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 Betreff des Beitrags: Re: Scheiß Alkohol! Möchte reduzieren!
BeitragVerfasst: 21.01.2011 - 18:11 
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fenris hat geschrieben:
Das mit der abschreckenden Wirkung kann echt krass sein.

Auf Pilzen oder Holzrosen merkt man erstmal wie bescheuert es ist, wenn die Umgebung ohne Grund exzessiv säuft, das kann man je nach Situation als richtig abstoßend empfinden, soll jetzt aber kein Aufruf dazu sein. Nüchtern betrachtet merkt man auch, dass es nicht so gut ist.

breit merkt mans mMn auch. Wenn ich was geraucht hab und dann in die Stadt geh nerven mich alle die betrunken sind. zmd. wenn man nicht mega breit ist.


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 Betreff des Beitrags: Re: Scheiß Alkohol! Möchte reduzieren!
BeitragVerfasst: 21.01.2011 - 18:31 
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Beiträge: 2094
Ich hab meinen leichten Hang zum maßlosen Trinken dadurch geheilt,dass ich ein paar Tage mit einem charakterlosen Arschloch gechillt habe,was auch seit viel zu langer Zeit alkoholkrank ist.DAS hat MIR mehr geholfen als alles andere.
So wie der will ich nämlich niemals werden....und ich geb dem Alk an seiner Entwicklung einen großen Anteil.
Jeder muss da wohl seinen eigenen Weg finden..(ich wollte gerade anstatt "finden" "trinken" schreiben...was hat das wohl zu bedeuten? :keineahnung: Egal,ich bin stoned,ich darf das :silly: )


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 Betreff des Beitrags: Re: Scheiß Alkohol! Möchte reduzieren!
BeitragVerfasst: 06.02.2011 - 23:34 
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Registriert: 02.02.2011 - 00:27
Beiträge: 201
Ich denke du solltest, wenn du trinkst "aus Langeweile" oder Gewohnheit,
versuchen jeden Suff zu genießen und bewusst zu erleben
und dich mit ihm guter Musik oder Lebensgefühl nähern, dass du dich gern an die Zeiten erinnerst.


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 Betreff des Beitrags: Re: Scheiß Alkohol! Möchte reduzieren!
BeitragVerfasst: 07.02.2011 - 02:52 
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Beiträge: 1644
Wohnort: Porada Ninfu
heineken hat geschrieben:
Allerdings habe ich öfter daran gedacht ob ich es wirklich durchziehen kann nicht mehr zu trinken und jedesmal wenn ich daran denke hab ich ein scheiß Gefühl im Bauch, weil ich mich an all die schönen Momente die es so gab mit Alkohol erinnere.

Genau deshalb kann so ein gefühlter Abschied so ähnlich sein wie eine Beziehung zu beenden oder "einen Freund zu verlieren"
- das hat mal ein befreundeter Arzt zum kolumbianischen Schriftsteller Gabriel Garcia Márquez gesagt,
als der von seiner jahrzehntelangen exzessiven Zigarettensucht weg wollte.
Für ihn hat das Nachdenken über genau diese kleine Bemerkung den Knoten gelöst und er hat aufhören können,
weil er endlich den Mechanismus verstand, mit dem er sich an die Raucherei gekettet hatte.

Aber bei Substanzen, die psychisch so viel mit uns machen, ist es mit dem einfachen Weglassen nicht getan!
Der Rat hier ist schon gut,
eM-Key hat geschrieben:
Zur Zeit längst du dich ab, aber ich denke dein Problem wirst du langfristig so nicht lösen können. Dein Gehirn muss sich erstmal wieder neu "programmieren", es muss lernen in diesen bestimmten Situationen ohne Alkohol zurecht zu kommen. Du bist auf dem richtigen Weg, versuche dir Strategien zurecht zu legen um den Griff zum Alkohol zu vermeiden.

aber zum 'Umprogrammieren' gehört noch was ganz Wichtiges:
Du musst die entstehenden Löcher mit neuer Erde füllen, das heißt
Du brauchst haufensweise schöne Momente, die Du ohne die Krücken erlebst, verstehst Du?
Nur dann kann Schönes auch an Nüchtern gekoppelt werden und aus Nüchtern wird GUT
- statt nur "hm naja, vernünftiger so, aber es fehlt was".
Also eine positive Umprogrammierung, ein aktives Re-setting.

Wenn bei Dir Lockerheit, Enthemmung, Tanzen, Ansprechen von Leuten usw. bisher so stark an den Alk gekoppelt sind,
musst Du genau das gezielt & konsequent angehen ohne Krücke,
mit allen Mitteln, die's überhaupt gibt.
Sonst wird Dir all das ständig fehlen und der Rückfall wäre vorprogrammiert,
denn Du willst ja nicht ewig unlocker sein usw.
Und Du kannst Dich auch nicht für immer 'ablenken'!

Also: wie macht man sich locker und frei ohne Alk etc.?
Indem man es übt, immer wieder.
Ganz praktisch, einen kleinen Schritt nach dem anderen, auch x Mal wieder von vorn oder mal auf ganz andere Art…
Genau wie mit absolut allem sonst im Leben, was erstmal schwierig ist.

Es gibt viele gute Hilfen dabei. Du könntest das evtl. mit psychologischer Hilfe angehen.
Ist immer so ne Sache, ein guter Therapeut ist Glückssache,
aber es kann wirklich sehr gut sein, wenn man den Richtigen findet.

Aber selber kannst Du eh das Meiste tun.
So gut, wie Du hier über Dich selbst schreibst und so differenziert, wie Du Dich und Dein Problem siehst,
solltest Du die besten Chancen haben, das auf die Reihe zu kriegen!
Z.B. per Buchkauf kann man sich die besten Leute ins Haus holen, die einem live nie helfen könnten;
so kannst Du über die Thematik lesen und alleine an Dir arbeiten, um Dich locker und frei zu machen.
Und zum praktischen Üben an der Front ;) wird Dir selber genug einfallen.
Super wär's, nicht allein damit zu sein, vielleicht gibt es weitere Kandidaten..?

Vielleicht ist diese Abhängigkeit eine große Chance für Dich, für Deine ganze Entwicklung,
denn sie zeigt Dir genau, wo Du noch nicht auf eigenen Füßen stehst -
und Du bist so intelligent, dass Du das auch genau erkennst.

Dass wir Krücken brauchen, um uns gut zu fühlen, ist eine Illusion.
Die Krücken selber verhindern nur, dass wir es eigenständig lernen.

Fang mit dem Üben der Eigenständigkeit gleich in Deiner Gastfamilie an und im Freundeskreis.
Es ist der HAMMER, wenn Du da nicht einfach sagen kannst,
dass Du nichts trinken/nehmen willst oder davon weg möchtest:
heineken hat geschrieben:
Problem ist nur mein Gastbruder hat mich gestern auf ein Rave eingeladen und sein Kollege meinte auch gleich: "schön Teile und Koka" ... Ich hab gesagt ich kann nicht wegen trainieren u.s.w. aber das wurde nur mit ja ja wir reden Freitag abgetan... Die Jungs kennen mich zu gut und ich hab scheiße Angst, dass das kommende Wochenende mit Alk, Pulver und Pillen gepflastert wird …

Das ist auch ein Abhängigkeit, eine sehr üble sogar!
Solange Du Ausreden erfinden musst und nicht offen zu Dir stehen kannst,
egal wem gegenüber,
kannst Du nicht wirklich weiterkommen.
Mein bester Tipp dafür ist, dass alles (!!) von den anderen ruckzuck angenommen wird,
wenn man es mit der größten Selbstverständlichkeit rüberbringt.
Kein Zaudern, Stammeln, Entschuldigen usw., sondern die ruhige selbstverständliche "So ist es und basta"-Nummer.
Da wird vielleicht kurz blöd geguckt, aber schnell ist Ruhe.

Und schau auch, wo sonst Leere in Dir ist, die so oft abgefüllt werden will…
Ganz sicher gibt's Sachen, die Du eigentlich gerne erleben/machen/lernen würdest,
auf die Du nur noch nie gekommen bist.
Talente, Anlagen, Bedürfnisse, die Du vielleicht noch gar nicht kennst.


un abrazo y: ¡ fuerza, amigo !

:color:


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 Betreff des Beitrags: Re: Scheiß Alkohol! Möchte reduzieren!
BeitragVerfasst: 09.02.2011 - 06:49 
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Beiträge: 5
Wohnort: Mexiko-City
Erstmal Danke für alle eure Antworten!

eM-Key hat geschrieben:
Zur Zeit längst du dich ab, aber ich denke dein Problem wirst du langfristig so nicht lösen können. Dein Gehirn muss sich erstmal wieder neu "programmieren", es muss lernen in diesen bestimmten Situationen ohne Alkohol zurecht zu kommen.


Du hast definitiv Recht, dass ich mich momentan ablenke aber es funktioniert sehr gut. Ich glaube auch, dass es die erste Zeit wichtig ist erstmal das Zeug aus seinem Kopf zu bekommen. Jetzt sollte ich mich sicher wie du sagst an die Wurzel wagen um auf Dauer das Problem aus meinem Leben zu schaffen. Deswegen finde ich es auch wichtig, dass man sich erstmal fragt - was sind die Dinge die mir Spass machen was könnte mich von Alkohol weg bringen. Ich habe wieder angefangen mich mit Musik zu beschäftigen und viel Sport gemacht, dazu ein Buch gelesen. Alle diese Sachen haben mir gezeigt, wie viel mehr meine Leben eigentlich ist als mich durch die Woche zu kämpfen um mich dann am Wochenende wegzuschießen. Dazu kommt wenn man sein Wochenende nicht so hart verfeiert ist man viel relaxter in der Woche - man hat einfach mehr Energie. Ich muss auch sagen das meine Wochenenden viel mehr Inhalt haben seit dem ich nicht Freitag anfange zu Saufen. Aber das ist nur die Basis wie du gesagt hast man muss zurück auf Party und ohne Alk sein Spass haben, dass ist für mich jetzt glaub ich eine schwere Aufgabe ...

hermanita hat geschrieben:
aber zum 'Umprogrammieren' gehört noch was ganz Wichtiges:
Du musst die entstehenden Löcher mit neuer Erde füllen, das heißt
Du brauchst haufensweise schöne Momente, die Du ohne die Krücken erlebst, verstehst Du?


Ich versteh dich zu 100%!!

hermanita hat geschrieben:
Also: wie macht man sich locker und frei ohne Alk etc.?
Indem man es übt, immer wieder.


Guter Tipp!
Ja, man muss einfach dran bleiben und es schaffen die Finger vom Alk zu lassen auf den Partys , der Rest kommt dann sicher !

hermanita hat geschrieben:
heineken hat geschrieben:
Problem ist nur mein Gastbruder hat mich gestern auf ein Rave eingeladen und sein Kollege meinte auch gleich: "schön Teile und Koka" ... Ich hab gesagt ich kann nicht wegen trainieren u.s.w. aber das wurde nur mit ja ja wir reden Freitag abgetan... Die Jungs kennen mich zu gut und ich hab scheiße Angst, dass das kommende Wochenende mit Alk, Pulver und Pillen gepflastert wird …


Das ist auch ein Abhängigkeit, eine sehr üble sogar!
Solange Du Ausreden erfinden musst und nicht offen zu Dir stehen kannst,
egal wem gegenüber,
kannst Du nicht wirklich weiterkommen.


Ist schon schwach manchmal aber bis jetzt bin ich ganz gut damit durchgekommen, weil die Leute hier sind zwar gute Freunde die mir auch etwas bedeuten, aber es ist nicht mein jahrelanger Freundeskreis deswegen möchte ich ehrlich gesagt auch garnicht, dass sie so tiefen Einblick in mich haben. Ich mache etwas mehr mein Ding hier, die Leute sind in einer andren Phase ihres Drogenkonsums und verstehen schwer, es ist etwas wie warum is doch alles gut paar Nasen am Wochenende u.s.w. wayn ich brauch mich vor ihnen nicht erklären...

hermanita hat geschrieben:
Und schau auch, wo sonst Leere in Dir ist, die so oft abgefüllt werden will…
Ganz sicher gibt's Sachen, die Du eigentlich gerne erleben/machen/lernen würdest,
auf die Du nur noch nie gekommen bist.
Talente, Anlagen, Bedürfnisse, die Du vielleicht noch gar nicht kennst.


Ein sehr sehr positiver Punkt, einige werden sicher sagen jetzt übertreibt er aber ich muss sagen ohne Alk hab ich das Gefühl, dass mir alle Türen aufstehen ich muss nur durchgehen ... früher habe ich mich oft gefragt, wo ist der Schlüssel für diese scheiß Tür - ach egal Alktür steht offen gehen wir doch da durch ;D

Gruß an alle !


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