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 Betreff des Beitrags: Re: LSD als therapiemittel?
Ungelesener BeitragVerfasst: 06.05.2012 - 14:58 
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ntp

Danke für deine Zeilen. Muss sie mal so durch den Kopf gehen lassen.

Mir geht es primär nicht darum, meine Tochter als krank anzusehen. Sie ist krank und das ist nun fakt. Egal mit oder ohne
Drogen. Sie kommt mir ihrem Leben nicht klar. Denke, ohne würde sie eher den Rank wieder zurück in ein geregeltes
Leben finden. Mit guten Medikamenten kann sie dabei unterstützen und nur das ist der richtige Weg für sie.

Ich war heute meine Tochter besuchen. Es geht ihr so la la. War sehr schnell müde und zeigte Probleme in der Konzentration.

Ich habe sie noch mal angesprochen und sie meinte, sie denkt dass es etwas übersinnliches wäre und in Richtung Geister
gehen tun. Sie hatte schon lange mal das Bedürfnis mit einer Pfarrerin darüber zu reden. Zudem sagte sie mir noch,
dass sie Verfolgungsängste hätte.

Ich bin der Meinung, dass es die Ärzte mal genau anschauen müssen in welche Richtung es geht und das werde
ich auch so mitteilen.

Ich selbst bin das mit den Geistern etwas im Zwiespalt. Ich schliesse es zwar nicht aus aber auch nicht ein. Ich habe lange
über meine Familie nachgedacht. Bin im Moment sehr am grübeln ob es noch weitere psychisch Erkrankungen gibt. Zum
einten hatte ich eine Tante die war auf dem esotierischen Trip. Die war echt schräg drauf und hat Rückführungen gemacht.
Eimal hatte sie erzählt, dass sie bereits sieben Leben hatte und Kleopatra war. Dann gibt es noch meine cousine. Psychisch
angeschlagen und ihrer Tochter geht es gar nicht gut. Sie hatte Magersucht und mit 21 Jahren bezeichnete sie sich
krank und unfähig zum arbeiten. Keine Ahnung was sie genau hat. Jedoch als meine Tante und ihre Grosmutter starb haben wir noch Abschied genommen und anschliessend erzählte sie mir, dass sie den Geist meiner Tante gespürt hätte und im weiteren Geister wahrnimmt. Ich selbst lasse das offen, nur werde ich langsam stutzig wenn psychisch instabile Menschen sagen, dass sie Geister wahrnehmen. Denoch finde ich es sehr merkwürdig, dass drei Frauen aus meiner Familie denken Geister wahrzunehmen.

Fact ist, ich grüble und grüble und hoffe, bald eine Antwort von den Aerzten zu erhalten.

@TheLamaLover

Das mit der ADHS couch behalte ich im Auge. Hört sich gut an. Danke.

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Und wenn ich verzweifle,dann erinnere ich mich,dass durch alle Zeiten in der Geschichte der Menschheit,die Wahrheit und die Liebe immer gewonnen haben. Es gab Tyrannen und Mörder und eine Zeitlang schienen sie unbesiegbar,doch am Ende scheiterten sie immer.
Der Schwache kann nicht verzeihen. Verzeihen ist eine Eigenschaft der Starken
Mahatma Gandhi


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 Betreff des Beitrags: Re: LSD als therapiemittel?
Ungelesener BeitragVerfasst: 06.05.2012 - 15:46 
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die Studie ist schon ok so ... leider ist es nunmal so das shizophrenie vererbar ist.

aaaber, auch Schamanen nehmen Geister war... sie gehören zum Kontext ihres Lebens. Bei uns werden Menschen, die so etwas wahrnehmen leider nicht gefördert sondern vollgestopft mit Neuroleptika.
Bei den nativen Völkern ist es auch so, das ca. 2-3% der Gesamtbevölkerung "schamanische Initiationen" durchlaufen... da ist es ähnlich wie hier, auch eine persönliche Krise oder eine böse Krankheit.
Leider sind wir zusehr von der natur entartet, als das wir damit noch wirklich "arbeiten" könnten.
Ich will damit nichts schönreden, sondern nur aufzeigen, dass wir oft auch falsch an die Sache rangehen...
Ich finde so langsam einen Sinn darin, das sie sich "Schamanenkönig(in)" genannt hat!. Sie hat schon irgendwie das Gefühl gehabt "anders" zu sein, als viele andere.... nur wenige Menschen in dieser technischen Welt könnten ihr zeigen mit diesen fremdartigen Gefühlen umzugehen.
Ich weiss ja nicht, was früher so alles passierte in ihrem frühen Leben, auch gerade mit ihrem Vater - da muss ja wirklich was übles vorgefallen sein... - aber ich will auch nicht stochern & keine Schuldzuweisungen von mir geben, denn das steht mir nicht zu.
Aber, dieser kleine Mensch stolpert nun in ein Universum, was ihr scheinbar immer fremdartiger erscheint... das LSD hat das Tor geöffnet, was erst wieder zuviel war, dann doch wieder nicht, dann doch wieder....
Es sind zuviele Baustellen und alleine kann sie das nicht bewältigen ...
Hier fällt mir mal wieder richtig auf, wie Menschen Produkte ihrer Umwelt werden und dabei die eigene Persönlichkeit drunter leidet. Ich glaube nicht, dass sie von alleine so geworden ist.
lg

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 Betreff des Beitrags: Re: LSD als therapiemittel?
Ungelesener BeitragVerfasst: 06.05.2012 - 16:50 
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joa poiZen: ... bei der Studie sehe ich das halt anders. Ich sehe es nicht möglich, Verhalten als Vererbbar hinzustellen. Ist aber auch egal, man kann ja auch unterschiedlicher meinung sein! Ich halte nichts von Gen-Forschung, da sie nur angebliche Tatsachen schafft, und dieses nicht wirklich Lösungen bietet. Was mir keine Lösungen bietet, das brauch ich auch nicht. Ich möchte nur die monsanto-Studien, die allesamt so gemacht wurden, das sie die Wünsche des Monsanto aufzeigen, und dann ist mir klar, was ich von Studien halten kann. oft sind zusammenhänge auch konstruiert...und besonders in der Psychologie ists halt auch sehr einfach...

Was aber deinen restlichen Text angeht, kann ich dir nur voll und ganz zustimmen!!! Hast du gut formuliert! :ok:

Ich gehe gar ein Stück weiter, und Worte wie "Shizophren" oder "Krank" weglasse und lieber "Anders" sage, denn dann ist auch ein Selbstwert, der sich NICHT an andere misst für den Betroffenen möglich. Ohne dieses Selbstvertrauen oder den Selbstwert kann der betroffene nicht als gleichwertig zu anderen gesehen werden, sondern ist immer "schlechter" oder halt "nicht so gesund", aber eigentlich ist der betroffene nichts anderes als ANDERS und sollte lernen, mit seiner Andersartigkeit zu leben. Dieser Umgang mit andersartigen Menschen hat sich auch in vielen kulturen als erfolgreich bestätigt, nur halt bis zu uns noch nicht angekommen...

@Old Lady:
Zitat:
Ich bin der Meinung, dass es die Ärzte mal genau anschauen müssen in welche Richtung es geht und das werde
ich auch so mitteilen.

Dagegen spricht ja auch gar nichts, die Ärzte mal schauen zu lassen. Nur was du dann bekommst ist eine Liste mit exzentrischen psychologischen Begriffe, eine Sammlung an Stärungen, von denen nur ein winziger Teil als Therapierbar erachtet werden und daher als "nicht heilbar aber unterdrückbar" erachtet werden, und ne Liste von medikamente, die sie, wenn sie denn "normal" mit einem "normalen leben" sein will, wird nehmen müssen. ich hoffe, das ne verhaltenstherapie oder ähnliches gemacht wird, weil nur das erachte ich als Sinnvoll.

Über Geister brauchst du dich mit psychologen nicht zu Unterhalten. Alle menschen, die an Geister glauben/sehen/mit denen Sprechen etc.. können, sind laut Psychologie krank oder gestört! Das ist ein Fakt, da überhaupt drüber zu sprechen ist eher schlecht. Alternative Weltanschaaungen sind bei psychologen nicht zugelassen, weil sie gegen ihr konzept und lösungen sprechen würden. Das dies bei den einen oder enderen möglich ist, das ist schon sehr selten. Nur in der Psychiatrischen klinik werden diese "anderen" psychologen wohl kaum auffindbar sein. Das gesamte Sein und Selbst wird in der westlichen Gesellschaften auf das Gehirn und seine Funktionen herunterreduziert, und es lohnt nicht, mit menschen, die so sehr daran glauben darüber zu sprechen. (Sind nur meine Erfahrungen.) Ganze indigene kulturen werden teilweise als "Krank" und "gestört" abgetan, in der psychologischen Welterklärung, die aber seltsamerweise Lösungen für solch-andersartigen menschen bieten!!! Und es herrschen gar noch sozialdarwinistische Weltanschauungen (das ist schon sehr sehr heftig), quasi teilweise sehr verseuchtes Areal, und wenn man sich mit der Psychologie beschäftigt, sollte man aufpassen, mit dem, was einem gesagt wird. Sich das anzuhören, dagegen spricht nix! Glauben würde ich das dennoch nicht einfach so, nur weil mit Studien dahergewedelt wird... :D

Grüsse,
NTP

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 Betreff des Beitrags: Re: LSD als therapiemittel?
Ungelesener BeitragVerfasst: 06.05.2012 - 16:55 
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@ poizen
Wie recht du hast.

Ich selbst hatte auch mal ein Erlebnis. Nach den Tod (Überdosis) eines EX Freundes hatte ich das Gefühl, als sein
Geist bei mir in der Wohnung wäre. Das dauerte ein paar Tage. Das war ein sehr komisches Gefühl. Hat mir doch
etwas Angst gemacht.

Ich schliesse das wirklich nicht aus. Ich hab das heute zum ersten Mal gehört. Ich weiss, dass meine Tochter
manchmal über spirituelle Dinge nachdenkt. Aber genau weiss ich nicht wo sie steht. Werde dieses Thema mal mit ihr vertiefen und sie motivieren sich intensiver damit zu beschäftigen. Ziehl wäre ja, dass sie keine Angst mehr hat, sondern es annehmen könnte und
besser zu sich finden würde. Ev. könnte dieser Weg ihr einen Sinn im Leben geben.

ntp

Danke. Versuche sie zu unterstützen und nicht zu negieren.

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 Betreff des Beitrags: Re: LSD als therapiemittel?
Ungelesener BeitragVerfasst: 06.05.2012 - 17:02 
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Beiträge: 1816
NaTurPur hat geschrieben:
Ich sehe es nicht möglich, Verhalten als Vererbbar hinzustellen. Ist aber auch egal, man kann ja auch unterschiedlicher meinung sein! Ich halte nichts von Gen-Forschung, da sie nur angebliche Tatsachen schafft, und dieses nicht wirklich Lösungen bietet.


Wieso? Wenn jemand mit Down-Syndrom eben dieses mit einer Wahrscheinlichkeit
von 50% weitervererbt, ist dies eben eine simple Feststellung. Wieso muss da
gleich eine Lösung folgen?

Das mit dem Selbstwert ist soweit okay, nur es geht bei der Diagnose nicht um
Stigmatisierung, dafür um Richtlinien für eine erfolgreiche Therapie. Das ist kein
Hokuspokus, nur Anwendung wissenschaftlicher Methodik.
Wir können die Diskussion auch woanders führen, ich will den Thread nicht hijacken.

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 Betreff des Beitrags: Re: LSD als therapiemittel?
Ungelesener BeitragVerfasst: 06.05.2012 - 17:14 
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Beiträge: 2514
Ich hab mal eine Sendung gesehen betreffend Menschen die erst im Erwachsenenalter die Diagnose ADHS bekamen.
Ich erinnere mich noch, dass viele einen enormen Leidensweg hintersich hatten und erleichtert über die
Diagnose waren. Es geht wirklich nicht darum, einem Menschen in eine Schublade zu tun. Oft kann erst danach
richtig behandelt und letzendlich geholfen werden.

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 Betreff des Beitrags: Re: LSD als therapiemittel?
Ungelesener BeitragVerfasst: 06.05.2012 - 17:17 
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Wohnort: Neutronenstern "Cassiopeia"
old lady hat geschrieben:
@ poizen
Wie recht du hast.

Ich selbst hatte auch mal ein Erlebnis. Nach den Tod (Überdosis) eines EX Freundes hatte ich das Gefühl, als sein
Geist bei mir in der Wohnung wäre. Das dauerte ein paar Tage. Das war ein sehr komisches Gefühl. Hat mir doch
etwas Angst gemacht.

Ich schliesse das wirklich nicht aus. Ich hab das heute zum ersten Mal gehört. Ich weiss, dass meine Tochter
manchmal über spirituelle Dinge nachdenkt. Aber genau weiss ich nicht wo sie steht. Werde dieses Thema mal mit ihr vertiefen und sie motivieren sich intensiver damit zu beschäftigen. Ziehl wäre ja, dass sie keine Angst mehr hat, sondern es annehmen könnte und
besser zu sich finden würde. Ev. könnte dieser Weg ihr einen Sinn im Leben geben.

ntp

Danke. Versuche sie zu unterstützen und nicht zu negieren.


Ich glaub, momentan ist es auch sehr wichtig für sie sich in der Alltagsrealität erstmal n bissl mehr zu "erden" bevor sie sich weiter mit diesen "Welten" beschäftigen kann. Vielleicht solltest Du ihr nahelegen, dass diese "Welten" auch noch warten können bis sie ihr "transpersonelles" Ding verstanden und akzeptiert hat, Du sie aber verstehst oder versuchst zu verstehen.

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 Betreff des Beitrags: Re: LSD als therapiemittel?
Ungelesener BeitragVerfasst: 06.05.2012 - 17:20 
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col0r hat geschrieben:
NaTurPur hat geschrieben:
Ich sehe es nicht möglich, Verhalten als Vererbbar hinzustellen. Ist aber auch egal, man kann ja auch unterschiedlicher meinung sein! Ich halte nichts von Gen-Forschung, da sie nur angebliche Tatsachen schafft, und dieses nicht wirklich Lösungen bietet.


Wieso? Wenn jemand mit Down-Syndrom eben dieses mit einer Wahrscheinlichkeit
von 50% weitervererbt, ist dies eben eine simple Feststellung. Wieso muss da
gleich eine Lösung folgen?

Das mit dem Selbstwert ist soweit okay, nur es geht bei der Diagnose nicht um
Stigmatisierung, dafür um Richtlinien für eine erfolgreiche Therapie. Das ist kein
Hokuspokus, nur Anwendung wissenschaftlicher Methodik.
Wir können die Diskussion auch woanders führen, ich will den Thread nicht hijacken.


ja gerne, ich denke auch, das nicht hier ausdiskutiert werden muss....
Weil ich möchte gerne zum zitat noch was sagen, überhaupt ist das ein Spannendes Thema.. :D
...kann man ja meinen post hier absplitten und ne neue Disko (Diskussion) aufmachen...

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 Betreff des Beitrags: Re: LSD als therapiemittel?
Ungelesener BeitragVerfasst: 06.05.2012 - 17:24 
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@pozen

Danke. Werde es so umsetzen.

@all

Kein problem. Ihr könnt auch hier weiter schreiben. Sehr spannend.

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 Betreff des Beitrags: Re: LSD als Selbsttherapie & wie es entgleisen kann
Ungelesener BeitragVerfasst: 06.05.2012 - 17:44 
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ich splitte nix, ich hab den Titel etwas angepasst ...

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 Betreff des Beitrags: Re: LSD als Selbsttherapie & wie es entgleisen kann
Ungelesener BeitragVerfasst: 06.05.2012 - 18:35 
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Thanks :turnsmiley:

Col0r hat geschrieben:
Wieso? Wenn jemand mit Down-Syndrom eben dieses mit einer Wahrscheinlichkeit
von 50% weitervererbt, ist dies eben eine simple Feststellung.

Beim Down-Syndrom handelt es sich ja nicht um eine psychische Andersartigkeit, sondern auch um eine physische, die sich auf die Psyche auswirkt. Das ist ein anderer Punkt, wo gemessen wird. Wenn es aber um rhein psychische, nicht klar abgrenzbare Verhaltensweisen handelt, die äußerst individuell und sehr soziokulturell unterschiedlich stark auftreten können, ist eine solche Messung und Schlußfolgerung nicht möglich.
Um eine Verallgemeinerung zu machen, müsste man eine enorme Zahl leute aus allen "kulturkreisen" nach selbigen Standarts überprüfen. Die Wahrscheinlichkeit, das dabei die Prägung als zentrales Element erkannt wird und die "jeweilige Kulturelle Andersartigkeit" ins zentrum rückt, ist eher sehr hoch. Ebenfalls ist es ja auch kaum möglich in Kulturen, wo bereits Umgangsmöglichkeiten andersartiger Menschen vorhanden sind, diese "andersartigen" Menschen überhaupt zu finden. Sie sind ja oft (anders als bei uns) integriert.

Man muss eine klare Linie zu physischen und psychischen "Andersartigkeiten" machen. In den neueren Forschungen hauptsächlich der neurologie wird ja vermehrt die Psyche (damit auch Psychische probleme/Andersartigkeiten) an das Gehirn und damit an den körper gekoppelt (Aufgrund der neuen technischen möglichkeiten, und eigentlich einen Rückschritt aber das ist anders Thema). Ursachen werden im Gehirn gesucht, und damit sind sie erst "Genetisch" greifbar, weil klar messbar/darstellbar (physisch). Das ist überhaupt die Basis für die Behauptung der Studie, dass es einen Zusammenhang gibt. ABER, das ist alles immernoch eine These und nicht bewiesen worden. Es ist noch nicht möglich, die Kognition (Informationsverarbeitung und verarbeitung vom Erleben des menschen in seiner Vergangenheit etc..) ganz im Gehirn zu verorten. Da gibt es Debatten bei den Wissenschaftlern, und eine unterschiedliche Auffassung vom Begriff Kognition. OB die verarbeitung ausschließlich an das Gehirn koppelbar ist, ist eben nicht klar und sehr vieles spricht dagegen. Daher ist diese Forschung auch nicht so verbreitet. ...das ist zumindest das, was ich bisher verstanden habe...kann aber sein, das ich an bestimmten punkten net ganz richtig liege. zu Downsyndrom weiß ich nich allzuviel...

Col0r hat geschrieben:
Wieso muss da gleich eine Lösung folgen?

Das ist einfach: Eine Erklärung ist nur dann notwendig, wenn ein Problem vorhanden ist, das eine Lösung erfodert. Die Lösung wird normalerweise durch die Erklärung erst möglich und ist daran gekoppelt.
Beispiel: Wenn ich nicht in den Weltraum fliegen will, denke ich nicht über das Vakuum nach. Kein Problem vorhanden, das gelöst werden muss, daher keine Erklärung notwendig.
natürlich kann man, wenn man nix zu tun hat, vor sich die welt hin und her erklären, aber ob das einen Sinn hat, und überhaupt überprüfbar ist, ist eine andere Frage. bedeutet: Wenn ich Vakuum erklären will, ohne es "Überwinden" zu wollen mit nem Raumschiff, ist die Wahrscheinlichkeit sehr gering (eigentlich gleich null), das ich den Wahrheitsgehalt meiner Erklärung zum Vakuum jemals messen werde können, und daher kann ich dann niemals wissen, ob meine Erklärung richtig/falsch oder nah dran ist.

Wenn also ne Lösung funktioniert, bestätigt diese die Erklärung.. (so ungefähr) Wenn man trotz einer Erklärung ein Problem nicht beseitigen kann/keine lösung findet oder die lösung nicht funktioniert, ist entweder:
a) das Problem verkannt worden, und es ist woanders oder
b) die Erklärung nicht stimmig
Es wird nicht die Lösung, sondern die Erklärung angepasst.
:lehrer: :D ...so ungefähr...vielleicht beantwortet das die Frage.

Zitat:
Das mit dem Selbstwert ist soweit okay, nur es geht bei der Diagnose nicht um Stigmatisierung, dafür um Richtlinien für eine erfolgreiche Therapie. Das ist kein Hokuspokus, nur Anwendung wissenschaftlicher Methodik.

In der Psychologie/Psychiatrie der psychischen "Störungen" sind die Erklärungen ebenfalls an den Lösungen angepasst. Das ist mir klar! Die Therapie ist an der Erklärung der "Krankheit" angepasst! Ich hab nirgendwo behauptet, das die herangehensweise der Psychologie Hokuspokus ist, sonern nur das die verbindung zwischen Genetische vererbung und psychische krankheiten nicht haltbar ist und das ich daran nicht glaube. Wenn du das meinst...aber ich weiß nicht genau, wie das Hokuspokus gemeint ist...vielleicht missverstehe ich dich etwas...
:color:
Grüsse,
NTP

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 Betreff des Beitrags: Re: LSD als therapiemittel?
Ungelesener BeitragVerfasst: 06.05.2012 - 18:54 
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NaTurPur hat geschrieben:
Ohne dieses Selbstvertrauen oder den Selbstwert kann der betroffene nicht als gleichwertig zu anderen gesehen werden, sondern ist immer "schlechter" oder halt "nicht so gesund", aber eigentlich ist der betroffene nichts anderes als ANDERS und sollte lernen, mit seiner Andersartigkeit zu leben.


Ich gebe dir recht, dass Diagnosen oft mit Stigmatisierungen einher gehen, aber selbst wenn du es dann "anders" nennst, ist das für viele Menschen auch eine ablehnungswürdige Eigenschaft und führt genauso zu einer Stigmatisierung.
Als ich die Diagnose "bipolar" bekommen habe, war das eine Erleichterung. Ich wusste endlich warum ich mich anders/krank/falsch fühlte und mir konnte gezielt geholfen werden. Ich wüsste nicht ob ich noch hier sitzen würden wenn es nicht so gewesen wäre. Auch meinen Freunden und meiner Familie konnte ich mein seltsames Verhalten erklären und die meisten waren sehr tolerant und haben mich unterstützt. Ich habe Phasen wo ich mich bei niemandem melden kann, jetzt wissen meine Freunde dass das nichts mit ihnen zu tun hat und wenn ich mich dann nach 3 Wochen wieder melde dann werfen sie mir das auch nicht vor. Früher dachten sie ich verarsch sie und einige wollten dann keinen Kontakt mehr. Durch die Diagnose ist auch die Beziehung zu meinen Eltern besser geworden, weil sie besser auf meine Bedürfnisse eingehen können. In so fern war es ein Segen endlich offiziell "gestört" zu sein.
Und die Leute die es wissen, die tolerieren das und die bei denen ich davon ausgehe, dass sie mich dann wohl für einen Psycho halten denen sag ich das garnicht erst. Und ich hab ja auch kein Schild um das mich "outet".

NaTurPur hat geschrieben:
und ne Liste von medikamente, die sie, wenn sie denn "normal" mit einem "normalen leben" sein will, wird nehmen müssen.

Es macht den Eindruck als würde Schamanenkönigin nicht mit ihrer Krankheit bzw ihrem "anders sein" nicht zurecht kommen. Natürlich gibt es Menschen die auch ohne Medikamente und ohne Therapie klar kommen oder es auch gut finden, aber es gibt auch Menschen die an einer psychischen Krankheit LEIDEN und die nahezu ALLES tun würden um normal zu sein und normal leben zu können.
Ob sie das will kann sie nur selbst entscheiden, genauso wie sie (wenn sie wieder raus ist) entscheiden kann ob sie Medikamente nehmen möchte oder nicht. Und Psychopharmaka können eine große Hilfe sein um einen Stoß in die richtige Richtung zu bekommen. Therapieren können sie nichts, aber sie können Menschen psychisch so weit bringen, dass sie auf andere Therapien ansprechen.

NaTurPur hat geschrieben:
Über Geister brauchst du dich mit psychologen nicht zu Unterhalten. Alle menschen, die an Geister glauben/sehen/mit denen Sprechen etc.. können, sind laut Psychologie krank oder gestört! Das ist ein Fakt, da überhaupt drüber zu sprechen ist eher schlecht. Alternative Weltanschaaungen sind bei psychologen nicht zugelassen, weil sie gegen ihr konzept und lösungen sprechen würden.

Ich glaube daran, dass es sowas wie Geister gibt. Ich toleriere es auch wenn Menschen der Meinung sind mit diesen Sprechen oder sie sehen zu können. Leider gehört aber Stimmen (oder Geister) zu hören auch zu den Symptomen von psychischen Krankheiten. Wieder gibt es bestimmt Menschen die damit gut leben können oder das sogar genießen. Aber Schamanenkönigin wird es anscheinend zu viel, wenn sie sagt, dass sie sich verfolgt fühlt und Angst hat. Damit ist sie an einem Punkt angekommen an dem sie Hilfe braucht. Und deshalb wäre es eher kontraproduktiv nicht darüber zu sprechen.
Und Angst vor Geistern zu haben und sich verfolgt fühlen würde ich nicht als "alternative Weltanschauung" bezeichnen.


Der Zusammenhang zwischen Körper und Geist ist alleine dadurch bewiesen dass es sowas wie psychosomatische Symptome oder z.b. Phantomschmerz gibt.

Deine Lösungstheorie ist begrenzt. Es gibt auch Probleme die nicht nach einem linearen Ursache-Wirkungsprinzip verlaufen. Ein Problem kann multikausal sein, hat dann meist auch mehrere Auswirkungen die auch verschieden gelöst werden können. Ergo kann es sein, dass jede Auswirkung oder Form des Problems eine eigene Lösung braucht. Gerade Probleme die mit Menschen zusammenhängen haben keine eindeutige Lösung weil sich auch das Problem über mehrere Ebenen erstreckt. Aussagen und Erklärungen kann man auch nicht nur empirisch überprüfen. Also kann man auch Aussagen über das Vakuum treffen, die sich z.b. auf kausale Zusammenhänge stützen und hermeneutisch (interpretierend) erarbeitet wurden.


@OldLady
Ich bin im sozialen Bereich tätig und habe einige Kollegen die ADHS-Trainings mit den Kindern machen die ich betreue und kann dir sagen, dass die meisten sehr gut darauf ansprechen. Dort wird z.b. mit Signalkarten gearbeitet um diesen Kindern richtige Abläufe von Tätigkeiten zu veranschaulichen, sie lernen Mimiken und Gesten zu verstehen (um der desozialisierung entgegenzuwirken), wichtig ist auch "Selbstinstruktionstraining": ihnen wird beigebracht wie sie sich strukturieren und organisieren können und Grenzen und Regeln zu akzeptieren. Ebenfalls gibt es Elterntraining.
Natürlich kommt es immer auf die Schwere der Störung an, aber oft wird den Kindern durch so ein Training eine medikamentöse Therapie erspart.
Diese Trainingskonzepte werden auch speziell auf jedes Kind zugeschnitten, ja nachdem welche Symptome am ausgeprägtesten sind. Wichtig ist nur, dass sie das machen WILL sonst hat der beste Coach keine Chance.

_________________
"The brain is not an organ we are authorized to use. We are supposed to use only our hands and legs."
-Vikas Swarup, Q&A


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 Betreff des Beitrags: Re: LSD als therapiemittel?
Ungelesener BeitragVerfasst: 06.05.2012 - 19:33 
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Registriert: 20.05.2011 - 19:58
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@OldLady
Ich bin im sozialen Bereich tätig und habe einige Kollegen die ADHS-Trainings mit den Kindern machen die ich betreue und kann dir sagen, dass die meisten sehr gut darauf ansprechen. Dort wird z.b. mit Signalkarten gearbeitet um diesen Kindern richtige Abläufe von Tätigkeiten zu veranschaulichen, sie lernen Mimiken und Gesten zu verstehen (um der desozialisierung entgegenzuwirken), wichtig ist auch "Selbstinstruktionstraining": ihnen wird beigebracht wie sie sich strukturieren und organisieren können und Grenzen und Regeln zu akzeptieren. Ebenfalls gibt es Elterntraining.
Natürlich kommt es immer auf die Schwere der Störung an, aber oft wird den Kindern durch so ein Training eine medikamentöse Therapie erspart.
Diese Trainingskonzepte werden auch speziell auf jedes Kind zugeschnitten, ja nachdem welche Symptome am ausgeprägtesten sind. Wichtig ist nur, dass sie das machen WILL sonst hat der beste Coach keine Chance.[/quote]

Das mit dem Selbstinstruktionstraining hätte sie bitter nötig. Meine grösste Schwierigkeit in der Erziehung war eben
dass sie schwer Grenzen und Regeln respektierte. Das war so anstrengend mit ihr, weil sie so clever war und mega rafiniert. Sie hatte eine cleverness wo sie den anderen Haushoch überlegen war und die Lehrer oft lange brauchten, um dies zu durchschauen. Sie hatte bereits in der vierten Klasse mal meine Unterschrift gefälscht. Das als nur ein Beispiel.

Aber geht das noch mit 18 Jahren? Und wo würde ich gegenfalls solch ein Trainer finden?

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 Betreff des Beitrags: Re: LSD als Selbsttherapie & wie es entgleisen kann
Ungelesener BeitragVerfasst: 06.05.2012 - 20:11 
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Registriert: 09.04.2012 - 08:30
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Wohnort: Schweiz
Ich lese die meisten Threads von oldlady und der Königin sehr sorgfältig durch, und werde immer besonders Mitfühlig. Ich wüsste nicht wie reagieren, oldlady ich habe sehr hohen respekt gegenüber dir, und finde es super wie du mit der ganzen situation umgehst. ich wünsche dir sehr viel kraft und alles gute. und ich wünsche auch deine tochter alles gute und das sie das erreicht wo sie sich vornimmt. ihr habt wirklich ein bisschen ruhe verdient.
was mir aber so spontan in den sinn kommt ist, in einer solchen schweren zeit, die finger von drogen zu lassen. ich hab wenig ahnung wenn eine psycho relativ beschädigt ist, jedoch war ich auch mal beim psychiater und der konnte mir nicht helfen. hingegen die familie bewirkt bei mir wunder und unterstützt mich mehr als alles andere auf dieser welt, gemischt mit ein bisschen selbstkentniss und selbsteinsicht löst sich, bei mir jedenfalls, so ziemlich jedes problem. viel reden ist angesagt, und das am besten mit den vertrauenwürdigsten personen. ein psychiater gehört jedenfalls bei mir nicht zu diesen personen, niemand kann so einfühlsam sein wie die eigene familie.

alles gute euch zwei, ich wünsche euch viel kraft.

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Je tiefer man in die lebendige Natur hineinsieht, desto wunderbarer erkennt man sie. Ich glaube, man fühlt sich dann auch geborgen.“
- Albert Hofmann -

Zuletzt geändert von Dafuq am 30.02.1976 - 18:01, insgesamt 86-mal geändert.


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Ungelesener BeitragVerfasst: 06.05.2012 - 20:24 
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Ich schließe mich Dafuq gänzlich an! :yes:

...das ganze ist sehr spannend... :D
@Lamalover: den @OldLady-Teil kann ich nur zustimmen, find ich super den Rat, und ich hoffe, das sie da was finden wird in der Richtung!!! :prost:
Das es bei Extremfälle ohne Medikamente zu Beginn nicht zwangsläufig geht, ist mir klar. Nur manchmal ist ein Absetzen später schlecht möglich, da muss man halt genauer schauen, und man kann auch einen Einfluß haben darauf welche Medikamente etc..., oder halt nach alternativen fragen, etc... da ist schon einiges möglich, das Risiko einer Medikamentenabhängigkeit zu verringern.... Es ist halt wichtig, darauf zu achten, auf ein "Beenden der medikamente" ne ausrichtung zu haben.

Das mit dem "Erleichtert", dem kann ich nur zustimmen. Ich habe mich auch erleichtert gefühlt. Es ist anscheinend auch von der jeweiligen Individualstatus und Allgemeinverhalten abhängig, inwieweit das wort "anders" ne Wertung impliziert. Das Wort "Krank" impliziert oft eine, daher benutze ich das bei psychischen Störungen nicht. Ich hab mir das so erklärt:
Krank-->jemand der mit seiner Art nicht umgehen kann, und darunter leidet
Anders-->jemand der mit seiner Art umgehen kann und darunter nicht leidet, quasi gesund, aber nicht "normal"/durchschnitt


Nur denke ich halt, das "andersartige" Menschen niemals "normal" leben werden können, wie andere. Sie werden ne eigene Nische bilden müssen (und tun dieses auch oft), und sich damit integrieren können. Da ist der Ansatz von OldLady sehr gut formuliert: "Ziehl wäre ja, dass sie keine Angst mehr hat, sondern es annehmen könnte und besser zu sich finden würde. Ev. könnte dieser Weg ihr einen Sinn im Leben geben."
Dazu ist ja auch wichtig, wie du schon sagst LamaLover, das man sich über Geister unterhält. Aber ein Psychologe in der Psychiatrischen Anstalt kann diesbezüglich keine Antworten geben, das meinte ich. Er wird dies immer als "Störuing" Klassifizieren. Ich denke, darüber sollte man mir jemand anders reden, wenn sich die lage erstmal beruhigt hat. Da sehe ich es so wie poiZen. Erstmal erden.
Aber ich finde es sehr gut, wenn sich OldLady und Schamanenkönig dann darüber unterhalten. Offensichtlich ist das ja etwas, was Schamanenkönig beschäftigt...

Vielleicht kurz: Ich lasse mir nicht durch Psychologen in mein Weltbild herum"pfuschen". Ein Psychologe (allgemein.) würde "mich krank machen", dadurch das mein Weltbild in seiner Klassifikation "Krankheit" wäre (viele Symptome als solches klassifiziert sind). ABER ich bin nicht krank, weil ich mit meinem Weltbild und mir klrakomme, daher bin ich "anders", und weil ich mich integriere und einen Platz habe (quasi). Ich bin aber auch nicht in der Situation von Schamanenkönig!!!
Zitat:
Und Angst vor Geistern zu haben und sich verfolgt fühlen würde ich nicht als "alternative Weltanschauung" bezeichnen.

neee.....ANGST vor Geistern zu haben ist keine alternative Weltanschauung, richtig, aber von der Existenz von Geistern auszugehen schon! Wie man dann mit der Angst umgehen muss, und welche Elemente innerhalb der alternativen Weltanschauung noch benötigt werden, um diese Angst zu lösen INNERHALB des Konzeptes und nicht von Auserhalb durch Konzeptzerstörung (quasi Geister gibt es nicht), das ist eigentlich in der "alternativen Weltanschauung" ebenfalls enthalten aber das ist ein PROZESS wo das entwickelt wird, und braucht auch Zeit bis es sich selbst erhalten kann. ...

..........................................................Übersichtlichkeitstrennlinie............................................................................................

LamaLover hat geschrieben:
Deine Lösungstheorie ist begrenzt. ...etc...

Ich habs nur vereinfacht ausgedrückt. Es ist nicht (immer) linear, es ist wie du sagst multikausal aber folgt im kleinsten Teil immer dem Prinzip Ursache-Wirkung (eigentlich Wirkung-->Ursache:Wir sehen die Wirkung basierend auf einer ursachenvermutung und schließen dann auf eine dazu passende Ursache...quasi...), selbst wenn es mehrere Ursachen sind mit mehreren Wirkungen, und diese sich unterscheiden....das ist ja klar, das das sehr komplex sein kann! ...ich verstehe schon was du meinst...

LamaLover hat geschrieben:
Aussagen und Erklärungen kann man auch nicht nur empirisch überprüfen. Also kann man auch Aussagen über das Vakuum treffen, die sich z.b. auf kausale Zusammenhänge stützen und hermeneutisch (interpretierend) erarbeitet wurden.

Ich meine ja, das man eine hermeneutische Vakuum-problemlösund erarbeiten kann, aber dies ist kein Beweis, sondern eine Vermutung/Theorie, solange die "Mondlandung" dies nicht bestätigt. Ich denke halt, wenn etwas nicht erkärt werden muss, lohnt der Aufwand nicht, es hermeneutisch herzuleiten. Aber dass man es kann ist ja nicht die Frage, sondern da es nich überprüfbar ist, ob es sich der Aufwandt lohnt.... ich bin da vielleicht bissle extrem, aber Erklärungen und ihren Wahrheitsgehalt an der lösung zu messen erscheint mir sinnvoller als die Lösung der Erklärung anzupassen.

LamaLover hat geschrieben:
Der Zusammenhang zwischen Körper und Geist ist alleine dadurch bewiesen dass es sowas wie psychosomatische Symptome oder z.b. Phantomschmerz gibt.
Das ein ander mal... :D :smoking: ...sehr spannend...aber muss ja noch andere Sachen machen...
:sci-fi-beamup:
Grüsse,
NTP

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 Betreff des Beitrags: Re: LSD als Selbsttherapie & wie es entgleisen kann
Ungelesener BeitragVerfasst: 07.05.2012 - 14:57 
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NaTurPur hat geschrieben:
Beim Down-Syndrom handelt es sich ja nicht um eine psychische Andersartigkeit, sondern auch um eine physische, die sich auf die Psyche auswirkt. Das ist ein anderer Punkt, wo gemessen wird. Wenn es aber um rhein psychische, nicht klar abgrenzbare Verhaltensweisen handelt, die äußerst individuell und sehr soziokulturell unterschiedlich stark auftreten können, ist eine solche Messung und Schlußfolgerung nicht möglich. ... Ebenfalls ist es ja auch kaum möglich in Kulturen, wo bereits Umgangsmöglichkeiten andersartiger Menschen vorhanden sind, diese "andersartigen" Menschen überhaupt zu finden. Sie sind ja oft (anders als bei uns) integriert.

Also es ging um Deine Ablehnung der Vererbbarkeit von psychischen Krankheiten.
Nehmen wir mal Depression als typische und häufige psychische Krankheit:
Wenn z.B. eine Störung im Serotoninsystem weitervererbt wird und die betreffende
Person dann depressiv wird, liegt doch eine genetische Ursache nahe, oder?

Zitat:
Es ist noch nicht möglich, die Kognition (Informationsverarbeitung und verarbeitung vom Erleben des menschen in seiner Vergangenheit etc..) ganz im Gehirn zu verorten.

Sondern wo? In der linken Zehe? Die dann doch wieder mit dem Hirn gekoppelt ist?

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 Betreff des Beitrags: Re: LSD als Selbsttherapie & wie es entgleisen kann
Ungelesener BeitragVerfasst: 07.05.2012 - 15:49 
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@NaTurPur: Man merkt, dass du ein Interesse und Vorwissen in den theoretischen Grundlagen statistischer Forschung und seinen Schwächen hast, aber andererseits urteilst du über ganze Themenkomplexe, die sich deinem Wissen offensichtlich völlig entziehen. Dir fehlt zum einen gänzlich praktische Erfahrung im Bereich Psychiatrie und Psychologie - die Vererbbarkeit der Schizophrenie ist sogar so überproportional zufällig, dass es innherhalb einer Familienanamnese (btw. ein Punkt, der explizit gedacht ist für erbliche Zusammenhänge) ein sehr wichtiger Punkt ist, wenn in der näheren Verwandtschaft derartige Fälle auftauchen. Diese Studien sind bombensicher; deine Kritik ist eine grundlegende und keine, die sich spezifisch gegen die Schizophreniethematik richtet.
Auch kannst du dich nicht wirklich mit Gentechnik und -forschung beschäftigt haben. Sie sind für so viele Therapien und Erklärungsmodelle so massiv relevant, dass diese ohne diese Wissenschaften überhaupt gar nicht existieren würden. Sicherlich ist es berechtigt, sie in manchen Bereichen zu kritisieren, aber sie sind enorm wichtige Komponenten im modernen Gesundheitswesen.
Genetik ist aber auch auf der anderen Seite ein unheimlich komplexes Feld, wo man zum einen auch mit weitläufigem Grundwissen oft nicht allzu weit kommt und zum andern viele weitere Faktoren einbeziehen muss, um auch nur ein halbwegs adäquates Urteil abgeben zu können - das gilt insbesondere für psychische Erkrankungen. Dass es da zu vorschnellen Verurteilungen und Abkehrungen gegen die Inhalte kommt, liegt natürlich nahe.

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 Betreff des Beitrags: Re: LSD als Selbsttherapie & wie es entgleisen kann
Ungelesener BeitragVerfasst: 07.05.2012 - 19:06 
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Uii...

@Special_K: Ich habe nur praktische erfahrungen in der Psychologie, aber nicht in der Psychiatrie, das ist richtig.
Ebenfalls richtig ist, dass ich keine genügende Erfahrung in die Genforschung an sich habe. Um genforschung zu verstehen muss man jedoch NICHT zwangsläufig sich mit deren methoden beschäftigen. Es reicht, sich die ERGEBNISSE anzuschauen, und deren Auswirkungen in OFFENE Systeme, um die Fehlerquelle der Studien von ausschließlich GESCHLOSSENER Systeme herauszufinden. Die Diskripanz zwischen den realen Auswirkungen Offener Systeme und Forschungsergebnisse geschlossener Systeme ist manchmal so enorm, dass die Basis der Forschung in Frage gestellt werden kann. Wenn die Basis der Forschung in Frage steht, kann eine Studie die auf dieser basis steht NICHT bombensicher sein!

Ich habe mich mit Fehlerquelleanalyse verschiedener Forschungen und deren realistischen Auswirkungen beschäftigt, und nur darauf basiert meine Argumentation.
Hier ein Beispiel: Monsanto hat bei seinen Studien ALLE Standarts der erforderlichen Forschung zu Auswirkungen der GVO eingehalten (Gefahren, blaa). Es behauptet, das es keinerlei Risiko für Mensch und Natur gibt. Ebenfalls gibt es Studien, die genau das Gegenteil zeigen, und EBENFALLS ALLE Standarts der erforderlichen Forschung erfüllen.
Warum ist das so, wenn doch die Ergebnisse so KLAR und EINDEUTIG sein sollen, und diese Forschung so klar und eindeutig ist? Siehst du das Problem?
Die BASIS genetischer Forschung ist bei allen Forschungen die gleiche. Die methoden sind klar formuliert und es gibt Standarts, die weltweit gültig sind. WENN in dieser Basis die MÖGLICHKEIT gegeben ist, Ergebnisse so unterschiedlich zu gestalten, ist es nicht logisch, dass in der Shizophrenie-Forschung nur EIN klares Ergebnis zu erwarten ist, im gegenteil. Es ist nur logisch, das auch hier unterschiedliche Ergebnisse zu Studien entstehen können. WENn unterschiedliche Ergebnisse entstehen können, ist es nicht möglich, eine methode als Wiederspruchsfrei und bombensicher zu bezeichnen.
Es ist immer sehr spannend, wenn die zielsetzung, und das realistische Ergebnis so weit voneinander abweichen, und das ist nicht immer so weit voneinander entfernt! (Zum Glück!)
Bei den GVO driftet es quasi lichtjahre voneinander weg: das negative Auswirkungen der GVO auf ganze Volksgruppen und Ökologische Bereiche sich gar ausbreiten. Im Endeffekt zeigt sich dort sogar genau das GEGENTEIL von dem, was Monsanto mit seiner Forschung bewiesen haben will. Siehst du das noch größere Problem?

Genforschung basiert ausschließlich auf geschlossene Systeme, und die Realität ist aber ein opffenes System. Forschungen, die als Eindeutig betitelt werden sind grundsätzlich konstruiert, und spiegeln nicht die Realität wieder. Sie können nur eine Tendenz im abgegrenzten Bereich aufzeigen, und diese ist immer Limitiert und eingeschränkt. Schlußfolgerungen auf eine Allgemeinheit sind daher, genau genommen nicht möglich. Dennoch werden sie gemacht, denn sonst gäbe es keine Möglichkeit, die Ergebnisse zu nutzen. Es ist keine Frage, das das "Unbekannte" auch Opfer fordert, die diese Herangehensweise schon immer in kauf genommen hat. Ob es nun Individualitäten bei Medikamentierung sind, die NICHT Ausgeschlossen werden konnten aber trotzdem ausgeschlossen wurden, oder technische Fehler, etc... es wird niemals möglich sein, eine 100% Aussage zu treffen, sondern nur Tendenzen, die je nach dem um was es geht mehr oder weniger als Sinnvoll erachtet werden können und nützlich sein können, aber eben nicht müssen.

Ein weiteres Problem ist der Shizophrenie-begriff, aber das hatte ich ja bemerkt, und die verbindung aus beiden methoden ist dann umso problematischer. Das man Tendenzen abbilden kann, nach gewissen festgelegten prinzipien (geschlossene Systeme, da klare Abgrenzung), das kann zwar sein, muss aber nicht unbedingt als Absolut erachtet werden. Man darf die vielen Komponenten der "Manipulation bei Befragen von Patienten" nicht vergessen, dann noch die zwischenmenschlichen Kommunikationsporbleme...etc...etc...!!! Und das ist wohl die größte Fehlerquelle, denn Menschen neigen dazu, sich ständig gegenseitig zu Manipulieren und zu Beeinflussen. Ist ein anderes Thema...

Ich denke, dass es im Bereich der Shizophrenie-Froschung nicht lohnt, die extrem-aufwändige "Fehlerquellen-Ausklammerung"(Optimierungen) durchzuführen. Das "sichere Element" ist zu gering, zu viele Individualitäten/Möglichkeiten, und daher lohnt der Aufwandt nicht. Das ist nur meine Meinung und basiert auf meine Einschätzung, nichts weiter. Und man muss net gleicher meinung sein, ist ja völlig in ordnung, wenn da jeder sene ideen hat. EINE entgültige Wahrheit wird sich ja eh nicht finden lassen...und Vielfalt ist gut!

Zitat:
Also es ging um Deine Ablehnung der Vererbbarkeit von psychischen Krankheiten. Nehmen wir mal Depression als typische und häufige psychische Krankheit: Wenn z.B. eine Störung im Serotoninsystem weitervererbt wird und die betreffende Person dann depressiv wird, liegt doch eine genetische Ursache nahe, oder?

Ja, denn ich denke schon, das körperliche Merkmale vielleicht eher genetisch Erklärt werden können, aber das ist nicht so mein Gebiet und interessiert mich nicht. Es gibt keine Ethisch-sichere Grundlage für derlei Überlegungen, wenn man sich die Weitläufigkeit der realistischen Auswirkungen vorstellen würde (in realität Clon-Rinder USA), daher lasse ich sie weg.
Aber zurück zum Thema: im ersten Moment erscheint deine Schlußfogerung ja richtig, aber:
Es ist nicht möglich, den Serotoninmangel als EINZIGSTE Ursache für Depressionen festzulegen. Es ist auch nicht möglich, überhaupt Ursachen für Depressionen Auszuklammern und zu beschränken. Da ist die Ursachenbandbreite ENORM! Was ist mit denen, die keinen Serotoninmangel-leiden haben, und trotzdem nicht depressiv sind? Wirst du die jemals treffen? Und was ist mit denen, die einen Serotoninmangel haben, und NICHT depressiv sind? Wirst du diese jemals treffen? Das ist schon mehrere Probleme, die kaum lösbar sind. In dem Fall zum beispiel sucht man sich dann die passenden patienten, damit die Studie passt. DAS ist dann das konstruierte. und das wren ja nur wenige Beispiele, da ist die liste lang. Manches kann man ausklammern, und manches nicht.
--> In dem Fall also liegt eine Genetische Ursache nicht nah, sondern "es könnte unter Umständen vielleicht auch und nur zum Teil eine Genetische Ursache vorhanden sein", so macht das mehr Sinn...

Da gibts was spannendes: Vor einer Weile wurde der mensch komplett (alles an ihm) auf seinen Gehirn zurückgeführt. Dann wurde der mensch und alles von ihm komplett auf seine Gene zurückgeführt. Immer wenn was neues kommt, wird der gesamte mensch, sein verhalten, sein Denken etc...auf das neue komplett zurückgeführt... :D Ganz früher wars Gott, Bibel etc... muss man bissle aufpassen mit den zurückführungen. ;)

Zitat:
Zitat:
Es ist noch nicht möglich, die Kognition (Informationsverarbeitung und verarbeitung vom Erleben des menschen in seiner Vergangenheit etc..) ganz im Gehirn zu verorten.

Sondern wo? In der linken Zehe? Die dann doch wieder mit dem Hirn gekoppelt ist?

"Es ist nicht möglich" bedeutet "es gibt keine Methode, die das entgültig beweisen könnte (Wissenschaftlich). Ich habe keine Ahung, wo das verortet wird, ob im Körper, oder außerhalt, gibt ja diverse verschiedene Erklärungen... :D Da kann man sich was aussuchen... ich persönlich verorte die Steuerung der Körperfunktionen im Gehirn, die körperliche lebenserhaltung quasi. Komplexere Kognition und kommunikation eher nicht nur, aber auch...und andere Existenzielle Elemente des Menschen (Bewußtsein, Seelenteile, oder was auch immer) vielleicht auch gar nicht im Körper. Informationsspeicherung aber auch eher Gehirn, aber auch nicht nur. ... bin mir da auch nicht ganz sicher... :mued: ja da bin ich überfragt Col0r

*peaze
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 Betreff des Beitrags: Re: LSD als Selbsttherapie & wie es entgleisen kann
Ungelesener BeitragVerfasst: 08.05.2012 - 06:57 
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Informationsspeicher könnte tatsächlich außerhalb liegen.Nennt sich "Hyperraum".
Ist ein Ergebnis aus der Quantenforschung.
Tests an Alzheimererkrankten laßen vermuten,das daß Gedächtnis,nicht wirklich im Gehirn "gespeichert" wird....(bin schon wieder weg xD)

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 Betreff des Beitrags: Re: LSD als Selbsttherapie & wie es entgleisen kann
Ungelesener BeitragVerfasst: 08.05.2012 - 07:58 
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NaTurPur hat geschrieben:
Um genforschung zu verstehen muss man jedoch NICHT zwangsläufig sich mit deren methoden beschäftigen. Es reicht, sich die ERGEBNISSE anzuschauen, und deren Auswirkungen in OFFENE Systeme, um die Fehlerquelle der Studien von ausschließlich GESCHLOSSENER Systeme herauszufinden.

Um es mal mathematisch auszudrücken: Du willst also ein Ergebnis interpretieren ohne den Rechenweg zu kennen?

Zitat:
Hier ein Beispiel: Monsanto hat bei seinen Studien ALLE Standarts der erforderlichen Forschung zu Auswirkungen der GVO eingehalten (Gefahren, blaa). Es behauptet, das es keinerlei Risiko für Mensch und Natur gibt. Ebenfalls gibt es Studien, die genau das Gegenteil zeigen, und EBENFALLS ALLE Standarts der erforderlichen Forschung erfüllen.
Warum ist das so, wenn doch die Ergebnisse so KLAR und EINDEUTIG sein sollen, und diese Forschung so klar und eindeutig ist? Siehst du das Problem?

Erste Frage: Was hat ein Konzern, der gentechnisch verändertes Saatgut produziert, mit Schizophrenieforschung zu tun?
Zweite Frage: Denkst du nicht auch, dass du eigentlich eher den Einfluss von Unternehmen anprangerst als grundlegende Überlegungen? Dass ein großer Konzern seine Studien sich so zurecht legt, wie er sie haben will, ist nunmal keine Seltenheit. Was das aber konkret mit der Rechtfertigung einer ganzen Wissenschaft zu tun hat, ist mir wirklich schleierhaft.

Zitat:
Die BASIS genetischer Forschung ist bei allen Forschungen die gleiche. Die methoden sind klar formuliert und es gibt Standarts, die weltweit gültig sind. WENN in dieser Basis die MÖGLICHKEIT gegeben ist, Ergebnisse so unterschiedlich zu gestalten, ist es nicht logisch, dass in der Shizophrenie-Forschung nur EIN klares Ergebnis zu erwarten ist, im gegenteil. Es ist nur logisch, das auch hier unterschiedliche Ergebnisse zu Studien entstehen können. WENn unterschiedliche Ergebnisse entstehen können, ist es nicht möglich, eine methode als Wiederspruchsfrei und bombensicher zu bezeichnen.

Jetzt wirds spektakulär. Also widmest du dich doch der Methodik? ;)
Weshalb Studien unterschiedliche Ergebnisse liefern, liegt meist daran, dass sie andere Zielstellungen verfolgen. Bei gleichartig formulierten Zielen kann es immer noch ein anderes Setting geben, was letztlich zu einem anderen Outcome führt. Hinzu kommen fehlerhafte Interpretationen der Daten und selbstverständlich die allgemeine Komplexität der Thematik. Bei Schizophrenie handelt es sich um eine multifaktorielle Erkrankung, die allein aus diesem Grund zahlreiche Studienergebnisse rechtfertigt.


Zitat:
Forschungen, die als Eindeutig betitelt werden sind grundsätzlich konstruiert, und spiegeln nicht die Realität wieder.

Das ist einfach Unsinn. Alle Forschungen, die Gesetze und anerkannte Modelle hervorgebracht haben, sind weder konstruiert noch spiegeln sie nicht die Realität wieder. Forschung, die valide, objektiv und reproduzierbar ist, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit ziemlich nah an einer probabilistischen Realität. Diese Ziele zu erreichen, ist aber nicht immer so einfach. Aber auch das ist keine grundlegende Kritik an einer Wissenschaft, sondern lediglich eine allgemeine wissenschaftstheoretische Überlegung.
Zitat:
Schlußfolgerungen auf eine Allgemeinheit sind daher, genau genommen nicht möglich.

Auch das ist blanker Unsinn. Statistische Forschung hat als eine entscheidende Anforderung die Übertragung der Ergebnisse von der untersuchten Population auf die Grundgesamtheit. Deshalb gibt es ja so unzählig viele Regeln, die bei statistischer Forschung zu beachten sind. Eine gute Studie ist folglich eine, die auf die Grundgesamtheit übertragbar ist. Selbstverständlich gibt es Studien, die nicht übertragbar sind - aber das sind auch nicht die Glanzstücke, die man in solchen immensen Kritiken wie deine hervorbringen sollte.
Zitat:
es wird niemals möglich sein, eine 100% Aussage zu treffen, sondern nur Tendenzen, die je nach dem um was es geht mehr oder weniger als Sinnvoll erachtet werden können und nützlich sein können, aber eben nicht müssen.

Danke für die Erklärung über probabilistische Forschung. Aber inwiefern negiert das die Wissenschaft der Genetik und seiner Derivate?
Zitat:
Ein weiteres Problem ist der Shizophrenie-begriff, aber das hatte ich ja bemerkt, und die verbindung aus beiden methoden ist dann umso problematischer.

Dieser Kritikpunkt ist heutzutage leicht obsolet, da man mittlerweile ziemlich sicher weiß, was Schizophrenie ist.
Oder anders: Wo steckt denn das Problem mit dem Schizophrenie-Begriff und warum lässt es sich nicht lösen?
Zitat:
Man darf die vielen Komponenten der "Manipulation bei Befragen von Patienten" nicht vergessen, dann noch die zwischenmenschlichen Kommunikationsporbleme...etc...etc...!!! Und das ist wohl die größte Fehlerquelle, denn Menschen neigen dazu, sich ständig gegenseitig zu Manipulieren und zu Beeinflussen. Ist ein anderes Thema...

??? Ich denke, du kommst aus der Ecke sozialer Forschung, oder? Nicht, dass es auch dafür Problemlösungen gibt, aber Genforschung beschäftigt sich vornehmlich mit Genen. Fehlerquellen, die du meinst, liegen in der Patietenauswahl - aber auch hier hat man gezeigt, dass man Fehler massiv minimieren kann.
Zitat:
Zitat:
Also es ging um Deine Ablehnung der Vererbbarkeit von psychischen Krankheiten. Nehmen wir mal Depression als typische und häufige psychische Krankheit: Wenn z.B. eine Störung im Serotoninsystem weitervererbt wird und die betreffende Person dann depressiv wird, liegt doch eine genetische Ursache nahe, oder?

...
Aber zurück zum Thema: im ersten Moment erscheint deine Schlußfogerung ja richtig, aber:
Es ist nicht möglich, den Serotoninmangel als EINZIGSTE Ursache für Depressionen festzulegen. Es ist auch nicht möglich, überhaupt Ursachen für Depressionen Auszuklammern und zu beschränken. Da ist die Ursachenbandbreite ENORM! Was ist mit denen, die keinen Serotoninmangel-leiden haben, und trotzdem nicht depressiv sind? Wirst du die jemals treffen? Und was ist mit denen, die einen Serotoninmangel haben, und NICHT depressiv sind? Wirst du diese jemals treffen? Das ist schon mehrere Probleme, die kaum lösbar sind. In dem Fall zum beispiel sucht man sich dann die passenden patienten, damit die Studie passt. DAS ist dann das konstruierte. und das wren ja nur wenige Beispiele, da ist die liste lang. Manches kann man ausklammern, und manches nicht.
--> In dem Fall also liegt eine Genetische Ursache nicht nah, sondern "es könnte unter Umständen vielleicht auch und nur zum Teil eine Genetische Ursache vorhanden sein", so macht das mehr Sinn...

Psychische Erkrankung sind allgemein bio-psycho-soziale Erkrankungen, was heißt, dass sie ursächlich in all diesen Gebieten verortet sind. Es wird also nirgends behauptet, eine psychische Erkrankung sie monokausal erblich bedingt - die Existenz einer erblich bedingten Assoziation ist aber nicht so einfach vom Tisch zu fegen und damit zu berücksichtigen. Das ist im Fall der Schizophrenie nicht nur theoretisch, sondern auch klinisch-praktisch eindeutig erwiesen.
Deine methodischen Überlegungen zur Depression spiegeln lediglich die Komplexität derartiger Erkrankungen. Depression ist absolut sicher mit einem Serotoninmangel assoziiert (was demnach deine erste Frage natürlich nichtig macht), aber du hast recht mit der Frage, ob auch bei Serotoninmangel ohne Depression ein Krankheitswert vorliegt - und hier zeigt sich schlicht die enorme Biodiversität, aber eben nicht ein logisch folgerichtiger Gegenbeweis für die Falschheit der Serotoninmangelhypothese.
Ich denke, du verkennst maßgeblich die Komplexität dieser Themenbereiche und stützt dich in deiner Argumentation auf einfache Schlussfolgerungen.

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Zuletzt geändert von Special_k am 08.05.2012 - 08:02, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: LSD als Selbsttherapie & wie es entgleisen kann
Ungelesener BeitragVerfasst: 08.05.2012 - 07:59 
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Zitat:
Es ist nicht möglich, den Serotoninmangel als EINZIGSTE Ursache für Depressionen festzulegen.

Hat keiner gesagt. Letztlich beschäftigt sich die Psychologie mit der Vererbbarkeit von
Dispositionen und dem überzufälligen Auftreten von Merkmalen/Krankheiten/Erlebensmustern.

Zitat:
In dem Fall zum beispiel sucht man sich dann die passenden patienten, damit die Studie passt. DAS ist dann das konstruierte.

Hey, Du stellst die ganze Wissenschaft infrage ;) Es werden halt einfach Leute per Zeitungsannonce oder direkte
Ansprache in der Praxis für die Studie gewonnen. Sie auszusortieren, damit die eigene Theorie passt ist no-go.

Zitat:
"Es ist nicht möglich" bedeutet "es gibt keine Methode, die das entgültig beweisen könnte (Wissenschaftlich). Ich habe keine Ahung, wo das verortet wird, ob im Körper, oder außerhalt, gibt ja diverse verschiedene Erklärungen... :D Da kann man sich was aussuchen... ich persönlich verorte die Steuerung der Körperfunktionen im Gehirn, die körperliche lebenserhaltung quasi. Komplexere Kognition und kommunikation eher nicht nur, aber auch...und andere Existenzielle Elemente des Menschen (Bewußtsein, Seelenteile, oder was auch immer) vielleicht auch gar nicht im Körper.

Kannst Du halten wie Du willst. Ich selber versuche nur wissenschaftliche Beweise zu nutzen und methodisch
zu arbeiten, weil sonst gleitet es ab und wir basteln uns unbegründbare Theorien zusammen die nicht haltbar sind.
Natürlich wissen wir nicht alles, gerade der Verbund Körper&Seele ist ein viel zu unbekanntes Terrain und
wir können auch nur äußere Sachen messen und Schlussfolgerungen anstellen...
Klar kann das Denken nur Illusion sein, das Weltall endlich, die Illuminaten hinter allem stecken... nur
entweder wir führen eine Diskussion nach begründbaren Standards, oder wir machen Starwars und
legen uns die Welt wie sie uns gefällt. :-)

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 Betreff des Beitrags: Re: LSD als Selbsttherapie & wie es entgleisen kann
Ungelesener BeitragVerfasst: 08.05.2012 - 10:38 
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:mued: uiuiui....ich danke euch für die Ausfühliche Reflektion, kann nicht auf alles reagieren auf einmal, daher stückchenweise. Ich finde das sehr schön, das ihr euch darauf einlasst. :ok:
Zumal das hier eine Unterhaltung ist, und sicher kein "Ich habe recht und du nicht"-Situation, daher will ich auch versuchen so zu reagieren, das es verständlich bleibt. Ich bin sehr für eine Unterhaltung bezüglich solcher komplexen Inhalte, aber es ist auch mir klar, das man nicht alles klären wird können. Die Dinge sind doch sehr komplex, und manchmal nur sehr schwer zu vereinfachen...

Col0r hat geschrieben:
Ich selber versuche nur wissenschaftliche Beweise zu nutzen und methodisch
zu arbeiten

Die Wissenschaft hier besteht aus vielen Fachbereichen, und interner Sprachen/Fachsprachen. Naturwissenschaft ist ein Teilbereich. Geisteswissenschaft ein anderer. Ich hab mich selbst nicht klar ausgedrückt, denn ich meinte
"Es ist nicht möglich" bedeutet "es gibt keine Methode, die das entgültig beweisen könnte (Naturwissenschaftlich)
Wenn es um Denken oder Kognition geht, geht es um komplexe Prozesse, und diese klar aufzuzeigen ist nicht immer Möglich, aber manchmal. Diese aber zu verorten ist technisch kaum möglich, wird aber durchaus versucht, wie gesagt im Gehirn (Da gibts ja diverse messungen der Hirnströme, die stattfinden, wenn jemand ein bild anschaut). Das sind einzelne Reaktionen, die da gemessen werden, einen gesamten verarbeitungsprozess zum beispiel so darzustellen ist technisch nicht möglich. Beispiel: Zu messen, was ein Kind sein Gehirn direkt für Reaktionen auf gewisse "Misshandlungen" oder Beleidigungen zeigt, das ist möglich. Was aber dann das Kind "daraus macht", quasi das Versteht, verarbeitet, "es sich erklärt/begründet" (Das ist die kognitive Verarbeitung quasi, mit kognition meine ich nicht die rheine 1:1-Weiterleitung von informationen, sondern die komplexe psychische verarbeitung quasi die erst zum "Verstehen" führt)um es "mit sich" zu vereinbaren, oder in seine Welt zu integrieren", das ist wiederum Technisch nicht möglich! Es ist mit sozialwissenschaftlicher und psychologischer Forschung nur bedingt möglich! Da gibt es eine naturwissenschaftliche methodische Grenze, die durch die Geisteswissenschaften (Psychologie ist als Geisteswissenschaft klassifiziert) aufgefangen wird, und dort eben technische Messmöglichkeiten nicht im Mittelpunkt stehen, sondern anders herangegangen wird. Da gibt es Methoden, die aber an Definitionen geknüpft sind, wo ich oft der Meinung bin, das mit dem was Vielfalt und individualität angeht gespart wird. Aber ich muss betonen, ich bin kein psychologe, und auch nicht mit Psychiatrischen Themen genügend vertraut. Daher kann ich nur das, was ich aus beobachtungen von anderen erfahre, und was ich in meine beschäftigung mit Psychologie erfahre wiedergeben. Mir erscheinen manche Konzepte nicht genügend individualisiert, und daher bin ich da kritisch. ...

Hier ein Beispiel: Um herauszufinden, wie das kind dieses Erlebnis Verarbeitet hat/Integriert hat, muss man es dauerhaft beobachten, und die schlußfolgerungen, das es aus dem Geschehen zieht, und die sich jeweils an das Wissen koppeln, das es im Laufe der Lebenszeit sammelt, festhalten. Das ist kaum möglich (und an dieser stelle sag ich leider!!!). Eine mutter kann das mit ihrem kind ja machen, aber da gibt es das problem der Interaktion zwischen mutter und kind, und die verständigung, die halt ebenfalls problematisch werden kann....
Letztenendes gibt es schon möglichkeiten, zumindest ein "Jetzt"-Zustand mit einem kindheitserlebnis in zusammenhang zu bringen. Das ist schon sehr viel, und das ist auch durchaus nachvollziehbar, auch wenn es rhein Technisch naturwissenschaftlich nicht darstellbar ist. Es basiert auf schlussfolgerungen/Modelle, und nicht auf naturwissenschaftliche Messungen (technische messungen) oder Glauben (was du meinst mit Illuminaten und Starwars). Und ebenfalls aber ist es auch so, und das auch in der Psychologie definiert (selbsterfüllende Prophezeiung zum Beispiel), das wir uns durchaus EIN TEIL der Welt selbst gestalten! ;) Diese "Tatschache"/Teil-Element kann man auch nicht so einfach ignorieren.

Wissenschaft ist Logik, und logik AN SICH zu hinterfragen geht nicht, nur das jeweilige Prinzip auf der diese basiert kann man hinterfragen. :prost:
-----------------------------------------Übersichts-trennlinie---------------------------------------------------
@Special_K: ich mache momentan interdisziplinäre Forschung, was vermutlich der Grund ist, weshalb die Querverbindungen die ich anspreche etwas verwirrend rüberkommen. Einzelne Disziplinen sind nicht immer klar voneinander trennbar. Ich gehe halt etwas weiter, und versuche kognitive Mustererkennung zur Fehleranalyse hinzuzuziehen um auf miteinander-verwobene Probleme verschiedener bereiche anzuwenden, und das hier so logisch aufzuzeigen und nachvollziehbar zu erklären, das...weiß ich nicht ob mir das gelingt. Aber versuchen schadet nicht, und Feedback ist gut!!! Bei den Formulierungen muss ich schauen, ob ich es nicht etwas verständlicher machen kann. Nur denke ich, das die Trennungen der Fächer/Disziplinen, die du so klar möchtest, nicht wirklich möglich sind, quasi schon auch Verbindungen bestehen, die man sich nicht wegdenken kann. Das geschlossene/offene Systeme-Problem durchzieht viele Fachbereiche, und zeigt gewisse Muster.
Die anderen Arhumente muss ich nochmal genauer überlegen, und mir nochmal durchlesen. :turnsmiley:

-----------------------------Übersichtstrernnlinie 2-------------------------------------------------------
Col0r hat geschrieben:
NTP hat geschrieben:
Es ist nicht möglich, den Serotoninmangel als EINZIGSTE Ursache für Depressionen festzulegen.


Hat keiner gesagt.

hmm....schau mal:
Zitat:
Wenn z.B. eine Störung im Serotoninsystem weitervererbt wird und die betreffende
Person dann depressiv wird, liegt doch eine genetische Ursache nahe, oder?

Da hast du die anderen Aspekte halt weggelassen, die Special_K als bio-psycho-soziale Erkrankungen bei der Shizophrenie drinne hat, das ist bei der Depression genau so. Welche komponente (Biologische, psychische oder soziale) hier die ÜBERWIEGENDE ist, ist offen. Wenn alle 3 Komponenten greifen, (und ich sehe die biologische wenn überhaupt eher als geringste an ist aber jetzt nur meine Meinung), dann tust DU aber die anderen 2 eher weglassen! Da reduzierst du zu sehr quasi. :yes:

Zitat:
Letztlich beschäftigt sich die Psychologie mit der Vererbbarkeit von
Dispositionen und dem überzufälligen Auftreten von Merkmalen/Krankheiten/Erlebensmustern.

SO kann man das nicht sagen. Das ist ja eben eine reduktion auf die Vererbbarkeit, und das ist nicht der Fall! Das ist auch nicht die Aufgabe von psychologie (nur teilweise), sondern eine TEILaufgabe der Neurologie in Verbindung mit der Psychiatrie, weil in der Psychiatrie wesentlich klarer und intensiver gewisse verhaltensweisen auftreten und abgegrenzt werden können. Aber die Psychologie macht eher was anderes:
Zitat:
"Psychologie ist die WS, welche die bewußten Vorgänge und Zustände sowie deren Ursachen und Wirkungen untersucht". (Rohracher)
"Psychologie ist die WS von dem subjektiven Lebensvorgängen, die gesetzmäßig mit den objektiven verknüpft sind".(Pauli)
[da gbts dann 4 Prinzipien, die die Ps. als eine Erfahrungswissenschaft klassifiziert, das fass ich jetzt net zusammen.] S.606 Dorsch-psychologisches Wörterbuch, 1996

Aber Wikipedia sagt da etwas anderes/sagt es anders, was die Grundbeschreibung angeht...ist ja oft so. Aber Wiki zählt einpaar "Unterrubriken" auf und nennt das, was du meinst Biologische Psychologie. Dorsch nennt das net so (das ist aber die alte Ausgabe...ich glaub, in der neuen ist das dann auch aufzufinden unter den vielen anderen Teilbereichen), aber da kann man auch ein neueres Werk sich anschauen, weil Wikipedia beschränkt etwas zu sehr gewisse Teilbereiche. Das Feld der psychologie ist ein ENORMES, und die Gegetik spielt in dem Fachbereich nur eine kleine Rolle und wird was Therapien angeht noch gar nicht hinzugezogen. Vererbung wird zum Erklären hinzugezogen (Theoretisch quasi, so wie diese Studie), aber therapeutisch ist es auch nicht so von Belang (es würde ja auf veränderung der Vererbung/des genetischen materials hinauslaufen). Im allgemein ist die Basis der Psychologie nicht die Vererbungslehre, denn es ist wie gesagt nicht möglich, technisch nachzuweisen, das ALLES Verhalten des Menschen auf die Genetik und der Vererbung zurückführbar ist.

Randbemerkung dazu:

Schau dir mal in der DFG-Fachsystematik die neurowissenschaften an (im Roten Kästchen unter Medizin, 206)
Und schau die mal unter Verhaltens- und Sozialwissenschaften die psychologie an (gelbes Kästchen, 110)
ich orientiere mich immer nach der DFG, weil das die Geldgeber für Forschung sind. Das aber nur am Rande...da sieht man halt, WO die unterschiedlichen Forschungen/Fachbereiche verortet werden, und welche Unterrubriken die Psychologie hat, die als Einzelfächer quasi existent sind, nicht nur als Teilbereiche. ....
http://www.dfg.de/download/pdf/dfg_im_p ... _08_11.pdf

joa...reicht erstmal, Rest kommt ein ander mal...
:color:
Grüsse,
NTP

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 Betreff des Beitrags: Re: LSD als Selbsttherapie & wie es entgleisen kann
Ungelesener BeitragVerfasst: 08.05.2012 - 18:55 
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Registriert: 08.02.2012 - 17:43
Beiträge: 38
Zitat:
Was haltet ihr davon?

Ich denke, dass das total naiv ist!
Wenn du Energie hast, um an dir zu arbeiten, dann beschränk dich erstmal auf deine dir bekannten Probleme anstatt im Unbekannten nach anderen Problemen/Ursachen zu suchen!

Suchst du nach Argumenten um deinen Substanzkonsum medizinisch zu rechtfertigen?

Warum fängst du nicht erstmal mit Meditation an?
Bei deinen psychischen Vorbelastungen wäre das definitiv die sicherste Variante! (oder autogenes Training)

Warum müssen es schon wieder psychoaktive Substanzen sein?
Hast du nicht auch selbst das Gefühl, dass du dabei bist dich selbst zu verarschen?

Es gibt doch auch genügend andere Wege das Bewusstsein zu verändern.
Ich an deiner Stelle würde mich mit dem Gedanken abfinden, dass du erstmal weitgehend auf Drogen verzichten solltest!

Nimmst du nicht sowieso eine Reihe Psychopharmaka welche den Psychedelikas im Wege stehen würden?


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 Betreff des Beitrags: Re: LSD als Selbsttherapie & wie es entgleisen kann
Ungelesener BeitragVerfasst: 08.05.2012 - 19:14 
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Registriert: 08.02.2012 - 17:43
Beiträge: 38
Zitat:
Ja seit einiger Zeit denke ich ernsthaft darüber nach, ob es für uns beide nicht besser wäre, wenn sie in ein begleites
Wohnheim geht.

Ganz ehrlich, die gegenseitige Beziehung die ihr zueineander habt, scheint mir sehr speziell zu sein. (jedenfalls lassen die Beiträge das vermuten)
Ich hab das Gefühl, dass es an der Zeit wird euch voneinander abzunabeln. In dem Alter zu seiner Mutter ins Bett gehn und kuscheln, kommt mir schon bisschen schräg rüber. Auch hab ich das Gefühl, dass du sie zu stark schützen willst und somit verhinderst, dass sie endlich mal erwachsen werden kann. Auch dass ihr beide euch zusammen hier im Forum rumtreibt und ihr gegenseitig über euch Beiträge verfsst und lest finde ich Fehl am Platz.
Komisches Mutter-Tochter-Verhältnis.

@old lady
Ausserdem ist es an der Zeit, dass du eine Energie in dein Leben steckst und nicht integral in das deiner Tochter.
Damit übst du imo indirekt Druck auf sie aus.


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 Betreff des Beitrags: Re: LSD als Selbsttherapie & wie es entgleisen kann
Ungelesener BeitragVerfasst: 08.05.2012 - 19:28 
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Registriert: 20.05.2011 - 19:58
Beiträge: 2514
Schön wäre es, wenn man ihr Problem mit ein bisschen Mediation bereinigen könnten.

Wie schon gesagt. Sie hat ein schwerwiegendes Suchproblem und schmeisst Drogen, Medikamente, Alkohol wahllos
in sich rein, wenn sie mit etwas nich klarkommt.

In der Vergangenheit wurde sie bereits einige Male ins Spital gebracht, weil sie ihren Konsum nicht in Kontrolle hatte.
Sie wurde einmal bewusstlos unter der Rolltreppe gefunden. Oder sie lief an einer Goaparty verwirrt mitten in
der Nacht durch den Wald oder oder oder.

Im Moment habe ich sehr Schwierigkeiten mit der Situation, musste die letzten zwei Tage abschalten. Für mich ist klar,
dass sie in eine mehrmonatige Suchttherepie gehört. Alles andere ist Zwecklos.

Gestern ging es ihr nicht gut. Sie hatte halunazionen und bekam jetzt Haldol. Zudem versucht sie mich zu manipulieren und
spielt ihre Sucht im Moment runter.

Ich machte ihr klar, dass sie unter diesem Suchtverhalten keinen Platz mehr zu Hause haben wird. Ich versuche, ihrem
manipulativem Verhalten stand zu halten. Sie muss kapieren und verstehen, dass ich so nicht mehr will und vorallem
auch nicht mehr kann. Sie geht im Anschluss in ein BEWO und muss mit Beweisen, dass sie es schafft.

Jetzt hat sie mal vorerst mal Zeit das zu verstehen und zum Nachenken.

_________________
Und wenn ich verzweifle,dann erinnere ich mich,dass durch alle Zeiten in der Geschichte der Menschheit,die Wahrheit und die Liebe immer gewonnen haben. Es gab Tyrannen und Mörder und eine Zeitlang schienen sie unbesiegbar,doch am Ende scheiterten sie immer.
Der Schwache kann nicht verzeihen. Verzeihen ist eine Eigenschaft der Starken
Mahatma Gandhi


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