
Freebird hat geschrieben:
Drogenerfahrungen führen ohnehin schon zu genug Isolation und Verfremdung. Wenn man diese Kriterien kennt, kann man sich dann auch denken wie es dann erst mit RCs aussieht. Mir ist klar, dass jede schmerzhafte Wahrheit die ich jetzt erfahre ein Grund zur Freude ist... sie ist nämlich der Unterschied zwischen einer einzigartigen Chance und einem unlösbaren Problem.


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 Betreff des Beitrags: Re: MDMA und Spiritualität
Ungelesener BeitragVerfasst: 07.01.2011 - 18:19 
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Und Coffein mit MDMA?
ich nehme immer 40 bis 80 mg coffein mit MDMA


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 Betreff des Beitrags: Re: MDMA und Spiritualität
Ungelesener BeitragVerfasst: 07.01.2011 - 21:24 
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psyconauta hat geschrieben:
Und Coffein mit MDMA?
ich nehme immer 40 bis 80 mg coffein mit MDMA


Hi psyconauta!

Was genau willst du denn wissen?
Also Gefahren bei diesem Mischkonsum bestehen wenn dann für Leute mit zu hohem Blutdruck logischerweise.
Ich persönlich konsumiere viel Koffein - kein Kaffee, aber Red Bull und Thai Drinks wie M-150 und Lipovitan-D. Bin also ziemlich gewohnt und merke keinen Unterschied ob nun mit oder ohne beim gleichzeitigem Konsum von MDMA.

Das letzte mal - zwar vor genau einer Woche :D - habe ich mein MDMA in Lipovitan-D aufgelöst. Ich war überrascht, dass der konzentrierte mega süße Geschmack das Bittere von MDMA nahezu vollständig übertönt hatte.
Das Bittere war nur beim letzten Schluck im Abgang ein wenig zu spüren... ;)

Bild

_________________
Freebird hat geschrieben:
Drogenerfahrungen führen ohnehin schon zu genug Isolation und Verfremdung. Wenn man diese Kriterien kennt, kann man sich dann auch denken wie es dann erst mit RCs aussieht. Mir ist klar, dass jede schmerzhafte Wahrheit die ich jetzt erfahre ein Grund zur Freude ist... sie ist nämlich der Unterschied zwischen einer einzigartigen Chance und einem unlösbaren Problem.


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 Betreff des Beitrags: Re: MDMA und Spiritualität
Ungelesener BeitragVerfasst: 07.01.2011 - 22:02 
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Ich meinte dass die Koffein sollte die Effekte verstärken..

Ich trinke manchmal den redbull Shot mit mdma praktich in Club oder draußen und von Geschmack ist auch ok...

Vielleicht mit nur 40 mg Koffein ist keine verstärkerung spürbar!


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 Betreff des Beitrags: Re: MDMA und Spiritualität
Ungelesener BeitragVerfasst: 08.01.2011 - 05:48 
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hi, also das coffein verstärkt leider nur die nebenwirkungen. :-(
würde ich lassen, da überhitzt man schnell.

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Wahres Glück liegt im Augenblick begründet :-)
Lokah Samastah Sukhino Bhavantu


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 Betreff des Beitrags: Re: MDMA und Spiritualität
Ungelesener BeitragVerfasst: 08.01.2011 - 11:27 
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überhitzen ist mit mdms normal..
aber dass die koffein nur die nebenwirkungen verstärkt , bin mir nicht so sicher.

Ich glaube und so habe auch gelesen dass Koffein (allgemein) die wirgungen verstärkt..siehe auch koffein+aspirin oder koffein +paracetamol


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 Betreff des Beitrags: Re: MDMA und Spiritualität
Ungelesener BeitragVerfasst: 11.01.2011 - 18:35 
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 Betreff des Beitrags: Re: MDMA und Spiritualität
Ungelesener BeitragVerfasst: 11.01.2011 - 19:07 
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Sehr interessant..!!
Und die ganze HP auch!! :ok: :ok: :ok:


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 Betreff des Beitrags: Re: MDMA und Spiritualität
Ungelesener BeitragVerfasst: 12.01.2011 - 06:39 
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Kapitel 3 - Das Ritual


In diesem Kapitel möchte ich gerne die rituelle Einnahme von MDMA behandeln, welche in meinen Augen die Voraussetzung für einen zumindest ansatzweise spirituellen Umgang mit dieser sakralen Substanz ist. Dazu gehören Set & Setting, Vorbereitung, Verlauf und auch das Comedown, was unzertrennliche Bestandteile der MDMA-Erfahrung sind.


3.1 Vorwort:
“Warum wirkt MDMA nicht mehr so wie früher?“ – Eine Frage, die sich manche Konsumenten stellen, die MDMA bereits häufiger eingenommen haben. Die Antwort darauf ist eigentlich ganz simpel: “Weil man sich das MDMA Erlebnis mit der Zeit selber erarbeiten sollte bzw. muss und nichts selbstverständlich ist.“

Meistens ist natürlich mitunter eine zu hohe Konsumfrequenz verantwortlich. Wer Glück auf “Knopfdruck“ erwartet, nur weil das die ersten paar male irgendwie so funktioniert hat, könnte bald einen demütigen Verlauf des MDMA Trips erfahren.
Wer alleine die Substanz für den Verlauf des Trips verantwortlich macht, wird meiner Meinung nach sehr schnell “Loss of Magic“ – den Verlust der substanzspezifischen Magie erfahren.


Persönliche Erfahrungswerte:
Eigentlich war ich nie ein Befürworter von chemischen - anorganischen Substanzen, ausser vllt. LSD. XTC hatte ich als eine Droge abwertend eingestuft, die einfach nur künstliches Glück erzeugt. Als mein Kumpel mit MDMA Kristallen ankam, habe ich ihm gesagt, er solle doch abfahren mit seinem chemischen Scheiss da, aber meine Neugier war letztenendes doch zu gross. :D

Mein erstes Erlebnis mit MDMA hatte ich (damals war ich 28 Jahre alt) mit einer geringen Menge von ca. max. 60mg.
Ich habe erstmal ein wenig auf die Zunge genommen, was mich sofort irgendwie nach oben gezogen hat - das war mein erster Eindruck. Weiter passierte erstmal aber nix, und ich habe immer wieder in kleinsten Schritten gedippt, bis es weg war. Es war gerade Outdoor Erntezeit, also war ich mit meiner Schere schwer beschäftigt. Mein Kumpel war mittlerweilen schon drauf, und ich immer noch am schnibbeln... :D Naja genau in dem Moment als ich fertig war, die Schere weglegte, fuhr der Fläsch ein... :multi:
Meine ersten Gedanken waren nur so: WOW! :shock: "Da´sch ja huerre geil!" :D
Ich ging raus und starrte in den Himmel, der mir einfach riesig vorkam. Mein Sichtfeld war in dem Moment einfach überdimensional. So etwas habe ich danach nie mehr erlebt in diesem Ausmass... ;)
Sonst war es einfach nur schön, die Welt mit den neuen Augen zu entdecken, seine Empfindungen und Gedanken in vollster gegenseitiger Sympathie zu teilen. :)

Es war ein sehr schönes Erlebnis geprägt von Empathie, ausgeprägter aber nicht übertriebener Euphorie und einem leicht halluzinogenen Charakter. Das alles aber bei vollem Bewusstseinszustand – nicht dieses typische Verklatschtsein oder ähnliches. ;) Ich hatte keinerlei negative Nachwirkungen – viel mehr hielt die Euphorie noch den ganzen nächsten Tag an und verflog sanft in den Gang der Dinge hinein. Jedes mal, wenn ich mich an das Erlebnis erinnerte, kehrte ein Teil der Euphorie zurück. Ich verspürte auch keinerlei Drang, MDMA möglichst bald wiederholt einzunehmen und stufte den Trip einfach als das ein, was es war - ein wunderschönes Erlebnis.


Nach über einem Jahr ergab sich die Möglichkeit, MDMA erneut zu konsumieren. Diesmal nahm ich wie mir es mein Kollege riet das kristalline Pülverchen nasal ein - ca. 200mg, und die Wirkung überrollte mich ganz einfach. Ich ging hinaus in den Garten, schaute in den Himmel, wo mich doch tatsächlich ein rosa Elefant in Wolkenform sowas von freundlich begrüsste. :elefant: Ohne Scheiss! :D Der rosa Elefant stellte so etwas wie ein Lieblingskuscheltier dar, das man als Kind hatte.... :-p
Nun wollte ich mal die Wirkung von Musik probieren und wählte dabei Psytrance. Bis dahin hörte ich die Musik ab und an - der Vibe gefiel mir, aber so richtig einverleibt hatte ich Psy noch nicht. Ich setzte mich in meinem Chill-Sessel, war einfach nur noch verklatscht und restlos zufrieden. Psytrance – habe die Musik eigentlich das erste mal so richtig verstanden. Die Wellen der Musik genoss ich in einem – ohne zu übertreiben - orgastischen Zustand für ein paar Stunden. Da ich nun MDMA vorrätig hatte, habe ich im Abstand von 2-3 Wochen (dieser Zeitraum erscheint mir persönlich als absolutes Minimum für eine Konsumpause) immer wieder Sessions mit mehr oder weniger ähnlichem Charakter gemacht, in denen ich mich von der Wirkung meist überrollen liess. Das heisst, ich habe meist ne ordentliche Portion genommen und gechilled in tiefster Entspannung Reisen in meinem inneren Kosmos unternommen immer mit psychedelischem Trance als treuem Begleiter. Dabei habe ich immer neue Erkenntnisse gewonnen, und unter anderem auch einen inneren Konflikt auflösen können, der mich seit 6 Jahren vor allem im Unterbewusstsein beschäftigte.

Eines Tages ging ich nach der Einnahme von einer für mich üblichen Portion MDMA spazieren an den Ort, wo ich zum ersten mal auf MDMA war – einem ruhigen Weiher umgeben von Wald. Die Wirkung wollte sich aber einfach nicht wirklich entfalten, so wie ich es mir erhofft hatte. Da stand ich nun und fragte mich selber, was ich hier verdammt noch mal eigentlich mache. Ein Anflug von Trauer und Demut überkam mich. “Ist DAS also das, was man Loss of Magic nennt?“ Aber ich habe nicht aufgegeben - probierte mich zu zentrieren bzw. den inneren Dialog anzuhalten und schaute in den Himmel, um nach Rat zu fragen. Kurz darauf erschien ein Gesicht geformt in den Wolken, dass mich ein wenig kritisch betrachtete. Es gab mir zu verstehen, dass ich selber meinen Zustand viel zu kritisch beobachte und bewerte. :lehrer: Als ich die Message verstanden hatte, formte sich das Gesicht in einen freundlichen Smile um. :color: Jedoch begriff ich auch, dass das hier und heute nicht der richtige Ort für mich war und ging nach Hause. Hier angekommen schmiss ich meine Lieblingsmusik rein, drehte voll auf und tanzte einfach nur ab bis hin zu einem Extase-ähnlichen Zustand und erfuhr somit eine noch grössere Satisfaktion, als nach welcher ich suchte.
Ich habe eine grundlegende Lektion gelernt: Nichts ist selbstverständlich!


In unserer vom Konsum bestimmten Kultur ist es an der Tagesordnung, alles irgendwie zu bewerten ohne sich selber am Bestand zu beteiligen. Aber wer gibt uns verdammt noch mal das Recht dazu? Wer sollte uns eine Garantie geben für einen Bewusstseinszustand erzeugt von einer Substanz, dass wir das kriegen, wonach wir streben. Wer, wenn nicht wir selber? Da nichts selbstverständlich ist, ist eine solche Garantie aber sowieso nur Illusion. Wir können lediglich versuchen, unser bestes zu geben…

Ist es nicht sogar fast eine Krankheit? Das Jagen nach etwas, was wir nicht haben können. Dieses ständige Bewerten von Situationen, Menschen und Dingen, und nie ist alles perfekt. Wenn wir etwas erreicht haben, wollen wir trotzdem in jedem Falle noch mehr?
Ich will keinesfalls behaupten, Ehrgeiz wäre eine schlechte menschliche Eigenschaft – ganz im Gegenteil. Nur wer nicht auch geniessen bzw. wertschätzen kann, was er im Moment hat, wird niemals so etwas wie Glückseeligkeit erfahren.
Spiritualität heisst in erster Linie auch, den inneren Dialog (Ego) und auch die Welt anzuhalten, um das Sehen zu erlernen (s. Castaneda - Die Lehren des Don Juan). Ich würde das fast schon als eine Art der Meditation werten, um einen harmonischen Zustand von innerem Frieden zu erlangen...

BildBild

Egal ob Buddha, Shiva, Ganesh usw. All diese Gottheiten strahlen einen inneren Frieden aus, der uns Menschen inspirieren sollte auf dem Wege zur Selbsterkenntnis und inneren Friedens/Glückseeligkeit... :)


MDMA ist nur eine Substanz – wir finden am Ende eh nur uns selber im Wirkungsspektrum der Droge wieder, können uns darin verlieren, um uns dann wiederzufinden…. Hier gibt es auch keine klare Grenze zwischen Substanz und eigener Psyche. Klar macht es Spass, diese Grenze zu suchen, denn man muss sie erstmal fühlen – die Auflösung des Ego, damit man sich absolut frei fallen lassen kann… Menschen streben seit jeher nach bewusstseinserweiternden Grenzerfahrungen.

Ein grosses + von MDMA ist - wenn man so will, dass es Kontrollfreaks gegenüber gnädiger ist als die meisten anderen psychedelische Drogen – dringt aber in den meisten Fällen auch niemals so tief in die Psyche vor. Das heisst jetzt nicht, man würde garantiert auf MDMA in einen ausgeglichenen Zustand (innerer Frieden - Shanti) versetzt. Nur ist der Weg dahin einfacher und freundlicher als z.B. auf Pilzen. Der Verlust des eigenen Egos kann auch hier ein holperiger Weg sein, jedoch wird er äusserst selten als etwas wirklich Bedrohliches erfahren…

Anmerkung zur psycholythischen Therapie:
Gerade deshalb eignet sich MDMA als Einstieg, wohingegen Psilocybin/LSD wenn überhaupt erst später zum Einsatz kommen sollten als psycholytisches Werkzeug in einer vollumfassenden psycholytischen Therapie – dann, wenn man den “erhobenen Zeigefinger“ und/oder die Ich-Auflösung nicht mehr als erschreckenden Feind sieht, sondern als Helfer. Ohne Leitung eines erfahrenen Therapeuten, der Ahnung von solchen Bewusstseinszuständen hat und auch weiss, wie mit ihnen umzugehen ist, sind Psilocybin oder LSD aber noch gefährlicher als MDMA, wenn als vermeintlich psycholytisches Werkzeug eingesetzt….


Anhänge & Links:

Shanti
Zitat:
Ich bin der Engel des Friedens. Ich bringe dir neue Ruhe und zukünftig einen sanfteren Weg.

Du hast viel durchgemacht und deine Seele ist müde. Dein Geist sehnt sich nach Ruhe und Frieden und ich bin hier, um dir dabei zu helfen. Ich biete dir neue Möglichkeiten, Zeit mit dir allein zu verbringen,um dein Herz und deinen Geist zu entspannen. Ich bringe deiner Seele Ruhe, damit du den inneren Frieden widerspiegeln kannst, der deinem wahren göttlichen Wesen entspricht.

Wie die Engel bist du in der Lage, im Auge des Hurrikans zu schweben, während um dich alles tobt.
Mit Hilfe des Atems und deiner Absicht kannst du zentriert bleiben, was auch immer in deinem Leben geschieht.
Diese innere Grundlage des Friedens hat eine äußerst heilende Wirkung.
Dein äußeres Leben wird bald deinen inneren Frieden spiegeln.

Das Schlimmste liegt hinter dir, dein Weg verläuft nun auf ebener Bahn.
Ein friedvoller Ausgang dieser Situation ist sicher.

Quelle: http://www.namaste-wellness.de/kartendeck1/Shanti.html

Erowid - Loss of Magic: http://www.erowid.org/chemicals/mdma/md ... gic1.shtml




2 be continued.... :wink:

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Freebird hat geschrieben:
Drogenerfahrungen führen ohnehin schon zu genug Isolation und Verfremdung. Wenn man diese Kriterien kennt, kann man sich dann auch denken wie es dann erst mit RCs aussieht. Mir ist klar, dass jede schmerzhafte Wahrheit die ich jetzt erfahre ein Grund zur Freude ist... sie ist nämlich der Unterschied zwischen einer einzigartigen Chance und einem unlösbaren Problem.


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 Betreff des Beitrags: Re: MDMA und Spiritualität
Ungelesener BeitragVerfasst: 12.01.2011 - 07:04 
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psyconauta: Überhitzen ist nicht normal (Überhitzen=Kollaps) - Anstieg der Körpertemperatur schon - besonders, wenn man körperlich aktiver ist wie z.B. abtanzt...
Welche Wirkungen sollte Koffein verstärken?
Ich kann mir vorstellen, dass bei Menschen, die auf Koffein ansprechen, dieses die speedige Komponente verstärken kann...
Finde ich persönlich aber absolut unnötig, und bei Menschen, die sowieso schon unter hohem Blutdruck leiden, evtl. sogar Gefährlich... :)

radios: Vielen Dank für den interessanten Link! Ich habe das Buch von Saunders gelesen. Es ist äusserst objektiv geschrieben, obwohl man natürlich seine grundsätzliche Pro-MDMA Haltung deutlich spürt, was auch gut so ist... :D

Hier noch ein weiterer interessanter Link von der Seite:
http://www.pyromania-arts.de/pyromania/index.php?id=247

Als Anküpfung kommt der Text sehr gut - und auch als Übergang zu meiner Fortsetzung.... :)

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Freebird hat geschrieben:
Drogenerfahrungen führen ohnehin schon zu genug Isolation und Verfremdung. Wenn man diese Kriterien kennt, kann man sich dann auch denken wie es dann erst mit RCs aussieht. Mir ist klar, dass jede schmerzhafte Wahrheit die ich jetzt erfahre ein Grund zur Freude ist... sie ist nämlich der Unterschied zwischen einer einzigartigen Chance und einem unlösbaren Problem.


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 Betreff des Beitrags: Re: MDMA und Spiritualität
Ungelesener BeitragVerfasst: 08.02.2011 - 08:28 
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3.2 Macht MDMA süchtig?

Jein…
Ein entscheidender punkt, ob der Erstkonsum von MDMA zu einer erneuten Einnahme oder gar einem von Sucht geprägtem Konsumverlauf führt ist, ob der Konsument die Substanz als reines Genussmittel oder im Rahmen einer psychotherapeutischen Sitzung nimmt.
Im ersten Falle, ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass eine wiederholte Einnahme seitens des Konsumenten erwünscht ist.
Bei einer therapeutischen Sitzung, in der gezielt innere Konflikte mit Hilfe der Substanz an die Oberfläche geholt werden, was meistens an und für sich in vielen Fällen kein angenehmes Erlebnis (während der Hauptwirkung) ist, dann ist das Suchtpotenzial logischerweise um ein vielfaches niedriger. Desweiteren ist das Set des Patienten bzw. seine Einstellung der Substanz gegenüber völlig anderst, weil sie eben als psycholytisches Werkzeug bei einer (oft einmaligen) Sitzung angesehen wird.

Körperlich überhaupt nicht, wobei wohl bei exzessiven Konsum sogar körperliche Symptome auftreten können. Dies ist jedoch auf eine allgemeine komplexere psychische Situation zurückzuführen. Körper und Geist lassen sich nun mal schwer voneinander trennen…. ;)
Psychisch könnte man diese Frage in vielen Fällen wohl bejahen. Das Erlebnis ist einfach so geil, dass man sich sehnt, dieses Gefühl wiederzuerleben... :color:

Zur geistigen Reife gehört eben auch, längere Konsumpausen einzulegen.
Das ist nämlich genau der Schlüssel, um es sich mit der Substanz nicht zu versauen, was sehr schade wäre! Da jedes Individuum auf Lange Sicht anders auf die Substanz anspricht, kann man keine wirkliche allgemeine Empfehlung hinsichtlich Konsumfrequenz geben.
Aus physiologischer Sicht sollte man aber mindestens 2-3 Wochen Pause einlegen, damit sich der Körper erholen kann...

Zitat:
Ann Shulgin: „Consume MDMA 4 times a year and You´ll be fine…“
Auch die Frau von Alexander Shulgin hat MDMA auf gewisse Weise missbraucht bzw. zuviel zu oft genommen - man kann es ihr auch nicht verdenken, da zu der Zeit keine Erfahrungswerte vorhanden waren.
Wer MDMA längerfristig konsumieren und eigentlich absolut sichergehen will, wird mit Ann Shulgins Rat bestimmt gut fahren...

Ein imo Idealfall wäre z.B., wenn man sich den Konsum für die Ferien aufhebt, und dann ca. in der Mitte der Ferien sozusagen als Höhepunkt eine MDMA Reise unternimmt.

Viele meinen, das erste Erlebnis sei das schönste. Das stimmt imo so nicht!
Man sollte sich sowas schon überhaupt erst gar nicht einreden. Klar, das erste mal ist immer was ganz Besonderes, was aber nicht heissen muss das es das beste ist.
Ein in meinen Augen allgemeiner häufiger Irrtum ist, wenn man sich bei erneutem Konsum von MDMA an das erste Erlebnis klammert - einem Gefühl nachjagt, welches man erlebt hat.
Dieses "sich klammern", ein ständiges Vergleichen und Bewerten des Trips kann einem vieles verbauen, denn...
JEDER TRIP IST ANDERS!!!

Wenn man sich genug Zeit lässt zwischen dem Konsum, bis man die Wirkung eigentlich schon fast vergessen hat, Emotionen sich im inneren aufgebaut haben, kann man die Wirkung dann wieder neuentdecken und die innerlichen Spannungen wieder ventilieren.
Von vielen Langzeitkonsumenten wird von einem Verlust des MDMA-Zaubers berichtet. Der Grund dafür ist imo eindeutig eine zu hohe Konsumfrequenz. Wie mit vielen Dingen - z.B. Lieblingsessen, Sex, Partner und ähnliches - ist es so: Hat man ES oft und sozusagen fast immer, wenn man will, wird es mit der Zeit zur Gewohnheit. Man kann ES dann nicht mehr so geniessen...
Das Fiese bei MDMA kann sein, dass wenn man schonmal "Loss of Magic" erfahren hat, auch nach jahrelanger Abstinenz MDMA einfach nicht mehr so wirkt, wie man es gerne hätte... Dazu kommt, dass ein Crash danach (eine innere Leere) wahrscheinlicher und auch stärker ist je öfters man konsumiert!

Ein sehr wichtiger und interessanter Punkt diesbezüglich (aus Erowid - Loss of Magic):
Zitat:
Another observation is that the good experience can sometimes be relived when taken with someone who has not lost the ability.
http://www.erowid.org/chemicals/mdma/mdma_effects_lossofmagic1.shtml

Diese Aussage halte ich persönlich für sehr gut möglich aber nur unter den Umständen, falls die erneute Einnahme von MDMA rituell stattfindet, die betroffene Person sich auch öffnen bzw. fallenlassen kann und sich die Worte/Message der anderen Person zu Herzen nimmt, welche die Fähigkeit noch besitzt.



3.3 DIE RITUELLE EINNAHME VON MDMA


Jedes Wochenende feiern? Aber was feiert man da eigentlich? Am Ende ist es bei vielen nur noch eine Flucht aus dem Arbeitsalltag. Da fängt der Missbrauch an!
Viele regelmässige (jedes WE) Langzeitkonsumenten haben im Alltag wenig bis keine Freude mehr am Leben und warten nur noch auf ihr heissersehntes Wochenende, um mit Hilfe von MDMA zu flüchten.
Leider hat unsere von Leistungsdruck geprägte Konsumgesellschaft den Bezug für das Rituelle nahezu verloren.

Siehe dazu => Christian Rätsch "Schamanismus, Trance und Tanz"
http://www.psi-tv.de/schamanismus-tranc ... 22-05-2009

MDMA sollte imo daher rituell eingenommen werden - egal, ob zu Hause oder auf einem Fest.
Schon die Vorbereitung (z.B. Auswahl des Trip-Soundtracks, das Sammeln von Holz für ein rituelles Feuer, die Auswahl des Ortes, das Dekorieren der Trip-Location, die Vorfreude usw.) ist fester Bestandteil eines Rituals.
Je mehr Energie man selber in die Vorbereitung eines MDMA-Rituals investiert, desto mehr bekommt man im Endeffekt auch zurück!!!




DIE INTENSION
Weshalb will ich MDMA nehmen?
Gründe für den Konsum kann man viele haben. Z.B. "Ich will das Leben feiern!" - "Ich möchte den Frühling mit meinem Ritual willkommen heissen!" - "Ich will auf MDMA zu meiner Lieblingsmusik abfläschen :D"

Ernsthaftere eher therapeutische Intensionen können z.B. sein:
Ich will die Beziehung zu (oder im Idealfall mit meinem Partner) analysieren." - "Ich will ein Ereignis, das mich beschäftigt, analysieren und verarbeiten."

Je stärker eine Intension ist, desto mehr wird auch die Kraft auf diese gelenkt während des Trips.

Als selbstverantwortlicher Mensch sollte in jeden Fall MDMA bewusst nur aus freiem Willen als eine sakrale Substanz genommen werden. Ein selbstbewusster Umgang mit der Substanz steigert die Qualität des Trips.

MDMA sollte in meinen Augen die Lebensqualität auf lange Sicht steigern und nicht umgekehrt. Dazu gehört vor allem…


DANKBARKEIT

Eine ehrlich gemeinte Danksagung aussprechen VOR dem Konsum wie beim Tischgebet :D sorgt für ein positives Bewusstsein und eine ausgesprochene Wertschätzung des Trips. In der Gruppe sorgt eine gemeinsame Danksagung für ein kollektives Bewusstsein.
Auch während des Trips sollte man dankbar das geniessen erlernen, was man hat. Das "Jagen" von etwas, was man im Moment nicht haben kann, führt am Schluss eher in die Leere als dass man Befriedigung erfährt! Das Ziel ist der Weg... ;)
Vor allem aber wenn der Trip langsam zu Ende geht (das merkt man meist selber - edit: nach max. 2x Nachlegen), sollte man dankbar sein für das Erlebte - denn nichts ist selbstverständlich! Genau hier aus reiner Gier nochmals MDMA nachzulegen ist das Verkehrteste, was man tun kann. Die Serotoninreserven sind ohnehin schon erschöpft. Eine erneute Einnahme verschlimmert in jedem Fall die negativen Neben- und Nacheffekte!

Besonders bei einer Reise in der Gruppe (2-x Leute) ist gegenseitiger Respekt eine wichtige Grundlage. Es gibt Menschen, welche dazu neigen, egozentrisch jemanden unbedingt mit ihren neugewonnenen Erkenntnissen oder manchmal einfach nur Müll :D vollabern zu wollen. Auch wenn man auf MDMA wohl toleranter ist mit seinen Mitmenschen, sollte alles in gegenseitigem Einverständnis geschehen. Durch gegenseitigen Respekt kann man eine wundervolle Atmosphäre schaffen für einen tiefgründigen wunderschönen Dialog oder einfach nur gemeinsam ablachen.

Sollte kein kollektives Bewusstsein zustande kommen, sprich wenn jemand/jeder seinen eigenen Film schiebt, sollte man auch das respektieren und den Dingen ihren freien Lauf lassen.
Man sollte deshalb vor der gemeinsamen Reise dies gebührend besprechen.
Wer seine Ruhe braucht, sollte diese auch kompromisslos bekommen. Ein altbewährtes schamanistisches rituelles Instrument ist ein „Zauberstab“ (Dies kann im Prinzip jeder beliebige Gegenstand sein). Nur wer den Zauberstab in der Hand hält, darf reden. Der/die anderen hört/hören zu und schweigen. Derjenige, der den Zauberstab hält, bestimmt selber, wann er ihn weitergibt. Diese Regelung kann unnötigen Stress vermeiden, und sorgt weiter für eine erhobene rituelle Atmosphäre.

Im Idealfall aber - wenn man sich die MDMA-spezifische empathogene Wirkung für die Schaffung eines kollektiven Bewusstseins zu Nutze macht - kommt man auf eine gemeinsame Welle. Dies kann durch nonverbale Kommunikation geschehen - z.B. beim gemeinsamen Betrachten einer Szenerie. Man hat dann ein gemeinsames Erlebnis, an welches man sich sein ganzes Leben lang mit einem :D erinnern kann.
Diese Erfahrungen halte ich persönlich für die wertvollsten! :daum:



Hier noch ein paar Videos zur Ergänzung.

MDMA. So... why do people use it?
Eine etwas einseitige Zusammenfassung auf Englisch, welche vor allem die positiven Aspekte der Substanz hervorhebt.



Attack Of The Happy People - XTC Documentary
Diese Doku aus Israel zeigt sowohl objektiv die Schattenseiten der Droge auf, wie auch eine konstruktive Einschätzung...



Für Anregungen, Fragen, Kritik usw. bin ich jederzeit offen und freu mich darüber! :)

2 be continued... Bild

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Freebird hat geschrieben:
Drogenerfahrungen führen ohnehin schon zu genug Isolation und Verfremdung. Wenn man diese Kriterien kennt, kann man sich dann auch denken wie es dann erst mit RCs aussieht. Mir ist klar, dass jede schmerzhafte Wahrheit die ich jetzt erfahre ein Grund zur Freude ist... sie ist nämlich der Unterschied zwischen einer einzigartigen Chance und einem unlösbaren Problem.


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 Betreff des Beitrags: Re: MDMA und Spiritualität
Ungelesener BeitragVerfasst: 08.02.2011 - 17:06 
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Klasse Thread!

Besonders der letzte Teil hat mich grade zu einigen Ideen für den nächsten Trip inspiriert =)
Denke auch dass es sehr viel ausmacht, wie intensiv man sich auf eine Erfahrung vorbereitet - einfach nur was auf einer Party einzuschmeißen kann zwar ganz schön sein, aber so richtig auskosten lässt sich ein Trip wirklich nur, wenn man sich vollkommen darauf einlässt - und dafür ist ein Club sicherlich kein perfektes Setting. Am allerbesten ist eh immernoch die Natur :color:


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 Betreff des Beitrags: Re: MDMA und Spiritualität
Ungelesener BeitragVerfasst: 08.02.2011 - 17:24 
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@PsyFX
Viel wahres in deinem Posting, aber auch einige Ansätze die, naja, ich nicht so teilen würde.

Wenn mir auf nem MDMA-Trip einer mit nem Zauberstab das Reden "verbieten" würde, hätte es sich dort ganz schnell ausgetrippt für mich.
Gott sei Dank habe ich dazu den passenden Freundeskreis. Die hören gerne jemanden reden, sind aber selbst du faul oder dicht dafür. Tja, und ich rede SEHR gerne :D

Ich meine, die Ideen dahinter sind nachvollziehbar, aber wenn man z.B. ohne Zauberstab nicht miteinander zurecht kommt, steigert der Stab auch nicht mehr die Zufriedenheit

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 Betreff des Beitrags: Re: MDMA und Spiritualität
Ungelesener BeitragVerfasst: 08.02.2011 - 19:42 
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tobinchen: Servas Bild
und vielen Dank für die netten Worte! :)

Ja je mehr man sich einen gewissen Rahmen schafft für den Trip, umso mehr kommen öfters auch psychedelische Noten durch. Das habe ich besonders in der freien Natur erlebt.
Da geb ich dir absolut Recht - die Natur ist unschlagbar als Setting... :daum:
Darum liebe ich die Kombo psychedelisches Fest mit geiler Deko unter freiem Himmel in nem schönen Waldgebiet und so... :color:
Klar vor allem die ersten paar Trips können auch spontan sehr viel Fun bringen, und Spontanität überhaupt heisst jetzt nicht in jedem Falle einen minderwertigen Trip.
Mit der Zeit habe ich jedoch sozusagen am eigenen Leibe erfahren, dass ein ritueller Rahmen dem ganzen einfach mehr Tiefe verleiht.

Freut mich sehr, wenn was brauchbares dabei war für dich, und falls du hier berichten magst irgendwann, ob und was es gebracht hat, fände ich des türlich echt ma leiwand... ;)
Hau rein! :daum:

Marlox:
THX auch dir! :)
Damit wir uns nicht falsch verstehen. Das sind alles nur genau wie du sagst Ansätze. Alles kann, nichts muss davon - das sind auf keinsten Vorschriften... :D

Das mit dem Zauberstab habsch selber auch nur einmal gemacht, und zwar mit meiner Olga - da war das aber saupraktisch sagsch dir - ohne wäre ein vernünftiger Dialog erst gar nicht möglich gewesen, weil wir beide oft einfach Trotzköppe sind... :D
Eigentlich wollte ich das mit dem Zauberstab erst beim Thema "MDMA in der Partnertherapie" bringen, aber fands halt jetzt schon angebracht... ;)

Der "Zauberstab" ist halt ein altbewährtes schamanistisches Instrument - und soll die Session eher einen rituellen Charakter haben, wo eine Gruppe von Menschen sich den etwas ernsteren Themen des Lebens gemeinsam widmen mag, dann ist der "Zauberstab" etwas wunderbares - es verteilt die Energien von alleine ins Gleichgewicht... Es geht sicher nicht darum, etwas zu "verbieten", sondern RESPEKT und das ZUHÖREN auf ne ganz natürlich Art und Weise zu schaffen - davon mangelt es meiner Meinung nach oft in zwischenmenschlichen Beziehungen...
BTW: Den Zauberstab kann auch sehr gut ne Sheesha (Wasserpfeife) ersetzen....

Nichts für ungut, aber deine letzte Aussage kann ich sicher nicht zustimmen - und du kannst das auch gar nicht beurteilen, wenn du es selber noch nicht ausprobiert hast... ;)

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 Betreff des Beitrags: Re: MDMA und Spiritualität
Ungelesener BeitragVerfasst: 08.02.2011 - 20:06 
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War ja auch nicht böse gemeint, ich bin auch einfach nur von mir und meinen Erlebnissen ausgegangen.
Die letzte Bemerkung beruht eben auf meinen Erfahrungen, mit zugegebenermassen vorwiegend nicht-spirituellen Mitkonsumenten, und soll auch nicht grundsätzlich deine Ausführungen in Frage stellen. Ich habe mir eben eine solche Sitzung mit verschiedensten Freunden vorgestellt und zumindest mit diesen würde der Zauberstab allerhöchstens als Gag mßbraucht werden, wenn er überhaupt die Präsentation überleben würde ;)
An Respekt mangelt es da höchstens vor rituellen Grundgedanken, aber so sind die halt.

Aber auch wir hatten viele tolle Abende miteinander. Das waren zwar keine speziell vorbereiteten spirituellen Sitzungen, aber trotzdem mangelte es dort nie an Liebe und Gefühl. Soviel nur zu meiner Ehrenrettung :)

Unsere Vorbereitungen beschränkten sich meist auf Massen von Punica, Cola und Zigaretten^^ Wobei ich aber auch eingestehen muss, dass der Flash z.B. auf Goas (wo man die Vorbereitungen anderen überlassen kann und schlicht dafür bezahlt ) gleich nochmal anders empfunden wird. Am liebsten waren mit persönlich aber immer kleine Feiern zu Hause und im engsten Freundeskreis (aber bitte mit Frauenüberschuss^^)

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 Betreff des Beitrags: Re: MDMA und Spiritualität
Ungelesener BeitragVerfasst: 09.02.2011 - 20:45 
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Du das hab ich auch nicht als böse gemeint empfunden... :) Würde mich auch nicht überraschen, falls mich die meisten Leute da auslachen würden, wenn ich da mit nem "Zauberstab" ankommen würde... :D

Klar kann man mit MDMA lustige Fläschs haben ohne irgendwelche spirituellen Intensionen... keine Frage...
Auch können dabei Gefühle der Verbundenheit und Liebe aufkommen, und daran ist auch überhaupt gar nichts auszusetzen, insofern man das adequat in das spätere Bewusstsein eingliedern kann - sprich man sich denn später nicht bisschen fragt, was man nun überhaupt empfindet bzw. empfinden soll (ob jetzt sich selber oder den anderen Menschen gegenüber)... und den Rauschzustand selber auch einfach als Rauschzustand abwertet: "Och ich war ja einfach mal drauf - eigentlich bin ich ganz anderst...."

Wenn man im MDMA-Rausch lediglich einen Zustand anstrebt - ähnlich wie bei vielen anderen Substanzen wie z.B. Alkohohl, führt das früher oder später einfach eher in die Leere - das ist eigentlich alles, was ich dazu zu sagen habe... :)

Hört sich an, als hättest du ne tolle Zeit gehabt... :D Du redest in der Vergangenheit - wie ist das denn heute so, wenn ich fragen darf?

EDIT: Noch bisserl Musik :) Den Träck find ich gut, weil er so ne irgendwie urige tribalistische Atmosphäre rüberbringt... :D

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