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 Betreff des Beitrags: Re: Körperliche Abhängigkeit
BeitragVerfasst: 21.03.2011 - 19:57 
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Soweit ich weiß werden viele Schützenvereine richtig entzügig 4 Tage am Stück bzw. noch viel länger frei genommen um zu saufen und dann heißt es nachher frierend und zitternd im Bett liegen.

Dieser Wahnsinn wird aber auch schon teils von der Bevölkerung Entzug genannt, weil etwas anderes ist es nicht.

Welche Rolle spielt der Zucker beim Kater, wenn der Kater als solches einen Entzug darstellt?

lg, fenris


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 Betreff des Beitrags: Re: Körperliche Abhängigkeit
BeitragVerfasst: 21.03.2011 - 20:01 
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Karies hat geschrieben:
für mich klingt das mit der dehydrierung und dem mineralienverlust zu einfach und beschönend.
alkoholsucht ist ein verdammt komplexes thema.
ich finde cavh`s ansichten einleuchtend.
die grösse der problematik zeigt doch, dass man neue denkansätze benötigt.


Das sowieso! Imho wird Alkohol bzw. Alkoholsucht eh von der Gesellschaft verharmlost. So von wegen wenns legal ist kanns ja nicht so schlimm sein, jeder trink ja usw.


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 Betreff des Beitrags: Re: Körperliche Abhängigkeit
BeitragVerfasst: 21.03.2011 - 20:07 
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Wenn es nur Dehydrierung und zerrütteter Mineralienhaushalt oder sonstiger Käse wäre, wieso geht es dann mit Alkohol schlagartig wieder weg, selbst hat dieser Alkohol 98%, der ja dann sofort um ein Vielfaches mehr deydrieren und alles um ein Vielfaches mehr zerrütten müsste und doch geht es einem schlagartig wieder gut?? Einen guten Zug aus der Rum Pulle und man ist sofort wieder arbeitsfähig. Wie geht das, wo doch Alkohol dehydriert. Das dürfte ja dann ja wohl nicht sein. Dann müsste einem ja nur noch übler werden, aber es ist nicht so. Im Gegenteil, man ist gleich wieder fit. Komisch, nicht? Irgendwie ganz anders als die "Studien" es sagen, nicht wahr?

Gehe mal in die Tropen, z.B. nach Jamaika und ernte dort von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang mit der Machete Zuckerrohr (zum Rum brennen :lol: ) dann hast Du bis zum Abend so viel Flüssigkeit verloren, dass Du Dich kaum noch auf den Beinen hältst. Trinke dann mal Alkohol und sieh, wie Du das überlebst. Nein, in dem Fall brauchst Du WASSER und SALZTABLETTEN!


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 Betreff des Beitrags: Re: Körperliche Abhängigkeit
BeitragVerfasst: 21.03.2011 - 20:14 
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CAvH hat geschrieben:
Wenn es nur Dehydrierung und zerrütteter Mineralienhaushalt oder sonstiger Käse wäre, wieso geht es dann mit Alkohol schlagartig wieder weg, selbst hat dieser Alkohol 98%, der ja dann sofort um ein Vielfaches mehr deydrieren und alles um ein Vielfaches mehr zerrütten müsste und doch geht es einem schlagartig wieder gut?? Einen guten Zug aus der Rum Pulle und man ist sofort wieder arbeitsfähig. Wie geht das, wo doch Alkohol dehydriert. Das dürfte ja dann ja wohl nicht sein. Dann müsste einem ja nur noch übler werden, aber es ist nicht so. Im Gegenteil, man ist gleich wieder fit. Komisch, nicht? Irgendwie ganz anders als die "Studien" es sagen, nicht wahr?


Ich habe nicht gesagt, dass es nur um Dehydrierung geht. Ich hab einfach nach Infos gefragt, die über persönliche Erfahrungen hinausgehen.

Das mit dem danach wieder gut gehen deckt sowohl deine Aussage wie auch die der Dehydrierung ab, da der Alkohol beide Symptome überdeckt und man wieder fit wird. Die Dehydrierung bzw. erneute Vergiftung findet ja nicht in der Sekunde statt, in der der Alkohol getrunken wird sondern mit der Zeit (Abbau in der Leber z.B.), deswegen wird der Kater danach auch schlimmer (was aber natürlich auch für deine Aussage stimmt: der Kater wird schlimmer, weil man den Körper mehr an den Alkohol gewöhnt hat).


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 Betreff des Beitrags: Re: Körperliche Abhängigkeit
BeitragVerfasst: 21.03.2011 - 20:19 
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CAvH hat geschrieben:
Gehe mal in die Tropen, z.B. nach Jamaika und ernte dort von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang mit der Machete Zuckerrohr (zum Rum brennen :lol: ) dann hast Du bis zum Abend so viel Flüssigkeit verloren, dass Du Dich kaum noch auf den Beinen hältst. Trinke dann mal Alkohol und sieh, wie Du das überlebst. Nein, in dem Fall brauchst Du WASSER und SALZTABLETTEN!


Wenn Du info willst, die über persönliche Erfahrung hinausgeht, warum missbrauchst Du dann mich dafür? Bediene Dich doch des Großen Brockhaus oder des Internets.


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 Betreff des Beitrags: Re: Körperliche Abhängigkeit
BeitragVerfasst: 21.03.2011 - 20:25 
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bleibt doch bitte alle im rahmen der höflichkeit.
diese stichelei macht sonst nen sehr interessanten thread kaputt.
ich sags lieber schon vorher.


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 Betreff des Beitrags: Re: Körperliche Abhängigkeit
BeitragVerfasst: 21.03.2011 - 20:27 
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CAvH hat geschrieben:
CAvH hat geschrieben:
Gehe mal in die Tropen, z.B. nach Jamaika und ernte dort von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang mit der Machete Zuckerrohr (zum Rum brennen :lol: ) dann hast Du bis zum Abend so viel Flüssigkeit verloren, dass Du Dich kaum noch auf den Beinen hältst. Trinke dann mal Alkohol und sieh, wie Du das überlebst. Nein, in dem Fall brauchst Du WASSER und SALZTABLETTEN!


Wenn Du info willst, die über persönliche Erfahrung hinausgeht, warum missbrauchst Du dann mich dafür? Bediene Dich doch des Großen Brockhaus oder des Internets.


Naja, das hier ist ja ein Diskussionsforum (im Internet übrigens ;)). Wenn jemand was posted ist es für mich halt logisch, mal bei dieser Person nachzufragen da sie Ahnung zu haben scheint. Könnte ja sein, dass die Person noch mehr weiss als sie in ihrem Post geschrieben hat. Sonst ist ja jeder Post ein halber Roman. Aber wenn du dir dabei missbraucht vorkommst, werde ich in Zukunft auf deine Posts nicht mehr reagieren.


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 Betreff des Beitrags: Re: Körperliche Abhängigkeit
BeitragVerfasst: 21.03.2011 - 20:29 
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Na schön. Ich hatte im Grunde auch nicht mehr zu sagen als den längeren Post ein Stück weiter oben. Ich wollte damit nur Info weitergeben, die man nicht alle Tage bekommt. Was der Einzelne damit macht, soll er selbst entscheiden. Damit habe ich nichts zu tun. Es geht mich nichts an.


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 Betreff des Beitrags: Re: Körperliche Abhängigkeit
BeitragVerfasst: 21.03.2011 - 20:33 
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CAvH hat geschrieben:
Na schön. Ich hatte im Grunde auch nicht mehr zu sagen als den längeren Post ein Stück weiter oben. Ich wollte damit nur Info weitergeben, die man nicht alle Tage bekommt. Was der Einzelne damit macht, soll er selbst entscheiden. Damit habe ich nichts zu tun. Es geht mich nichts an.


Ist ja auch kein Problem wenn du nicht mehr sagen kannst. Ich finds ja interessant und hab mir über den Aspekt auch erst dank deinen Erlebnissen Gedanken gemacht. Ich persönlich halte es halt einfach so, dass ich nicht alles was ich lese (auch wenns logisch tönt) als ultimative Wahrheit akzeptiere. Aber eben auch nicht als unwahr oder unmöglich. Es ist einfach ein Aspekt eines Themas.


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 Betreff des Beitrags: Re: Körperliche Abhängigkeit
BeitragVerfasst: 21.03.2011 - 20:43 
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Das mit dem Rum gibt mir zu denken. Gegen Logik kann man nämlich nicht argumentieren.
Darüber denke ich mal nach.


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 Betreff des Beitrags: Re: Körperliche Abhängigkeit
BeitragVerfasst: 21.03.2011 - 20:44 
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Ich vergaß zu erwähnen: Verhält es sich bei Dir tatsächlich so, dass Du schon nach einer "durchzechten Nacht" am folgenden Morgen auffallend zittrige Hände hast, solltest Du daran denken, den Alkohol völlig sein zu lassen oder Dir eine der traditionellen Gepfogenheiten angewöhnen, bei denen man ein gewisses Quantum trinkt und nicht mehr.


@@@@fenris@@@
Ich wage zu unterstellen dass Du klug genug bist zu wissen, die traditionelle Schulmedizin erzählt uns viel Käse weil es ihr nicht mehr um unser Wohlbefinden geht, sondern um den Aktienkurs ihrer Kumpane, der Pharmaindustrie. Diese Alkoholgeschichte die sie verbreiten, gehört zu diesem Käse. Hast Du einen richtig bösen "Kater", trinke dann viel Wasser und nimm einige Salztabletten zu Dir und warte ab wie lange es dauert, bist Du völlig wieder funktions- und arbeitsfähig bist. Trinke dagegen Dein bevorzugtes alkoholisches Getränk gerade in solchem Maße bis Du Dich besser fühlst und wieder funktions- bzw arbeitsfähig bist und sieh, durch welche der beiden Methoden Du Dich schneller wieder okay fühlst, funktionstüchtig und arbeitsfähig bist.

Ich behaupte, Dein alkoholisches Getränk wird Dich schneller wieder auf die Beine bringen. Warum, wo es doch überwiegend nur aus ein bischen Wasser und Alkohol besteht der Dich noch mehr dehydriert? Lasse dabei Dein "bevorzugtes alkoholisches Getränk" ruhig 86%igen Rum sein (Strohrum), es spielt keine Rolle. Damit hast Du fast gar kein Wasser dabei, und doch wird es besser funktionieren als reines Wasser und Salztabletten (oder saure Heringe & Gurken)

Und jetzt sage ich Gute Nacht.
Ich gucke mir noch den Film über Napoleon an, (Waterloo) mit Rod Steiger in der Hauptrolle. Unschlagbar in dieser Rolle, Rod Steiger!


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 Betreff des Beitrags: Re: Körperliche Abhängigkeit
BeitragVerfasst: 21.03.2011 - 20:46 
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CAvH hat geschrieben:
Tatsu hat geschrieben:
CAvH hat geschrieben:
Man wird immer von diesen klugen Leuten überfallen, die Ihr Wissen aus anderer Leute Hand bekommen haben und sich damit klug vorkommen. Ich habe schon mehrere dieser Alkoholentwöhnungen hinter mir. Glaubst Du nicht dass ich weiß wovon ich spreche? Deydrierung, mein Arsch. Dehydrierung ist Bestandteil, mehr nicht. Aber schon stehe ich wieder vor dem Problem dass ich mich mit Naseweisen abkämpfen müsste, die wahrscheinlich noch nie durchlebt hatten wovon sie sprechen, und das geht einfach über meine Kräfte. Glaubt was ihr wollt.


Ich möchte dir ja nicht zu nahe treten aber nur weil man die körperlichen Symptome eines Entzuges erlebt hat (wobei "nur" hier sicher nicht wertend betr. Entzug gemeint ist), heisst das ja nicht automatisch, dass man danach das medizinische Allwissen über die Substanz hat.

Abgesehen davon: genau so wenig wenig wie ich was mir ein Arzt sagt einfach so glaube, glaube ich auch nicht alles was in einem Forum anonym geschrieben wird. Meines Erachtens spielt Dehydrierung beim Kater eine Rolle. Deine Theorie tönt auch logisch und spielt wohl ebenfalls eine. Aber was wie stark gewichtet werden muss, kann ich nicht beurteilen wenn ich nicht mehr Wissen über Studien usw. habe.


Ich vergaß zu erwähnen: Verhält es sich bei Dir tatsächlich so, dass Du schon nach einer "durchzechten Nacht" am folgenden Morgen auffallend zittrige Hände hast, solltest Du den Alkohol wahrscheinlich völlig sein lassen oder versuchen, Dir eine der traditionellen Gepfogenheiten anzugewöhnen, bei denen man ein gewisses Quantum trinkt und nicht mehr.


Hatte noch nie Händezittern bzw. habe auch nie einen Kater in dem Sinne und ich trinke (wobei das sagen ja alle :D) nicht so viel Alkohol.

Wobei denke hast einfach falsch gequotet?


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 Betreff des Beitrags: Re: Körperliche Abhängigkeit
BeitragVerfasst: 21.03.2011 - 20:51 
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CAvH hat geschrieben:
Ich vergaß zu erwähnen: Verhält es sich bei Dir tatsächlich so, dass Du schon nach einer "durchzechten Nacht" am folgenden Morgen auffallend zittrige Hände hast, solltest Du daran denken, den Alkohol völlig sein zu lassen oder Dir eine der traditionellen Gepfogenheiten angewöhnen, bei denen man ein gewisses Quantum trinkt und nicht mehr.




inzwischen habe ich das getan.
besonders harte sachen trinke ich keine mehr und kaum noch bier.
aber danke fürs nachfragen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Körperliche Abhängigkeit
BeitragVerfasst: 21.03.2011 - 21:41 
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CAvH hat geschrieben:
Freebird hat geschrieben:
Ich stelle mir diese Frage schon eine ganze Weile, so ungefähr seit ich bei meinem Aufenthalt in der Psychiatrie sehr viele Alkoholsüchtige mit körperlichen Entzugserscheinungen gesehen habe: Wie lange und wie viel muss man trinken, um körperlich von Alkohol abhängig zu werden? Ich meine ich kenne so einige die nach meinen Maßstäben viel trinken, aber keiner von denen kriegt das Zittern wenn er aufhört.

Bei GBL und Benzos rechnet man ja meistens so mit nem Monat. Ich kann mir aber irgendwie schwer vorstellen, wie jemand nen ganzen Monat richtig betrunken sein kann ohne an Dehydration oder sonstwas abzukratzen.

Ja, es ist nicht bei allen das Gleiche und man kann sich nur auf Erfahrungswerte berufen, aber das ist ja immer so und deshalb frag ich ja auch.


Praktischer Letfaden:
Hast Du am Abend ungeheuer gesoffen und wirst Du am nächsten Morgen entsprechnd unwohl wach, sind die Symptome die Du dann empfindest, das, was man einen "Kater" nennt, Deine ersten Entwöhnungssymptome vom Alkohol. Schon bist Du leicht physisch abhängig. Du glaubst das nicht? Du meinst das sei "nur ein Kater". Ja, so nennt es der Volksmund. Tatsächlich sind es Deine ersten milden Entwöhnungssymptome. Du glaubst es nicht? Wollen wir wetten? Du kannst es Dir selbst beweisen. Trinke etwas auf Deinen Kater hin und es geht Dir sofort beser. Morphingewöhnte kennen diesen dramatischen Übergang vom Unwohlsein zum Gefühl neuer Gesundheit, wenn man sich die morgendliche Morphindosis verabreicht. Am exaktesten trifft es wohl der alte Säuferspruch: "Mache am Morgen mit dem weiter, womit Du am Abend zuvor aufgehört hast".

Nehmen wir an, Du trinkst Dir auf Deinen Kater hin etwas. Was geschieht? Es geht Dir sofort besser! Aber in Wahrheit schiebst Du nur Deinen Kater, Deine Entwöhnungssymptome, vor Dir her, gerade so, wie das auch Morphingewöhnte mit ihren Morphinentwöhnungssymptomen tun. Immer wenn Du findest, dass Dein "Kater" zu stark murrt, trinkst Du Dir erneut einen und schon ist er wieder still und Du bist wieder mitten drin im Jubel des Lebens. Aber damit gewinnt Dein Kater nur immer mehr an Gewicht, mit anderen Worten, Deine physische Abhängigkeit zum Alkohol vertieft sich mehr und mehr und die Entwöhnungssymptome die Du vor Dir herschiebst werden immer stärker. Doch noch fühlst Du Dich wohl dabei. Abhängig von Deiner ureigenen physischen Konstitution kann das einige Zeit so gehen, aber irgendwann kommt der Tag an dem die Symptome der Vergiftung, die Du Deinem Körper regelmäßig zumutest, als sichtbare Symptome nach außen treten. Die meisten davon lassen sich NOCH mit etwas größeren Mengen Alkohols zudecken. Du trinkst und sie weichen in den Hintergrund. Doch in diesem Hintergrund bauen sich zugleich andere Symptome auf die bald nach vorne treten werden und sich nicht mehr so einfach weg trinken lassen. Du könntest zu jedem Zeitpunkt mit dem Trinken aufhören. Alkoholentwöhnungssymptome sind bei weitem nicht si schmerzhaft wie Morphinentwöhnungssymptome und sie dauern auch nicht so lange. Schon am dritten Tag einer Alkoholentwöhnung fühlst Du Dich weitgehend wieder hergestellt. Und selbst die ersten zwei drei Tage sind mit etwas Medizin, wie zum Beispiel Librium, Tranqsilium oder Distrneurin gut zu ertragen. Es schüttelt Dich ein wenig und Du fühlst starke innere Unruhe. Doch Du trinkst weiter und wirst dabei zunehmend schwächer, Du magerst ab, Deine Haut wird fahl, Dir geht rasch die Puste aus und plötzlich trifft Dich völlig unerwartet weil unbekannt, wie aus heiterem Himmel, Dein erste Delirium. Hast Du Glück und einen liben Schutzengel an Deiner Seite, überlebst Du es. Du überlebst es, aber hattest doch das Pecj dabei, dass Du Dir bei einem Fall einige Rippen brichst. Du landest im Krankenhaus, wo Dir eine Ärztin mit einem Sonargerät über Deinen Leib fährt um zu sehen wie es Deinen Rippen geht. Dabei diktiert sie ihrer Assistentin den Befund. Noch halb im Trance hörst Du sie sagen, "Die Rippen könnten rasch wieder in Ordnung sein, wäre da nicht diese deutliche Hepatic cirrhosis, und Du denkst bei Dir, "Hepatic? Hat das nicht etwas mit der Leber zu tun?". Was nun? Deine Antwort wird über Leben und Tod entscheiden. Überlege sie gut. Du kannst jetzt noch aufhören zu trinken, drei vier Tage lang den Kater Deines Lebens durch machen, den Du ohnehin schon viel zu lange vor Dir herschiebst und danach mit einiger Vorsicht noch Jahre, mit etwas Glück sogar Jahrzehnte leben. Du kannst aber auch einfach weiter trinken, bis Deine Leber undurchlässig wird wie das Leder eines alten Armeestiefels und Deine Vena Cava schwillt weil sie ihr Blut nicht mehr durch die Leber zwängen kann. Unter dem wachsenden Druck schwellen gewisse Venen Deines Körpers, unter anderen die Venen in Deiner Luftröhre, die eines Tages nicht mehr weiter schwellen können und platzen. Dann, mein Freund, ersäufst Du in Deinem eigenen Blut. Während Du zum Himmel entschwebst zieht der Gedanke an Dir vorüber, "Hätte ich nur diesen ersten Kater auf mich genommen, oder zumindest einen der späteren", und hinter Dir hörst Du noch jemand sagen: "Ach, ist ja doch alles nur relativ, ob Hasch, Morphin oder Alkohol. Es ist alles gleich gefährlich..." Wohl bekomms!

Der "Kater", sind die ersten milden Alkohol-Entwöhnungssymptome. Wer etwas anderes behauptet, selbst sei er Prof. der Medizin, hat keine Ahnung wovon er spricht!



Meine Erfahrungen decken sich mit Deinen. Nach zwei trinkreichen Nächten bemerkte ich bereits die genannten/ bekannten Symtomen. Natürlich, die für mich einfachste Lösung lag sehr nahe!

Was ein bisschen hilft ist doch aber Salz und Wasser, nur hab ich diese nach einzelnen Nächten probiert und nicht nach Monatelangem Konsum, da stieg ich immer auf Benzos um, was wunderbar die Symptome bedecken mochte.


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 Betreff des Beitrags: Re: Körperliche Abhängigkeit
BeitragVerfasst: 21.03.2011 - 21:43 
Punktesammler
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Beiträge: 1002
Wohnort: Hinter den sieben Bergen, bei den sieben Schneewittchen
ich glaube ihr redet hier zum teil auch etwas aneinander vorbei...

cavh meint mit kater dieses miese, zittrige, gestresste gefühl nach einer durchzechten nacht und gewisse verstehen darunter die gelegentlich auftretenden - nach meiner erfahrung und wissen eben durch dehydration verursachten - kopfschmerzen.
nach einschlägigen erfahrungen lassen sich die kopfschmerzen gut damit bekämpfen, dass man nach oder während des gelages einfach genügend wasser zu sich nimmt.
die kopfschmerzen haben jedoch nichts mit dem miesen gefühl zu tun, das eben erste entzugserscheinungen darstellt und sich nicht mit wasser und salz, aber einem guten schluck aus der pulle verdrängen lässt.. :alcohol:


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