Der Solidarismus ist eine wirtschaftliche Utopie aus der Feder von Rusolf Diesel.
Bei diesem System wird eine Megagenossenschaft, genannt Volkskasse, eingerichtet, welche Kredite für die Gründung von solidaristischen Betrieben, genannt Bienenstöcke, aus einem
Stammfonds vergibt. Die Mitglieder dieser Volkskasse, genannt Brüder, entrichten regelmäßig einen Betrag in den Stammfonds der Volkskasse. Für den Fall eines Bankrotts behält die Volkskasse das Eigentumsrecht am Betrieb. Ein Teil der Erträge der Bienenstöcke wandern in den
Anteilfonds, aus welchem Renten usw. bezahlt werden. Im
Sparkassenfonds verwaltet die Volkskasse die Ersparnisse der Brüder.
Die Betriebe, genannt Bienenstöcke, sind nicht nur volkseigene Unternehmen, sondern beherbergen auch soziale Einrichtungen für die Arbeiter, genannt Bienen, und die übrigen Brüder, z.B. Kindergärten, Schulen, falls diese nicht schon vorhanden sind, Bibliotheken, Krankenstationen und Ausbildungsstellen für Lehrlinge sowie einen Gesellschaftsraum. Ferner beliefern sich die Bienenstöcke gegensetig mit ihren Erzeugnissen. Diese Erzeugnisse werden zum Selbstkostenpreis an die Bienen verkauft.
Eine Schwäche hat das System jedoch: Anders als im Kapitalismus gibt es keinen automatischen Druck zur Produktverbesserung.
Ich für meinen Teil halte dieses Sytem für eine durchaus ernstzunehmende Alternative zum Kapitalismus, da es, anders als der Kommunismus, auf Freiwilligkeit basiert und ohne Zwang auskommt.
In seinem Buch bespricht Diesel diese Utopie im Allgemeinen, wie auch ihre Organisation, sowie ihre zu erwartenden Auswirkungen.
Außerdem beweist er seine Durchführbarkeit und zählt Nutznießer auf.
bei Amazon kaufenMich nimmt es Wunder, was ihr dazu sagt?