Binz Binz Binz Binz Binz BIIIIIIIIINNNNNNNNZZZZZZZZZZZZZZ!!!!!!!!!!! bleibt!
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 Betreff des Beitrags: methadon abdosieren ohne stationäre entgiftung
Ungelesener BeitragVerfasst: 08.11.2008 - 15:41 
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hat jemand hier selbst erlebte erfahrungen (also kein hören-sagen), wie weit ich mein methadon runterdosieren muss, um keine/kaum entzugserscheinungen beim völligen absetzen zu haben?
ich bin seit knapp 2,5 jahren substituiert. gestartet mit 80 mg, die ich nach 1 monat, wöchentlich, bis 50 mg runterdosiert habe. die 50 mg hielt ich 3 monate und bin dann alle 1-2 monate, bis anfang november, auf 5 mg runter. jetzt bekomme ich noch diesen monat 21 mg für eine woche (also 3 mg/tag) mit, die ich mir selber einteilen soll. zur zeit nehme ich nur noch 2 mg pro tag, nächste woche 1 mg und dann verdünne ich das weiter.
mein arzt meint, das bereits bei 5 mg mein körper das methadon nicht mehr gebraucht hat und alles nur eine kopfsache ist. leider ist der kopf ja bekanntlich das schlimmste übel.
zum glück hab ich die möglichkeit, theoretisch, so lange zu verdünnen, bis es nur noch homöopatische dosen sind, will mich aber natürlich auch nicht lächerlich machen, bzw. "wassersüchtig" bleiben.


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Ungelesener BeitragVerfasst: 08.11.2008 - 16:30 
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fahr die dosis soweit runter wie möglich und halte sie ein-zwei wochen dann würd ich probieren abzusetzen.du mekst dann schnell ob es ambulant geht oder nicht.sag deinem doc dass er dir was zum pennen gibt.


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Ungelesener BeitragVerfasst: 08.11.2008 - 17:30 
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bin auch momentan auf 5 mg. auch mein arzt nennt meine dosierung eine homeopathische dosis.
aber mein körper sagt was anderes.
merke schon wenn ich 30 stunden nix genommen hab. da ist an eholsamen schlaf nicht zu denken. und manchmal liege ich im bett und muß überlegen ob ichs überhaupt schon genommen habe da ich schicht arbeite.
also weniger kopfsache.


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Ungelesener BeitragVerfasst: 08.11.2008 - 19:26 
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Das wichtigste an der ganzen Sache ist,das das alles stabil ablaufen muss.Das heißt,das du mit 5mg immer noch nen Affen (wenn auch nen sehr leichten) auf keinen Fall dein Zeitrhytmus zum abdosieren weiter "befolgen".Nimm deine 5mg solange,bis du dich wieder normal fühlst (...auch wenns nen ganzen Monat dauert) und dann kannst du weiter abdosieren.Dein Endophin Spiegel sollte sich also immer stabilisieren.Nach den 5 mg würde ich in 1oder 2mg Schritten abdosieren,jeh,wie du das ohne großen Affen hinbekommst)Das größte Problem wird aber wieder dein "normaler" Zustand sein.Du solltest bewusst in Endophinausschüttene Aktivitäten machen. (Sex,Liebe (Küssen etc.) Sonnenlicht (UV Licht) und, ganz wichtig,Sport.Da wird jedoch erst ab ca. 30 Minuten Joggen Endophine ausgestoßen.Also 5 Minuten Hanteln ist nicht ;) )

Das ganze ist sehr wichtig,damit du lernst,"wie"man sein Endophines System benutzt und einen kleinen Ausgleich zu deinen Exoorphinen bekommst.Ausserdem kann man damit seinen Dopamin Haushalt wieder hochkurbeln.


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Ungelesener BeitragVerfasst: 08.11.2008 - 21:09 
Bekenner
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Tja bei Methadon is das immer ein extrem Langwierige Sache!

Gib deinen Körper ser lange Zeit bis er sich an die neue Dosis gewöhnt hat!
Ich hab den Fehler gemacht das ich vor lauter ungeduld in 5er-10er Schritten pro Monat runter gerasselt bin obwohl mein Körper und meine Psyche mehr Zeit gebraucht hätten!

Der Rückfall bzw. der Beikonsum war somit vor programmiert!

Nur nicht hetzen probiers in 1mg Schritten und mach grosse Pausen dazwischen dan dürfte alles gut gehen der letzte Schritt is ein bischen wie ein "kleiner Schock" für den Körper !
Da währe es gut wen du dich noch nicht so stabil fühllst in noch kleineren Schritten runter zu gehen!

Nur keine Hektik den die meisten machen den Fehler und werden ungeduldig weil sich das bei Methadon sehr lange zaaaht! ( dahin ziehen kann)

Aber schon mal überlegt auf Buphre oder Morph retard um zu steigen ?
Gutes gelingen ;)


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Ungelesener BeitragVerfasst: 09.11.2008 - 09:48 
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danke erstmal für eure tipps :ok:

ein wechsel zu subutex habe ich mir auch schon überlegt, aber bisher nicht beim arzt nachgefragt, weil ich denke, dass er mich dann auslacht.
eigentlich wäre schon nach den letzten 2 monaten 5 mg schluss gewesen. ich hab das mit den 3 mg fast erbettelt.
komme aber soweit gut klar mit den jetzigen 2 mg. außer ein etwas schleimiges gefühl zeitweise und sehr vereinzelte niesattacken merke ich fast keinen mangel. schlafen kann ich bisher gut. mich wundert das selber, weil meist nur über negative erfahrungen berichtet wird. vielleicht liegt's daran, dass ich meine dosis immer erst nach der arbeit nehme.
der tipp vom arzt mal einen tag nichts zu nehmen und auszuprobieren, wie ich damit klarkomme, schaffe ich nicht. da spielt mein kopf zu sehr eine rolle.
ich bin eher der typ, der vor vollendete tatsachen gesetzt werden muss, sprich: kein methadon mehr da...
damit mein dopaminhaushalt schonmal vorbereitet ist, gehe ich seit 4 monaten ins gym und stemm gewichte. hilft echt enorm. je mehr die knochen nach'm training weh tun, desto größer das glücksgefühl. kann ich jedem empfehlen!


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Ungelesener BeitragVerfasst: 09.11.2008 - 11:49 
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hört sich sehr gut an.
gut vorbereitet und geplant.
wie ist es denn mit dem suchtdruck?
habe nachdem ich unter 10mg gegangen bin eine enorme gier verspürt.


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Ungelesener BeitragVerfasst: 09.11.2008 - 17:07 
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dirkules30 hat geschrieben:
hört sich sehr gut an.
gut vorbereitet und geplant.
wie ist es denn mit dem suchtdruck?
habe nachdem ich unter 10mg gegangen bin eine enorme gier verspürt.


habe ich nicht.
bin froh, wenn ich das kapitel abgeschlossen habe.
seitdem ich unter 10-15 mg gegangen bin, habe ich zum glück absolut nichts mehr von meiner täglichen dosis gespürt. rein psychisch/physisch war kein unterschied vorher/nachher zu merken........der arzt hätte mir auch placebos unterjubeln können.
jetzt ist das etwas anders inzwischen, mit 2 mg. aber es lässt sich gut aushalten.
überlege mir nur zur zeit, ob ich abends wieder angfange zu kiffen.
als ich am anfang meiner jetzigen sucht "nur" von tilidin abhängig war, hat's sehr geholfen, wenn ich mal eine pause gemacht habe.


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Ungelesener BeitragVerfasst: 09.11.2008 - 19:14 
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ohne kiffen wäre ich niemals soweit gekommen.
hatte außer kiffen seit 6 jahren keinen beikonsum.
es hat mir extrem geholfen


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Ungelesener BeitragVerfasst: 10.11.2008 - 15:43 
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hab eigentlich vor gut 3 jahren mit'm kiffen aufgehört, weil ich immer völlig meschugge im kopf werde :silly:
zumindest das hochgezüchtete gras dreht mich zu sehr auf.
macht der doc dann eigentlich stress, wenn meine uk thc enthält? ich weiß das bei ihm nicht, weil mein urin immer sauber war. kann ja schlecht fragen :D


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Ungelesener BeitragVerfasst: 10.11.2008 - 15:54 
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Wohnort: Neutronenstern "Cassiopeia"
den Kopf kannst Du gut mit der Methode des "chinesichen Topfes" bescheissen:

Beispiel:

nimmt bspw. 20ml Methadonlösung.
nun nimmst Du am ersten Tag daraus 0,5ml.
diesen Mililiter füllst Du nun mit 0,5ml Wasser auf.
am nächsten Tag nimmst Du wieder 0,5ml und füllst wieder mit Wasser auf.
und so weiter und so fort.
Du nimmst praktisch immer die selbe Menge, welche aber immer dünner wird.
Wenn das richtig funktionieren soll, dann lass das einen Freund/Freundin machen, damit Du nicht so merkst, das Du dich "bescheisst" ;)

Nach ein paar Tagen(Wochen) ist Methadon nur noch in homöopathischen Mengen vorhanden.

Die Mengenangaben sind hier nur beispielhaft.
Gruß
poiZEN

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Staunen ist der Beginn der Erkenntnis...
C’est la vie


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Ungelesener BeitragVerfasst: 10.11.2008 - 16:53 
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also bei uns in deutschland (Rheinland Pfalz) ist kiffen kein thema.
aber kommt auch auf den arzt an.
und warum solltest du ihn nicht fragen. ist doch kein problem.
damit zeigst du doch das du verantwortungsbewußt bist und deine substi nicht gefährden willst


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Ungelesener BeitragVerfasst: 10.11.2008 - 17:38 
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@poiZen: so ähnlich habe ich das vor. hab meine wöchentliche menge schon 3-fach verdünnt und nehme weniger, als ich "dürfte". das mach ich die nächsten 2 wochen auch noch und dann verdünne ich den kompletten rest 1 : 1 mit wasser.

@dirkules30:
ich wohne in deutschland :D
allerdings managen die sprechstundenhilfen die ganzen substituierten. und die sind voll panne! aber ich frage einfach mal frech nach diese woche, wenn ich mir mein take home abhole. bin gespannt, was die sagen. ich glaube nämlich, dass die absolut keinen plan haben und alles über einen kamm scheren.....aber vielleicht täusche ich mich auch


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Ungelesener BeitragVerfasst: 13.11.2008 - 16:22 
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so, war heute wieder beim arzt.
er hat sich totgelacht, als ich ihm das mit dem wechsel auf subutex gefragt hab'.
wegen kiffen hab' ich ihn dann nicht mehr gefragt. ich bekomme ja eh nur noch einmal meine wochendosis, nächsten donnerstag, und dann bin ich raus!
ich nehm jetzt inzwischen nur noch 1,6 mg methadon und werde ab sonntag nochmal auf 1,4 mg reduzieren.
die letzte wochenration werde ich dann mit dem bisher eingesparten rest als "chinesischen topf" zum kompletten ausschleichen benutzen.

bislang kann ich allen mut machen, die auch aus dem programm rauswollen. es ist bis jetzt wirklich ein witz! man macht sich selber viel zu viele gedanken, die dann nicht eintreten. ich konnte immer schlafen und hatte lediglich einige tage etwas schleim und leichte nies- und frierattacken.
meine tilidin-"entzüge" waren da "schlimmer".
ich werde auf jeden fall den thread weiterführen, bis ich 1 monat methadonfrei bin, um objektiv das letzte stadium zu dokumentieren.


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Ungelesener BeitragVerfasst: 13.11.2008 - 19:26 
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Zitat:
man macht sich selber viel zu viele gedanken...


den gedanken würde ich festhalten und auf dein gesamtes leben anwenden! die auslöser die einen in eine abhängigkeit bringen und auch das craving nach dem absetzen sind nur folge deiner gedanken. jede minute am tag die man sich schlecht fühlt / denkt könnte auch angenehm verlaufen, unwohl oder wohl ist ein zustand der im kopf entsteht. wenn man sich selbst dinge schlecht denkt, dann beeinflusst man auf diese weise das eigene neurobiologische zusammenspiel im kopf und sorgt damit selbst für neuronale botenstoff ausschüttungen die man eigentlich garnicht haben will. so wie du dir dein leben denkst so wird es auch verlaufen!

seit ich im dezember 07 abgesetzt habe versuche ich bewusster mit meinem leben umzugehen, also mit mir selbst, mit dem was ich denke, mit dem was mich in meinem denken früher beeinflusst hat, mit dem wie andere auf mich zugehen, mit dem wie sich meine umwelt auf micht auswirkt, wie ich selbst verbesserungen an unangenehmen situationen erzielen kann ... ich versuche zu allem was mir früher probleme bereitet hat und auslöser für konsum war einen neuen zugang zu finden. seitdem ich das konsequent mache hat sich mein leben sehr gut entwickelt! vorallem muss ich jetzt nicht mehr den stumpfsinn über mich ergehen lassen, den sich politiker in form von substitution für einen ausgedacht haben!

eine der wichtigsten aufgaben im leben ist es mit seinem denken in einklang zu kommen, man kann sich damit selbst im weg stehen oder es für sich nutzen lernen. problematisch wirds immer nur dann, wenn man aufhört bewusst an sich und erlebten zu arbeiten.

etwas so mächtiges wie ein opiat aufzugeben ist eine schwere denkaufgabe, an der man so lange feilen und arbeiten muss bis das denken im eigenen leben anwendbar für einen funktioniert. genau genommen gibt es nämlich keinen grund opiate oder sonstige substanzen zu konsumieren, den bedarf dafür erschafft man sich selbst durch sein denken! trotz vermeintlich besseren wissens etwas los zu lassen das man selbst als sinnvoll und wohltuend erachtet hat, ist eine erfahrung aus der man im nachhinein sehr viel kraft für sein leben ziehen kann. probleme werden auf einmal sehr viel banaler, wenn du dir bewusst machst wie dein wille bei einer der schwersten aufgaben im leben bereits einmal gegen deinen geist gesiegt hat, das ist ein sehr großes maß an selbstkontrolle, noch viel mächtiger wie jede substanz dieser welt!

ich drück dir die daumen, wird schon, auch wenns mal scheisse läuft, bleib einfach dabei, es wird mit jedem tag in ganz kleinen schritten besser werden.


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Ungelesener BeitragVerfasst: 14.11.2008 - 12:55 
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Wie gesagt,Opiat Entzüge sind, richtig geplant, kaum bemerkbar. Das liegt einfach daran, das beim ->ganz<- langsamen Abdosieren das Enophinen relativ schnell anpasst.Insbesondere wenn man Edophinausschütende Aktivitäten macht,wie Sport oder ähnliches. Oder habt ihr mal eine Oma gesehen,die nach dem Abdosieren von Mrphin (z.B für Krebs oder chronische Rückenschmerzen) auf nen Affen ist?

Nur die "psychische Sucht" (ein total irreführendes und auch falsches Wort...) bleibt "übrig".Das bekommt man jedoch meist mit einem glücklichen Leben auch einigermaßen ausgeschaltet.Wenn man sich in seiner eigenen Haut bzw. Situation wohl fühlt,dann brauchen nur wenige Opiat (z.B gegen Schmerzen...). Mit Exoorphinen versucht man sich so "gut" zufühlen,wie eine Mutter/Vater in einer schönen Beziehung mit Kindern, Einfamilienhäusern,Rente, sichere und schöne Arbeitsstelle...

Und genau das Gefühl,versuchen viele Morphinisten(die oft auch unter schlechte soziale Umfelder (Prostitution,Finazielle Probleme,familiäre Probleme...)leiden) mit Opiat hinzubekommen...Natürlich ist das nen komplett anderes Gefühl,sind aber trotzdem näher als man denkt...

Natürlich will ich hier nichts verallgemeinern...


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Ungelesener BeitragVerfasst: 14.11.2008 - 17:30 
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ja,ja.............der kopf :hammer:

hatte nach meiner ersten heroin-sucht auch ständig übelste laune. hatte das gefühl, ich komme überhaupt nicht mehr klar.....nichts macht spaß, völlige leere.
damals wußte ich nicht, dass das der psychische entzug ist.
heute ist mir das bewusst und deshalb kann ich da besser mit umgehen.

der mensch ansich traut sich viel zu wenig zu.
ca. 2 jahre nach meiner damaligen therapie habe ich angefangen, jeden abend 1 - 2 bier zu trinken. das habe ich auch ca. 5 jahre beibehalten und wenn mal die zeit knapp war, abends nachschub zu holen, bin ich schnell noch zur tanke, weil ich dachte, dass ich bestimmt einen leichten affen kriege, wenn ich nicht meine biere trinke.
wegen eines gesundheitstests mußte ich mal zu einem internisten (leicht erhöhte leberwerte). der hat dann gemeint, dass die werte zwar kaum erhöht sind, aber dass ich mal absolut keinen alkohol trinken soll.
ich hab' natürlich einen schock gekriegt und dachte den ganzen tag und den abend:" ich darf kein bier mehr trinken....wie schrecklich!"
am nächsten tag merkte ich aber, dass ich überhaupt keinen affen hatte und hab' dann 1/2 jahr nichts getrunken = leberwerte wieder bestens.
hab' mir also völlig umsonst einen kopf gemacht.
genauso ging es mir bei meinen kifferphasen. etwas schwitzen die erste nacht, das war's.
vielleicht bilde ich mir auch jetzt nur ein, dass ich einen affen kriegen würde, wenn ich sofort meine mikrodosis methadon absetze. ausprobieren tue ich das aber nicht.
wie bereits geschrieben: ich muss vor vollendete tatsachen gesetzt werden.
die arzthelferin gestern meinte noch belustigt, dass sie mir nächste woche zum abschluss gefärbtes wasser geben will.


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Ungelesener BeitragVerfasst: 14.11.2008 - 18:14 
Jesus hat geschrieben:
den gedanken würde ich festhalten und auf dein gesamtes leben anwenden! die auslöser die einen in eine abhängigkeit bringen und auch das craving nach dem absetzen sind nur folge deiner gedanken. jede minute am tag die man sich schlecht fühlt / denkt könnte auch angenehm verlaufen, unwohl oder wohl ist ein zustand der im kopf entsteht. wenn man sich selbst dinge schlecht denkt, dann beeinflusst man auf diese weise das eigene neurobiologische zusammenspiel im kopf und sorgt damit selbst für neuronale botenstoff ausschüttungen die man eigentlich garnicht haben will. so wie du dir dein leben denkst so wird es auch verlaufen!

seit ich im dezember 07 abgesetzt habe versuche ich bewusster mit meinem leben umzugehen, also mit mir selbst, mit dem was ich denke, mit dem was mich in meinem denken früher beeinflusst hat, mit dem wie andere auf mich zugehen, mit dem wie sich meine umwelt auf micht auswirkt, wie ich selbst verbesserungen an unangenehmen situationen erzielen kann ... ich versuche zu allem was mir früher probleme bereitet hat und auslöser für konsum war einen neuen zugang zu finden. seitdem ich das konsequent mache hat sich mein leben sehr gut entwickelt! vorallem muss ich jetzt nicht mehr den stumpfsinn über mich ergehen lassen, den sich politiker in form von substitution für einen ausgedacht haben!

eine der wichtigsten aufgaben im leben ist es mit seinem denken in einklang zu kommen, man kann sich damit selbst im weg stehen oder es für sich nutzen lernen. problematisch wirds immer nur dann, wenn man aufhört bewusst an sich und erlebten zu arbeiten.

etwas so mächtiges wie ein opiat aufzugeben ist eine schwere denkaufgabe, an der man so lange feilen und arbeiten muss bis das denken im eigenen leben anwendbar für einen funktioniert. genau genommen gibt es nämlich keinen grund opiate oder sonstige substanzen zu konsumieren, den bedarf dafür erschafft man sich selbst durch sein denken! trotz vermeintlich besseren wissens etwas los zu lassen das man selbst als sinnvoll und wohltuend erachtet hat, ist eine erfahrung aus der man im nachhinein sehr viel kraft für sein leben ziehen kann. probleme werden auf einmal sehr viel banaler, wenn du dir bewusst machst wie dein wille bei einer der schwersten aufgaben im leben bereits einmal gegen deinen geist gesiegt hat, das ist ein sehr großes maß an selbstkontrolle, noch viel mächtiger wie jede substanz dieser welt!


sorry, kann zwar nichts zum thema beitragen aber wollte nur mal sagen das dieser text von jesus so gut ist das ich ihn mir abgespeichert habe :yep:


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Ungelesener BeitragVerfasst: 15.11.2008 - 15:57 
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@jesus:
hört sich gut an, dein text.
hast du zufällig mal eine ibogain-initiation gemacht?
denn genau das, was du schreibst, soll sich einem, während eines ibo-"trips", "offenbaren".


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Ungelesener BeitragVerfasst: 19.11.2008 - 18:09 
Sternesammler
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oh mann

Ibogain - initiation :keineahnung:

ibo-trip :keineahnung:


jesus: hat mir gut gefallen bis auf den letzten geposteten Satz




Nur der Tod ist der wahre zweck des lebens

_________________
Freiheit ist die Einsicht der Notwendigkeit


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Ungelesener BeitragVerfasst: 20.11.2008 - 17:40 
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wildhorse hat geschrieben:
oh mann

Ibogain - initiation :keineahnung:

ibo-trip :keineahnung:


infos dazu findest du bei wikipedia (ibogain)
oder bei youtube (ibogaine - rite of passage)
oder im "anderes"-bereich, hier im forum ->ibogain

kurzinfo von mir: ibogain ist ein wirkstoff, der aus der wurzelrinde einer afrikanischen pflanze gewonnen wird. bei einer sehr hohen dosis soll man sich seinem "wahren" ich gegenüberstehen..........und nebenbei, ohne entzugerscheinungen, für eine gewisse zeit (oder auch für immer) keine gier mehr nach suchtstoffen haben.


nochmal zum thread-titel:
hab' heute meine letzte flasche, mit 2,1 ml = 21 mg bekommen.
bin jetzt bei mikrigen 1,13 mg = 0,13 ml/tag angekommen.
werde die dosis bis sonntag halten und dann nur noch 1 mg nehmen, bis der rest aus der flasche von letzter woche alle ist.
bisher konnte ich jede nacht schlafen!
hab auch keine niesattacken/schleim mehr.


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Ungelesener BeitragVerfasst: 27.11.2008 - 17:28 
Insider
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kurzer zwischenbericht:
die reduzierung auf 1 mg /0,1 ml war easy. hab jetzt schon einige tage keinerlei!!! "entzugs"symptome mehr.
bin jetzt offiziell raus aus'm programm. war heute das erste mal nicht mehr beim doc, um meine wochenration abzuholen :yo:


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Ungelesener BeitragVerfasst: 27.11.2008 - 17:52 
Sternesammler
Sternesammler

Registriert: 17.08.2008 - 20:32
Beiträge: 418
kartoffelbrei hat geschrieben:
kurzer zwischenbericht:
die reduzierung auf 1 mg /0,1 ml war easy. hab jetzt schon einige tage keinerlei!!! "entzugs"symptome mehr.
bin jetzt offiziell raus aus'm programm. war heute das erste mal nicht mehr beim doc, um meine wochenration abzuholen :yo:


:tiptop: :tiptop:

:wink:


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Ungelesener BeitragVerfasst: 27.11.2008 - 19:31 
Power-Raver
Power-Raver

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Beiträge: 869
das macht mut. hab ich noch vor mir. bin auf 4mg.

respekt und bleib sauber


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Ungelesener BeitragVerfasst: 27.11.2008 - 19:54 
Sternesammler
Sternesammler
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Registriert: 07.02.2008 - 22:37
Beiträge: 418
Wohnort: bodensee
Gratuliere dir ... hast echt was ganz besonderes vollbracht ..


Heroinsucht ist zu heilen ! ! !


mfg
Miraculix200


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