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 Betreff des Beitrags: Psychologen/Anstalten nehmen einen nicht Ernst?
Ungelesener BeitragVerfasst: 10.11.2011 - 00:04 
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Hallo,
sollte dies die Falsche Rubrik sein,bitte verschieben oder ggf. löschen und mich benachrichtigen. danke.

Zum Thema :
Habe vor kurzem mit Cannabis "aufgehört" wodurch iwas depressionsartiges durchgekommen is (habe angefangen dauer zu kiffen nachdem meine eltern sich getrennt haben) und meine "panikattacken" blieben ohne cannabis auch. Zusätzlich die ganzen Gedankengänge die ich übern halbes Jahr unterdrückt habe und momentane Probleme haben mich dann ziemlich fertig gemacht und ich habe in einer Klinik hier angerufen,die auch entsprechende Stationen hat.
Soviel zum Ausgang.
Ich rief also dort an und wurde die ganze Zeit weitergeleitet ohne,dass mir jemand hätte sagen können WO ich mich denn melden muss. Alles was ich hörte war,wir stellen sie gleich durch. Eine der Personen musste sich sogar das Lachen unterdrücken und man wollte mich Stationär einweisen bzw mir wurde es vorgeschlagen obwohl die Sucht ja nicht mein eigentliches Problem war. Ein Kollege (der aber mehr aufm "kerbholz" hat als ich und deswegen imo sensibler behandelt werden sollte) wurde in der Klinik (stationär) eigentlich erst "richtig kaputt".Ebenfalls wird er von niemandem in irgendein Program aufgenommen,mit der Aussage er sei noch zu Gesund.(falls du das liest,ich hoffe du verstehst wie ich das mein :x)
Die Klinik ist NRW und eigentlich relativ groß und bekannt.Es ist ne Stadt mit unter 100.000 Einwohnern.


Meine Frage ist nun ob jemand ähnliche Erfahrungen hat.Vielleicht mit mehreren Kliniken (großstädte,kleinstädte) in Kontakt gekommen oder vielleicht mal dort gearbeitet? Selber in solch einem Bereich gearbeitet?
Grundsätzlich interressieren mich eure Erfahrungen (positiv wie negativ) mit Psychologen und solchen Kliniken.

mfg alurad - und danke fürs erfahrungen teilen




ps: meine probleme sind nicht thema,sie gelten nur als information zur situation.

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 Betreff des Beitrags: Re: Psychologen/Anstalten nehmen einen nicht Ernst?
Ungelesener BeitragVerfasst: 10.11.2011 - 02:34 
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erfahrungen habe ich verdrängt, aber hier die kurzfassung:

die menschen, die einen dort hin verweisen, haben keine ahnung. sie wollen nur verantwortung abschieben, ihren job machen.
die menschen, die dort arbeiten, haben keine ahnung, was ihnen eigentlich beigebracht wurde, bzw zu welchem ziel.

die kliniken sind dazu da, menschen wieder soweit funktionsfähig zu machen, dass sie sich selbst versorgen können.

wer wirkliche anliegen hat sollte dort nicht hingehen. imo ist es unzureichende hilfe, aber so lange jemand daran verdient.. ein bisschen grausam

und du musst auch wissen, die meisten, die dort anrufen, lieben selbstinszenierung. ich meine.. sie sind schon heftig kaputt und alles, aber sie mögen es, zu übertreiben. das ist wohl auch normal, deswegen mach dir mal keine gedanken darüber

hilf dir selbst, sry

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 Betreff des Beitrags: Re: Psychologen/Anstalten nehmen einen nicht Ernst?
Ungelesener BeitragVerfasst: 11.11.2011 - 13:12 
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Danke für deinen Beitrag und entschuldigen musst du dich dafür nicht,eigentlich ist das auch meine Einstellung aber manchmal wird jeder schwach und will hilfe ;)

Hier haben doch auch sicherlich auch andere was dazu zu sagen oder nich?

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 Betreff des Beitrags: Re: Psychologen/Anstalten nehmen einen nicht Ernst?
Ungelesener BeitragVerfasst: 11.11.2011 - 13:20 
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Das ist nicht zufällig in Herten oder?

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baseado hat geschrieben:
:character-oldtimer: " Wir haben damals noch richtige Drogen genommen, wo man auch wusste woran man kaputt geht" :character-oldtimer:


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 Betreff des Beitrags: Re: Psychologen/Anstalten nehmen einen nicht Ernst?
Ungelesener BeitragVerfasst: 11.11.2011 - 13:24 
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 Betreff des Beitrags: Re: Psychologen/Anstalten nehmen einen nicht Ernst?
Ungelesener BeitragVerfasst: 11.11.2011 - 14:27 
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Aus Erfahrungen aus meinem Umfeld und auch nach Gesprächen mit verschiedenen Personen aus dem Bereich, rate ich davon ab, sich bei leichten Fällen in eine psychiatrische Klinik einweisen zu lassen. Einmal drin, ist man voll in dem Betrieb drin. Der Grundgedanke von Psychiatern scheint zu sein: Etwas bei dem Menschen funktioniert nicht richtig, also geben wir Medis, damit dieser Defekt behoben wird. soziale und psychologische Faktoren scheinen wenig zu gelten.
Deshalb besser ein Ambulatorium oder eine Praxis, in welcher Psychiater mit Psycholgen zusammen arbeiten, aufsuchen. Erstns ist man nicht gleich in der Psychiatrie "deponiert" zweitens wird dort ein Problem anders (umfassender) angeschaut.

Bei schweren Krisen und wenn man Angst um seine Unversehrtheit hat, ist eine Klinik aber nicht falsch!!!


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 Betreff des Beitrags: Re: Psychologen/Anstalten nehmen einen nicht Ernst?
Ungelesener BeitragVerfasst: 11.11.2011 - 14:44 
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Ich empfehle dann psychosomatische Kliniken. jeder kann Hilfe gebrauchen und psychische Entwicklung ist wichtig.

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 Betreff des Beitrags: Re: Psychologen/Anstalten nehmen einen nicht Ernst?
Ungelesener BeitragVerfasst: 11.11.2011 - 15:48 
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wieso rufst du denn selbst dort an? als ich reif für die klinik war ging ich zum psychiater, hab ihm mein problem geschildert, er hat vorabklärungen gemacht und mir verschiedene stationen vorgeschlagen und erst dann bin ich selbst dort vorstellig geworden. bin immer anständig behandelt worden, nur der rezeptblock sass bisschen zu locker.

edit: und ja, kliniken helfen in krisen, wenn man intensiv an tieferen problemen arbeiten will muss man in eine psychotherapiestation oder so. dann ist man aber nicht in wenigen wochen zurück am arbeitsplatz, dann verschwindet man einige monate.

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richter fällen urteile, polizisten vorurteile.

du legst benzos bereit bevor du einen trip einwirfst? dann bist du ne verdammte pussy und hast gar nix verstanden.


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 Betreff des Beitrags: Re: Psychologen/Anstalten nehmen einen nicht Ernst?
Ungelesener BeitragVerfasst: 11.11.2011 - 17:37 
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Ich war mal vor x Jahren in ner psychosomatischen Klinik für 6 oder 7 Wochen. Eigentlich wars da ganz in Ordnung, nur die Psychologen, ein Graus! :curse: Zumindest der, den ich hatte. Ich hab ihm in groben Zügen meine Lebensgeschichte mit den schlimmsten Erlebnissen erzählt und da meinte er bloss: Hört sich ja an wie ein Film! :shock: Ich hab echt gedacht, ich spinn. Erzähl ihm die schlimmsten Sachen und das Asshole (sorry, aber mir geht heute noch der Hut hoch) glaubt mir KEIN WORT!

Ich hab dann kurz darauf ne ambulante Verhaltenstherapie für zwei Jahre gemacht, die mir sehr geholfen hat. Also, würd ich dir auch empfehlen!

Greetz

@nazgul: Bei mir wars auch so, dass mein damaliger Psychologe mir Kliniken rausgesucht hat, ich hab da auch nicht selbst angerufen...

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 Betreff des Beitrags: Re: Psychologen/Anstalten nehmen einen nicht Ernst?
Ungelesener BeitragVerfasst: 11.11.2011 - 22:54 
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Hallo,danke euch allen ersmal für die Beiträge.

Ich habe dort angerufen,da ich keine ahnung von der sache hab und das meine "zentrale" anlaufstelle war und zumindest an eine weiterleitung dachte. soweit ich weiß ist dort aber auch eine ambulanz und sowas hatte ich auch eigentlich vorgesehen - deswegen war ich im ausgangsbeitrag ja so schockiert um den vorschlag einer ""einweisung""

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 Betreff des Beitrags: Re: Psychologen/Anstalten nehmen einen nicht Ernst?
Ungelesener BeitragVerfasst: 12.11.2011 - 00:10 
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Kann mich meinen Vorpostern nur anschließen: Wenn du noch einigermaßen klarkommst, d.h wenn deine Probleme nicht so schlimm sind, dass du alleine nicht mehr lebensfähig bist, LASS DICH NICHT EINWEISEN! Das (deutsche?) Gesundheitssystem ist anscheinend so schlecht, dass Ärzte, besonders Psychologen es nötig haben ihre Patienten im Akkord abzufertigen. Dem entsprechend nimmt sich niemand Zeit für dich und deine Probleme. Keinen interessierts, was du wirklich hast und daher auch nicht was du wirklich brauchst. Die kleben dir einfach die erstbeste Diagnose auf die Stirn und dann wirst du mit Psychopharmaka vollgepumpt. Wenn du großes Glück hast, gehts dir danach zufällig besser, meistens ist jedoch wohl das Gegenteil der Fall. War auch mal bei nem Psychologen, der meinte ich sollte mich stationär behandeln lassen. O-Ton: "Da kann man sie mal richtig vollpumpen, ohne das was passiert, da "Fachpersonal" ja immer anwesend ist" :conf: :spinn: Und genau so wird da warscheinlich auch vorgegangen: Ein bisschen nach dem Trial and Error Prinzip. Dass es dabei um die menschliche Psyche geht, scheint dem "Fachpersonal" ziehmlich wurscht zu sein :curse: Das Ende vom Lied war: Ich hab mich nicht einweisen lassen und meine Probleme irgendwann selbst in den Griff bekommen. Warscheinlich wäre ich heute richtig im Arsch, wenn die mich "vollgepumpt" hätten....

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 Betreff des Beitrags: Re: Psychologen/Anstalten nehmen einen nicht Ernst?
Ungelesener BeitragVerfasst: 12.11.2011 - 10:14 
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Die Arbeit des Spiritual Emergence Network hat in diesem Zusammenhang Beachtung verdient, finde ich.

http://www.senev.de/aktiv.htm


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 Betreff des Beitrags: Re: Psychologen/Anstalten nehmen einen nicht Ernst?
Ungelesener BeitragVerfasst: 12.11.2011 - 11:29 
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Bitte an alle: Werft Psychologen nicht in einen Topf mit Psychiatern.

Der Hintergrund ist ganz ein anderer; insbesondere haben Psychologen in den miesten Fällen keinerlei Befugnis, Medikamente zu verschreiben; das dürfen nur Ärzte. Psychiater sind Fachärzte Psychiatrie.

Wikipedia hat geschrieben:
Psychiater (aus griechisch ψυχή psychē „Seele, Leben“ und ἰατρός iatros „Arzt“) ist der Titel eines Arztes mit psychiatrischer Facharztausbildung. Als solcher beschäftigt er sich mit der Diagnose, Behandlung und Erforschung von Erkrankungen oder Störungen des Geistes oder der Seele des Menschen.


Wikipedia hat geschrieben:
Psychologe ist die Berufsbezeichnung von Personen, die einen Diplom-[1] bzw. Master-Universitätsabschluss im Fach Psychologie erworben haben (siehe Psychologiestudium). Psychologen sind in vielen Anwendungsfeldern (Gesundheitswesen, Wirtschaft) oder in Lehre und/oder Forschung tätig.


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 Betreff des Beitrags: Re: Psychologen/Anstalten nehmen einen nicht Ernst?
Ungelesener BeitragVerfasst: 12.11.2011 - 11:39 
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Ckarl hat geschrieben:
so schlecht, dass Ärzte, besonders Psychologen...


Hab leider erst nach dem Post gemerkt, dass das nicht korrekt war, hatte aber irgendwie keine Lust es zu ändern...
Danke, dass du nochmal darauf hinweist Tissy.

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 Betreff des Beitrags: Re: Psychologen/Anstalten nehmen einen nicht Ernst?
Ungelesener BeitragVerfasst: 12.11.2011 - 15:46 
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dope as usual hat geschrieben:
Die Arbeit des Spiritual Emergence Network hat in diesem Zusammenhang Beachtung verdient, finde ich.

http://www.senev.de/aktiv.htm


Tut mir leid aber mir kam dort zu oft das wort "spirituell" vor,erinnert mich stark an das 12 schritte programm der aa "erkenne,dass nur eine höhere macht dir helfen kann" als atheist,sehe ich das ein weeeenig anders - dennoch danke und die organisation mag trotz allem gut und hilfreich sein,das nehm ich mir nicht raus zu bewerten.

danke weiterhin für eure beiträge.
wie gesagt,wollte ich dort nur ambulante hilfe und bin eig. der meinung,dass eine behandlung selten nötig ist aber man wird halt wie gesagt mal schwach und daraufhin wollte ich eure storys und erfahrungen haben :)

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