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 Betreff des Beitrags: Alkoholentzug. Seit mindestens 10 jahren 2 Bier am Tag.
BeitragVerfasst: 06.08.2010 - 22:11 
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Hey Leute,

ich trinke seit mindestens 10 Jahren mindestens 2
Bier am Tag. In letzer zeit auch mal 3-5.

Was hätte mich bei einem kalten entzug zu erwarten?
Ist "nur" Bier da so heftig? Vor allem bei dem Zeitraum.

Ab wann kann ich mit entzugserscheinungen rechnen und
wie lange wird so ein entzug dauern? Habe da was Alk betrifft
absolut keine erfahrung.

Danke schon mal.

Hawk


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 Betreff des Beitrags: Re: Alkoholentzug. Seit mindestens 10 jahren 2 Bier am Tag.
BeitragVerfasst: 08.08.2010 - 16:59 
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Schwierig zu sagen, kommt sehr auf deine sonstige Körperliche Verfassung an...es kann sein, dass du gar nicht viel vegetative Symptome (wie Herzrasen, schwitzen, zittern, erhöhter Bludruck etc.) verspürst, was für einige dann leider ein Indiz zu sein scheint, dass sie gar kein Alkoholproblem haben.
Wenn es heftig wird, was ich mir bei 2 Bier, ausser es sind 2 Kästen, nicht recht vorstellen kann, dann leidest du stark an den oben beschriebenen Entzugserscheinungen. Ganz heftig wären dann noch epileptische Anfälle, meist etwa am 3. Tag ohne, oder ein Delirium tremens, was unbehandelt lebensgefährliche werden kann, allerdings zum Glück sehr selten vorkommt.

Heisst, gut aufpassen und wenn immer möglich bei einem Hausarzt vorher vorbeischauen, und dein Vorhaben besprechen.
Langsam runterdosieren wird wahrscheinlich nicht gehen, wäre aber am sinnvollsten und am einfachsten wenn es dann wirklich nur 2 Bier sind, und wenn du das so ganz alleine durchziehen willst. Die Gefahr ist halt wahrscheinlich gross, dass du "nur noch ein" Schlückchen nimmst, wenn die Entzugserscheinungen zu unangenehm werden......

Ich würde sagen spätestens nach 10 Tagen ist das körperliche überstanden, und das Reissen fängt an.....so oder so ist es wohl gut jemanden zu haben, mit dem man darüber, auch über das Craving, reden kann.


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 Betreff des Beitrags: Re: Alkoholentzug. Seit mindestens 10 jahren 2 Bier am Tag.
BeitragVerfasst: 08.08.2010 - 17:19 
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Danke für deine Antwort nea.
Was mich eben beunruhigt ist, das das ganze jetzt schon über 10
Jahre so läuft. Der Körper muss sich wirklich sehr dran gewöhnt haben.

Zitat:
Heisst, gut aufpassen und wenn immer möglich bei einem Hausarzt vorher vorbeischauen, und dein Vorhaben besprechen.

Ich werde sowieso in eine Klinik gehen. Bin gerade beim GHB entzug.
Danach werde ich, insofen ich vom GHB runter bin, vom Clonazepam
und Alk in der Klinik entziehen. In sofern bin ich also eingebunden.

Zitat:
Langsam runterdosieren wird wahrscheinlich nicht gehen, wäre aber am sinnvollsten und am einfachsten wenn es dann wirklich nur 2 Bier sind, und wenn du das so ganz alleine durchziehen willst.

Langsam runter dosieren funktioniert bei mir beim Alk leider nicht.
Hab ich schon des öfteren ausprobiert. Beim GHB ging das bisher 2 mal ganz gut,
aber eben mittels Clonazepam.


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 Betreff des Beitrags: Re: Alkoholentzug. Seit mindestens 10 jahren 2 Bier am Tag.
BeitragVerfasst: 11.08.2010 - 16:46 
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Gerade weil du noch beim Entzug von kreuztoleranten Substanzen bist,
kann man dir hier keine genaue Antwort geben.

Lass dir in einer Klinik helfen, mit GABAergen Substanzen ist nicht zu spassen.
2 Bier stellen normalerweise kein Problem dar, wegen der anderen Dinge geh zum Arzt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Alkoholentzug. Seit mindestens 10 jahren 2 Bier am Tag.
BeitragVerfasst: 11.08.2010 - 20:28 
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Sehe ich genau wie fenris, ich dachte es gehe "nur" um Alk.
Pass auf dich auf!


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 Betreff des Beitrags: Re: Alkoholentzug. Seit mindestens 10 jahren 2 Bier am Tag.
BeitragVerfasst: 12.08.2010 - 02:25 
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Ich habe halt vor evtl. nacheinander zu entziehen. Erst sowieso erst GHB
zu Hause. Dafür benötige ich sowieso noch das Clona. Dann Alk, wahrscheinlich auch
zu Hause und dann das Clona in der Klinik.

Deshalb war ich erst mal auf den reinen Alkentzug aus.....


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 Betreff des Beitrags: Re: Alkoholentzug. Seit mindestens 10 jahren 2 Bier am Tag.
BeitragVerfasst: 12.08.2010 - 06:24 
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hawkeye hat geschrieben:
Hab ich schon des öfteren ausprobiert. Beim GHB ging das bisher 2 mal ganz gut,
aber eben mittels Clonazepam.


sieh mal zu, dass du lernst nicht mehr an ghb ranzugehen, dass
du also neue verhaltensweisen lernst... ein neues hobby oder so? :-)

2 bier/tag (40g alk) ist hart an der schmerzgrenze was chronischen gebrauch betrifft,
normalerweise sollen 20-30g für männer nicht überschritten werden bzw. für
2 tage die woche ganz ausgesetzt werden.

hast du entzugserscheinungen?


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 Betreff des Beitrags: Re: Alkoholentzug. Seit mindestens 10 jahren 2 Bier am Tag.
BeitragVerfasst: 12.08.2010 - 14:15 
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Zitat:
sieh mal zu, dass du lernst nicht mehr an ghb ranzugehen, dass
du also neue verhaltensweisen lernst... ein neues hobby oder so? :-)

Es sind da schon gewisse sachen in planung auf die ich leider
hier nicht weiter eingehen kann da mich "gewisse" Leute sonst evtl.
identifizieren könnten.
Ist schon scheiße wenn man immer aufpassen muss was man schreibt :(.

Zitat:
hast du entzugserscheinungen?

Das kann ich nicht genau beantworten, da ich eben Polytox bin
und ich mir nicht sicher bin von welcher Substanz es kommt.
Da spielt der Körper und die Psyche sowieso manchmal etwas verrückt.
Aber könnte sein das ich nach 24 Stunden ohne nen leichten tremor
bekomme und es von der psyche her nicht so gut läuft.
Könnte allerdings auch an ner anderen substanz liegen.

Jedenfalls bin ich schon mal froh das ich nicht hochdosiet drauf bin.
Weder Alk noch Benzos. GHB so im mittleren bereich würde ich sagen....


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 Betreff des Beitrags: Re: Alkoholentzug. Seit mindestens 10 jahren 2 Bier am Tag.
BeitragVerfasst: 12.08.2010 - 18:19 
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hawkeye hat geschrieben:
Es sind da schon gewisse sachen in planung auf die ich leider
hier nicht weiter eingehen kann da mich "gewisse" Leute sonst evtl.
identifizieren könnten.
Ist schon scheiße wenn man immer aufpassen muss was man schreibt :(.


hm, so speziell meinte ich das nicht. das problem woran ich dachte,
ist das rumsitzen abends... was mach ich... mir is langweilig...
ach kipp ich mir was hinter die binde. ich kenns halt von mir, wenn
man erstmal lang genug was gemacht hat, tja was soll man
sonst machen. also ablenken, interessen finden&ausbauen :-)


Zitat:
hast du entzugserscheinungen?

Das kann ich nicht genau beantworten, da ich eben Polytox bin
und ich mir nicht sicher bin von welcher Substanz es kommt.
Da spielt der Körper und die Psyche sowieso manchmal etwas verrückt.
[/quote]
ich will da auch nichts falsches sagen.. also mit dem arzt
abstimmen.
viel erfolg! :daum:


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 Betreff des Beitrags: Re: Alkoholentzug. Seit mindestens 10 jahren 2 Bier am Tag.
BeitragVerfasst: 12.08.2010 - 20:36 
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hawkeye hat geschrieben:
Hey Leute,

ich trinke seit mindestens 10 Jahren mindestens 2
Bier am Tag. In letzer zeit auch mal 3-5.

Was hätte mich bei einem kalten entzug zu erwarten?
Ist "nur" Bier da so heftig? Vor allem bei dem Zeitraum.

Ab wann kann ich mit entzugserscheinungen rechnen und
wie lange wird so ein entzug dauern? Habe da was Alk betrifft
absolut keine erfahrung.

Danke schon mal.

Hawk


Hi Hawkeye

Kannst Du etwas genauer sein? d.h. sind es 33cl-Biere, oder wie ich annehme Halbliterbüchsen? Dann würde mich wundernehmen, wie oft oder seit wann es eben mehr sind als 2 Biere? Hattest Du schon mal (körperliche) Entzugssymptome festgestellt, wie zittern der Hände usw.?

Ansonsten gilt allgemein: Alkoholentzug NIE alleine zuhause machen. Da kann es allerhand Probleme geben. Ich habe (leider) auch einige Erfahrungen damit. Ich habe mich vor 8 Jahren auch nach langem Widerstand in einen stationären Entzug begeben (nach 3 Jahren jeden Tag eineinhalb Flaschen Wodka). Und ich war sehr positiv überrascht! Es gibt mittlerweile sehr gute Medikamente, die Entzugserscheinungen absolut erträglich machen! Ich durfte sogar eine Gamekonsole in den Spital mitnehmen. Perfekte Ablenkung ;)

Wo Du auch aufpassen solltest, sind Deine anderen Drogen, die Du nimmst und deren Wechselwirkung. Darum würde ich auf keinen Fall auf eigene Faust zuhause anfangen, sondern Dich von einem kompetenten (!) Arzt beraten lassen.

Auf jeden Fall viel Glück von Herzen. Berichte doch, wie es Dir ergangen ist!

lg gonzo :afro:


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 Betreff des Beitrags: Re: Alkoholentzug. Seit mindestens 10 jahren 2 Bier am Tag.
BeitragVerfasst: 12.08.2010 - 21:26 
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Zitat:
tja was soll man
sonst machen. also ablenken, interessen finden&ausbauen :-)

Das schwierige an der Sache isr, das ich ohne das GHB eine schwere
rezidivierende depressive Störung habe. Da ist nicht viel mit selbständig
interessen finden.

Zitat:
ich will da auch nichts falsches sagen.. also mit dem arzt
abstimmen.

Klar, ist sowieso alles mit dem Arzt abgestimmt....

Code:
sind es 33cl-Biere, oder wie ich annehme Halbliterbüchsen?

0,5 Liter Flaschenbiere.

Zitat:
(nach 3 Jahren jeden Tag eineinhalb Flaschen Wodka)

So weit ist es ja zum glück bei mir nie gekommen. Habe auch schon leute
kennengelernt die sich am Tag 10 Rohypnol reingefahren haben.
Sowas nenn ich mal hardcore. Genauso wie 1,5 Flaschen Wodka täglich.... :bd:

All deine restlichen fragen wurden gleube ich im Thread schon beantwortet... ;-)

Danke dir für deine nützlichen Tips und Infos!

Gruß

Hawk


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 Betreff des Beitrags: Re: Alkoholentzug. Seit mindestens 10 jahren 2 Bier am Tag.
BeitragVerfasst: 13.08.2010 - 06:26 
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hawkeye hat geschrieben:
Das schwierige an der Sache isr, das ich ohne das GHB eine schwere
rezidivierende depressive Störung habe.


ist das psychisch oder organisch bedingt? bist du deswegen
in behandlung?


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 Betreff des Beitrags: Re: Alkoholentzug. Seit mindestens 10 jahren 2 Bier am Tag.
BeitragVerfasst: 13.08.2010 - 06:28 
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Ich bin seit 10-15 Jahren deswegen in Behandlung.
Würde sagen psychisch, organisch und genetisch....

F33.2


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 Betreff des Beitrags: Re: Alkoholentzug. Seit mindestens 10 jahren 2 Bier am Tag.
BeitragVerfasst: 23.03.2011 - 08:34 
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Du musst ja nicht unbedingt eine Entwöhnung ohne medikamentöse Unterstützung machen. Es eignen sich Distraneurin, Librium Tranxilium und wahrscheinlich noch einiges aus der Reihe. In aller Regel dauert Deine Entwöhnung nur zwei drei Tage. Am dritten Tag fühlst Du Dich meist schon wieder völlig okay. Entwöhnungssymptome mit medikamentöser Unterstützung sind höchstens Zittern der Hände, innere Unruhe, Angst und Niedergeschlagenheit. Kann aber auch sein, dass manche dieser Symptome ausbleiben oder nur schwach auftreten. Verglichen mit einer Morphinentwöhnung jedenfalls ein Klacks. Entwöhnungssymptome ohne medikamentöse Unterstützung sind dieselben wie mit medikamentöser Unterstützung, nur ausgeprägter, hinzu kommt Schlaflosigkeit, Halluzinationen können auftreten, und die Gefahr eines Deliriums ist gegeben. In manchen Fällen treten gerade am sechsten oder siebten Tag nach Beginn der Entwöhnung, wo man schon alles hinter sich hat und sich wieder großartig fühlt, ein Delirium auf. Deshalb ist es am klügsten, man macht solche Sachen im Krankenhaus oder in einer entsprechend dafür eingerichteten Klinik. Ich kann die Jellenik Klinik in AMsterdam sehr empfehlen.

Aber bei nur zwei Bier am Tag, (und vorausgesetzt, Deine "drei-fünf" laufen noch nicht allzu lange) auch sei es schon seit zehn Jahren, könntest Du vermutlich auch gut wegkommen, wenn du reduzierst. Trinke zwei Tage lang eineinhalb Bier, zwei Tage lang nur eines, zwei Tage lang ein halbes und danach lässt Du es sein. Dabei beginnst Du am zweiten Tag mit der Einnahme von 30mg Librium. Die nimmst Du sechs Tage lang und schleichst sie danach über drei oder vier Tage aus. Das scheint mir ein redlich durchführbarer und verantwortungsvoller Plan zu sein. Bringst Du den Willen dazu auf, müsste das eigentlich ohne Komplikationen abgehen, vorausgesetzt Du bist ansonsten organisch gesund. Deine Leber ist möglicherweise angeknackst, aber dann wahrscheinlich auch wieder nicht so sehr. Ansonsten dürften Dir zwei Bier am Tag nicht sehr geschadet haben. Mit Entwöhnungssymptomen rechnen kannst Du bereits am Morgen nach dem Aufstehen oder i Laufe des Nachmittags, je nachdem wieviel Du Tags zuvor noch gekippt hast. Viel Glück.


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