Aktuelle Zeit: 01.10.2014 - 05:57

Alle Zeiten sind UTC




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 76 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1, 2, 3, 4, 5, 6  Nächste
Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags: Re: Körperliche Abhängigkeit
BeitragVerfasst: 22.03.2011 - 12:38 
Insider
Insider

Registriert: 20.11.2010 - 12:57
Beiträge: 368
Das weiß ich nicht. Mir ist Morbus Bechtereb völlig unbekannt. Ist das nicht dieser Russse mit der Geige :D Mir hat aber schon einmal ein Arzt Morphin HCL in die PULSSCHLAGADER, in die Arterie injiziert, und nachdem ich eine Hand hatte die brannte als flöße flüssiges Metall hindurch und aussah wie ein prall aufgepusteter Gummihandschuh, wagte das Arschloch sich auch noch mit den Worten zu entschuldigen, "Oh, das tut mir aber leid. Aber ich bin eigentlich Chirurg, müssen Sie wissen. Sie wissen, was ein Chirurg ist? Ich schneide die Leute auf. Als Chirurg habe ich leider vom Injizieren so gar keine Ahnung". Da weisst Du Bescheid. Möchtest Du Dich bei dem Trottel unters Messer legen?

Doch im Grunde genommen können diese Leute ja gar nichts dafür. Sie wurden und werden belogen, wie wir alle, von Leuten die es besser wissen, aber von den Lügen gut profitieren. Was will man machen? Klug und wachsem bleiben, kommunizieren und dabei sich seiner Irrtümer nicht schämen! Nicht Wissen an sich macht klug, sondern Irrtümer, weil sie Wissen fördern.


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Körperliche Abhängigkeit
BeitragVerfasst: 22.03.2011 - 14:29 
Fortgeschrittener Insider
Fortgeschrittener Insider
Benutzeravatar

Registriert: 07.03.2010 - 19:01
Beiträge: 882
CAvH hat geschrieben:
Freebird hat geschrieben:
Ich stelle mir diese Frage schon eine ganze Weile, so ungefähr seit ich bei meinem Aufenthalt in der Psychiatrie sehr viele Alkoholsüchtige mit körperlichen Entzugserscheinungen gesehen habe: Wie lange und wie viel muss man trinken, um körperlich von Alkohol abhängig zu werden? Ich meine ich kenne so einige die nach meinen Maßstäben viel trinken, aber keiner von denen kriegt das Zittern wenn er aufhört.

Bei GBL und Benzos rechnet man ja meistens so mit nem Monat. Ich kann mir aber irgendwie schwer vorstellen, wie jemand nen ganzen Monat richtig betrunken sein kann ohne an Dehydration oder sonstwas abzukratzen.

Ja, es ist nicht bei allen das Gleiche und man kann sich nur auf Erfahrungswerte berufen, aber das ist ja immer so und deshalb frag ich ja auch.


Praktischer Letfaden:
Hast Du am Abend ungeheuer gesoffen und wirst Du am nächsten Morgen entsprechnd unwohl wach, sind die Symptome die Du dann empfindest, das, was man einen "Kater" nennt, Deine ersten Entwöhnungssymptome vom Alkohol. Schon bist Du leicht physisch abhängig. Du glaubst das nicht? Du meinst das sei "nur ein Kater". Ja, so nennt es der Volksmund. Tatsächlich sind es Deine ersten milden Entwöhnungssymptome. Du glaubst es nicht? Wollen wir wetten? Du kannst es Dir selbst beweisen. Trinke etwas auf Deinen Kater hin und es geht Dir sofort beser. Morphingewöhnte kennen diesen dramatischen Übergang vom Unwohlsein zum Gefühl neuer Gesundheit, wenn man sich die morgendliche Morphindosis verabreicht. Am exaktesten trifft es wohl der alte Säuferspruch: "Mache am Morgen mit dem weiter, womit Du am Abend zuvor aufgehört hast".

Nehmen wir an, Du trinkst Dir auf Deinen Kater hin etwas. Was geschieht? Es geht Dir sofort besser! Aber in Wahrheit schiebst Du nur Deinen Kater, Deine Entwöhnungssymptome, vor Dir her, gerade so, wie das auch Morphingewöhnte mit ihren Morphinentwöhnungssymptomen tun. Immer wenn Du findest, dass Dein "Kater" zu stark murrt, trinkst Du Dir erneut einen und schon ist er wieder still und Du bist wieder mitten drin im Jubel des Lebens. Aber damit gewinnt Dein Kater nur immer mehr an Gewicht, mit anderen Worten, Deine physische Abhängigkeit zum Alkohol vertieft sich mehr und mehr und die Entwöhnungssymptome die Du vor Dir herschiebst werden immer stärker. Doch noch fühlst Du Dich wohl dabei. Abhängig von Deiner ureigenen physischen Konstitution kann das einige Zeit so gehen, aber irgendwann kommt der Tag an dem die Symptome der Vergiftung, die Du Deinem Körper regelmäßig zumutest, als sichtbare Symptome nach außen treten. Die meisten davon lassen sich NOCH mit etwas größeren Mengen Alkohols zudecken. Du trinkst und sie weichen in den Hintergrund. Doch in diesem Hintergrund bauen sich zugleich andere Symptome auf die bald nach vorne treten werden und sich nicht mehr so einfach weg trinken lassen. Du könntest zu jedem Zeitpunkt mit dem Trinken aufhören. Alkoholentwöhnungssymptome sind bei weitem nicht si schmerzhaft wie Morphinentwöhnungssymptome und sie dauern auch nicht so lange. Schon am dritten Tag einer Alkoholentwöhnung fühlst Du Dich weitgehend wieder hergestellt. Und selbst die ersten zwei drei Tage sind mit etwas Medizin, wie zum Beispiel Librium, Tranqsilium oder Distrneurin gut zu ertragen. Es schüttelt Dich ein wenig und Du fühlst starke innere Unruhe. Doch Du trinkst weiter und wirst dabei zunehmend schwächer, Du magerst ab, Deine Haut wird fahl, Dir geht rasch die Puste aus und plötzlich trifft Dich völlig unerwartet weil unbekannt, wie aus heiterem Himmel, Dein erste Delirium. Hast Du Glück und einen liben Schutzengel an Deiner Seite, überlebst Du es. Du überlebst es, aber hattest doch das Pecj dabei, dass Du Dir bei einem Fall einige Rippen brichst. Du landest im Krankenhaus, wo Dir eine Ärztin mit einem Sonargerät über Deinen Leib fährt um zu sehen wie es Deinen Rippen geht. Dabei diktiert sie ihrer Assistentin den Befund. Noch halb im Trance hörst Du sie sagen, "Die Rippen könnten rasch wieder in Ordnung sein, wäre da nicht diese deutliche Hepatic cirrhosis, und Du denkst bei Dir, "Hepatic? Hat das nicht etwas mit der Leber zu tun?". Was nun? Deine Antwort wird über Leben und Tod entscheiden. Überlege sie gut. Du kannst jetzt noch aufhören zu trinken, drei vier Tage lang den Kater Deines Lebens durch machen, den Du ohnehin schon viel zu lange vor Dir herschiebst und danach mit einiger Vorsicht noch Jahre, mit etwas Glück sogar Jahrzehnte leben. Du kannst aber auch einfach weiter trinken, bis Deine Leber undurchlässig wird wie das Leder eines alten Armeestiefels und Deine Vena Cava schwillt weil sie ihr Blut nicht mehr durch die Leber zwängen kann. Unter dem wachsenden Druck schwellen gewisse Venen Deines Körpers, unter anderen die Venen in Deiner Luftröhre, die eines Tages nicht mehr weiter schwellen können und platzen. Dann, mein Freund, ersäufst Du in Deinem eigenen Blut. Während Du zum Himmel entschwebst zieht der Gedanke an Dir vorüber, "Hätte ich nur diesen ersten Kater auf mich genommen, oder zumindest einen der späteren", und hinter Dir hörst Du noch jemand sagen: "Ach, ist ja doch alles nur relativ, ob Hasch, Morphin oder Alkohol. Es ist alles gleich gefährlich..." Wohl bekomms!

Der "Kater", sind die ersten milden Alkohol-Entwöhnungssymptome. Wer etwas anderes behauptet, selbst sei er Prof. der Medizin, hat keine Ahnung wovon er spricht!


Demnach kann einmaliger Alkoholkonsum süchtig machen? Und da du Analogien zu Opoiden herstellst, gilt dies für deren Konsum ebenfalls?


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Körperliche Abhängigkeit
BeitragVerfasst: 22.03.2011 - 16:28 
Insider
Insider

Registriert: 20.11.2010 - 12:57
Beiträge: 368
N E I N

Das behaupte ich ABSOLUT NICHT !!!!
Abgesehen davon dass mir noch keine einzige Substanz bekannt ist, die nach einmaliger Anwendung "süchtig" machte, behaupte ich sogar, dass weder Opiate "süchtig" machen, noch dass Alkohol "süchtig" macht. Dagegen fühle ich mich völlig frei festzustellen, dass beide Substanzen dauerhaft angewandt zur körperlichen Gewöhnung führen. Was man festhalten kann ist, dass bereits der übermäßige Gebrauc von Alkohol im Laufe eines Abends oder einer Nacht, am nächsten Mrogen zu spürbaren Entwöhnungssymptomen führen kann. Das bedeutet aber nicht, dass man deshalb "süchtig" sei, sondern lediglich, das man bereits ein wenig körperlich daran gewöhnt ist.

Was ich in dem Beitrag grundsätzlich feststelle ist, dass der Volksmund lustig einen "Kater" nennt, was in Wahrheit bereits erste unterschwellige Entwöhnungssymptome des Alkohols sind, dass Alkohol giftig ist und nach ausreichend langer Verwendung von entsprechenden Mengen zum nicht selten qualvollen, grausamen Tod führt, was man von Opiaten keineswegs sagen kann und dass Alkoholverwendung weit schädlicher ist als Opiatverwendung und dass der dauerhafte Gebrauch des Alkohols weit gefährlicher und schädlicher ist als der dauerhafte Gebrauch von Opiaten.

Was mich immer wieder über den Haufen wirft ist, dass durch Jahrzehnte lange Prpoaganda, das Erläutern von Verhältnissen, die eigentlich so einfach sein müssten wie die Rechnung 1+2, plötzlich kompliziert wird als ginge es um Quantenphysik basierte Raumfahrttechnik... :lehrer:


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Körperliche Abhängigkeit
BeitragVerfasst: 23.03.2011 - 17:50 
Fortgeschrittener Insider
Fortgeschrittener Insider
Benutzeravatar

Registriert: 09.01.2009 - 18:54
Beiträge: 675
CAvH: Entweder du diskutierst mit oder du lässt es. Immer nur eigene Erfahrungen und (teilweise voreilige) Schlussfolgerungen posten und dann nicht auf die Gegenargumente eingehen ist ein ziemlich unglaubwürdiger Stil.

Ich möchte was zu dem Thema "Kater ungleich Entzug" sagen, weil ich da die Widersprüche aus dem Thread einigermaßen auflösen kann und die ganze Sache eine etwas konkretere Natur hat als die ewige Diskussion um psychische Abhängigkeit: Entzugssymptome können zwar gleichzeitig mit anderen Nachwirkungen auftreten, deshalb sind aber noch lange nicht alle Nachwirkungen Entzugssymptome. Ich gehe jetzt der Reihe nach durch und wenn du meinst dass das Käse ist, widerleg die Punkte.

Jemand der sich zum ersten Mal betrinkt, wird andere Nachwirkungen erleben als jemand, der schonmal von Alkohol abhängig war. Nicht nur weniger, sondern schlicht andere.
Trinkt ein Gelegenheitskonsument zu viel, wird er sich am nächsten Tag matt und zerstört fühlen. Er zittert nicht und ist auch nicht besonders aufgeregt, es geht ihm nur schlecht. Ein Glas Schnaps wird daran überhaupt nichts ändern, außer dass es ihm noch mieser geht. Das haben auch viele hier schon gepostet.
Trinkt ein Gewohnheistrinker zu viel, so erlebt er neben den direkten Folgen auch Entzugserscheinungen. Selbst wenn die Körperliche Abhängigkeit schon Jahre zurückliegt, bleiben Schäden am GABA-System zurück. Man wacht irgendwann auf und kann nicht mehr einschlafen, der Puls ist erhöht, man ist ängstlich und nervös. Jeder GBL-Konsument, jeder Benzosüchtige und jeder Opiatabhängige wird bestätigen können: War mal einmal körperlich abhängig, so ist jeder weitere Konsum mit einer Entzugsphase verbunden.

Insofern ist "Kater" nicht gleich Entzug. Das Wort "Kater" beschreibt eine Mischung aus "Comedown" (den jeder Konsument von Uppern kennt und vom Entzug zu unterscheiden weiß) und Entzug. Je härter man es getrieben hat, umso mehr Entzug kommt dazu und umso mehr können die Nachwirkungen durch erneuten Konsum bekämpft werden.


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Körperliche Abhängigkeit
BeitragVerfasst: 23.03.2011 - 18:22 
Ex-Moderator
Ex-Moderator

Registriert: 04.09.2008 - 12:50
Beiträge: 7040
Wohnort: Dahinten
Ich verstehe ehrlich gesagt nicht was daran voreilig sein soll.


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Körperliche Abhängigkeit
BeitragVerfasst: 23.03.2011 - 21:02 
Insider
Insider

Registriert: 20.11.2010 - 12:57
Beiträge: 368
Sorry, ich sah das zu spät-

Ich kann was GBL oder GABA betrifft, nicht mitreden. Ich kenne das Zeug nicht.
Ich kanne mir übrigens nicht vorstellen, das ich jemals von einer "psychischen Abhängigkeit" oder ähnlichem Psychischen gesprochen hätte. Ich spreche für gewöhnlich von einer körperlichen Gewöhnung, um von dem zu unterscheiden, was jedermann "Sucht" zu nennen pflegt.

Zecht jemand, der noch nie getrunken hat, eine Nacht durch, gehen in seinem Körper gravierendere Dinge vor als bei einem, der schon einmal ordentlich Alkoho gewöhnt war. Dessen Körper erinnert sich des Stoffes. Er stellt sich rascher wieder darauf ein. Deshalb wird der sich nach einer durchzechten Nacht nicht so elend fühlen als einer, der zum ersten Mal eine Nacht durchzecht hat. Das ist schon korrekt. Doch auch beim Akoholerfahrenen ist es nur eine Frage derZeit, bis sein Körper nach und nach das Alkoholgedächtnis verliert, dauert übrigens lange, trotzdem kenne ich keinen, der es jemals völlig verloren hätte. Aber zecht der dann ordentlich, fühlt er sich auch übler dadurch als noch einige Zeit zuvor. Ich will dazu sagen, ich spreche hier von einigermaßen organisch gesunden Menschen. Beim organisch bereits angeschlagenen Alkoholiker oder beim ansonsten gesunden Diabetiker mögen die Dinge wieder anders verlaufen. Das ein Gelegenheittrinker am nächsten Morgen nicht zittern soll, habe ich hier aber schon anders gelesen. Hier gibts irgendo mindestens einen, der darüber klagte. Aber das ist so PiPaPo. Der eine zittert, der andere nicht. Der eine hat mehr von diesem und weniger von jenem, beim anderen ist es wieder umgekehrt...

Ja, ganz korrekt, der Alkoholunerfahrene kann sich morgens anders fühlen als der bereits Alkoholerfahrene. (wahrscheinlich schlechter) Aber bei beiden trifft zu, lassen sie in diesem Zustand erneut Alkohol auf sich einwirken, bessert sich ihr Zustand sobald die Wirkung eintritt, wobei es beim Alkoholunerfahrenen eher sein kann, dass dem beim bloßen Gedanken an Alkohol gleich noch übler wird. Sein Körper hat sich noch nicht so auf den Stoff eingefahren als der des ehemals Alkoholgewöhnten. Doch tritt die Wirkung des Alkohols ein, kommt damit die Besserung. Der Spruch, man sollte am morgen am besten mit dem alkoholischen Getränk wieder beginnen, das man Abends zuvor verwendet hat, kommt ja nicht von ungefähr. Man sollte aber nicht unbedingt irgendwelche ekelhaften Alkoholgetränke verwenden, wie Alkopops, oder wie das Zeug heisst, oder schäumiges Biere oder gestreckte billige Weine, obwohl, gute Biere gingen wahrscheinlich schon einigermaßen, aber nach meiner Erfahrung scheint es so zu sein, je reiner der Alkohol, desto reiner seine Wirkung.

Jetzt weiß ic nicht, was Du noch zu bemängeln hattest, ich muss dauernd raufscrollen um nachzusehen und scrolle ich dann wieder runter, habe ich das meiste schon wieder vergessen. Deshalb werde ich mal versuchen, noch etwas in dieser Richtung zu sagen. Ich spreche von einer Gewöhnung des Körpers in dem Sinne, dass in ihm einige Schaltstellen anders gelegt wurden, so dass er ohne Alkohol plötzlich krank reagiert. Ich gebe nicht vor, die genauen biologischen Vorgänge und all ihre ausländischen Bezeichnungen zu kennen, deshalb muss ich es einfach halten und im bildhaften bleiben. Mit jeder Gewöhnung solcher Art geht auch eine Rebellion des Körpers gegen den Stoff einher. Man kennt das ja, der Organismus will sein Gleichgewicht finden. Bei manchen Stoffen bestehen die Entwöhnungssymptome mehr, bei anderen weniger aus solchen Gegensteuerungen und sie laufen plötzlich ins Leere wenn kein Stoff mehr da ist gegen den es zu steuern gilt.

Die ganze Gewöhnungskacke läuft nicht so einfach ab und bei den verschiedenen Stoffen dann auch noch verschieden. Die Veränderung biochemischer Abläufe ist umfangreich. Klar kann einer mit Magenschmerzen aufwachen, so wie der Morphinist mit einem Abszess am Arm aufwachen kann, aber wie der Abszess am Arm des Morphinisten, kommt eine Magenschleimhautentzündung nach nur einer durchzechten Nacht auch wieder nicht so häufig vor. Man tut ja gerade so als habe jeder, der nach einer solchen Nacht aufwacht, unbedingt eine Magenschleimhautentzündung zu haben. Das mit der Dehydrierung, wie es in Wikipedia steht und wahrscheinlich von Studenten oder frisch gebackenen Akademikern so reingeschrieben wurde, die wahrscheinlich alle gerne saufen und ihr Zeug nicht durch den Dreck gezogen haben wollen, haste schon gekippt, oder? Kater als Foge der Dehydrierung? Das ging aber flott.

Ich muss hier irgendwo in diesem Thread an einer Stelle mehrere Symptome eines "Kater" aufgelistet haben und ich kann die Stelle, zum Teufel nochmal, nicht wieder finden. Vielleicht bist Du so artig und suchst sie und erklärst mir dann die Ursprünge der diversen Symptome die vom peripheren Nervensystem ausgehen (Kopfschmerzen), oder die vom ZNS ausgehenden (Tremor, irritierter Tastsinn, verkorkster Gang, verschwommenes Sehen, ich meinte da war noch was...?) und die physiologischen Vorgänge die der Tatsache zugrunde liegen, weshalb sich das alles durch Alkohol wieder bessert, teilweise auch nur stark zurückgeht, aber immerhin bessert. Sei so lieb. Ich komme dann morgen wieder vorbei und versuche, Dir alles wieder so brav wies nur geht zu beantworten.

Ne Stunde später. War schon kurz im Bett. Hab Schmerzen und kann nicht schlafen. Also:
Weisst Du, ich will ja gerne kooperativ sein, aber im Grunde genommen ergibt Dein letzter Post wenig Sinn und ich darf nur hoffen dass es mir gelungen ist, ihn mit meinen Antworten ein wenig in eine sinnvollere Richtung zu biegen. Auch fühle ich aus Deinem Post ein Tröpfchen Irritation heraus, die in mir den Eindruck aufkommen lässt, es geht Dir womöglich weniger um die Tatsachen eines Katers, als vielmehr darum, mich zu widerlegen. Sollte ich jetzt tatsächlich noch weiter meine Zeit und meine Kraft dafür geben? Ich meine, wenn Du Dir die Dinge durchliest, die ich in diesem Thread bereits gepostet habe, ganze Seiten, wirst Du vielleicht mit ein wenig Nachdenken alle Deine Fragen selber beantworten können. Die Dehydrierungsgeschichte haste ja schon gekippt. Die war ja wohl so gar nicht zu halten.

Schatz, es muss irgendwann mal Schluss sein. Vielleicht gebe ich Dir morgen ja noch eine Gelegenheit, versprechen will ich es aber lieber nicht. Es hängt viel davon ab, wie mir morgen die Welt erscheint. Sollte sich ergeben dass ich keine Lust mehr dazu habe, dann frage doch bitte Deinen Doktor nach den Ursachen des Katers. Er wird Dir mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit falsche Antworten geben, aber ich bin mir sicher dass es Dir leichter fallen wird, ihm zu glauben. Halte seine Antwort fest und werde fortan glücklich damit... Gute Nacht


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Körperliche Abhängigkeit
BeitragVerfasst: 23.03.2011 - 22:11 
Ex-Moderator
Ex-Moderator

Registriert: 04.09.2008 - 12:50
Beiträge: 7040
Wohnort: Dahinten
Du hast die Substanzen schon genannt, mit GABA sind die Rezeptoren genannt an denen der Alk wirkt.
Dort wirken ebenfalls Benzos, z-Benzos, GHB und GBL, Distraneurin, und Barbiturate.
Die Toleranz, die man durch Alk bekommt wirkt sich dann auch auf die anderen aus.

Ich guck mir das jetzt auch mal auf Wikipedia an.


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Körperliche Abhängigkeit
BeitragVerfasst: 23.03.2011 - 22:41 
Insider
Insider

Registriert: 20.11.2010 - 12:57
Beiträge: 368
Ah, hoch interessant.
Ich habe eine Weile lang zur Betäubung von Schmerzen des peripheren Nervansystms ein Zeug eingenommen dass "Gabapentin" hieß. Es ist der Vorgänger von Lyrika, das mein Arzt irgendwann nicht mehr verordnen wollte weil es zu teuer sei. Gabapentin war im Grunde als Antiepileptikum vermarktet worden, bis man dahinter kam dass es auch Schmerzen des peripheren Nervensystems betäubt, und das tut es wirklich, das kann ich bezeugen. Wenn man sich aber die Liste der horrenden Nebenwirkungen in der Roten Liste durchliest, dann neigt man dazu, entweder doch Schmerzen zu leiden oder den Arzt zu würgen damit er die Morphindosis erhöht. Gehört dieses Gabapentin und somit Lyrika auch zu diesen GABA Geschichten?

Aber Du weißt wie es sich mit diesen Chemikalien verhält. Beim einen wirken sie wie man es erwartet, beim andern wieder anders, bei einem beseitigen sie alle Symptome, beim anderen drängen sie manche nur ein wenig zurück, usw. usw. Gehe ich jetzt darin ins Detai, laufe ich Gefahr mich in einem Sumpf zu verlieren, aus dem ich nie wiederkehre. Die Dehydrierungstheorie habe ich bereits überzeugend gekippt. Man dehydriere seinen Körper mit Diuretika und stelle fest, außer einem leichten Gefühl von Schwäche und eventuell etwas Schwindel wird sich nichts ergeben, zumindest nichts was man einen "Kater" nennen könnte. Ich finde, das, und die Tatsache, dass Alkohol jeden "Kater" beseitigt und dass ein "Kater" sich mit zunehmender durchlaufender Zechzeit verstärkt und dabei immer auffallender die klassischen Symptome einer Entwöhnung aufweist (zusammen mit einer ganzen Reihe weiterer Hinweise), unterstützt meine Aussage bereits hinreichend. Wer es dennoch nicht akzeptieren will, der lasse es eben sein.

Gute Nacht.


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Körperliche Abhängigkeit
BeitragVerfasst: 24.03.2011 - 17:36 
Punktesammler
Punktesammler
Benutzeravatar

Registriert: 09.01.2005 - 22:54
Beiträge: 1004
Wohnort: Hinter den sieben Bergen, bei den sieben Schneewittchen
CAvH hat geschrieben:
Die Kopfschmerzen beim "Kater" sind keine Folge einer Dehydrierung. Sie kommen vielmehr zustande durch eine Einwirkung des Nervensystems auf den Querschnitt der Blutgefäße. Dehydriert man seinen Körper in extremer Weise indem man ihn 18 Stunden lang mit Diuretika belastet, hat man auch leine Kopfschmerzen.


Ok, da hab ich wieder was gelernt, solche Experimente hab ich selber nie durchgeführt, klingt aber einleuchtend..
bei mir war das eine reine Erfahrungssache, ich hatte oder habe jeweils das Gefühl, dass mir der Kopf bedeutend weniger brummt nach einer durchzechten Nacht, wenn ich mich vor dem Schlafengehen noch 1-2 Liter Wasser trinke. Woher das dann kommt weiss ich auch nicht, einen Kater habe ich allerdings trotzdem..


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Körperliche Abhängigkeit
BeitragVerfasst: 24.03.2011 - 17:47 
Moderator
Moderator
Benutzeravatar

Registriert: 23.07.2007 - 10:01
Beiträge: 1089
Wohnort: Schweiz
Ich glaub lieber der alten Wiki:
Hauptsächliche Ursache der Kopfschmerzen ist die durch den Alkohol entstandene Dehydratation des Körpers mit dem daraus resultierenden Dysequilibrium (schneller Entzug von Stoffen aus dem Blut). Außerdem wirkt sich die Denaturierung und Stimulierung körpereigener Eiweiße (Zytokine) durch Acetaldehyd aus, einem Zwischenprodukt beim Abbau des Ethanols. Des Weiteren führen die giftigen Abbauprodukte der Fuselalkohole zu den bekannten Symptomen. Sie führen zu einer verminderten Herzleistung und verhindern so eine ausreichende Versorgung des Gehirns mit Sauerstoff. Der gleichzeitige Konsum von Nikotin mit Alkohol verstärkt die Kopfschmerzen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Kater_%28Alkoholintoxikation%29

Ich hab praktisch nie nen Kater, wenn ich genügend trinke vor dem Schlafengehn...


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Körperliche Abhängigkeit
BeitragVerfasst: 24.03.2011 - 18:47 
Wenn ich vor dem zubett gehen und während des Schlafes (ich wache mehrmals auf wenn ich ordentlich gebechert habe) 1-2 Liter Wasser trinke habe ich am nächsten Tag fast überhaupt keinen Kater.

Ich will jetzt gar nicht gross rumdiskutieren wie ein Kater entsteht etc pp, aber meine Erfahrung hat definitiv gezeigt, dass Wasser trinken den Kater absolut zuverlässig auf ein erträgliches Mass verringert oder sogar ganz verhindert. Deshalb hab ich die Dehydratations-Theorie auch nie wirklich in Frage gestellt....


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Körperliche Abhängigkeit
BeitragVerfasst: 24.03.2011 - 22:16 
Insider
Insider

Registriert: 20.11.2010 - 12:57
Beiträge: 368
Obi83 hat geschrieben:
CAvH hat geschrieben:
Die Kopfschmerzen beim "Kater" sind keine Folge einer Dehydrierung. Sie kommen vielmehr zustande durch eine Einwirkung des Nervensystems auf den Querschnitt der Blutgefäße. Dehydriert man seinen Körper in extremer Weise indem man ihn 18 Stunden lang mit Diuretika belastet, hat man auch leine Kopfschmerzen.


Ok, da hab ich wieder was gelernt, solche Experimente hab ich selber nie durchgeführt, klingt aber einleuchtend..
bei mir war das eine reine Erfahrungssache, ich hatte oder habe jeweils das Gefühl, dass mir der Kopf bedeutend weniger brummt nach einer durchzechten Nacht, wenn ich mich vor dem Schlafengehen noch 1-2 Liter Wasser trinke. Woher das dann kommt weiss ich auch nicht, einen Kater habe ich allerdings trotzdem..


Es gibt Leute, denen brummt der Schädel nach einer durchzechten Nacht gar nicht, selbst haben sie sich stark mit Weizenbier HefeWeizen, oder Weißbier besoffen. Woher das kommt, weiß ich auch nicht. Hängt vielleicht mit der Zusammensetzung des Bieres zusammen. Aber meinst Du nicht auch, kämen die Kopfschmerzen von dem reinen Flüssigkeitsverlust, dass man dann auch Kopfschmerzen haben müsste nachdem man sich mit Diuretike völlig dehydriert, oder durch lange Arbeit unter der Tropensonne? Ich will noch nicht mal ausschliessen dass es Leute gibt die dabei Kopfschmerzen bekommen. Mein Hund höb immer das Bein wenn er an einer Litfasssäule vorbeikam, auf der eine gewisse Reklame hängt. Jetzt ist die Reklame weg und durch eine neue ersetzt worden, jetzt ignoriert er die ganze Litfasssäule. Ich weiß nicht alles. Vielleicht hat es bei Dir aber auch gar nicht mit einer Dehydrierung zu tun, sondern mit anderen biologischen Abläufen, wer weiß, vielleicht kommts vom gefüllten Bauch?. Ich weiß es nicht.


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Körperliche Abhängigkeit
BeitragVerfasst: 24.03.2011 - 22:24 
Insider
Insider

Registriert: 20.11.2010 - 12:57
Beiträge: 368
earthworm hat geschrieben:
Wenn ich vor dem zubett gehen und während des Schlafes (ich wache mehrmals auf wenn ich ordentlich gebechert habe) 1-2 Liter Wasser trinke habe ich am nächsten Tag fast überhaupt keinen Kater.

Ich will jetzt gar nicht gross rumdiskutieren wie ein Kater entsteht etc pp, aber meine Erfahrung hat definitiv gezeigt, dass Wasser trinken den Kater absolut zuverlässig auf ein erträgliches Mass verringert oder sogar ganz verhindert. Deshalb hab ich die Dehydratations-Theorie auch nie wirklich in Frage gestellt....



Probiers mal ohne Wasser zu trinken. Vielleicht stellst Du ja fest, dass Du dann auch fast keinen Kater hast.

Es ist allerdings auch so, dass man während einer Alkoholentwöhnung angehalten wird, viel Wasser oder andere wässrige Getränke zu trinken. Ich habe das nicht getan. Dafür fraß ich Literweiße Joghurt weil ich der Auffassung war, mein Körper müsse sich wieder aufbauen. Die Meisten haben sich gar nicht an die Empfehlung gehalten, viel Wasser zu trinken (eigentlich keiner, wenn ich so zurück denke) und denen gings auch nicht schlechter. Wir waren 12 Leute und jeder durchlief, so weit ich das beobachten und durch Gespräche herausfinden konnte, so ziemlich dieselben Entwöhnungssymptome, der eine etwas mehr, der andere etwas weniger, je nachdem wieviel man zuvor getrunken hatte. Man wird übrigens auch in München Stadelheim angehalten, "viel Wasser" zu trinken, wenn man dort "trocken" von einem Morphin entwöhnt, zumindest war das mal so, war länger nicht mehr dort. Mir war nicht aufgefallen, dass jemand während der Entwöhnung "viel Wasser" getrunken hätte. Gekotzt hatte man jede Menge, aber nicht "Viel Wasser" getrunken. Meine Oma riet mir immer, wenn mir wieder mal von diesem scheiss Käse mit der roten Rinde speiübel wurde, "viel Wasser" zu trinken. Meine Mutter holte einmal während der Abwesenheit meines Vaters seine Pulle Jonny Walker aus dem Schrank und kippte sie in den Bach. Danach füllte sie die Flasche mit schwarzem Tee und stellte sie wieder zurück. Als mein Vater das feststellte und in Tobsucht verfiel, riet meine Mutter ihm, er solle "viel Wasser" trinken. Französische Ärzte rieten während der schwarzen Pest, man solle" viel Wasser" trinken, was weiß ich was es mit all dem Wasser auf sich hat.... Ich bin davon überzeugt dass es auch Leute gibt, die einen milderen Morphinentzug haben, so sie "viel Wasser" trinken. Ich bin mir sicher es gibt Leute, die überwinden ihre Eifersucht, indem sie "viel Wasser" trinken. Lasst mich in Frieden mit eurem Scheiss Wasser. Sauft davon so viel ihr wollt. Es wird nichts an der Tatsache ändern, dass ein "Kater" ein von Säufern verniedlichtes unterschwelliges Entwöhnungssyndroms ist.

Trinke doch anstatt ein Abend oder eine Nacht, einmal eine Nacht und zwei Tage durch. Dehydriert ist dehydriert, nicht wahr? Trinke dann vor dem Zugettgehen Dein Wasser. Der "Kater" wird sich durch die längere Saufdauer und Menge verstärkt haben, wie bei allen Gewöhnungsstoffen der Fall, soviel gestehst Du doch zu, oder?. Guck dann mal am Morgen, ob Du immer noch ohne "Kater" bist oder ob Du vielleicht ins Bett gepinkelt hast und Dir der Schädel brummt und alle Welt Dir vorkommt wie die Strafe Gottes....


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Körperliche Abhängigkeit
BeitragVerfasst: 24.03.2011 - 23:18 
Insider
Insider

Registriert: 20.11.2010 - 12:57
Beiträge: 368
Oi! hat geschrieben:
Ich glaub lieber der alten Wiki:
Hauptsächliche Ursache der Kopfschmerzen ist die durch den Alkohol entstandene Dehydratation des Körpers mit dem daraus resultierenden Dysequilibrium (schneller Entzug von Stoffen aus dem Blut). Außerdem wirkt sich die Denaturierung und Stimulierung körpereigener Eiweiße (Zytokine) durch Acetaldehyd aus, einem Zwischenprodukt beim Abbau des Ethanols. Des Weiteren führen die giftigen Abbauprodukte der Fuselalkohole zu den bekannten Symptomen. Sie führen zu einer verminderten Herzleistung und verhindern so eine ausreichende Versorgung des Gehirns mit Sauerstoff. Der gleichzeitige Konsum von Nikotin mit Alkohol verstärkt die Kopfschmerzen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Kater_%28Alkoholintoxikation%29

Ich hab praktisch nie nen Kater, wenn ich genügend trinke vor dem Schlafengehn...


Und was hast Du im Prinzip davon, wenn Du der guten alten Wikipedia glaubst? Etwa Die Wahrheit? Ich würde sagen Du hast damit, was die meisten glauben weil sie es gerne glauben. Es gibt Dir Gelegenheit, den einzigen allgemein bekannten Stoff zu verniedlichen, der zurecht die Bezeichnung "Rauschgift" trägt, weil er zugleich berauscht und giftig ist. Damit ebnestt Du Dir den Weg, mit ein wenig leichterem Gewissen berauschendes Gift einzunehmen, wie auch die Gimpel die das Zeug in der Wikipedia geschrieben haben und nun meinen, durch das Zerpflücken des Phänomens in seine einzelnen Bestandteile, sei es dann doch kein erschreckend rasch auftretendes, unterschwelliges Entwöhnungssyndrom, sondern nur ein lästiger "Kater", der sich durch "viel Wasser" trinken verhindern läßt. Das ist alles was Dir vom Baum fällt, wenn Du "Lieber der guten alten Wikipedia" glaubst.


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Körperliche Abhängigkeit
BeitragVerfasst: 25.03.2011 - 07:59 
Ex-Moderator
Ex-Moderator
Benutzeravatar

Registriert: 27.11.2002 - 21:31
Beiträge: 3595
Wohnort: Bern
CAvH hat geschrieben:
Obi83 hat geschrieben:
CAvH hat geschrieben:
Die Kopfschmerzen beim "Kater" sind keine Folge einer Dehydrierung. Sie kommen vielmehr zustande durch eine Einwirkung des Nervensystems auf den Querschnitt der Blutgefäße. Dehydriert man seinen Körper in extremer Weise indem man ihn 18 Stunden lang mit Diuretika belastet, hat man auch leine Kopfschmerzen.


Ok, da hab ich wieder was gelernt, solche Experimente hab ich selber nie durchgeführt, klingt aber einleuchtend..
bei mir war das eine reine Erfahrungssache, ich hatte oder habe jeweils das Gefühl, dass mir der Kopf bedeutend weniger brummt nach einer durchzechten Nacht, wenn ich mich vor dem Schlafengehen noch 1-2 Liter Wasser trinke. Woher das dann kommt weiss ich auch nicht, einen Kater habe ich allerdings trotzdem..


Es gibt Leute, denen brummt der Schädel nach einer durchzechten Nacht gar nicht, selbst haben sie sich stark mit Weizenbier HefeWeizen, oder Weißbier besoffen. Woher das kommt, weiß ich auch nicht. Hängt vielleicht mit der Zusammensetzung des Bieres zusammen. Aber meinst Du nicht auch, kämen die Kopfschmerzen von dem reinen Flüssigkeitsverlust, dass man dann auch Kopfschmerzen haben müsste nachdem man sich mit Diuretike völlig dehydriert, oder durch lange Arbeit unter der Tropensonne? Ich will noch nicht mal ausschliessen dass es Leute gibt die dabei Kopfschmerzen bekommen. Mein Hund höb immer das Bein wenn er an einer Litfasssäule vorbeikam, auf der eine gewisse Reklame hängt. Jetzt ist die Reklame weg und durch eine neue ersetzt worden, jetzt ignoriert er die ganze Litfasssäule. Ich weiß nicht alles. Vielleicht hat es bei Dir aber auch gar nicht mit einer Dehydrierung zu tun, sondern mit anderen biologischen Abläufen, wer weiß, vielleicht kommts vom gefüllten Bauch?. Ich weiß es nicht.


Der Unterschied zwischen der Dehydration durch Tropensonne (oder sonstige "normale" Einflüsse abgesehen von Alkohol) und der Dehydration wegen dem Trinken ist wahrscheinlich, dass Alkohol ja nicht nur dehydriert sondern eben auch toxisch ist. So gesehen macht die Erklärung von Wiki schon Sinn (imho natürlich). Auch das die Kopfschmerzen von übermässigem Nikotinkonsum verstärkt werden, dass bestätigen mir sämtliche Kollegen. Was aber nicht heisst, dass diese Katerkopfschmerken wegen Dehydrierung nicht gleichzeitig mit Entzugssyntomen auftreten können. Für mich stellt sich einfach immer noch die Frage der Gewichtung.

Ich kann persönlich folgendes sagen: ich habe mit sehr wenigen (naja, eigentlich nur bei einer Ausnahme) Ausnahmen nie Kopfschmerzen nach Alkoholkonsum. Egal ob ich nur leicht angetrunken war oder sturbesoffen. Anfang 20 hatte ich ne Phase in der ich ne weile fast täglich Alkohol getrunken habe. Nicht übermässig aber so zwei Cocktails am Tag und am Wochenende waren es mehr. Auch dort hatte ich nie Kopfschmerzen. Obwohl ich im Nachhinein sagen muss, dass mich eine körperliche Gewöhnung nicht verwundert hätte. Wenn die Dehydrierung bei den Kopfschmerzen (und ich meine normale Kopfschmerzen von Leuten die sich nicht als Alkoholabhängig einstuffen und die gmeinhin als Kater gelten) stärker gewichtet, habe ich das ev. nicht, weil ich es mehr mit gemixten Drinks als mit purem Alkohol habe. Ergo war Dehydrierung kein Thema weil ich genug Flüssigkeit zu mir genommen habe? Wenn aber die Entzugssyntome stärker gewichten als die Dehydrierung, gewöhnt sich mein Körper ev. langsamer an den Alkohol als der Durchschnitt? Da beides logisch tönt, hiflt mir das bei der Gewichtung irgendwie nicht richtig weiter.


Nach oben
 Profil  
 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 76 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1, 2, 3, 4, 5, 6  Nächste

Alle Zeiten sind UTC



Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:



Gefällt mir:
Eve & Rave on Facebook



Möchtest du Eve&Rave finanziell unterstützen?
an Eve & Rave spenden