Hi, bin neu hier und dachte poste mal meinen Erfahrungsbericht. Das Ereignis liegt eine Woche zurück.
Ich traf mich mit einem amerikanischen Kollegen in Amsterdam, um übers Wochenende endlich mal Pilze zu probieren. Am Samstag Nachmittag wars dann soweit, im Smartshop je eine Packung Hawaiianer (12g frisch) gekauft. Dann gings gleich ab mit den gemieteten Velos in den nahen Vondelpark (sehr schöner Stadtpark mit gemütlichen Strässchen, Wegen, Seen , vielen Bäumen und ein paar Tieren).
Am Anfang machten wir gleich Halt bei der Eisbude, welches durch die Vorfreude gleich doppelt so gut schmeckte und auch den Pilzgeschmack schön verdrängte. Bei der ersten Umrundung merkte ich noch keine Effekte. Bei der zweiten (nach gut einer halben Stunde), zeigten sich wie erwartet erste Effekte. Ich empfand vorallem hellgrüne Farben (frische Blätter) als besonders schön und stärker. Velofahren fühlte sich super an. Nach und nach verstärkten sich auch andere Farben, d.h. die Kleider der anderen vielen Leute im Park. Die Strasse schien sich zunehmend zu verbreitern, wirkte mindestens doppelt so breit wie "normal". Velofahren fühlte sich im weichen Sattel inzwischen wie Fliegen an : )
Der Hörsinn war auch extrem ausgeprägt. So hörte ich etwa eine kleine Plastikfolie Meter entfernt auf dem Boden herumrascheln. Die High Heels von vorbeigehenden Frauen machten hallende, schöne Geräusche wie in einer riesigen Halle.
Einer der schönsten Momente war auf einer der langen Geraden mit Bäumen auf beiden Seiten. Grünliche Kanarienvögel zwitscherten so schön und flogen über uns hin und her, wobei sie eine Art grünen Schweif hinterherzogen. Ich fühlte mich so super, total im Frieden mit allem. Zudem schien es endlos zu sein. Schien ziemlich das Gefühl verloren zu haben über die Zeit.
Halt machten wir nicht viele. Das Rumlaufen war nicht sehr angenehm (etwas wie besoffen). Ausserdem war die Bedienung des Fahrradschlosses äusserst kompliziert
Einmal jedoch setzten wir uns auf eine Bank vor einem kleinen Seeli. Eine alte Frau kam vorbei und fütterte Brotkrumen an dort anwesende Störche. Dann passierte etwas sehr merkwürdiges. Alles schien wie einzufrieren. Weder mein Kollege, die alte Frau, ein Mann auf der nächsten Bank sowie das nahe stehende Paar bewegten sich keinen Millimeter mehr für eine halbe Ewigkeit. Nur die Schwäne hauten die Brotbitze rein. Mir war irgendwie bewusst, dass dieses Empfinden nur wegen den Pilzen so sein kann. Plötzlich auf einen Schlag ging alles normal weiter, alle bewegten sich wieder. Als ich meinen Kollegen nachher danach fragte meinte dieser auch, dass bei ihm alles "normal" abgelaufen sei, kein Zeit-Stillstehen.
Alles in allem ein Hammer-Trip an einer super Location und einem entspannten Trip-Partner. Der Vondelpark wurde wie zu einer Art Märchen-Landschaft mit verschiedenen "Gebieten". All die Leute, denen man begegnete, wie auch deren Fahrräder schauten sehr interessant oder auch lustig aus.
Das Runterkommen war sehr angenehm, etwas Kiffen in einem gemütlichen Coffeeshop verbesserte es sogar noch.
Fazit: Ich liebe nun die Natur (und insbesondere Bäume) noch mehr. Trippen in der Natur ist Hammer.
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Am nächsten Tag probierte ich gleich noch McKinneii's, 1 Packung, 36g frische. Diese sollten mehr das mentale als das visuelle anregen, was dann auch wirklich der Fall sein sollte.
Leider regnete es an diesem Sonntag ziemlich heftig. So beschlossen wir, uns das Van Gogh Museum anzuschauen. Auf dem Weg dort hin verdrückte ich die Pilze.
Angekommen in der Empfangshalle und beim Abgeben der Jacke verspürte ich bereits die Pilze. Die vielen Leute rundherum verwirrten mich doch etwas (das Museum war wirklich sehr voll). So widmeten wir uns also den Gemälden. Anfangs hatte ich noch nicht so grosses Interesse. Mit zunehmender visueller "Optimierung" *g* änderte sich dies jedoch. Besonders Bilder mit Blautönen hatten wunderschöne Farben. Gemalte Weizenfelder wirkten ungewöhnlich 3D, man konnte den Wind in den Bilder förmlich spüren. Besonders ein Gemälde "The pink peach tree" tat es mir an. Ich schaute es sicher eine Minute lang an. Die Kontraste und Farben waren überwältigend. Eine Energie schien mir entgegenzustrahlen, ich hörte nichts mehr, es gab nur noch dieses Bild : )
Das waren die schönen Seiten. Negativere gabs leider auch ein paar. Ihr müsst euch vorstellen, dass ihr wegen der Pilze das Scharren der Füsse und blöde Geplapper von jedem Einzelnen in den riesigen Museumsräumen hören könnt. Unglaublich, wie mich das nervte! Besonders wenn Leute in meiner Nähe sich offensichtlich überhaupt nicht für die künstlerischen Werke interessierten sondern nur dumme Sprüche machten, machte mich das extrem wütend. Dank der Pilze konnte ich mich irgendwie extrem in die Leute hineinfühlen, was für verdammt oberflächliche Menschen doch um einen herum sind.
Auch wechselten die Lichtverhältnisse stark mit meinen Gefühlsschwankungen. Fühlte ich mich super, war alles schön hell. In betrübtem oder wütenden Zustand wurde es einiges dunkler. Ich fragte meinen Kollegen sogar einmal, ob mit der Beleuchtung etwas nicht stimme, so stark war dieser Eindruck.
Nach etwa gut 1.5h im Museum kam ich in einen etwas leereren, ruhigeren Raum und versank in meinen eigenen Gedanken. Dabei kam mir immer wieder meine finnische Freundin in den Sinn. Ich konnte sie irgendwie fühlen, hören - was durch die Fernbeziehung gleich doppelt so schwer rüberkam. Gott, wie wünschte ich mir in diesem Augenblick in ihrer Nähe zu sein. Konnte kaum noch was sehen mit den tränengefüllten Augen. Ich versuchte diese Stimmung runterzukämpfen, was mir jedoch nicht wirklich gelang. Für die restliche Zeit im Museum war ich zusehends betrübt.
Im Shop kaufte ich mir dann noch eine kleine Ansichtskarte des besagen Baum-Gemäldes. Als ich der Dame an der Kasse dann in die Augen schaute gabs wieder einer diesen zeitstoppenden Momente. Es war, wie wenn ich sie beeinflussen konnte. Sie erschien auf einmal ziemlich nervös und verwirrt (lag das nur an meinen Telleraugen?) und verlangte das Geld für meine Karte komischerweise bei der nachfolgenden Person

So gab ich dann die 80 cent halt dieser Person, beide smilten, alles ok ^^
Nach dem Museum gingen wir asiatisch Essen. Dieses als auch der Wein und der Fruchtsaft schmeckten super. In diesem Restaurant kam ich dann auch langsam runter und war auch ziemlich froh darüber.
Fazit: Unter Pilzeinfluss kanns sehr unangenehm werden unter grossen Menschenmengen. Man kann viel besser die Gefühle anderer spüren (und eventuell sogar beeinflussen?). Mir wurde wieder mal klar, wie sehr ich diese Frau liebe.