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 Betreff des Beitrags: Frauengold
BeitragVerfasst: 08.12.2010 - 15:35 
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Kennt ihr diese Werbung?




und der zweite Teil



Echt böse was damals so in der Werbung an Werten vermittelt wurde.


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 Betreff des Beitrags: Re: Frauengold
BeitragVerfasst: 08.12.2010 - 16:08 
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Das ist ja ganz übel... Zjmal man statt Frauengold wohl auch noch ganz andere Drogen einsetzen könnte - Heroin war ja ne zeitlang das heldenhafteste aller Hausmittelchen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Frauengold
BeitragVerfasst: 08.12.2010 - 17:30 
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Tissy hat geschrieben:
Heroin war ja ne zeitlang das heldenhafteste aller Hausmittelchen.

Wann soll denn das gewesen sein? Heroin war zwar mal frei verkäuflich, aber nie lange auf dem Markt und wurde vor allem nicht von der breiten Masse genutzt?!?

Find die Werbung lustig, hab gerade nachgeguckt, Frauengold hat 16,5% Alk, daher die "Wirkung" ... aber was die da in der Werbung verklickern, entspricht überhaupt nicht der Wirkung von Alk, eher ne Mischung aus Ecstasy und Beruhigungsmitteln..


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 Betreff des Beitrags: Re: Frauengold
BeitragVerfasst: 08.12.2010 - 18:39 
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Ich finds einfach nur lustig :)


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 Betreff des Beitrags: Re: Frauengold
BeitragVerfasst: 08.12.2010 - 18:47 
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Sowas sollten die heute mal senden, da wären die ganzen Femministinnen doch sofort auf der Straße.


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 Betreff des Beitrags: Re: Frauengold
BeitragVerfasst: 08.12.2010 - 18:54 
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Heroin wurde unter anderem als Hustenmittel und Schmerzmittel angepriesen - von daher dürfte es doch einen recht breiten und grossen potentiellen Kundenkreis gehabt haben. Und der Name wurde ja angeblich ganz bewusst an das englische "Hero" angelehnt - ein super-mittel, ähnlich dem Morphium, aber eben ohne die Suchtgefahr (dachte man damals...)


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 Betreff des Beitrags: Re: Frauengold
BeitragVerfasst: 08.12.2010 - 21:19 
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Heroin wurde zumindestens für damalige Verhältnisse in den USA heftig beworben.
Und natürlich hatte es "keine Nebenwirkung außer Verstopfungen".
Was Heroin aber noch interessanter macht ist die Tatsache, dass ein Cannabisverbot
nicht ohne das Deutsche Reich zu Stande gekommen wäre. Ägypten hat Deutschland zugesichert Heroin auf keinen Fall zu verbieten, sonst hätte die IG Farben einen Absatzmarkt weniger gehabt, deshalb hat Deutschland dem Verbot zugestimmt.
War in den Zwanzigerjahren die sog. Opiumkonferenz.

Ach wir sind wieder vom Thema abgekommen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Frauengold
BeitragVerfasst: 08.12.2010 - 21:42 
Die IG Farben hatte damit garnichts zu tun, auch wenn es immer gut kommt, mit dem Finger auf dieses ehemalige Unternehmen zu zeigen. Natürlich war Bayer Teil der IG Farben, aber die IG Farben war nicht Bayer...


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 Betreff des Beitrags: Re: Frauengold
BeitragVerfasst: 09.12.2010 - 06:25 
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Immer noch offtopic, aber halt spannend... (wobei es ja auch um die unreflektierte Werbung potenter Drogen geht...)

habe gestern nen link gefunden, wo beschrieben wurde, wie ein Chemiker die Mitarbeiter einer Farben-Fabrik als Versuchskaninchen benutzt hat. finde den link leider nicht mehr, dafür bin ich beim erneuten googeln auf einen internen LInk gestossen: ftopic2717.html

Hier noch was anderes:
Zitat:
Bevor die Droge Heroin in Deutschland am 6. April 1971 mit dem Betäubungsmittelgesetz endgültig verboten wurde, war Heroin schon über 70 Jahre lang als Arzneimittel in Medikamenten verwendet worden. Was kaum einer weiß: Den gefährlichen Suchtstoff entwickelte die Pharma-Firma BAYER. Schon 1898 ließ das Unternehmen den Namen der Substanz schützen. Fortan war das Opiat mit dem wissenschaft-
lichen Namen Diacetylmorphin als "Heroin" bekannt. Entdeckt hatte es der englische Chemiker C. R. Wright. BAYER war es als erster Firma gelungen, den Stoff - eine Mischung aus Morphin und Essigsäure - fabrikmäßig herzustellen. BAYER startete im Jahr 1900 einen bis dahin noch nie dagewesenen Werbefeldzug. Auf dem ganzen Globus lobten Anzeigen in zwölf Sprachen das Mittel in den höchsten Tönen. BAYER verschickte Tausende von Gratisproben an ÄrztInnen. "Die Nachbe-
stellungen", so hieß es wenig später, "übertrafen alle Erwartungen". Die Verkaufserfolge von Heroin legten den Grundstein für den Aufstieg der Elberfelder Farbenfabrik zu einem Weltkonzern. BAYER bewarb Heroin als Hustenmedizin für Kinder, der Stoff sei ungefährlich, erzeuge keinerlei Abhängigkeit und sogar bei Darmkoliken von Säuglingen wirksam. Heroin wurde schnell zum Kassenschlager.
http://www.cbgnetwork.org/Ubersicht/Zeitschrift_SWB/SWB_1998/SWB01_98/100_Jahre_Heroin/100_jahre_heroin.html


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 Betreff des Beitrags: Re: Frauengold
BeitragVerfasst: 10.12.2010 - 12:13 
novus hat geschrieben:
Ich finds einfach nur lustig :)

:D und manipulativ


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 Betreff des Beitrags: Re: Frauengold
BeitragVerfasst: 10.12.2010 - 13:00 
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Bild das war da drin.
Zitat:
Aristolochiasäuren [von Aristolochia], aromatische Nitroverbindungen aus Aristolochia-Arten ( ä vgl. Abb. ); wurden erstmals 1851 aus den Wurzeln der Osterluzei (Aristolochia clematitis) in reiner Form isoliert. Als Pflanzeninhaltsstoffe gehören sie zu den ältesten Arzneimitteln der Menschheit (Zulassung 1981 wegen Möglichkeit cancerogener Wirkung vom Bundesgesundheitsamt widerrufen). Aristolochiasäuren steigern die Phagocytose-Aktivität der Leukocyten.
Quelle: http://www.wissenschaft-online.de/abo/lexikon/bio/5034

Somit wurde Frauengold auch 1981 verboten.


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 Betreff des Beitrags: Re: Frauengold
BeitragVerfasst: 23.03.2011 - 09:09 
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Sie wollen einem Alkohol als "Medizin" unterjubeln. Das ist ähnlich wie Blutwein, ein schlapper Rotwein der angeblich das Blut vermehrt, oder "Klosterfraumelissengeist", die blaue Verpackung mit den drei in die Länge gezogenen gotisch anmutenden Ornatsnonnen drauf. Ich kannte Frauen mittleren bis gehobeneren Alters die sich das Zeug drei X am Tag Tropfenweise auf nen Zuckerwürfel gaben, denn das sei "gut" für sie. Wenig später gossen sie ihren Klosterfraumelissengeist schon in ein kleines Glasschälchen und tranken ihn. Dauerte nicht mehr lange und sie setzten die Pulle an. Kam aber so entsetzlich wenig raus weil das Löchlein oben am Hals so klein war. Bald hatten sie dann ne Pulle Gin im Spiegelschrank des Badezimmers, immer noch im geistigen Gewande der "Medizin". "Das tut mir so gut Schatz. Musst Du auch mal probieren".

Bei der angeführten Werbung bemerkt man wenigstens noch, das man angeschissen wird. Das merkt man heute nicht mehr. Heute erscheinen ins Bild eingearbeitete Botschaften und Verhaltensmaßregeln die man bewusst gar nicht wahr nimmt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Frauengold
BeitragVerfasst: 23.03.2011 - 09:29 
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CAvH hat geschrieben:
Bei der angeführten Werbung bemerkt man wenigstens noch, das man angeschissen wird. Das merkt man heute nicht mehr. Heute erscheinen ins Bild eingearbeitete Botschaften und Verhaltensmaßregeln die man bewusst gar nicht wahr nimmt.


Da stimme ich dir zu 100% zu, die heutige Werbung ist sehr raffiniert geworden.
Heute ist es aber nicht einfach nur Reklame, Schleichwerbung etc. prägen sich sicherlich auch noch irgendwie ein.

Wenn man heute ins Kino geht, sieht man junge Menschen denen Alkkonsum
durch die Werbung gepredigt wird. Ich weiß nicht wie lange das schon in der Art und weiße gemacht wird, da ich nicht so häufig ins Kino gehe, aber als ich das vor 5 Jahren bei einer Bierwerbung gesehen habe, dachte ich mir, dass man sowas verbieten sollte.


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 Betreff des Beitrags: Re: Frauengold
BeitragVerfasst: 23.03.2011 - 10:57 
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Beiträge: 368
Ich gucke seit über 15 Jahren schon kein TV mehr, ich lese keine Zeitungen und keine Zeitschriften, ich höre Radio und da nur BBC World Servive, der Britishe Staatssender der sich alle Mühe gibt, neutral zu erscheinen, Hat man ihn lange genug gehört, kennt man die manipulatorischen Schlichen und filtert die Nachrichten raus. Und Internet natürlich, aber dort kein Konzernzeug, sondern von Leuten selbstgemachtes und davon nicht alles. Ansonsten vertraue ich darauf, das alles, was ich wissen muss, auf geheimnisvolle Weise auf allen möglichen Wegen von selbst zu mir kommt. Das funktioniert. Was man wissen musst, kommt von selbst zu einem. Den Rest darf man getrost vernachlässigen. Auf diese Weise bin ich in meiner Umgebung jener, der immer am umfangreichsten informiert ist. Komisch, nicht wahr? Aber es funktioniert und man entzieht sich damit weitgehend den manipulierenden Kräften der Konzerne, der Politik und der sozialwissenschaftlichen Menschenzüchter.


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 Betreff des Beitrags: Re: Frauengold
BeitragVerfasst: 09.10.2012 - 12:07 
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Beiträge: 2205
Wohnort: nirgendwo im irgendwo
Wie geil ist das denn? :todlach: Kannte ich nicht, aber lustig ist es allemal. Frage mich allerdings was da drin gewesen sein soll. Die Osterluzei hat ja meines Wissens nach keine Stimmungs aufhellenden Eigenschaften sondern soll sich lediglich wehen fördernd auswirken und bei Entzündungen helfen. (Wie gesagt, soweit ICH weiß) Kennt einer die genauen Inhaltsangaben?
Habe übrigens gelesen das der Nachfolger Doppelherz sein soll :D


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