Im Moment sind die Blauen recht repressiv drauf, weshalb sich kein Veranstalter gerne exponiert. Streetwork, die das Drugtesting machen, haben Mühe, Veranstalter zu finden - eben unter anderem aus oben genannten Gründen. Wenn Streetwork testet, gibt es keine Razzia - aber das ist wohl auch mehr eine Vereinbarung als ein "Gesetz".
Bei E&R siehts dann natürlich wieder anders aus, weil wir ja keine "Offiziellen" sind (Streetwork gehört zum Sozialdepartement der Stadt Zürich). Also keinerlei Abmachungen mit der Polizei. Anderseits heisst eine Anwesenheit von uns mit einem Infostand ja nicht unbedingt, dass die Leute dort auch Drogen konsumieren, vielleicht wollen sie sich ja auch wirklich nur informieren...
Ich denke, das Ganze ist so ein wackliges Gleichgewicht. Viele der Partydrogen sind illegal - das darf im Prinzip nicht toleriert werden. Aber es ist Allgemeinwissen, dass ohne Drogen im Ausgang fast nichts geht. Von dem her sprechen sowohl Streetwork als auch E&R für einen vernünftigen Umgang. So im Stil von "Man kann ein Problem nur bearbeiten, wenn man es anerkennt..."
Und für einen Veranstalter kann es ja nur gut sein, wenn jemand schaut, dass die Party reibungslos über die Bühne geht, d.h. ohne ernsthafte Zwischenfälle mit Überdosierungen und so.
Ob sich eine Präsenz von uns "lohnt" ist eine sehr relative Sache. Eine Präsenz bdeutet einfach mal, dass die Leute die Möglichkeit haben, mit "Fachleuten" über ihren Konsum zu reden. Und dann sind wir auch immer noch Anlaufstelle für die diverse andere Problemchen. Für uns ist es auch immer wieder spannend, mit den Leuten in dreikten Kontakt zu kommen und Leute aus dem Forum kennen zu lernen. Meistens liegt zumindest für einen Teil der Helfer auch noch etwas Party drin.