ja,ja.............der kopf
hatte nach meiner ersten heroin-sucht auch ständig übelste laune. hatte das gefühl, ich komme überhaupt nicht mehr klar.....nichts macht spaß, völlige leere.
damals wußte ich nicht, dass das der psychische entzug ist.
heute ist mir das bewusst und deshalb kann ich da besser mit umgehen.
der mensch ansich traut sich viel zu wenig zu.
ca. 2 jahre nach meiner damaligen therapie habe ich angefangen, jeden abend 1 - 2 bier zu trinken. das habe ich auch ca. 5 jahre beibehalten und wenn mal die zeit knapp war, abends nachschub zu holen, bin ich schnell noch zur tanke, weil ich dachte, dass ich bestimmt einen leichten affen kriege, wenn ich nicht meine biere trinke.
wegen eines gesundheitstests mußte ich mal zu einem internisten (leicht erhöhte leberwerte). der hat dann gemeint, dass die werte zwar kaum erhöht sind, aber dass ich mal absolut keinen alkohol trinken soll.
ich hab' natürlich einen schock gekriegt und dachte den ganzen tag und den abend:" ich darf kein bier mehr trinken....wie schrecklich!"
am nächsten tag merkte ich aber, dass ich überhaupt keinen affen hatte und hab' dann 1/2 jahr nichts getrunken = leberwerte wieder bestens.
hab' mir also völlig umsonst einen kopf gemacht.
genauso ging es mir bei meinen kifferphasen. etwas schwitzen die erste nacht, das war's.
vielleicht bilde ich mir auch jetzt nur ein, dass ich einen affen kriegen würde, wenn ich sofort meine mikrodosis methadon absetze. ausprobieren tue ich das aber nicht.
wie bereits geschrieben: ich muss vor vollendete tatsachen gesetzt werden.
die arzthelferin gestern meinte noch belustigt, dass sie mir nächste woche zum abschluss gefärbtes wasser geben will.