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 Betreff des Beitrags: Re: Geschichten aus dem Methadonprogramm(Beikonsum,UK's usw.)
Ungelesener BeitragVerfasst: 22.04.2010 - 09:53 
Sternesammler
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Guten Morgen,

zu den Kommentaren, ob ich hier mitreden kann, darf oder es einfach nur umbequem und unerwünscht ist, schreibe ich hier nichts mehr (ist zu Offtopic, vielleicht mache ich das im "Umgangs-Thread" noch, wenn ich 10 mal tief durchgeatmet habe und ich mehr Zeit im Büro habe). Danke Bl00d, für die Relativierung.

Ansonsten stimme ich Dir, Bl00d, voll und ganz zu.
Ich verstehe, dass die gängige Praxis so nicht ok ist. Es ist nicht möglich, den Therapeuten, Polizisten, Richter und gleichzeitig einen möglw. Angeklagten in eine Person, in die des Substitutionsarztes, zu stecken. Und diese Rollen muss der Arzt (mit der heutigen Gesetzgebung und Praxis) aber alle erfüllen. Er soll für den Patienten der Therpeut sein, soll ihn wie ein Polizist kontrollieren und eigenverantwortlich reglemenetieren/verurteilen. Und wenn er irgndwas davon falsch macht, steht er mit einem Bein im Knast - klar, das kann nicht wirklich funktionieren.
Und das alles nur, weil er (nach dem Gesetzt) nicht ein normales Medikament verschreibt, sondern eine "böse (Erstz-) Droge" bewilligt. Und genau hier liegt, meiner Meinung nach, der Hund begraben. (Und genau hier geht mglw. auch die Meinung der Opiat-Kenner und nicht-Kenner auseinander, hier fehlt mglw. das Verständniss füreinander und damit auch jegliche Diskussionsbasis...?)

Ich denke, dass wir hier nicht über Sanktionen usw. diskutierten können, wenn wir uns nicht auf einen gemeinsamen Nenner einigen können (ob Heroin, Methadon usw. die gleiche Berechtigung als Medikamente haben wie Amphetamin, Antidepressiva,... - wobei ich für mich selbst noch keine festgelegte Meinung habe, vielleicht frage ich hier deshalb teilw. kritisch nach).

:wink:
Exnose

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 Betreff des Beitrags: Re: Geschichten aus dem Methadonprogramm(Beikonsum,UK's usw.)
Ungelesener BeitragVerfasst: 22.04.2010 - 11:26 
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Exnose hat geschrieben:
Es sollte weder der Arzt noch der Patient aus seiner Verantwortung genommen werden, aber den Patienten fällt es manchmal eben schwerer wirklich aufrichtig zu sein weil sie um die Konsequenz wissen, und DAS macht ihnen Angst. Und solange sich Ärzt ihre Behandlung von praxisfernen Politikern erklären und absegenen lassen müssen, wird sich daran imho auch erstmal nix ändern.


So isses, und Angst ist nicht das schlechteste Wort.
u. was sagt uns Daß ?

hey Exnose, :respect: :yes:
Exnose hat geschrieben:
Und das alles nur, weil er (nach dem Gesetzt) nicht ein normales Medikament verschreibt, sondern eine "böse (Erstz-) Droge" bewilligt. Und genau hier liegt, meiner Meinung nach, der Hund begraben. (Und genau hier geht mglw. auch die Meinung der Opiat-Kenner und nicht-Kenner auseinander, hier fehlt mglw. das Verständniss :kiss: füreinander und damit auch jegliche Diskussionsbasis...?)
:yes:
LG..Tecum.. ;)
p.s. ich wollte dir nur deine Bürozeit versuessen.. :D

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Zuletzt geändert von fenris am 23.04.2010 - 11:37, insgesamt 2-mal geändert.
bitte nächstes mal den zitat-button benutzen


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 Betreff des Beitrags: Re: Geschichten aus dem Methadonprogramm(Beikonsum,UK's usw.
Ungelesener BeitragVerfasst: 04.05.2010 - 06:34 
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Langsam hab ich echt keinen Bock mehr,denn jetzt fängt mein Methadonarzt wieder an,dass ich die Benzos loswerden muss, sonst müsste ich mir 'nen anderen Substiarzt suchen,weil er das nicht mehr einsieht,dass ich Diaz gegen meine Angsterkrankung nehme und er mich aus dem Programm schmeisst,wenn ich nicht sofort was ändere.Es gäbe ja 1000 andere Mittel,die man dagegen nehmen kann,Benzos werden nicht geduldet.Ich hab heute den Glauben in den Mann verloren,der mal sehr nett und human war,aber nun zum :kissmyas: mutiert.....

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 Betreff des Beitrags: Re: Geschichten aus dem Methadonprogramm(Beikonsum,UK's usw.
Ungelesener BeitragVerfasst: 06.05.2010 - 12:19 
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@ all, und hey MT,
nun , da es ausschaut als ob s mit benzos,
beim Doc schwierig wird, was willst du tun.

Habe naemlich dasselbe Problem! :stampf:
ich werds mal ueber'n Psychiater/Nervenarzt
versuchen, da ich's im moment noch
übern Allgemeinarzt bekomme.....

..Lass von dir hoehren....Gruesse..Tecum.. :smoking:

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Zuletzt geändert von Tecumseh am 12.05.2010 - 17:48, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Geschichten aus dem Methadonprogramm(Beikonsum,UK's usw.
Ungelesener BeitragVerfasst: 06.05.2010 - 18:08 
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der Psychologe ist bloß wohl leider kein Arzt und darf dir deswegen überhaupt keine Medis verschreiben. Wenndann also zum Psychater.

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 Betreff des Beitrags: Re: Geschichten aus dem Methadonprogramm(Beikonsum,UK's usw.
Ungelesener BeitragVerfasst: 06.05.2010 - 19:37 
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Ich frag mich, ob den ganzen Substiärzten zur Zeit die Behörden im Nacken sitzen, oder was da los ist. Ein Kumpel von mir ist seit knapp 7 Jahren im Methadonprogramm und kriegt von seinem Psychiater Alprazolam verschrieben. Das war nie ein Problem und letzte Woche meint sein Substiarzt plötzlich, dass es so nicht mehr geht, dass er von den Benzos weg müsste, weil er sonst nicht im Programm bleiben kann.
Drehen die grad alle frei oder was?

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 Betreff des Beitrags: Re: Geschichten aus dem Methadonprogramm(Beikonsum,UK's usw.
Ungelesener BeitragVerfasst: 07.05.2010 - 12:39 
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Nicht erst zur Zeit haben viele Substiärzte Angst und stehen mit einem Bein oft schon fast im Knast. Das Benzos und Substitutionsmittel nicht vom selben Arzt verordnet werden dürfen ist allerdings auch nicht erst seit gestern so. Sucht euch nen Psychiater (der darf das dann wenn er es für angebracht hält) oder aber sogar nen anderen Substiarzt wenns garnicht anders geht. Es ist halt so das wenn was passieren sollte, es keiner gewesen sein will.

Mein Doc macht auch nur noch in ganz seltenen Fällen keinen Stress wenn er bemerkt das Jemand Benzos zusätzlich verordnet bekommt.

Es ist einfach schon zuviel schief gegangen bei dieser Kombi, und die Ärzte wollen auf Nummer sicher gehen.

Ist natürlich trotzdem ein Unding nach Jahren auf einmal den Hahnen zuzudrehen ohne einem die Möglichkeit der Weiterbehandlung bei nem anderen Doc einzuräumen.

M.f.G. Bl00d

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 Betreff des Beitrags: Re: Geschichten aus dem Methadonprogramm(Beikonsum,UK's usw.
Ungelesener BeitragVerfasst: 07.05.2010 - 16:20 
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http://www.indro-online.de/ullmann2.htm

Deswegen der ganze Terror, weil der Staat die Ärzte so unter Druck setzt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Geschichten aus dem Methadonprogramm(Beikonsum,UK's usw.
Ungelesener BeitragVerfasst: 08.05.2010 - 06:38 
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Was ich aber nicht verstehe ist, warum der Benzo Beikonsum ein Problem ist, wenn medizinisch indiziert, also durch einen Psychiater verschrieben. Bei meinem Kumpel - und wie ich das verstanden habe auch bei MT - ist das ja der Fall. Laut Substirichtlinien spricht ja dann auch nix dagegen, d.h. der Arzt dürfte doch auch keine Probleme mit irgendwelchen Behörden kriegen, oder?

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 Betreff des Beitrags: Re: Geschichten aus dem Methadonprogramm(Beikonsum,UK's usw.
Ungelesener BeitragVerfasst: 08.05.2010 - 13:21 
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Das ganze ist unter politischem Druck. Auch wenn man alle Vorraussetzungen hat,
kann es Probleme geben. Solange Ärzte so unter Druck gesetzt werden, werden auch rechtlich unproblematische Dinge nur selten umgesetzt, wenn diese nicht der "Norm"
entsprechen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Geschichten aus dem Methadonprogramm(Beikonsum,UK's usw.
Ungelesener BeitragVerfasst: 08.05.2010 - 19:45 
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Er darf aber 100% nioemanden zwingen die Benzos abzusetzen wenn die von nem anderen Arzt verordnet werden. Er würde damit ja die Entscheidung des anderen Arztes als schlecht betiteln und einfach so darf er das nicht. Nehnm dir Notfalls nen Anwalt.

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 Betreff des Beitrags: Re: Geschichten aus dem Methadonprogramm(Beikonsum,UK's usw.
Ungelesener BeitragVerfasst: 15.05.2010 - 14:14 
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Muss der Arzt einen eigentlich behandeln?

Selbst wenn Ärzte das Gesetz brechen, wem glaubt man, dem Suchti oder dem Doc?


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 Betreff des Beitrags: Re: Geschichten aus dem Methadonprogramm(Beikonsum,UK's usw.
Ungelesener BeitragVerfasst: 15.05.2010 - 20:09 
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Ja ein Arzt muss jeden Patienten mit akkutem Leiden(wie nem Entzug) behandeln. Und dabei gehts ja nicht ums glauben, wenn er dich niocht behandeln will ist das ja ein 100% beweis für deine ANschuldigung. Das ist also auf jedenfall nicht der fall.
Allerdings unterschreibt man in der SUbsti doch so einen Vertrag in dem so sachen drinhstehen wie das Beikopnsum zu AUschluss füren kann. Vlt erlaubt dieser den Ärzten auch mehr Freifaum wenn es darum geht Patienten abzulehnen oder rauszusachmeissen. Prinzipiell kann der Arzt aber nichts gegen die verordnung von nem Psychater machen!

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Ungelesener BeitragVerfasst: 16.05.2010 - 07:43 
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oldolsen hat geschrieben:
Allerdings unterschreibt man in der SUbsti doch so einen Vertrag in dem so sachen drinhstehen wie das Beikopnsum zu AUschluss füren kann. Vlt erlaubt dieser den Ärzten auch mehr Freifaum wenn es darum geht Patienten abzulehnen oder rauszusachmeissen. Prinzipiell kann der Arzt aber nichts gegen die verordnung von nem Psychater machen!


Und genau das meinte ich. Wollte jetzt nicht den Vertrag ansprechen, da ich noch nie einen gesehen habe, aber für mich ist das schon komisch.

Leute die abdosiert / entgiftet werden brauchen das nicht zu unterschreiben oder?

Finde das alles irgendwie komisch, dass es da keine gesetzlichen Standards gibt, dass man einen Vertrag unterschreiben muss, bei Alk Entzug unterschreibt man sowas doch auch nicht oder?


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 Betreff des Beitrags: Re: Geschichten aus dem Methadonprogramm(Beikonsum,UK's usw.
Ungelesener BeitragVerfasst: 25.05.2010 - 06:54 
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Mittlerweile ist das Thema Benzos wieder aus der Welt,jetzt kann ich die doch weiternehmen.Ich weiss nicht,ob der an dem Tag Scheisslaune hatte,aber er hat seitdem nix mehr erwähnt,von wegen,dass ich die Benzos abkicken muss.Würde ich ehrlich gesagt auch nicht machen,denn ohne sinkt meine Lebensqualität auf 0 und das muss ich mir nicht mehr antun.Hab schon genug andere Probs.Naja,er ist jetzt erstmal 2 Wochen in Urlaub,da geht das alles was lockerer zu :ganja: :rupf: :spick: !!!

Liebe Grüße,MethadonTemptation :w7:

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 Betreff des Beitrags: Re: Geschichten aus dem Methadonprogramm(Beikonsum,UK's usw.
Ungelesener BeitragVerfasst: 25.05.2010 - 15:11 
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@MT: gegen deine angsterkrankung würde bestimmt auch hypnose und atemübungen helfen ;) diese beiden vorschläge haben keine nebenwirkungen -->wenn du keine benzos mehr nimmst hättest du einen gesundheitlichen risikofaktor und 2-fache abhängigkeit(abhängig von arzt und medikament) weniger, du hättest deine angst komplett geheilt...das wären 3 vorteile auf einmal, denk mal drüber nach ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: Geschichten aus dem Methadonprogramm(Beikonsum,UK's usw.
Ungelesener BeitragVerfasst: 12.06.2010 - 01:29 
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Beiträge: 607
Zitat:
Ja und was soll ich mit so 'nem Arzt??? :conf:

@Methadon Temptation
So einen Arzt belehrst du besser! Natürlich sehr freundlich und nicht aufdränglich....
Schau mal auf was ich gestossen bin, vielleicht darfst du dein Diazepam beibehalten wenn du ihm folgendes zeigst:
Zitat:
Bei der metabolischen Umsetzung von Methadon konnte neben den bereits bekannten Enzy-men wie CYP 3A4 die besondere Beteiligung von CYP 2C19 und CYP 2B6 herausgearbeitet werden. In der Interaktionsstudie zeigten Buprenorphin, Amitriptylin und Zolpidem gegen-über CYP 3A4 sowie Amitriptylin und MDMA gegenüber CYP 2D6 ein inhibitorisches Po-tential. Bei den weiterführenden Untersuchungen ergab sich für Amitriptylin und Bupre-norphin, in Fällen einer Überdosierung, eine wesentliche Beeinflussung als reversible Inhibi-toren der metabolischen Umsetzung von Methadon über CYP 3A4. Für Zolpidem konnte durch die metabolisch-aktivierte Hemmung von CYP 3A4 sowohl im therapeutischen, als auch im toxischen und potentiell-letalen Bereich ein zusätzliches Interaktionspotential aufge-zeigt werden. Neben Amitriptylin ergab sich auch für MDMA ein starkes inhibitorisches Po-tential gegenüber CYP 2D6. Bei beiden Substanzen, insbesondere bei MDMA, kann bei einer starken, reversiblen Enzymhemmung von einer pharmakokinetischen Interaktion ausgegangen werden.

Da steht zwar nicht explizit dass es bei therapeutischer Dosierung zu signifikanten Wechselwirkungen kommen kann, aber warum ein Risiko eingehen.....

http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/voll ... omsien.pdf

Allerdings müsste man mal schauen wie Diazepam überhaupt verstoffwechselt wird.


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 Betreff des Beitrags: Re: "Drogen"-Therapie - Segen oder zwielichtige Machenschaft
Ungelesener BeitragVerfasst: 05.01.2011 - 09:29 
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[Dieser und die folgenden Beiträge wurden von -> viewtopic.php?f=37&t=17707&p=379862#p379862 abgetrennt weil sie hier imho besser reinpassen - Liebe Grüsse - Bl00d]


Unser Doc greift momentan echt hart durch.Einer aus dem Programm und dessen Freundin sind über die Weihnachtstage nicht zur Ausgabe gekommen,weil es so heftig geschneit hat.Und zwar weil seine Freundin im Rollstuhl sitzt kam er bei dem Schnee nicht durch,was ich durchaus nachvollziehen kann,denn es lag verdammt viel Schnee.Schon allein als Fußgänger hatte man teilweise arge Probleme durch diesen Schnee zu kommen,allein auch weil dazu ein pervers eiskalter Wind wehte.Also hat er sich 'n 5er H geholt und ist vom 24.12-27.12 nicht zur Vergabe gekommen.Take Home für die heftigen verschneiten Tage,wo man eben nicht mit dem Rollstuhl vorankommt hat der Doc ja auch nicht angeboten bzw.abgelehnt,obwohl 70% der Leute aus'm Programm über Weihnachten Take Home hatten.Also wär ich Arzt,ich hätte einer an den Rollstuhl gebundenen Person wenigstens über die Festtage Take Home gegeben.Ich hab aber auch kein Take Home bekommen,nichtmal für einen Feiertag.Ich musste also alle 3 Festtage früh aufstehen,um auch pünktlich um 8.oo Uhr morgens bei der Vergabe auftauchen zu können.Dabei hätte ich gerne mal einen Tag ausgeschlafen.Auch die UK,die er extra für den 01.01.2011 angesetzt hat,damit ich nicht so Silvester verbringen konnte,wie ich wollte.Nunja,da der Kollege auch Beikonsum hat(auch Benzos),war der Doc eh nicht so gut auf ihn zu sprechen.Und die Freundin kann er schonmal gar nicht leiden,dagegen bin ich seine große Liebe Bild.....Als der dann am 28.12 mit Freundin wieder da antanzte,hörte man von drinnen nur Gebrüll,die Tür flog auf und der Kollege kam wutentbrannt,fluchend mit seiner Freundin wieder raus und verzog sich.Später haben wir dann erfahren,dass der Doc Sie ganz aus dem Programm geschmissen hat und Ihm eine Sperre bis zum Ende des Monats auferlegt hat.Eben mit der Begründung,dass die beiden 4 Tage nicht gekommen sind.Ich hab dann später noch erfahren,dass er dem Doc versucht hat zu erklären warum er nicht gekommen ist,eben weil er bei dem Schneetreiben den Rollstuhl nicht schieben konnte(es war wirklich kein Durchkommen).Den Vorschlag,dass nur er zur Vergabe kommt und das Metha für seine Freundin mitnehmen kann,hat der Doc ja direkt abgelehnt.Außerdem meinte der Doc,dass sie ja die 4 Tage mit dem Taxi hätten kommen können,wenn er bei dem Schnee nicht durchkommt.Geld für Heroin hätte er immer,also hätten sie auch mit dem Taxi oder Bus kommen können.Das Problem war nur,dass ab Heilig Abend kein Bus mehr fuhr und auch nur begrenzt Taxis,so heftig war das Schneetreiben.Das war wie an der Losbude,entweder man hat noch ein Taxi erwischt oder man hat eben Pech gehabt.Auf Anruf war kein Taxi mehr zu kriegen,man musste sich schon an die Strasse stellen und wenn man Glück hatte,hat man noch 'nen Wagen erwischt.Nunja,stell mir das ziemlich scheisse vor,so direkt auf 0.Er war auf 8ml Metha,sie sogar auf 10ml.Auf mich hat er es jetzt auch abgesehen,werd ihm aber keinen Grund liefern mich rauszuschmeissen.Jetzt hat er auch ein Gespräch angesetzt,wo er,meine Drogenberaterin,meine Betreuerin,meine Mum und ich zusammensitzen sollen und wo er dann auf meine Defizite hinweisen will(Diaz,mit Auto zur Vergabe kommen,seltener BK usw..... :blabla: :blabla: ).Davon dass meine Mum dabei ist verspricht er sich,dass ich dann privat auch Stress mit ihr habe und von mehreren Seiten gegängelt werde.Aber da hat er die Rechnung ohne meine Mum gemacht,die mir zugesichert hat vollkommen hinter mir zu stehen und ihm mal zu sagen,was eigentlich seine Sache ist und was meine Sache ist.Allein dass es ihn nix angeht wie ich zur Vergabe komme.Wenn ich mit dem Auto komme,dann komm ich eben mit dem Auto,fertig.Da gibts auch nix zu diskutieren.Naja,das wird ihm schonmal nicht schmecken.Ach und was er mir sonst noch so androht,wie z.B noch einmal Opiatbeikonsum und ich flieg aus dem Programm und und und....Warum er plötzlich so einen Kleinkrieg gegen mich und einige andere angezettelt hat,weiss ich auch nicht.Nur nervt es total....

LG,MT

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Zuletzt geändert von MethadonTemptation am 05.01.2011 - 11:47, insgesamt 2-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: "Drogen"-Therapie - Segen oder zwielichtige Machenschaft
Ungelesener BeitragVerfasst: 05.01.2011 - 10:32 
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Ein Kumpel von mir sitzt auch im Rollstuhl und zeitweise ging es wirklich garnicht durch den Schnee. Sowas finde ich einfach nurnoch mies.


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 Betreff des Beitrags: Re: "Drogen"-Therapie - Segen oder zwielichtige Machenschaft
Ungelesener BeitragVerfasst: 05.01.2011 - 14:17 
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Wohnort: Neutronenstern "Cassiopeia"
(Ich bin grade auf Seite -2- und will alles durchlesen, da es ein wirklich brandheisses Thema ist, bin jetzt kurz mal an's Ende gesteppt - zu dem gesamten Themenkreis werd ich wohl auch noch was schreiben, aber jetzt geht es mir erstmal um MT's "durchgeknallten" Arzt:

heftig! Dazu fällt mir nichts mehr ein. So eine Behandlung hat wirklich keiner verdient.
Was ist das nur ein Mensch? Als Arzt hat er sich verpflichtet Menschen zu helfen und dann schmeisst er einfach Leute aus dem Programm, weil sie aufgrund höherer Gewalt nicht zur Vergabe kommen konnten? von 8/10ml direkt auf 0 (!!) ist in meinen Augen eine schwere Körperverletzung.
Leider haben wir "bösen Junkies" ja keine Lobby, wie die Schmerzpatienten - aber es müsste doch Möglichkeiten und Wege geben diesem Sadisten das Wasser abzugraben (Ärztekammer? bringt das überhaupt was?)

Ich kann mir gut vorstellen, dass über die Feiertage bei ihm in seinen privaten/persönlichen Kreisen was "in Unordnung" geraten ist (Stress mit seiner Frau oder weiss der Geier!) und er nun seinen inneren Hass an seinen Patienten auslässt. War der denn schon immer so komisch, oder ist das erst seit kurzem, dass er so am Rad dreht?)

Ich kann deine Situation sehr gut verstehen, weil meine Freundin auch so eine sadistische Ärztin hat: sie bekommt seit Jahren 4ml und kommt damit mehr schlecht als recht über die Runden. Auf eine Dosiserhöhung mehrfach angesprochen, wurde ihr diese verweigert mit dem Spruch,"alle wollen immer nur mehr - spielen sie nicht an ihrem Belohnungsystem rum, dann reicht das auch!
Da die 4ml einfach ihre Rezeptoren nicht abdecken hat sie des öfteren auch Beikonsum. Nun wurde sie von 15 gesamt UK's vielleicht 2 Mal damit positiv erwischt. Statt einer, wie erwünschten (ja nahe zu schon erbettelten) Dosiserhöhung wurde ihr nur barsch gesagt, wenn sie nochmal mit einer positiven UK erwischt werden, so schmeisst die Ärztin sie aus dem Programm!.
Diese Ärztin ist Neurologin/Psychiater und steht auch bei normalen Patienten schon in schlechtem Licht da (wenn man mal die google-Maps Kommentare ließt - die ich hier ja leider nicht verlinken darf, aus rechtlichen Gründen). Ich hab auch einen dementsprechend rufschädigenden, aber ehrlichen Kommentar zu dieser "Schlampe" verfasst ohne mich dabei im Ton zu vergreifen.

Bei anderen Substituierten, die wir kennen und bei der gleichen Ärztin sind ist eine Dosiserhöhung meisst kein Problem, nur meine Freundin, die hat sie auf dem "Schirm". Dazu kommt noch, dass meine Freundin Epileptikerin ist (zwar zum Glück seit ein paar Jahren anfallsfrei) und aufgrund einer damaligen Notfalleinnahme Diazepamtropfen genommen hatte, welche dann als Beikonsum gewertet wurde!!
Dabei steht in den Richtlinien zur Substitution ( http://www.kvhb.de/pdf/zg/substitutionsrichtlinien.pdf ) irgendwo (?) vermerkt , dass in solchen Fällen (Anfallsleiden etc.) Benzodiazepinkonsum nach Prüfung zugelassen ist (kann auch sein, dass ich es anderweitig als Zusatz gelesen oder vom Arzt gehört habe).

Was bringt es, zu einem Arzt ehrlich zu sein, wenn man dafür bestraft wird - da kann man nur noch die UK's bescheissen (zum Glück keine Kamera oder Sichtkontrolle, aber die Temp. wird gemessen, so das man ständig n halbes Labor mitschleppen muss um was zu faken ^^)

Ich kann nur sagen, versuch den Arzt zu wechseln.
Und wehren kann man sich zB über das Internet. Man braucht nur ein paar Hintergrundinfos der Person und kann über das Web theoretisch auch eine Existenz zerstören. Aber, diese innere Wut, diese Hilflosigkeit .... man, was machen die nur mit uns?

Der Spruch, "fahren sie doch Taxi, Geld für Heroin ist ja auch immer da gewesen" ist ja sowas von daneben, aber kommt mir auch sehr bekannt vor.

Mein Arzt ist zum Glück das komplette Gegenteil- Ich werde dort wie ein normaler Dauerpatient und normaler Mensch behandelt, kann mit meinem Arzt reden und dort wurde es auch noch nie laut oder es schweben "Bad vibes" durch die Praxis.....
Leider nimmt er meine Freundin nicht, da er keine Paare behandeln möchte.

Bei "unserer" "Nazi-Ärztin" ist das aber schon immer so gewesen, die hat ihren Ruf hier auf der Szene und inzwischen auch im Web weg, aber das Dein Doc auf einmal so krass rüberkommt, kann doch eigentlich nur daran liegen, dass bei ihm persönlich was im Argen liegt?!

Ich wollt, ich könnte Dir mehr Mut zusprechen oder eine Hilfe anbieten, mich kotzt es, gelinde gesagt, immer total an, wenn ich von solchen Eskapaden mancher Substi-Ärzte lese ....
diese Wut, diese Hilflosigkeit .....

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 Betreff des Beitrags: Re: "Drogen"-Therapie - Segen oder zwielichtige Machenschaft
Ungelesener BeitragVerfasst: 05.01.2011 - 15:13 
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ich fürchte das proble ist, dass er vom rechtlichen aspekt wohl richtig liegt. Beikonsum rechtfertigt einen Rausschmiss, auch wenn es menschlich in dem Fall einfach nur scheiße ist. Viel schlimmer als ein Rausschmiss, da kann man sich ja nen anderen Arzt suchen oÄ, finde ich diese Sperren, ala 3 Tage keine Vergabe und wenn sie danach positiv sind fliegen sie raus. Das ist doch einfach nur ne Sauerei, für mich nichts anderes als ne Prügelstrafe/Folter. Naja ich kann nur hoffen das die beiden nen neuen Arzt finden, ansonsten siehts wohl echt schlecht aus für sie.

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 Betreff des Beitrags: Re: "Drogen"-Therapie - Segen oder zwielichtige Machenschaft
Ungelesener BeitragVerfasst: 05.01.2011 - 15:39 
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natürlich ist Beikonsum ein Ausschlusskriterium, aber wenn die Ärztin meine Freundin nicht richtig einstellt und sie mit ihren 4ml einfach nicht zurande kommt? "Normalerweise" wird die Dosis erhöht (angepasst/titriert) und gut is. Wenn dann immer noch Beikonsum, dann ist ein Ausschluß eher gerechtfertigt, als einfach sagen, "friss das und sei satt, wehe Du frisst noch wo anders was zusätzlich!"

Diese bekloppte Sanktioniererei führt doch nur zu weiterem Elend.

Ausschluß für ein paar Tage, das ist jawohl die dämlichste Form der Sanktionierung. Da kommt man mit seinem wenigen Metha eh schon nicht klar oder ist gefangen durch höhere Gewalt und es wird einfach die Versorgung mal eben für ein paar Tage eingestellt? Und wehe, man nimmt dann andere Opioide!!

Hier gibt es auch noch die "Sanktion" bei einem anderen Arzt, der, wenn man positiv in der UK auffällt, einen damit "bestraft" das man einen Milliliter abgezogen bekommt. Als wenn das den "User", der eh schon nicht mit seiner Dosis klar kommt, auf die "richtige" Bahn bringen würde :( (wer denkt sich solche Gemeinheiten aus?)

Traurig, was für Sadisten im weißen Kittel auf uns losgelassen werden. Oft ist es ja auch so, der Arzt macht schlechte Erfahrungen mit ein paar "Usern" und projeziert die dann auf alle anderen, die dann mitleiden dürfen.

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 Betreff des Beitrags: Re: "Drogen"-Therapie - Segen oder zwielichtige Machenschaft
Ungelesener BeitragVerfasst: 05.01.2011 - 15:47 
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klar, als konsument von Drogen hat man in der westlichen Welt eben keine Rechte.

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 Betreff des Beitrags: Re: "Drogen"-Therapie - Segen oder zwielichtige Machenschaft
Ungelesener BeitragVerfasst: 05.01.2011 - 15:53 
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Wohnort: Neutronenstern "Cassiopeia"
es gibt einem so ein Gefühl ... von "Hilflosigkeit" .... und mit der Zeit fühlt man sich auch wirklich wie ein Mensch dritter Klasse, wie Abschaum .... und wenn man dann was von einer "posttraumatischen Belastungsstörung" faselt wird man meisst auch nicht ernst genommen.

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 Betreff des Beitrags: Re: "Drogen"-Therapie - Segen oder zwielichtige Machenschaft
Ungelesener BeitragVerfasst: 05.01.2011 - 17:16 
Power-Raver
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Registriert: 31.07.2008 - 18:15
Beiträge: 869
Ich finde es einfach nur lächerlich sich hier ein Urteil über die
Vorgehensweise eines Arztes zu bilden ohne den wirklichen Ablauf zu kennen.

Wer weiß was das Pärchen schon alles ausgefressen hat und wie oft sie
eventuell schon verwarnt worden sind.

Was können wir denn nicht alles in Bewegung setzen wenn wir Stoff wollen
aber es zu organisieren pünktlich über die Feiertage beim Doc zu sein ist nicht drin was?
Klar gibt es Härtefälle und ich geb auch zu das sich die Geschichte von MT nach
einem solchen anhört, aber um sich ein Urteil über die Vorgehensweise
zu bilden fehlen Infos und Details.

Wenn ich nur dran denke was bei den Substiärzten gelogen, betrogen und beschissen
wird dann kann ich deren kompromisslose Einstellung nachvollziehen.
Manche Sanktionen sind natürlich einfach nur sinnfrei aber wer macht schon alles richtig.
Das können die Patienten wohl sicher auch nicht von sich behaupten


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