Binz Binz Binz Binz Binz BIIIIIIIIINNNNNNNNZZZZZZZZZZZZZZ!!!!!!!!!!! bleibt!
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 Betreff des Beitrags: Re: Eve & Rave unbeliebt bei Beratern!
Ungelesener BeitragVerfasst: 13.03.2010 - 12:03 
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So wie supergrobi sehe ich das auch. Gerade weil hier über den Konsum, Substanzeigenschaften
etc. geredet wird und das ganze ein so großes Spektrum umfasst, aufgrund der Useranzahl und
natürlich weil man die meisten Leute nicht Kategorisieren kann ist das schon recht gut.

Und ein so großes Spektrum bringt eben ganz andere Denkansätze als bestimmte Institutionen,
die eine Politik / Ideologie verfolgen und diese nicht hinterfragen, was dann irgendwann zu einer Sackgasse werden kann.

j


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 Betreff des Beitrags: Re: Eve & Rave unbeliebt bei Beratern!
Ungelesener BeitragVerfasst: 13.03.2010 - 14:19 
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Ich denke, das Wesentliche an einem Forum wie E&R ist, dass Leute hier gegenseitiges Verständnis aufbringen für einander und für sich selbst, dass Leute sich durch Denkansätze selbst erkennen und verstehen lernen, über Beweggründe erfahren und etwas über sich selbst lernen können, weil im dialogischen Austausch von gemachten Erfahrungen (oder auch nur beim Lesen von Erfahrungsberichten) gemeinsame innere Werte zur Geltung kommen. Dabei lernt man etwas über die Bedeutung, warum man Drogen konsumiert, über innere Zusammenhänge, eine gemeinsame Kultur, ein gemeinsames immanentes Bedürfnis nach Rausch bzw. Bewusstseinserweiterung, nach gemeinsamen Werten und Verbundenheit. Man lernt sich selbst besser zu interpretieren.

Das Problem bei Drogenberatungen ist imho damit verbunden, dass das gegenseitige Verständnis auf einer nicht so tiefen, eher oberflächlicheren, Ebene stattfindet und deshalb nicht so authentisch wirkt. Es werden zwar spezifische objektive Informationen angeboten, aber auf der subjektiven Ebene fühlt sich der Konsument vernachlässigt. Die Idee von Drogenberatungsstellen an sich finde ich jedoch nicht verkehrt. Sie sollen bei der Reintegration helfen. Das können sie aufgrund ihrer Kontakte und Erfahrungen in ihrem Bereich sicherlich auch sehr gut.

Es sollte vielleicht mal über kombinierte Lösungswege nachgedacht werden, anstatt sich gegenseitig Inkompetenz oder mangelnde Authentizität vorzuwerfen, was imho total unnötiges und unkonstruktives Gezänke ist. Es ist doch durchaus vorstellbar, dass Berater mit Foren zusammenarbeiten. Man könnte im Zweifelsfall was voneinander lernen. ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: Eve & Rave unbeliebt bei Beratern!
Ungelesener BeitragVerfasst: 13.03.2010 - 14:25 
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Fenris hat geschrieben:
Institutionen, die eine Politik / Ideologie verfolgen und diese nicht hinterfragen, was dann irgendwann zu einer Sackgasse werden kann.

Institutionen haben einen durch die Politik definierten Auftrag, der im Allgemeinen von Abstinenz (von illegalen Drogen - saufen darf man ja...!) als Ideal ausgeht. Drogenkonsum als bewusster Genuss, wie ihn Eve & Rave (aber durchaus auch einige namhafte Wissenschaftler) vertreten, hat da kaum Platz.
Für den Fall, dass ein Berater seine Position von der vorgegebenen Politik / Ideologie entfernt, riskiert er möglicherweise seinen Job. Gleichzeitig wird damit aber auch er selbst und seine bisherige Arbeit in Frage gestellt, was die aktuelle Arbeit erschweren kann.

Mich würde mal Wunder nehmen, wie viele Suchtberater und andere Sucht-Fachleute selbst mal etwas anderes als Alk, Rauchen und Kiffen ausprobiert haben und auch nur eine Ahnung davon haben, was all diesen "bösen" verbotenen Substanzen postives Auslösen können.


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 Betreff des Beitrags: Re: Eve & Rave unbeliebt bei Beratern!
Ungelesener BeitragVerfasst: 13.03.2010 - 15:07 
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Tissy hat geschrieben:
Institutionen haben einen durch die Politik definierten Auftrag, der im Allgemeinen von Abstinenz (von illegalen Drogen - saufen darf man ja...!) als Ideal ausgeht.

Und weil dieser Auftrag scheinbar das System als Maß aller Dinge ansieht, wird der einzelne Kosument auf die Funktion als Strukturelement des Systems reduziert. Wenn er Drogen konsumiert, dann ist er fürs System offenbar ein Ausfall. Das heißt er wird nur oberflächlich, als Objekt betrachtet, nicht als Subjekt. Was innerlich im Konsumenten vorgeht, was ihn veranlasst zu Drogen zu greifen, was die Bedeutung seines Konsums ist, das interessiert nicht, denn er soll funktionieren, sonst nix. Also muss er reintegriert werden, damit das System weiterhin funktionieren kann. Abstinenz ist natürlich in diesem Sinne der best case.

Welche Rolle dabei der Alkohol spielen soll, das erschließt sich mir nicht. :keineahnung:

Tissy hat geschrieben:
Für den Fall, dass ein Berater seine Position von der vorgegebenen Politik / Ideologie entfernt, riskiert er möglicherweise seinen Job.

Das ist der strukturelle Druck, dem man als Berater ständig ausgesetzt ist. Im Prinzip kann man ihm also nicht mal einen Vorwurf machen, denn in seiner Situation kann er eigentlich garnicht anders, selbst wenn er wollte.

Tissy hat geschrieben:
Mich würde mal Wunder nehmen, wie viele Suchtberater und andere Sucht-Fachleute selbst mal etwas anderes als Alk, Rauchen und Kiffen ausprobiert haben und auch nur eine Ahnung davon haben, was all diesen "bösen" verbotenen Substanzen postives Auslösen können.

same same me ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: Eve & Rave unbeliebt bei Beratern!
Ungelesener BeitragVerfasst: 13.03.2010 - 15:49 
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Beiträge: 6422
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Es gibt in dieser modernen Zeit viel neuere Probleme, als noch vor ein paar Jahren.
Die Vielfalt an den produzierten / konsumierten Substanzen ist so enorm gestiegen,
dass kein Lehrbuch hinterherkommt.

Gerade wenn man das RC-Phänomen betrachtet. Da hat sich ja gezeigt, dass nur aufgrund von Tripberichten und Langzeitberichten gehandelt wurde.

Ich hoffe nur, dass ein allgemeines Umdenken in Richtung Eigenverantwortung vs. Staatsaufgaben stattfindet und das bei allen Institutionen auch bei Drogenberatungen ankommt.

dope as usual hat geschrieben:
Es sollte vielleicht mal über kombinierte Lösungswege nachgedacht werden, anstatt sich gegenseitig Inkompetenz oder mangelnde Authentizität vorzuwerfen, was imho total unnötiges und unkonstruktives Gezänke ist. Es ist doch durchaus vorstellbar, dass Berater mit Foren zusammenarbeiten. Man könnte im Zweifelsfall was voneinander lernen.


Da stimme ich mit dir überein. :daum:

Nur sollte das auch angekündigt sein.
Ein kostenloses Forum an Informationen auszuschlachten um damit dann seinen Kurs weiterfahren zu können würd ich nämlich wirklich blöd finden.

Was die EU mit ihrem Drogenforumüberwachungsprogramm gestartet hat finde, ich das letzte,
da der wirkliche Zweck und die genaue Vorgehensweise nicht bekannt sind.


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 Betreff des Beitrags: Re: Eve & Rave unbeliebt bei Beratern!
Ungelesener BeitragVerfasst: 13.03.2010 - 15:56 
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Naja rein theoretisch ist es meiner Meinung nach sogar unmöglich, es kann gar nicht unbeliebt bei Beratern sein, denn ich denke dass es bald (in 5-10 Jahren) im Zuge des immer größer werdenden RC-Marktes welcher noch viel größer wird durch ein immer mehr wachsendes Internet es auch in diesem Bereich zu Problemen kommen wird, und da man dann dort nicht auf eigenes Wissen zurückgreifen kann, bleibt gar nichts anderes übrig als sich im Forum hier durchzulesen bzw. in anderen Foren (weiß aber nicht ob da auch soviel steht)

_________________
obstfliege hat geschrieben:
Kontrollierter Drogenkonsum ist eher eine Qual als ein Spaß! ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: Eve & Rave unbeliebt bei Beratern!
Ungelesener BeitragVerfasst: 13.03.2010 - 15:56 
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@Dope: Das mit dem Alkohol beziehe ich auf das Ideal der Abstinenz. Im Prinzip gilt bei uns jemand, der auch nur ab und zu was Illegales konsumiert, als "behandlungsbedürftig", während beim Alkohol die Latte viel höher liegt; d.h. die Komasäufer werden erst dann zur Beratung geschickt, wenn das Problem riesig ist.


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 Betreff des Beitrags: Re: Eve & Rave unbeliebt bei Beratern!
Ungelesener BeitragVerfasst: 13.03.2010 - 16:09 
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Dope hat geschrieben:
Und weil dieser Auftrag scheinbar das System als Maß aller Dinge ansieht, wird der einzelne Kosument auf die Funktion als Strukturelement des Systems reduziert. Wenn er Drogen konsumiert, dann ist er fürs System offenbar ein Ausfall. Das heißt er wird nur oberflächlich, als Objekt betrachtet, nicht als Subjekt. Was innerlich im Konsumenten vorgeht, was ihn veranlasst zu Drogen zu greifen, was die Bedeutung seines Konsums ist, das interessiert nicht, denn er soll funktionieren, sonst nix. Also muss er reintegriert werden, damit das System weiterhin funktionieren kann.

Aber geht nicht gerade der systemische Ansatz davon aus, dass eine Person mit Problemen (also z.B. Drogenproblemen) im System eine wichtige Rolle zum Weiterfunktionieren eben dieses Systemes wahrnimmt? So können z.B. Suchtprobleme eines Jugendlichen dazu dienen, die Familie zusammenzuhalten, indem sich das Suchtproblem in den Vordergrund drängt und andere Probleme (z.B. Eheprobleme) in den Hintergrund drängt.

Sogar aus gesellschaftlicher Perspektive kann man behaupten, dass Süchte Menschen eine wichtige Funktion übernehmen (nicht nur in dem sie dafür sorgen, dass ein riesiger Verosrgungsapparat aufrecht erhalten wird. Menschen, die ihr Leben ganz offenbar nicht im Griff haben, weil sie sonst ja nicht süchtig wären (so die vielelicht etwas überspitzt ausgedrückte Meinung "der Gesellschaft", nicht meine eigene!!!) geben allen anderen ein Gefühl der Überlegenheit; einem selbst geht es ja nicht soooo schlecht....

Offiziell ist es aber schon so, dass man in unserer Gesellschaft normal zu funktionieren hat: Suchtmittel nur in Massen, schön brav immer zur Arbeit, Steuern zahlen, Kinder machen, etc.

Sorry - war jetzt etwas offtopic...


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 Betreff des Beitrags: Re: Eve & Rave unbeliebt bei Beratern!
Ungelesener BeitragVerfasst: 13.03.2010 - 16:18 
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Tissy hat geschrieben:
@Dope: Das mit dem Alkohol beziehe ich auf das Ideal der Abstinenz. Im Prinzip gilt bei uns jemand, der auch nur ab und zu was Illegales konsumiert, als "behandlungsbedürftig", während beim Alkohol die Latte viel höher liegt; d.h. die Komasäufer werden erst dann zur Beratung geschickt, wenn das Problem riesig ist.


Genau das ist es, also ich sage mal wenn man 2-3x die Woche säuft, ist das noch nix auffälliges .... kifft man 2-3x die Woche -> Kiffer

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obstfliege hat geschrieben:
Kontrollierter Drogenkonsum ist eher eine Qual als ein Spaß! ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: Eve & Rave unbeliebt bei Beratern!
Ungelesener BeitragVerfasst: 13.03.2010 - 18:38 
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Woher bezieht ihr eigentlich eure Erfahrungen mit Drogenberatern? Meiner jedenfalls machte keinen Unterschied zwischen Legalen und Ilegalen Drogen. Sind das nicht eher Vorurteile die ihr bemüht?

Wohl nicht ganz falsch ist, dass man als User von E&R tendenziell eher zum Konsum von Drogen animiert wird. Oder auf was seid ihr gerade? ;)

Auch hier gilt: etwas Selbstkritik ist nicht unbedingt lebensgefährlich, ganz im Gegenteil.


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 Betreff des Beitrags: Re: Eve & Rave unbeliebt bei Beratern!
Ungelesener BeitragVerfasst: 13.03.2010 - 18:40 
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Tissy hat geschrieben:
Das mit dem Alkohol beziehe ich auf das Ideal der Abstinenz. Im Prinzip gilt bei uns jemand, der auch nur ab und zu was Illegales konsumiert, als "behandlungsbedürftig", während beim Alkohol die Latte viel höher liegt; d.h. die Komasäufer werden erst dann zur Beratung geschickt, wenn das Problem riesig ist.

Das ist das eine Problem: Dass mit zweierlei Maß gemessen wird.

Meine Frage zielte darauf ab, weshalb Alkohol nach wie vor die große Ausnahme in der sonst schlüssigen Drogenpolitik darstellt. Das erweckt schlicht den Eindruck von Willkür und ist so nicht nachvollziehbar.

Tissy hat geschrieben:
Aber geht nicht gerade der systemische Ansatz davon aus, dass eine Person mit Problemen (also z.B. Drogenproblemen) im System eine wichtige Rolle zum Weiterfunktionieren eben dieses Systemes wahrnimmt? So können z.B. Suchtprobleme eines Jugendlichen dazu dienen, die Familie zusammenzuhalten, indem sich das Suchtproblem in den Vordergrund drängt und andere Probleme (z.B. Eheprobleme) in den Hintergrund drängt.

Weiß nicht, das Beispiel halte ich, ehrlich gesagt, für etwas an den Haaren herbeigezogen (not to offend you). :)

Ich denke nicht, dass Probleme (wie Süchte) die Funktion erfüllen, dass andere Probleme dadurch reduziert werden. Sollte dies der Fall sein, wäre das sicherlich die Ausnahme, da zunächst keine Korrelation angenommen werden kann. Wenn in Deinem Beispiel das Drogenproblem wegfällt, besteht ja immer noch die Ursache für andere Probleme, wie z.B. das Eheproblem (welches ja nicht zwangsläufig dieselbe Ursache haben muss), das durch den Zwischenfall ja nicht aus der Welt geschaffen ist bzw. sein muss.

Worauf es mir hingegen besonders ankommt und was ich auch schon in meinem ersten Posting versucht habe anzudeuten, ist die grundsätzlich systemische Betrachtungsweise des Menschen. Auch wenn es off topic ist, halte ich es für extrem wichtig, diesen Punkt bzw. Misstand bewusst zu machen und zu diskutieren:

Tissy hat geschrieben:
Offiziell ist es aber schon so, dass man in unserer Gesellschaft normal zu funktionieren hat: Suchtmittel nur in Massen, schön brav immer zur Arbeit, Steuern zahlen, Kinder machen, etc.

Der systemische Ansatz

In unserer Drogenpolitik (und wahrscheinlich nicht nur im Bereich Drogen) wird der Konsument aus Sicht des Systems, des Staates, des Gesellschaftssystems, des Wirtschaftssystems, als ein Glied in einer Kette betrachtet bzw. behandelt. Dies ist an und für sich ok, aber es ist nur die halbe Wahrheit. Er wird lediglich nach seiner äußeren Funktion definiert, seine innere (kulturelle) Bedeutung wird scheinbar nicht anerkannt. Es ist eine zutiefst objektive Betrachtung: Der Mensch muss funktionell ins System passen, was er jedoch als Drogenkonsument nicht tut, so der allgemeine Ansatz. Man wird auf eine Rolle als Objekt in einer Welt von Objekten im System reduziert.

Das ist in meinen Augen absolut entwürdigend, uns als Menschen so zu reduzieren. Denn der Mensch ist nicht nur Objekt in einem System und er erfüllt nicht nur eine Rolle als eben dieses. Er ist in erster Linie vor allem Subjekt, mit inneren Werten, mit Gedanken, mit Gefühlen, mit Bedürfnissen, mit einem immanenten Streben nach Kultur, nach Verständnis, nach Interaktion, nach Entwicklung, nach Selbsterkenntnis, nach Bewusstseinserweiterung... Das wird in der Drogenpolitik jedoch völlig ignoriert. Das Innere des Menschen spielt keine Rolle. Nur das Äußere wird wahrgenommen und dient als Maßstab für politische Entscheidungen. Man gibt von außen vor und diktiert nach eigenem Ermessen, woran sich die Individuen zu halten haben, ohne jemals mit ihnen gesprochen zu haben, ohne sich jemals um ein Verständnis für ihre inneren Bedürfnisse bemüht zu haben, ohne auch nur im geringsten anzuerkennen, dass er eine innere Tiefe besitzt.

Neben die Definition des Menschen von außen als ein Objekt in einem sozialen System - ein Ansatz, der ja an und für sich nicht verkehrt ist -, müsste meiner Meinung nach also mindestens dringend sein innerer Wert und die Bedeutung von Substanzgebrauch im Zusammenhang mit subjektiven und kollektiven kulturellen Bedürfnissen gleichgestellt werden, um eine angemessene, gerechte und menschenwürdige Gesetzgebung zu gewährleisten. Die momentanen Umstände halte ich für total vermessen, einseitig und kulturschädigend.

DIE SUBJEKTIVE EBENE UND PERSPEKTIVE DES MENSCHEN MUSS BERÜCKSICHTIGT WERDEN!

Wie soll denn gegenseitiges Verständnis und eine gemeinsame Kultur entstehen, wenn man sich gegenseitig als Objekte von außen betrachtet und dementsprechende Schlussfolgerungen nur aus der Betrachtung von außen für die Generierung der gemeinsamen Codes für das Zusammenleben hernimmt, ohne innere Werte miteinander zu teilen?

Ich hoffe, es wurde jetzt deutlich, worauf ich hinauswollte und ich hoffe, dass ich nicht der einzige bin, der das so sieht.


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 Betreff des Beitrags: Re: Eve & Rave unbeliebt bei Beratern!
Ungelesener BeitragVerfasst: 26.02.2011 - 22:13 
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Registriert: 02.02.2011 - 00:27
Beiträge: 201
Jede Substanz hat ihres hässlichen und schönen Seiten.
Ich glaube, wenn man Menschen mit Drogenkarrieren befragt, ob sie es bereuen,
ist die Antwort nie "nein" und auch nicht "ja" sondern "ja, aber"
Wer beabsichtigt etwas zu nehmen, schenkt den Schönen natürlich mehr Beachtung.
Etwas nur zu wissen ist etwas anderes als nur die Bedeutung zu kennen,
jeder weiß, dass Rauchen und Heroin ungesund sind, aber was es bedeutet
an COPD zu leiden oder sich auf Entzug in Krämpfen zu winden und die Seele aus dem
Leib zu kotzen, weiß man erst, wenn man es erlebt.
Es zu sehen bei Menschen die man liebt
hilft schon eher, aber trotzdem passiert es eben manchmal, dass man es doch einmal probieren möchte.
(Ich habe auch mal gesagt ich würde nie Alkohol trinken:-)).
Grundsätzlich finde ich E&R erfüllt das Grundrecht auf Informationsfreiheit,
um Drogenprobleme zu verhindern, sind andere Stellen besser-
aber jeder hat selbst die Wahl, ob er das überhaupt will.
Auch politische Legalisierungsfragen müssen auf jeden Fall diskutiert werden dürfen.
Und wer Beratung für bestehende Probleme statt " Abschreckung " sucht, findet sie hier.

_________________
tech


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 Betreff des Beitrags: Re: Eve & Rave unbeliebt bei Beratern!
Ungelesener BeitragVerfasst: 08.06.2011 - 20:50 
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Registriert: 06.03.2011 - 00:37
Beiträge: 257
Projektor hat geschrieben:
psylozüchter hat geschrieben:
Wenn man etwas zu einem bestimmten thema wissen will kann man es sich auch selber beibringen.:


Lernen muss man erst lernen, und das lernt man in der Schule.


Nicht so ganz richtig: Ich habe mir selbst das Lesen, Schreiben und Rechnen beigebracht. Als ich in die Schule kam, wurde mir schnell klargemacht das so etwas nicht erwünscht ist. Anstatt mich zu fördern wurde ich durch etliche Erziehungsanstalten gejagt, in der Hoffnung meinen freien Geist und meine Neugier zu zerstören!. Klar: wer als Kind schon selbstständig die Welt erkundet könnte ja als Erwachsener eine eigene Meinung haben!
Für mich gilt da die Kapitel-Überschrift eines der Wüstenplanetenromane:" Wer seine Zöglinge zu freien, selbstbewußten und kritischen Menschen entwickeln will muß als erstes nicht Glauben sondern Zweifel lehren!"

_________________
United we stand, yes divided we fall, together we can stand tall! (Public Enemy)
Die härtesten Drogen sind Nahrung und Wasser. Der Entzug bringt einen mit 100 %er Wirkung um! Wer also eine Drogenlose Welt propagiert macht sich für Massenmord stark!


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 Betreff des Beitrags: Re: Eve & Rave unbeliebt bei Beratern!
Ungelesener BeitragVerfasst: 09.06.2011 - 08:07 
Inventar
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Registriert: 28.03.2011 - 08:41
Beiträge: 1529
Wohnort: Venus
manson hat geschrieben:
Wohl nicht ganz falsch ist, dass man als User von E&R tendenziell eher zum Konsum von Drogen animiert wird. Oder auf was seid ihr gerade? ;)

Auch hier gilt: etwas Selbstkritik ist nicht unbedingt lebensgefährlich, ganz im Gegenteil.



ich bin schon auch eher manson´s Meinung, E&R ist ein gutes Forum, um sich grundsätzlich über
verschiedene Substanzen zu informieren :yo:

leider gibt es heute viele junge labile Menschen, die die Eigenverantwortung abgeben und
die fremde Erfahrungen auf sich beziehen :spinn:
ich habe auch schon posts gelesen, die ich als anfixend bezeichnen würde!

lernt man denn nicht nur aus eigenen Erfahrungen?
jeder ist ein Individuum und reagiert anders auf verschiedene Substanzen :lehrer:

Es sollte sich doch zuerst jeder mit sich selbst, bewusst beschäftigen,
grundsätzliche Informationen einholen, um dann in bewusster Eigenverantwortung eine eigene Entscheidung
(mit allen Konsequenzen) zu treffen :respect:



peace
butterblume

_________________
Wer mit Acid umzugehen weiss, wird mit dem Kommenden besser umgehen können.

Es gibt nichts Gutes - ausser man tut es!
Erich Kästner


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 Betreff des Beitrags: Re: Eve & Rave unbeliebt bei Beratern!
Ungelesener BeitragVerfasst: 19.06.2011 - 17:37 
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Beiträge: 269
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Zitat:
Eve & Rave empfinde ich als eher inkompetent, da der Verein die Drogen schönredet und die negativen Seiten nicht sehe. Ausserdem ist Eve & Rave wie Wikipedia. Jeder kann dazuschreiben was er will, und daher erscheinen mir die Informationen als unglaubwürdig.


:stampf:

Das ist doch echt total beknackt. die haben im Ansatz nicht verstanden, was "Safer Use" bedeutet. :violence-minigun: :violence-instagib: :violence-hammer:

_________________
http://psychotropicon.info/


Es ist eine Forderung der Natur, daß der Mensch mitunter betäubt werde, ohne zu schlafen. Daher der Genuß im Tabakrauchen, Branntweintrinken, Opiaten.
Johann Wolfgang von Goethe


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 Betreff des Beitrags: Re: Eve & Rave unbeliebt bei Beratern!
Ungelesener BeitragVerfasst: 28.07.2011 - 23:45 
Bekenner
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Registriert: 29.07.2008 - 18:37
Beiträge: 184
Zitat:
Ausserdem ist Eve & Rave wie Wikipedia. Jeder kann dazuschreiben was er will, und daher erscheinen mir die Informationen als unglaubwürdig.


grade dieser teil des zitats sollte einem doch, da wie wir wissen die liebe presse und fachwelt bei diesem thema scheuklappen trägt, klarmachen das die informationen, wenn man sie denn richtig einschätzt u.a. nach beurteilung was der poster noch so schreibt geordnet werden, sehr viel objektiver ist als so manche von pharmariesen finanzierte studie


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 Betreff des Beitrags: Re: Eve & Rave unbeliebt bei Beratern!
Ungelesener BeitragVerfasst: 29.07.2011 - 00:11 
Sternesammler
Sternesammler
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Registriert: 17.05.2011 - 18:07
Beiträge: 418
Wohnort: ~InMyMind
Es gibt noch Hoffnung: ;)
Zitat:
Wichtig sei auch, die Substanzen nicht generell zu verdammen, sondern zu differenzieren, meint Rainer Schmid: Zwar gebe es sehr gefährliche Stoffe, aber die Mehrzahl sei nicht hochtoxisch: "Gott sei Dank haben sich nur bei sehr wenigen Substanzen Nebenwirkungen gezeigt, bei denen wir sehr beunruhigt sein sollten."

Zudem gäbe es durchaus gewisse Selbstregulierungsmechanismen in der Szene: In entsprechenden Blogs und Foren würden Jugendliche und junge Erwachsene ihre Erfahrungen mit den eingenommenen Drogen austauschen. Wenn dann mehrere Konsumenten von schweren Nebenwirkungen berichten, wäre das Produkt bald wieder vom Markt.

Artikel

Wurde glaub ich in einem anderen Thread zu einem ähnlichen Thema geposted.
Trifft zwar nicht ganz die Diskussion hier, aber bevor man die Keule schwingt und alle Medien oder Beratungsstellen abstempelt, sollte man immer positiv denken.

_________________
So do all who live to see such times, but that is not for them to decide. All we have to decide is what to do with the time that is given to us.

When they kick out your front door
How you gonna come?
With your hands on your head
Or on the trigger of your gun?


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 Betreff des Beitrags: Re: Eve & Rave unbeliebt bei Beratern!
Ungelesener BeitragVerfasst: 29.07.2011 - 07:31 
Site Admin
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Registriert: 03.07.2007 - 13:31
Beiträge: 6686
Wohnort: Zürich
Thx Grey für den Artikel!

_________________
eve&rave benefizparty und usertreff am 01. Juni 2013 (LineUp nun online!)
Phunk Investigation - Contaminated

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