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 Betreff des Beitrags: Alkohol - Substanzinfo und Safer Use
BeitragVerfasst: 11.01.2010 - 20:34 
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Substanz
Äthylalkohol (C2H5OH) wird durch die Vergärung von Zucker aus Früchten und/oder Getreide gewonnen.
Erscheinungsformen: Getränke mit unterschiedlichem Alkoholgehalt; Bier enthält 3-7 Vol.%, Wein 11-14 Vol.%, Wodka ca. 40 Vol.% und Stroh-Rum 80 Vol.% Alkohol.
Konsumformen: Alkohol wird als Getränk und als Zugabe in Speisen konsumiert.
Dosierung: Die Blutalkoholkonzentration in Promille (‰) ist von konsumierter Menge, Alkoholart, Zeitraum des Konsums und individuellen Faktoren (Alter, Geschlecht, Gewicht u.a.) abhängig. Siehe auch
http://www.eins-ist-ok.ch/_pop_promille.htm

Wirkung
Anregung, Entspannung, Enthemmung, Euphorie. Bei höheren Dosen Verminderung der Reaktionsfähigkeit, Selbstüberschätzung, Rededrang, Gereiztheit, Aggressivität. Nach übermässigem Konsum: Magenschmerzen, Übelkeit und Kopfschmerzen (Kater).
Wirkungseintritt: 30 bis 60 Min. nach der Einnahme erreicht der Alkoholspiegel im Blut seine höchste Konzentration.
Wirkdauer: Im Durchschnitt werden im Körper pro Stunde 0,1-0,15‰ Alkohol abgebaut, wobei Männer Alkohol etwas schneller abbauen als Frauen.

Risiken und Nebenwirkungen
Gleichgewichts- und Sprechstörungen, visuelle Störungen (Doppeltsehen) und Übelkeit. Hohe Unfallgefahr wegen Selbstüberschätzung und verminderter Reaktionsfähigkeit. Bei sehr hohen Dosen (3-4‰) Unterkühlung oder Überhitzung, Tiefschlaf, Koma, Tod.
Achtung: Rauschtrinken (Binge Drinking), die Alkoholaufnahme in sehr kurzer Zeit und in grossen Mengen, lässt den Blutalkoholgehalt besonders rasch und stark ansteigen, es kommt schneller zur Alkoholvergiftung.
Folgen: Komatöser Zustand, Ausschaltung lebenswichtiger Reflexe (Gefahr des Erstickens bei Erbrechen, Erfrierungsgefahr bei Kälte). Epileptische Anfälle können ausgelöst werden. Erhöhtes Risiko für Thrombosen, hohen Blutdruck (niedriger auch möglich), Atemdepression und plötzlichen Herztod.
Langzeitrisiken: Alkohol kann psychische und körperliche Abhängigkeit erzeugen. Typische Entzugssymptome sind Unruhe, Zittern, Übelkeit und Erbrechen. Mögliche Folgen bei regelmässigem starkem Konsum: Schädigung sämtlicher Körperorgane, Störungen des Nervensystems und der Gedächtnisfunktionen.
Alkohol ist ein Ko-Karzinogen, d.h. er verstärkt die krebserregende Wirkung anderer Stoffe (wie z.B: Zigarettenrauch) deutlich!

Safer Use
• Trinke nicht aus Langeweile oder wenn es dir schlecht geht.
• Trinke Alkohol mit Genuss und lass dir Zeit dabei.
• Trink Alkohol nicht auf leeren Magen.
• Vermeide Mischkonsum verschiedener alkoholischer Getränke, trinke Wasser dazu (z.B. ein Glas Wasser nach jedem alkoholischen Getränk).
• Vorsicht mit Alcopops! Bei diesen Süssgetränken schmeckt man den Alkohol kaum heraus, obwohl eine 3dl-Flasche rund zwei Schnäpse enthält - die Gefahr einer ungewollten Überdosierung ist hoch.
• Verzichte generell auf den Konsum von Alkohol, wenn du andere psychoaktive Substanzen konsumierst; deren Wirkung wird durch den Alkohol verändert, oder es treten gefährliche Nebenwirkungen auf (z.B. Alkohol und GHB = Erstickungsgefahr!).
• Wer trinkt, fährt nicht – benutze öffentliche Verkehrsmittel, nimm ein Taxi oder geh zu Fuss.
• Starker oder regelmässiger Alkoholkonsum während der Schwangerschaft ist ein Risiko für den Fötus. Schwere Schäden beim Kind können die Folge sein.
• Wenn du unter Alkoholeinfluss Sex hast, beachte die Safer-Sex-Regeln.

Absinth: "Die grüne Fee", eine hochprozentige Spirituose (meist 50-70 Vol.%), enthält den pflanzlichen Wirkstoff Thujon. Zusammen mit dem Hauptwirkstoff Alkohol werden dem Thujon stimulierende und bewusstseinsverändernde Effekte nachgesagt. In der EU wie in der Schweiz gelten klare Grenzwerte (max. 35 mg Thujon pro kg Alkohol). Vorsicht bei chronischem Gebrauch! Eine Thujon-Überdosis zeigt sich in Krampfanfällen und epilepsieähnlichen Symptomen.


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