Chyb hat geschrieben:
Also ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass bei einer harten Depression MDMA überhaupt nicht mehr wirkt (war zwar ne pharmakogene Depression, aber trotzdem), nach ungefähr 600mg hate ich noch keine richtige Wirkung, da hätte MDMA mir nicht geholfen.
Erstmal vielen Dank Chyb für einen weiteren wertvollen Denkanstoss - btw: geile Sigi hasse...

Lieber sag ich´s noch einmal: Ich will MDMA sicher nicht darstellen als etwas, was es nicht ist - und zwar ein Wundermittel, dass automatisch eine Depression auflösen kann. MDMA kann lediglich bei richtiger Anwendung eine Grundlage schaffen für eine
Weiterarbeit - es kann einem sozusagen eine vergessene Sichtweise der Welt vermitteln, worauf auch nach Abklingen der Wirkung weiter aufgebaut werden kann...
Mein Text und eine Diskussion soll auch nur einen Rahmen für Interessierte bilden. Man weiss ja nie, wer mitliest. Evtl. liest jmd. mit, der über eine Einnahme von MDMA für eine Therapierung nachdenkt. Es soll hier aber sicher nicht ausschliesslich um MDMA für den Einsatz von psychisch belasteten Menschen gehen...

Also - eine
pharmakogene Depression ist ja verursacht durch eine Substanz - bzw. ist ein eventueller Missbrauch von Substanz(en) verantwortlich. Da ist es in meinen Augen in höchst seltenen Fällen hilfreich, eine andere psychoaktive Substanz für eine Behandlung einzusetzen. Bei einer pharmakogenen Depression sollte man weg von jeglichen Substanzen, welche die eigene Stimmungslage beeinflussen, und da ist sicher eher eine Neuorientierung im Leben grundsätzlich angebracht - das kann Sport sein, neue Hobbies, sich neuverlieben usw. ob jetzt mit therapeutischer Hilfe oder ohne...
Wie ich bereits in der Einführung in die Thematik geschrieben habe, ist MDMA für eine Langzeitbehandlung für Depressionen alles andere als angebracht.
Wieso es bei dir zu keiner Wirkung kam selbst nach 600mg (ich nehme mal stark an, dass dir diese hohe Dosis kein Therapeut verabreicht hat) - ich spekuliere mal - hätte folgende Gründe haben können: 1) Der Serotoninhaushalt war schon so aus dem Gleichgewicht gebracht, dass auf neurologischer Ebene einfach keine richtige Wirkung mehr stattfinden konnte. 2) Die Depression war so tief, dass die Psyche einer positiven Wirkung gar nicht erst den Raum geben konnte.
Wobei hätte MDMA dir denn helfen sollen? Für ein paar Stunden die harte Depression vergessen?
Chyb hat geschrieben:
Das zweite was du ansprichst ist die Therapie, aber auch hier muss man unterscheiden. Das worüber du sprichst ist die Tiefenpsychologie, womit ich noch keine Erfahrung gemacht habe. Ich selbst kenne nur die Verhaltenstherapie, und für die eignet sich MDMA mMn überhaupt nicht.
Ich will allerdings nicht ausschließen, dass für bestimmte Krankheiten eine Therapie mit MDMA was bringen würde, doch aus eigener Erfahrung in Kliniken würde ich anhand meiner Erfahrung sagen, dass es sich eher nicht eignet (zumal auch alle Drogenkonsumenten meiner Meinung NICHT mit MDMA therapiert werden sollten).
Ja Verhaltenstherapie und Tiefenpsychologie sind zwei paar Schuhe, wobei das einen Schamanen herzlich wenig interessieren würde...

Wenn beide Therapiearten Hand in Hand gehen würden, könnte ich mir persönlich MDMA in
manchen Fällen schon vorstellen als psycholytisches Hilfsmittel. - z.B. MDMA in einer tiefenpsychologischen Sitzung angewandt, und später ohne MDMA in der Verhaltenstherapie auf den gewonnenen Einsichten analytisch aufzubauen.
Alle Drogenkonsumenten mit MDMA behandeln? Ja warum auch... - sagt ja auch keiner. Es gibt hundert Pro auch Drogenkonsumenten bzw. Menschen, für die MDMA keine Bereicherung wäre.
Dass MDMA in der Psychotherapie sehr umstritten ist, war mir von Anfang an klar. Unterm Strich zählen Erfolge, welche es aber eindeutig gegeben hat - wohl genauso wie Misserfolge. Verallgemeinern bzw. "wissenschaftlich" allgemeingültige Aussagen sind hinsichtlich der menschlichen Individualität - vor allem Weltanschauung sowieso nie angebracht.
@raphi86lfc:Vielen Dank Raphi!

Dein Echo ist natürlich etwas sehr schönes für mich, weil du mir bestätigst, dass ich mit meinen Erkenntnissen mich nicht ganz auf dem Holzweg befinde...

Darum werde ich gerne einige Punkte noch ein wenig vertiefen, wobei das meiste im Zusammenhang noch im nächsten Kapitel hoffentlich verständlich erklärt wird.
raphi86lfc hat geschrieben:
“Ich persönlich würde sagen, man kann die Welt zum Teil wieder mit Kinderaugen sehen. MDMA kann einem sozusagen ein Stück schon lange vergessene Kindheit zurückgeben.”
--> Bin ich mit dir voll auf einer Wellenlaenge. Koennte ich nicht besser bzw. kompakter ausdruecken. Man muss diese Aussage eben richtig interpretieren.
Als Kind hat man max. von seinen Erziehern eingebaute bzw. anerzogene - später zusätzlich aus eigener Erfahrung aufgebaute Filter bei der Betrachtung der Welt. Diese Filter sind notwendig für ein Überleben in unserer Gesellschaft, und die Erzieher meinen es meistens nur gut, darum will ich sie auch in keinstem Falle als etwas schlechtes bewerten. Eigentlich wollen die meisten Kinder raus, spielen, neue Freundschaften schliessen, gemeinsam neue Dinge entdecken, was erleben.
Je älter man wird, desto aktiver sind diese Filter, um sich vor Fehlentscheidungen zu schützen - z.B. bei Partnerwahl, Einstellen eines neuen Mitarbeiters, Kaufen eines neuen Wagens, etc. Es wird im voraus etwas bewertet, wobei man gar noch nicht wirklich den tatsächlichen Bestand des Betrachteten erfahren hat. Ein Kind hat viel Freude bei der Tätigkeit des Neuentdeckens - manchmal wird es enttäuscht, manchmal erfährt es ein tiefes Glücksgefühl - meistens ist es eine Form des Spiels.

Dies trifft aber nicht nur bei der Betrachtung von Mitmenschen zu, sondern sicherlich au bei der Betrachtung von Gegenständen, der Natur, usw. Man sieht etwas und lässt es auf sich wirken ohne es zu bewerten. Z.B. kommt man als Kind zum ersten mal in ein riesiges Gebäude - da werden sie gross die Kinderaugen, es überkommt einen das Gefühl von Zerfliessen mit dem Gesehenen - es überwältigt einen.
Erwachsene Augen sind da nicht mehr so leicht zu beeindrucken, weil sie schon ähnliches gesehen haben und das Geschaute mit Hilfe der Filter einkategorisieren...
BTW: Mir ist klar, dass besonders das Attribut des Sehens bei Substanzen wie LSD z.B. noch viel extremer im Vordergrund stehen als bei MDMA...
Nun MDMA vermag diese Filter bei jugendlichen wohl manchmal ganz auszuschalten. "
Ich liebe die ganze Welt!" sind so Phrasen, die man oft im Zusammenhang hört. Das ist gefährlich, weil es gleichkommt einer Achterbahnsfahrt der Gefühle, die ohnehinschon in dieser Zeit meist alles andere im Gleichgewicht sind - z.B. erste unglückliche Liebe, Konflikt mit den Eltern, usw.
Bei älteren Menschen, welche bereits ein festeres Weltbild innehaben, vermag MDMA diese Filter zumindest zu dämpfen. Eine schöne einheitliche Erfahrung beim Sehen und Empfinden kann aber bei reiferen Menschen diese Filter nachhaltig und eben auch langfristig verfeinern.
Ich nenne das "Die Welt wieder mehr mit Kinderaugen sehen."
Samuel Widmer trifft es imo noch besser => "Ins Herz der Dinge lauschen."
raphi86lfc hat geschrieben:
“Grapefruitsaft enthält einen Stoff, welcher ein Enzym hemmt, welches für den Abbau und damit die Ausscheidung wichtiger Stoffe (Vitamine, Mineralien) verantwortlich ist. Unser Körper braucht und verbraucht diese Stoffe schneller sowohl während, als auch nach dem Trip. Desweiteren dauert der gewünschte Zustand länger, da eben genauso MDMA langsamer ausgeschieden wird.”
+
“Magnesium - sollte die wohlbekannte Kiefersperre lindern”
--> Hab ich beides nicht gewusst

, wenn das stimmt, werd ich das bei den naechsten Malen, falls es diese gibt, auf jeden Fall beachten
Ja probiere es doch bitte aus und teile uns deine Erfahrungen mit!

Ich würde mich sehr freuen!
Bestätigen kann ich selber das ganze nicht zu 100%, wobei das mit dem Grapefruitsaft zumindest bei mir irgendwie einfach schon dazugehört intuitiv...

Kiefermahlen ist so ne Sache für sich. Am Anfang hatte ich das so arg, dass mir am nächsten Tag mein Gebiss schmerzte - besonders beim Essen. War jetzt aber wiederum nicht arg störend - ich fand es eher lustig...

Auch hatte ich selbst eine Woche nach dem Konsum noch unwillkürlichen Drang, bisschen rumzubeissen da...

Das hat sich aber mit der Zeit gelegt...
Man baut fjeden Muskeln auf...
Das Beissen auf dem Trip selber habe ich immer als angenehm beruhigend, bestätigend und einfach als charakteristisch für die Wirkung, also toll empfunden, wobei es schon behindert und beschissen aussieht.

Samuel Widmer beschreibt dieses Phänomen als eine Art
Verbissenheit, welche später in der Therapie bei den meisten verworfen wird - also sieht er die Ursache von psychischer Natur.
Das kann ich selber eigentlich bestätigen - schwer zu beschreiben, aber ich würde es ein wenig wie ein Trotzen gegen den Energiefluss nennen - ein sich Klammern an einen bestimmten Gedanken.

raphi86lfc hat geschrieben:
"Als Individuum ist es zwar durchaus möglich, sich selber zu therapieren, jedoch bedarf das einer härteren Selbstdisziplin und fortgeschrittenem spirituellem Verständnis von sich selber und des Universums."
--> Edit: Diese Aussage sticht bei mir auch noch deutlich heraus. Finde das ist auch ein sehr guter Gedankengang, wobei der eigentlich bei allen Drogen anzuwenden ist.
Naja persönlich halte ich gewisse Drogen - wenn ich das verallgemeinern will - alles andere als nützlich - wie z.B. Kokain, Nikotin, Heroin, u.a. Das ist nun keine Kritik für die Konsumenten meinerseits - nur meine Kritik an die Substanzen, welche imao einfach für eine positive Selbstentfaltung eher einen nachteiligen Nutzen haben. Ich selber rauche z.B. Zigaretten - ich rauche viel, weiss aber, dass es mir keinen Nutzen bringt - im Gegenteil... also bin ich auch nicht jmd., der gerne Vorträge hält über einen negativen Umgang mit diesen Substanzen. Am Ende - mit Betonung auf ENDE, weiss das eh jeder selber am besten...
Für psychedelische Drogen könnte man die Aussage vllt. so stehen lassen ja...

raphi86lfc hat geschrieben:
Ansonsten find ich das ne gelungene Zusammenfassung mit Gedankengaengen, die bei mir auf eine stark positive Meinungsuebereinstimmung treffen. Wie du glaub ich aber schon gesagt hast, sind das zum Teil "nur Gedanken" ohne Garantie auf wissenschaftliche Korrektheit.

http://www.youtube.com/watch?v=MczdEg6kuhc 
aber binsch noch ned feddich...
Und ja, ich hab erstmal überlegt, ob ich das überhaupt im wissenschaftlichen Forum posten soll.

Naja wenn meine Gedanken zum Thema MDMA für jemand Wissen schaffen, warum au ned...
Spiritualität und Wissenschaft sollten in meinen Augen nicht mehr länger voneinander getrennt werden. Beide haben ihre Daseinsberechtigung, und können nur gemeinsam zu einem vollständigerem Weltbild beitragen.

Knackschen Arsch hasse da....
C.B.83 hat geschrieben:
@psyFX: Sehr informativer Text. Denke mal das bei bestimmten psychischen Krankheiten MDMA schon als Heilmittel angewandt werden kann aber bei Personen die eine Drogensucht in ihrem Leben durchgemacht haben, ist meiner Meinung MDMA nicht angebracht
Mässi auch dir C.B.83

Ich denke aber, dass z.B. bei einer Heroinsucht MDMA als psycholytisches Hilfsmittel in einer Sitzung mit Familienangehörigen durchaus eine positive Grundlage schaffen könnte, um von der Heroinsucht wegzukommen. Konkret sollte hier MDMA den Fokus des Süchtigen auf die Menschen richten, welche immer noch hinter ihm stehen - ihm zeigen, dass etwas da ist, wofür es sich viel mehr zu leben lohnt als für die Droge. Für die betroffenen Angehörigen könnte MDMA sinnvoll sein, um den Betroffenen inniger wiederanzunehmen - in manchen Fällen würde ich das so sagen: das Eis zu brechen für alle Betroffenen, damit weitere Schritte gegen die Heroinsucht dann unternommen werden können.
Link für Interessierte:
psycholytische Therapie:
http://de.wikipedia.org/wiki/Psycholyti ... hotherapieIch habe diesen Thread hier gefunden im Forum zum Thema:ftopic10715.htmlDa kann man sehen, dass eine ernsthafte Therapierung mit MDMA auch einen ernsthaften Umgangsrahmen bzw. Beziehung Patient - Therapeut erfordert, und die Einnahme von MDMA bei depressiven Patienten sicher nicht auf die leichte Schulter zu nehmen ist.
Grundbedingung ist sowohl ein individueller Zugang zum Patienten, als auch eine auf Vertrauen aufgebaute Beziehung, was dann heisst, für den Patienten auch
nach einer Sitzung dazusein - auch ausserhalb der Sprechstunden...
Nun in diesem konkreten Falle wurde MDMA sicherlich nicht in einem gebührenden Rahmen eingenommen. Ein guter Therapeut hätte den Gefühlszustand erkennen müssen. Ein Patient, der Vertrauen hat zu seinem Therapeuten, hätte seinen schlechten Gefühlszustand dem Therapeuten ohne zu zögern mitgeteilt.
Die imo wertvollste Antwort hierzu, welche ich mir mal zu zitieren erlaube, kam von Roh
Roh hat geschrieben:
@druffieule
Danke für Deinen offenen Bericht.
Ich bin doch ziemlich erstaunt, wie sorglos einige Therapeuten offenbar mit dem Thema umgehen. Gerade, wenn es einem unterschwellig schlecht geht, oder sich im Unterbewusstsein einiges angestaut hat, kann die Einnahme von MDMA ziemlich daneben gehen, wie Du ja selber erlebt hast.
Ich habe in diesem Thread (
viewtopic.php?f=49&t=18855) schon mal etwas darüber geschrieben, aber es wollte niemand so recht darauf eingehen. Hoffentlich lesen die gleichen Leute auch hier mit.
Ich habe selber nur einmal eine Depersonalisationsstörung und einen damit verbundenen Angstschub auf MDMA erlebt, vermutlich weil ich überdosiert hatte, und die Reizflut um mich herum zu gross war (es war an einem 1. August am Rheinufer). Ich konnte mich dann zum Glück mit einem Freund sofort an einen ruhigen Ort zurückziehen, wo ich dann friedlich runterkommen konnte.
Auf LSD ist mir das einmal ziemlich misslungen, worauf ich fast 3 Monate Wahrnehmungsstörungen, Angstschübe und Depersonalisationsphänomene hatte. Ich habe es damals auch für notwendig gefunden, Psychopharmaka zu nehmen. Das hat mich zwar ein bisschen geschützt gegen aussen, aber innerlich haben mir die Medis nicht dabei geholfen, wieder in meine Mitte zurückzufinden. Ich habe aber damals eine grosse Zuversicht gewonnen, dass sich der Mensch und auch die Psyche gewissermassen selber heilen kann, vorausgesetzt man verhindert dies nicht. Lass mich den Gedanken etwas ausführen. (Die folgenden Gedanken sind meine subjektiven Erkenntnisse aus meinen eigenen Erfahrungen und erheben keinen wissenschaftlichen Anspruch auf allgemeine Gültigkeit)
Unsere Seele weiss genau, wo sie hingehört. Ich meine hier das Wort Seele im Sinne des Energiekerns, um den sich, eingebettet in unsere Psyche, unsere Persönlichkeit bewegt. Wir alle haben einen Seelen-Raum, innerhalb dessen sich die Psyche in gewissen Grenzen bewegen kann. Die Bewegungen unserer Psyche innerhalb dieses Raumes empfinden wir dann als Stimmungen, Launen oder Gemütszustände.
Treten nun aussergewöhnlich aufwühlende oder schockierende Ereignisse ein, dann kann ein Emotions- oder Angstschub (aus unserem Unterbewusstsein) unser Seelenzentrum derart verschieben, dass wir uns nicht mehr in unserer Mitte fühlen. Dies kann auch durch gewaltsame Erlebnisse, oder Bad-Trips verursacht werden (im Prinzip von jeder psychedelischen Droge, auch THC).
Die Folge ist eine veränderte Wahrnehmung seiner selbst und der Umgebung. Dies ist an und für sich nichts unnatürliches, da im Prinzip jedem von uns im Laufe unseres Lebens solche Dinge widerfahren, sei es durch einen Todesfall eines nahestehenden Menschen oder durch plötzliche Schicksalsschläge anderer Art.
Da wir aber normalerweise diese Seelen-Verschiebung klar einem Ereignis zuordnen können, haben wir mehr oder weniger gut gelernt, damit umzugehen und das Geschehene zu verarbeiten.
Das kann bei Bad-Trips oder Psychosen anders sein, und ich vermute, dass die Angst dabei das Hauptproblem darstellt. Befindet sich unser Persönlichkeitszentrum weit genug entfernt von unserer Mitte, dann besteht die Gefahr, dass der Zustand instabil bleibt, und sich der Seelenraum weiterhin verschieben kann. Jeder Angstschub schiebt uns dann mal in die eine, mal in die andere Richtung. Medikamente können dies leider nur beschränkt dämpfen, weil sich ja die Seele an dem Ort, wo sie ist, nicht zuhause fühlt. Daher MUSS sie sich bewegen, und das schafft sie auch, trotz Psychopharmaka. Und das ist eigentlich gut so, weil das der einzige Weg ist, um heil zu werden und in seine Mitte zurückzufinden. Aber bei jeder Bewegung spielt wieder die Angst hinein und schiebt das Zentrum wieder irgendwohin, nur nicht zurück in die Mitte.
Der Trick ist folgender: Lass die Angst los! Du brauchst keine Angst zu haben. Deine Seele weiss genau, wo sie hingehört. Und dorthin, in deine Mitte, wird sie sich auch wieder zurückbewegen. Wenn Du sie lässt.
Dieser Vorgang kann schmerzhaft sein, und er kann eine Weile dauern. Das Schöne ist, dass man sich bei jeder Bewegung freuen kann, die man wahrnimmt. Sie findet den Weg bestimmt. Vertraue darauf! Und versuche, nur soviel Medis zu kriegen, die Du grad brauchst, um Dich zu schützen. Psychopharmaka können leider auch die Sicht derart vernebeln, dass man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht. Und das hilft nicht.
Ich wünsche Dir alles Gute!
LG
Roh