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 Betreff des Beitrags: Ich leide unter dem Alkoholkonsum meines Partners! (lang)
Ungelesener BeitragVerfasst: 04.08.2012 - 11:05 
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Hallo ihr da draussen... (entschuldigt die Schreibfehler, habe kapute Hand)

Mein Freund und ich waren bis vor 2 Jahren (ich wurde schwanger) Heroinabhängig. Da möchte ich eigentlivh nicht gross drauf ein gehen, es ist nur der Punkt, dass vom Tag an, als wir kein Heroin mehr konsumiert haben, serin Alkoholkonsum deutlich gestiegen ist.

Er trinkt nur Bier, aber ca. 2-3 Liter täglich, seit gut 2 Jahren. Er weiss auch, dass er etwas ändern muss, es passiert aber nichts.
gerne trinkt er in der kneipe oder auch einfach zu hause.

wir merken es finanziell und es nagt sehr an unserer beziehung! er wird nicht gewalttätig, aber redet sehr viel scheisse wenn er getrunken hat und lässt sich nichts mehr sagen, wird laut und beleidigend, nimt mich nicht mehr ernst, etc.

ich habe schon so oft mit ihm darüber geredet weenn er nüchtern war, habe ihm möglichkeiten und ideen zur therapie usw. gezeigt und vorgeschlagen und er stimmte immer zu, am nächsten tag ist es wieder vergessen für ihn...

nun bin ich an einem punkt angekommen, wo ich einfach nicht mehr weiss, was ich noch tun soll..

ich leide sehr darunter, da ich gerne eine normale familie sein möchte, mit ihm ist das einfach nicht möglich. wenn sich nicht bald etwas ändert (das heisst, er soll sich hilfe holen) muss ich die beziehung beenden, weil ich nicht mehr kann und nicht will, dass unsere tochter ihn so erlebt (sie ist 2), ich hatte selbst ein alki-vater und das ist nicht schön.

Nun würde ich von euch gernbe wissen, was ihr mir vorschlagt, was ICH noch tun kann?
Seit ihr auch partner von Alkoholikern, wie geht ihr damit um?
Seit ihr selbts alkoholiker in partnerschaft, wie seht ihr die situation?


Danke für eure antworten!!

Liebe grüsse mimmy

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 Betreff des Beitrags: Re: Ich leide unter dem Alkoholkonsum meines Partners! (lang
Ungelesener BeitragVerfasst: 04.08.2012 - 12:03 
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Hy, ich poste jetzt einfach mal eine sehr lange Antwort von mir aus einem Drogen-Partnerschafts-Blog, aber die Situation ist durchaus vergleichbar. Wenn Du möchtest, lies Dir das mal durch.
Ich habe inzwischen eine über 12 Jahre dauernde "Karriere" mit harten Drogen hinter mir und lebe seit 8 Jahren in 38 qm mit meiner Freundin zusammen!!
los gehts. Das Posting ist allerdings WIRKLICH lang, nicht so wie Deins!
Los gehts:

Hallo Trixie,

kurze Info vorneweg, ich bin viel im eve-rave.ch unter dem gleichen Nick unterwegs. Da gibt es meine ganze Geschichte zu lesen.
Ich sage Dir kurz was zu mir und dann poste ich einen Ausschnitt aus einem aktuellen Thread, den ich dort heute eröffnet habe.
Ich bin genau seit Februar 2006 von GBL abhängig, also seit 6 Jahren schon.
Die WM 2006 in Deutschland war die beste Zeit meines Lebens - und gleichzeitig der Anfang vom Ende, denn da kaufte ich im Internet meinen ersten Liter und war danach extrem psychisch und körperlich abhängig.
Ich habe inzwischen zwei Hausdurchsuchungen wegen GBL-Imports und eine wegen Verdachts des Verstoßes gegen das Waffen- und Sprengstoffgesetz hinter mir. Alles eingestellt worden.
Ich habe 1999 Abitur gemacht und mit 20 meinen Zivildienst in der Jugenherberge Frankfurt am Main an der Rezeption gemacht. Die damals beste Zeit in meinem Leben. Mit dem Entlassungsgeld, was ich nach einem Disziplinarverfahren im letzten Nachtdienst bekommen habe, nachdem ich 500 Gäste im "Haus der Jugend" für 4 Stunden eingeschlossen habe, um in Frankfurt beim "Sound of Frankfurt" feiern zu gehen, bin ich mit den 1500 Mark nach Ibiza geflogen. Dort habe ich zwei Zivikollegen meines besten Freundes kennengelernt und im Space auf einer Afterhour meine erste halbe Ecstasy eingeworfen - mein erster Kontakt mit "harten Drogen". Danach habe ich mir in Frankfurt zwei Jahre lang alles gegeben was es gibt, Speed, Kokain, jede Menge Ecstasy. Die Krönung war, dass ich 2002 wieder nach Ibiza flog, mit dem Kollegen von damals, und in 14 Tagen 60 Ecstasy-Pillen geschmissen habe. Danach hatte ich die ersten neurologischen Aussetzer meines Lebens, zwei Wochen lang "Blitze im Kopf", stromstoßartige Missempfindungen im ganzen Körper, die nach zwei Wochen Gott sei Dank von alleine wieder abklangen.
Gleichzeitig habe ich erst 6 Jahre Jura studiert, dann abgebrochen und Pharmazie studiert, mit Abschluss. Trotzdem bin ich seit drei Jahren wegen meines Drogenkonsums arbeitslos.
Nach 2002 wurde es langsam immer weniger, bis dann 2006 GBL mein Leben für immer veränderte. Nach nur kurzer Zeit waren die Nebenwirkungen so stark, weil ich die Dosis auf unfassbare 60-70ml am Tag! hochgetrieben hatte. Die Zeit des Amok-Mischkonsums begann: Ich nahm bis zu zwei Gramm Amphetamin am Tag, und zwar täglich, für Monate. Das GBL vertrieb natürlich auch die Nebenwirkungen des Speeds, Herzrasen z.B.. Dadurch explodierten die Dosen förmlich.
Durch GBL bin ich zum Alkoholiker geworden und Benzodiazepin- also Beruhigungs- und Schlafmittelabhängig. Außerdem Opioide Schmerzmittel.
Ich habe im November 2010 meine erste klinische Entgiftung durchgeführt und von allen vier Substanzen gleichzeitig 4 Wochen entgiftet.
Jetzt poste ich den Teil aus dem Forum, der meine heutige, aktuelle Situation beschreibt:

Hy Leute,

Wie der Titel schon sagt, ich bin seit einer Weile wieder Rückfällig.
Wer es damals verfolgt hat kennt vielleicht meinen Thread noch, in dem ich mehr oder weniger "Live" ins Delir geschlittert bin, der Thread ist im Januar 2011 entstanden.
7 Tage lang war ich auf der Intensivstation, mein Zustand war kritisch, Distraneurin zeigte keinen Effekt, Benzos sowieso nicht, ich stand eine Woche auf der Kippe und saß danach eine Woche im Rollstuhl, weil sie mir insgesamt 25mg Haldol reingeknallt haben, eine extrem hohe Dosis.
Außerdem hatte ich Selbstmordgedanken geäußert, die ich damals wirklich ernst gemeint habe, da ich dachte, ich komme da nie wieder raus. Ich wollte mich vor ein Auto auf der Autobahn stürzen oder von einer Brücke in Frankfurt.
Daher gabs einen Gerichtsbeschluss, Einweisung für weitere vier Wochen nach Besserung.
Meine Eltern und meine Freundin waren fix und fertig, hatten sich fast schon verabschiedet. Dann kam ich doch zurück.

Bis Dezember '11 habe ich durchgehalten, aber nur durch Substitution, vor allem mit Speed. Habe es monatelang täglich genommen, über ein halbes Jahr. Bin in Frankfurt mit allem bestens versorgt.
Bin ein extremer Dopamin-Junkie geworden und habe den Eindruck, dass da ohne Drogen nicht mehr viel geht, zumindest nicht, bis ich endgültig mit ALLEM aufgehört habe und sich alles (hoffentlich) regeneriert habe.

Im Januar 12, dieses Jahr, bin ich fast auf den Tag genau von meiner Freundin im Koma aufgefunden worden und hatte schon gekotzt, im Sitzen zum Glück, hätte ich gelegen, wäre ich jetzt tot. Meine Freundin hat den Notarzt gerufen, ich war aber nur zwei Tage vorher draufgekommen, die haben mich mit Diazepam vollgeknallt, das Delir blieb aus, und ich bin am nächsten Tag entlassen worden.

Seitdem kamen immer wieder Rückfälle, die meistens nur exakt 7 Tage dauern, weil ich immer nur 500ml bestelle und mit meiner Freundin zusammen konsumiere - sie kann mich auf dem Zeug nüchtern nicht ertragen, wir leben in nur 38qm zusammen, ich kann sie gut verstehen. Daher der hohe Verbrauch, der aber hauptsächlich auf meine Kappe geht.

Gestern habe ich zum ersten Mal mitgeschrieben, und ein Dickes Problem entdeckt:
Ich bin vor zwei Wochen Donnerstag wieder rückfällig geworden, habe wie immer mit ner Menge Diazepam und Tavor letztes Wochenende entzogen - 8 Tage später.
Aber dann habe ich zwei Tage durchgehend Hartsprit gesoffen (ich bin seit 2010 offiziell Alkoholiker und war auch schon 2 Wochen in einer Entgiftung und danach in einer Reha, damals lag mein Gamma-GT bei TAUSEND und ich hatte eine Fettleber Stufe 0, alles reversibel) und wurde einfach nicht besoffen, wie es halt so ist. Ich glaube es waren mindestens 2 x 0,7 Liter Vodka und ein Sixpack pro Tag, also mehr als 600 Gramm reiner Alkohol am Tag! Diese Woche Montag bis Mittwoch, täglich.
Das konnte ich nicht ertragen, vor allem wegen der ganzen Benzos. Es waren exakt 16x50mg Diazepam und 5x2,5mg Tavor, was ne Menge Holz ist. Ich lief, verständlicherweise, rum wie ein Zombie. Und hatte trotzdem Entzugserscheinungen, oder sagen wir brutales Craving dazu.
Lange Rede, kurzer Sinn:

Ich habe gestern meine nächsten 500ml bekommen, wovon ich mit erschrecken heute festgestellt habe, dass bereits fast 100 fehlen! Ich weiß, das klingt krank, und das ist es auch, aber leider die Wahrheit.

Jetzt habe ich natürlich bedenken, dass diesmal Benzos mir nicht mehr wirklich weiterhelfen, denn die Dias von Sonntag wirken ja immer noch leicht und verstärken die ganze Scheiße.

Dazu muss ich sagen, dass ich unbegrenzt Zugang zu allen verschreibungspflichtigen Medikamenten habe. Benzos (alle!), Opioide (keine BTM, zum Glück), daher auch meine Tiliabhängigkeit (600mg retard am Tag!)

Hat jemand ähnliches erlebt?
Ich habe jetzt vor, folgendes zu tun: Ich will es bis Montag noch weiternehmen, dann alles bis auf einen Notfallrest aufheben, 10ml oder so, und bei meinen Eltern auf dem Speicher bunkern oder im Keller. Die sind bis Ende nächster Woche im Urlaub, wohnen um die Ecke und ich habe einen Schlüssel. Meine Freundin könnte es mir also holen und mich bis in die Notaufnahme "retten", falls ich ins Delir abkippe (leider weiß ich und JEDER hier, der schon mal ein richtiges Delir hatte, dass man davon selber NICHTS mehr mitbekommt, wenn es erst mal da ist. Und das geht verdammt schnell, viel Zeit was zu nehmen hat man nicht mehr).
Dann hau ich mir eine hohe Dosis Diazepam rein. Ich habe heute 100 Stück geholt. Ich dachte an wieder zunächst mindestens 3x50mg, abends oder bei Ausrastern tagsüber zusätzlich Tavor, solange ich welche habe. Ich weiß, das ist High-Dose, aber ich habe eben auch Toleranz.
Außerdem habe ich noch mindestens 10x2,5mg Tavor übrig, bin also gut "bewaffnet", würde ich sagen.
Ist das machbar, oder würdet Ihr mir raten, sofort ins Krankenhaus zu gehen? Die Entscheidung fällt mir sehr schwer, weil meine Eltern dann informiert werden müssen wenn sie wiederkommen, und die waren damals schon so fertig.

Was sagt Ihr zu der Scheiße, in die ich mich wieder geritten habe?

Danke Euch allen im Voraus!
Xyn


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 Betreff des Beitrags: Re: Ich leide unter dem Alkoholkonsum meines Partners! (lang
Ungelesener BeitragVerfasst: 04.08.2012 - 16:37 
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mimmy hat geschrieben:
Er trinkt nur Bier, aber ca. 2-3 Liter täglich, seit gut 2 Jahren. Er weiss auch, dass er etwas ändern muss, es passiert aber nichts.
gerne trinkt er in der kneipe oder auch einfach zu hause.


das ist im prinzip garnicht sooo viel und auch nicht sehr lange. zuviel für ein "normales elternhaus", sicher.
es gibt auch medikamente gegen saufdruck. wollen muss man es aber trotzdem selbst. die kann er sich
einfach ambulant verschreiben lassen, vom hausarzt z.b. , wobei zusätzliche psychologische hilfe sicher nicht falsch ist.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ich leide unter dem Alkoholkonsum meines Partners! (lang
Ungelesener BeitragVerfasst: 04.08.2012 - 17:01 
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Es giebt keine Medikamente gegen den saufdruck sondern ein Medikament welches das trinken unmöglich macht (antibuse). Der "saufdruck" bleibt nur wenn man ihm nachgiebt wird einem kotzübel...deshalb muss auch jemand die Einnahme kontrollieren.

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Das Leben ist eine sexuell übertragbare Krankheit, die nach einer durchschnittlichen Incubationszeit von 77Jahren zum Tode führt.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ich leide unter dem Alkoholkonsum meines Partners! (lang
Ungelesener BeitragVerfasst: 04.08.2012 - 17:16 
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hm. also ich habe hier campral liegen. und es gibt definitiv ein weiteres.
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 Betreff des Beitrags: Re: Ich leide unter dem Alkoholkonsum meines Partners! (lang
Ungelesener BeitragVerfasst: 04.08.2012 - 18:32 
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Wohnort: Frankfurt am Main
Natürlich gibt es Anti-Craving-Medikamente. Dopamin-Antagonisten.
Das, was Kernel meint, heißt Antabus und ist inzwischen fast schon obsolet und auf jeden Fall ultima ratio wegen viel zu starker Nebenwirkungen. In D wird es kaum noch gegeben.
Absolute Fehlinformation gepostet gerade, Kernel. Lieber das nächste Mal vorher nochmal nachlesen, bevor man was zu so einem Thema sagt, was überhaupt aktueller Stand der Wissenschaft ist.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ich leide unter dem Alkoholkonsum meines Partners! (lang
Ungelesener BeitragVerfasst: 04.08.2012 - 19:01 
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Als Partner / Partnerin einer Person mit Drogenproblemen muss man sich wohl irgendwann mal die Frage stellen: "Will ich mein Leben nach der anderen Person ausrichten oder will ich mein eigenes Leben leben?" Die Entscheidung sollte nichts mit Lieben zum anderen zu tun haben, sondern nur mit der Liebe zu sich selbst.
Es gibt Menschen, die in einer Beziehung zu einem abhängigen Partner (oder mit problematischem Konsum...) einigermassen gut zurecht kommen und nebeneinander Leben können. Dann gibt es aber auch die Menschen, die daran richtig gehen zu Grunde gehen. Weil sie mitbekommen, wie sich der geliebte Mensch verändert und vieles aufs Spiel setzt - und sie ihm nicht helfen können, auch, weil der Partner nicht dazu bereit ist, sich helfen zu lassen. Und dann gibt es noch diese Menschen, deren Leben daraus besteht, für den Partner voll und ganz dazu sein. Aus Liebe und vielleicht auch, weil das für sie eine wichtige sinngebende Aufgabe ist.
Das Problem ist manchmal, dass abhängige Menschen das Bleiben der Partnerin (des Partners) auch als so ne Art Bestätigung sehen, dass es ja so schlimm nicht sein kann - schliesslich ist ihr Partner immer noch da und unterstützt sie...

@Mimmy: Ihr seid beide weg vom Heroin - Hut ab! Kann es sein, dass ihm seither etwas fehlt? Vielleicht ist es für dich einfacher, zu verzichten, weil du ein Kind bekommen hast. Nicht dass Väter ihre Kinder nicht abgöttisch lieben können, aber ich denke der Vorgang des Mutter Werdens ist schon noch mal was ganz Spezielles... Der Konsum von Heroin hat Euch ja irgendwas gegeben - vielleicht versucht er jetzt mit Alkohol zu kompensieren... Habt ihr ne Therapie gemacht? Ich denke, längerfristig kann ein zuvor problematisches Konsumverhalten nur verändert werden, wenn man die psychischen Gründe kennt, die dazu geführt haben. Man muss nicht nur den Konsum verändern, man muss auch sein Leben und seine Ideen und Vorstellungen verändern. Vielleicht hat er das noch nicht ganz geschafft?

Bitte ihn, in eine Beratung zu gehen. Und wenn er nicht will, such dir selbst etwas Unterstützung, um mit deinen Gedanken und Befürchtungen zu Recht zu kommen. Solche Beratungen sind in der Regel kostenlos und vor allem stehen die Berater unter Schweigepflicht. Im Zweifelsfall einfach mal anrufen und nachfragen. Du solltest Dir auch keine Sorgen machen, dass dir das Kind weggenommen wird; dazu braucht es in der Regel einiges mehr als "nur" ein Vater mit übermässigem Alkoholkonsum.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ich leide unter dem Alkoholkonsum meines Partners! (lang
Ungelesener BeitragVerfasst: 04.08.2012 - 21:35 
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Wen man Sucht als eine Krankheit definiert, dann finde ich es nicht richtig einen Menschen den man liebt den
Rücken zu kehren, ihn im Stich zu lassen, nur weil er Krank ist - auch nicht aus Selbstschutz.
Bei anderen „normalen“ Krankheit mach man dies ja auch nicht, obwohl auch dort die Krankheit zur Belastung für die Angehörigen wird.

Ich würde versuchen mit LSD selbst zu Therapieren, die Erfolgschancen sind dabei um einiges höher
als bei den Anonymen Alkoholiker (LSD 50%, AA 10 % wenn ich es richtig in Erinnerung habe).

Allerdings sollte man sich auch keine falschen Hoffnungen machen, bei C2-Abusus hat man schlechte Prognosen.

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Wenn du all meine Dämonen tötest, sterben vielleicht auch meine Engel


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 Betreff des Beitrags: Re: Ich leide unter dem Alkoholkonsum meines Partners! (lang
Ungelesener BeitragVerfasst: 04.08.2012 - 22:17 
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Xynthetic hat geschrieben:
Natürlich gibt es Anti-Craving-Medikamente. Dopamin-Antagonisten.
Das, was Kernel meint, heißt Antabus und ist inzwischen fast schon obsolet und auf jeden Fall ultima ratio wegen viel zu starker Nebenwirkungen. In D wird es kaum noch gegeben.
Absolute Fehlinformation gepostet gerade, Kernel. Lieber das nächste Mal vorher nochmal nachlesen, bevor man was zu so einem Thema sagt, was überhaupt aktueller Stand der Wissenschaft ist.

Na das ist doch mal ne tolle Notiz das das Teufelszeug nimmer eingesetzt wird...anti craving Medis gab's zu meiner Zeit auch nicht....jedenfalls für mich nicht ....und auch niemanden den ich kenne :keineahnung:

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 Betreff des Beitrags: Re: Ich leide unter dem Alkoholkonsum meines Partners! (lang
Ungelesener BeitragVerfasst: 04.08.2012 - 22:44 
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LE_LOTUS_BLEU hat geschrieben:
Wen man Sucht als eine Krankheit definiert, dann finde ich es nicht richtig einen Menschen den man liebt den
Rücken zu kehren, ihn im Stich zu lassen, nur weil er Krank ist - auch nicht aus Selbstschutz.
Bei anderen „normalen“ Krankheit mach man dies ja auch nicht, obwohl auch dort die Krankheit zur Belastung für die Angehörigen wird.

Ich würde versuchen mit LSD selbst zu Therapieren, die Erfolgschancen sind dabei um einiges höher
als bei den Anonymen Alkoholiker (LSD 50%, AA 10 % wenn ich es richtig in Erinnerung habe).

Allerdings sollte man sich auch keine falschen Hoffnungen machen, bei C2-Abusus hat man schlechte Prognosen.


Im Grundsatz gebe ich dir vollkommen Recht aber trotzdem muss man nachvollziehen können wie es für eine Partnerin ist mit
einem Alkoholkranken Menschen zusammenzuleben. Ich ging buchstäblich kaputt daran und habe sämtlichen Respekt und
Achtung vor meinem Mann verloren. Am letzten Tag unserer Beziehung hatten wir einen deftigen Streit und ich hatte
ihn geschups und unsere 4 jährige Tochter stand dazwischen. Meine Wut und Ohmacht war so gross, dass ich mit den Gedanken gespielt habe ihn in diesem Moment mit einem Messer zu töten. Bin so erschrocken über mich selbst, dass ich ihn anderntags aus der Wohnung schmiss. Und das für immer. Man kann einfach nicht mehr. Für mich war die Trennung eine Befreiung. Bis heute habe ich ein gestörtes Verhältnis gegenüber dem Alkohol.

Was das Antabus angeht verstehe ich immer noch nicht, warum man es nicht mehr anwendet. Ich denke mehr, dass es mehr an
der Gefährlichkeit als an was anderem liegt. Mein EX musste extra dafür für ein paar Tage in den Spital gehen. Er bekam
Antabus mit Alkohol, damit er am eingenen Körper die Reaktion spürt. Es ist einfach sehr gefährlich, wenn man nicht
trocken bleiben kann. Man könnte daran verrecken. Ansonsten finde ich immer noch Antabus kann eine gute Hilfe sein, aber
nur wenn man wirklich trocken werden will. Denn die Angst vor einem Kollaps sollte grösser sein, als das Verlangen nach
Alk und letzendlich eine Hemmschwelle darstellen.

_________________
Und wenn ich verzweifle,dann erinnere ich mich,dass durch alle Zeiten in der Geschichte der Menschheit,die Wahrheit und die Liebe immer gewonnen haben. Es gab Tyrannen und Mörder und eine Zeitlang schienen sie unbesiegbar,doch am Ende scheiterten sie immer.
Der Schwache kann nicht verzeihen. Verzeihen ist eine Eigenschaft der Starken
Mahatma Gandhi


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 Betreff des Beitrags: Re: Ich leide unter dem Alkoholkonsum meines Partners! (lang
Ungelesener BeitragVerfasst: 04.08.2012 - 23:13 
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@mimmi

Den einzigen Tip den ich dir geben kann ist, sich mal bei den Anonymen Alkoholikern zu melden. Meines Wissens
nach gibt es eine Selbsthilfegruppe für Angehörige. Sie heisst Al Anon. Ev. kannst du durch dein Verhalten
ihn zu einer Therapie bewegen. War im Jan für ein paar Tage in der Klinik. Lernte dort einen 60 Jährigen Mann kennen der ein massives
Akholproblem hatte. Wir redeten jeden Tag stundenlang darüber. War eine ideale Gesprächspartnerin für ihn. Er war verheiratet und hatte das Messer am Hals wegen seiner Frau. Auch sie begab sich in Therapie und veränderte ihr Verhalten gegenüber ihm. Er erzählte mir auch dass viele Alkoholiker in der Klinik wären deren Patner sie unter Druck gesetzt hätten und nun versuchen
von der Sucht los zu kommen. Bei manchen hilft genau dieser Druck, resp das Bewusstsein einen gelieben Menschen zu
velieren um von der Sucht loszukommen.

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Und wenn ich verzweifle,dann erinnere ich mich,dass durch alle Zeiten in der Geschichte der Menschheit,die Wahrheit und die Liebe immer gewonnen haben. Es gab Tyrannen und Mörder und eine Zeitlang schienen sie unbesiegbar,doch am Ende scheiterten sie immer.
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 Betreff des Beitrags: Re: Ich leide unter dem Alkoholkonsum meines Partners! (lang
Ungelesener BeitragVerfasst: 11.08.2012 - 16:52 
Inventar
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Mimmy..RESPECT!!!!

Meine Geschichte ist aendlich wie deine.Nun hatte ich auch leider fast 4 Jahren mit ihm gleiche Probleme....
Jetzt trinkt er nicht mehr.Kein Tropfen....schon 1 1/2 Jahr fast.

Alkoholismus ist ein schweres Problem fuer die ganze Familie. Ich weiss wie du dich fuehllst,wie du wuettend bist,wie du heimlich weinst.....
Du musst stark sein!!!
Ihm ein Ultimatum geben: also,Flasche oder Familie! Nur so.

Da ihr suechtig waren...beide....jetzt denkt er,dass er nur aus Spass trinkt,dass er gar kein Problem hat und so......
Ich habe 4 Jahren in Hoelle von Alkohol gelebt!!!!
Dann eines Tages,habe ich meine Koffer gepackt,mein Kind genommen,und ihm erlich gesagt dass ich ihn verlasse......Habe geweint dieses Tag,aber ich war stark und habe es ihm nicht gezeigt....

Ich sage dir nicht jetzt dass du so machen musst,weil am Ende,ich kenne nicht eure Situation.
Aber....wenn es schlimmer und schlimmer wird...mache so!
Zeige ihm dass er dich respektieren muss!! Weil,schliesslich du eine Mutter bist,eine Frau und eine Koenigin!

ICH WUENSCHE DIR VIEL KRAFT! :hug: :kiss:

sei stark...und wenn er die Familie anstatt Alkohol waehlt,zeige ihm Verstaendnis und Liebe der Frau!

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just a few years

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 Betreff des Beitrags: Re: Ich leide unter dem Alkoholkonsum meines Partners! (lang
Ungelesener BeitragVerfasst: 12.08.2012 - 17:55 
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Beiträge: 129
Wohnort: Schweiz
@ Xynthetic: Danke für den Text... Ist lieb, aber finde irgendwie den Zusammenhang nicht ganz!? Vielleicht kannst du mir erklären, wo du die Parallelen zu unserer Geschichte siehst? Vielleicht liegt es auch daran, dass ich wohl die Vorgeschichte der Person, die das geschrieben hat nicht kenne!?

@ monoid: Nicht viel?? ich finde das viel... und aus ärztlicher Sicht (habe mit meinem Psychiater geredet) ist das auch schon sehr gesundheitsschädlich und gefährlich.

@ LE_LOTUS_BLEU: Weisst du, es ist nicht einfach, zuzusehen, wie die Person die du liebst sich kaputt sauft und dabei die Familie zerstört, keine Zeit für die Tochter hat, keine Zeit für mich, etc. Ich weiss was du meinst, doch irgendwann hat auch die Liebe eine Grenze! Ich habe jetzt lange genug beigestanden, ihn unterstützt und dabei nicht berücksichtigt, wies mir dabei geht. Jetzt ist der zeitpunkt gekommen, wo ich nicht mehr kann und will, da von ihm aus keine Änderung kommt, im gegenteil! in letzter zeit hält er sich nicht mehr an abmachungen, kommt nicht mehr mit, wenn wir als familie irgendwo hin wollten, da er am vorabend zu viel sauft,...
Ich gehe daran kaputt!! Ich bin besser dran alleine! und wenn er ja nichts ändern will, wofür braucht er mich denn noch? wiso soll ich aus "liebe" für ihn da sein, ihn nicht im stich lassen, wenn er genau so weiter lebt, NICHT für mich da ist, und MICH im stich lässt?

OldLady und Tissy haben da vollkommen recht! Ich muss jetzt schauen, dasss es mir wieder gut geht!! Er ist alt genug und ich bin nicht sein Aufpasser! habe lange genug mitgemacht und versucht, ihn zu einer therapie zu motivieren!

@Nondrogada: Danke für dein Kompliment! :kiss:
ich habe ihm gestern das letzte Ultimatum gestellt: Entweder er lässt sich jetzt helfen und zwar muss er am Montag damit beginnen, sich Hilfe zu suchen, oder er muss gehen!! Klingt jetzt hart, aber er hatte gaaanz laaange Zeit und nichts ist passiert, GAR NIX!! Ich kann vieles lange aushalten. aber wenn einmal die grenze überschritten ist, gibt es bei mir kein zurück mehr! und jetzt bin ich soweit, dass ich JETZT eine Veränderung will und wenn er das nicht will oder kann, dann muss er seine sachen zusammen packen und gehen... Ich kann nicht mehr!! wer das nicht erlebt hat, kann das nicht nachvollziehen!!

er hat nun die wahl! genau genommen hat er die ja schon lange...


Danke euch für die vielen Antworten!! bin froh, wenigstens hier leute zu haben, mit denen ich darüber reden kann. denn in der realität kann ich das aus scham irgendwie nicht... :hug:

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 Betreff des Beitrags: Re: Ich leide unter dem Alkoholkonsum meines Partners! (lang
Ungelesener BeitragVerfasst: 16.08.2012 - 11:19 
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Wohnort: nur noch ein paar Jahre fuer uns...
Mimmy.
Du hast gut gemacht.
Es ist sicher besser 2 Jahren,als 4 Jahren wie ich...... :sad:
Ich habe zu lange gewartet.

Deshalb...sage ich es dir.Du musst stark sein. Es gibt kein Kompromiss,kein "ABER..."
Hoffe,dass ihr beide eine Sprache findet... :yes:
Wuensche dir und deinem Man alles beste!
:hug:

Bei dem Alkohol ,habe ich gesehen.....Es muss seine Entscheidung sein.
Alles andere sind Maerchen.... :kissmyas: und Zeitverschwendung.....
Wenn in der Ehe oder Beziehung jemand leidet...es ist nicht gut.
Denke an deinem Kind!

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....love me the way you've never love before.....
thay say we have....
just a few years

for us.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ich leide unter dem Alkoholkonsum meines Partners! (lang
Ungelesener BeitragVerfasst: 17.08.2012 - 04:32 
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Beiträge: 1378
Wohnort: Nirvana
Alkohol in ner Beziehung... also ich weiß ja nicht, ob Dein typ nur trinkt, oder ob er sich richtig besäuft. So oder so würde ich ihm ganz klar sagen, Alkohol oder Du. Alkohol ist -und ich hab so ziemlich alles an Drogen gesehen- mit das Schlimmste, wenn nicht DAS Schlimmste, was man sich auf Langzeit antun kann. Und bei den 2-3L Bier bleibt es auch nicht. Entweder er hört auf, oder Du gehst. Das ist meine Meinung dazu.

_________________
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 Betreff des Beitrags: Re: Ich leide unter dem Alkoholkonsum meines Partners! (lang
Ungelesener BeitragVerfasst: 22.08.2012 - 09:25 
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CandyCowgirl hat geschrieben:
Alkohol in ner Beziehung... also ich weiß ja nicht, ob Dein typ nur trinkt, oder ob er sich richtig besäuft. So oder so würde ich ihm ganz klar sagen, Alkohol oder Du.


War lange so, dass er einfach "nur" getrunken hat aber eigentlich fast nie betrunken war... In letzter zeit geht er aber wieder öfters in ausgang und kommt dann besoffen nach hause... So oder so leide ich! Die familie rückt einfach immer mehr in den hintergrund...

CandyCowgirl hat geschrieben:
Alkohol ist -und ich hab so ziemlich alles an Drogen gesehen- mit das Schlimmste, wenn nicht DAS Schlimmste, was man sich auf Langzeit antun kann. Und bei den 2-3L Bier bleibt es auch nicht. Entweder er hört auf, oder Du gehst. .


JA!! da hast du absolut recht!!

Er hat jetzt zugestimmt, dass wir zusammen zu meiner Betreuerin gehen und wir dort sein Problem schildern und er sich beraten lässt, was er tun könnte. Schon "kontrolliertes trinken" wäre ein anfang! da gibt es bei uns ein Programm für leute, die den alkoholkonsum vorallem einschränken möchten und evtl. später ganz aufhören... Mal sehen...

Ist irgendwie komisch, immer wieder denke ich "JETZT IST FERTIG!! ICH WILL DAS NICHT MEHR!" Aber ich schaff es nicht, die Beziehung auch wirklich zu beenden, weil ich immer und immer wieder die hoffnung habe, dass es wieder gut werden kann... Aber wahrscheinlich ist das Illusion... Wie gesagt, jetzt noch diese EINE chance und wenns nicht funktioniert ist FERTIG!! und wenn ichs nicht schaffe, die beziehung zu beenden muss ich halt dort hilfe nehmen...

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 Betreff des Beitrags: Re: Ich leide unter dem Alkoholkonsum meines Partners! (lang
Ungelesener BeitragVerfasst: 22.08.2012 - 10:16 
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mimmy hat geschrieben:
Ist irgendwie komisch, immer wieder denke ich "JETZT IST FERTIG!! ICH WILL DAS NICHT MEHR!" Aber ich schaff es nicht, die Beziehung auch wirklich zu beenden, weil ich immer und immer wieder die hoffnung habe, dass es wieder gut werden kann... Aber wahrscheinlich ist das Illusion... Wie gesagt, jetzt noch diese EINE chance und wenns nicht funktioniert ist FERTIG!! und wenn ichs nicht schaffe, die beziehung zu beenden muss ich halt dort hilfe nehmen...


Ach Mimmy
So komisch ist das wieder auch nicht. Beziehungen haben mit Gefühlen zu tun und es ist schon verdammt
hart, einen Menschen den mal gerne hat fallen zu lassen. Ich war 13 Jahre mit meinem EX zusammmen
und habe bereits nach gut zwei Jahren zum ersten Mal an Trennung gedacht und es erst geschafft,
als wir Kinder hatten. Man baut immer wieder Hoffnung auf und gibt dem Partner immer wieder neue Changen. Mein EX wurde nach unserer Scheidung dann wirklich trocken und er sagte mir später ganz klar, dass alles was er während unserer Ehe unternahm um Trocken zu werden nicht aus Überzeugung sondern nur um mich nicht zu velieren stattfand. Sprich er war während unserer ganzen Beziehung NIE willens
genug war mit dem saufen aufzuhören. Das muss man sich mal vorstellen, wie unehrlich das doch ist.

Rückblickend sage ich mir, dass ich erst Kinder gebraucht habe um mich von
ihm zu lösen. Wollte nicht, dass meine Kinder unter seiner Sucht leiden. Nur das hat mir diese Kraft
gegeben. Heute bedauere ich sehr, dass ich mich nicht eher trennen konnte denn ich hätte sicher
ein anderes resp. einfacheres Leben gehabt. Aber Selbstmitleid bringt ja bekanntlich nichts.

Ich finde du machst es gut. Auch dass du die Hilfe holst, falls es sich nicht bessern würde. Eine
Trennung mit Kinder/n braucht unheimlich viel Kraft.

Ich wünsche dir resp. Euch, dass er es rafft und schafft und schön von dir zu lesen. :daum:

Irgendwie habe ich das Gefühl, als dein Verhalten/Gedanken meinem doch sehr ähnlich ist.
Auf jeden Fall kommt es mir sehr bekannt vor.

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Und wenn ich verzweifle,dann erinnere ich mich,dass durch alle Zeiten in der Geschichte der Menschheit,die Wahrheit und die Liebe immer gewonnen haben. Es gab Tyrannen und Mörder und eine Zeitlang schienen sie unbesiegbar,doch am Ende scheiterten sie immer.
Der Schwache kann nicht verzeihen. Verzeihen ist eine Eigenschaft der Starken
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 Betreff des Beitrags: Re: Ich leide unter dem Alkoholkonsum meines Partners! (lang
Ungelesener BeitragVerfasst: 22.08.2012 - 14:45 
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du kannst versuchen zu örtlichen suchtgruppen kontakt aufzunehmen. es gibt da nebenprogramme für co-alkoholiker ( also leute, die unter der sucht von familienmitgliedern leiden) in eigentlich jeder grösseren stadt.

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ungelesene_Bettlekture hat geschrieben:
Trane hat geschrieben:
ein bissel genauere info´S währen schön !
um allg. die "schädliche" Wirkung näher zu bringen !?

tod durch sterben.

Special_k hat geschrieben:
Viel ärgerlicher wäre eine bestehende Opioidtoleranz. Dann muss sich der Anästhesist was einfallen lassen. Aber auch das ist zu überleben.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ich leide unter dem Alkoholkonsum meines Partners! (lang
Ungelesener BeitragVerfasst: 23.08.2012 - 09:08 
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@ Old Lady: Ja, denke wir haben da schon ne gewisse Ähnlichkeit... Mein Vater ist auch alkoholiker und meine Mutter hat in verlassen, als ich 8 war... Sie hat also auch 8 Jahre gebraucht, bis sie die Kraft hatte!
Manchmal, wenn sie mir erzählt, was sie mit meinem Vater alles durchgemacht hat, dann denke ich, ich wiederhole ihre Geschichte. Nur dass sie nie Drogen genommen hat... Gibt wohl viele Frauen(oder auch Männer) die am Alkoholkonsum des Partners leide...
Habe mir schon überlegt, so eine Frauengruppe zu gründen, für Co-AlkoholikerInnen, aber das gibts ja bestimmt schon genug...

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 Betreff des Beitrags: Re: Ich leide unter dem Alkoholkonsum meines Partners! (lang
Ungelesener BeitragVerfasst: 23.08.2012 - 09:09 
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Genug sicher nicht....Finde ich ne gute Idee :ok:

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 Betreff des Beitrags: Re: Ich leide unter dem Alkoholkonsum meines Partners! (lang
Ungelesener BeitragVerfasst: 23.08.2012 - 09:15 
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Beiträge: 129
Wohnort: Schweiz
Findest du?? :daum:

weisst du, ich dachte da eher an was kleineres... So für die Region! Zum zusammensitzen, austauschen, mal was zusammen unternehmen, etc.

Ich habe z.B. kaum freunde, mit denen ich darüber reden kann... vorallem auch aus scham! und sicher geht das anderen auch so!?
Es könnten dann auch Freundschaften entstehen, die einem durch die sachwere zeit helfen zum beispiel!?

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 Betreff des Beitrags: Re: Ich leide unter dem Alkoholkonsum meines Partners! (lang
Ungelesener BeitragVerfasst: 24.08.2012 - 19:02 
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Registriert: 20.05.2011 - 19:58
Beiträge: 2517
Das mit den Schamgefühlen kenne ich auch. Lange Zeit versucht man es nach aussen zu verstecken.
Ob Freunde wirklich dir richtige Anlaufstelle sind bezweifle ich. Alkohol ist einfach zu sehr akzeptiert von der Gesellschaft. Meine Erfahrungen waren mehr, dass unser Bekanntenkreis mich immer wieder ermutigten, bei meinem Mann zu bleiben. Selbst mein Vater meinte mal als ich mich trennen wollte und nach Hause ging, dass er es alleine nicht schaffen würde. Ich habe viel zu sehr auf diese Menschen, die es sicherlich nur gut gemeint haben, gehört und hätte mich als Versagerin gefühlt, wenn ich ihn verlassen hätte. Ich kann mich nur an eine einzige Frau erinnern, die mir ganz fest ins Gewissen redete. Wir waren in Canada und mein EX lernte einen Typen in der Bar kennen und er wohnte noch zu Hause und lud uns zu sich nach Hause ein. Nach dem essen gingen die Männer Musik hören und ich sass mit seiner Mutter in Wohnzimmer. Mein Gott, die hat mir die Augen geöffnet und konnte nicht mehr aufhören. Das war mir so peinlich. Zum einten,
weil ich wusste, dass sie Recht hatte zum anderen weil sie bereits nach so kurzer Zeit erkannte, dass er ein
Alkoholproblem hatte. Zudem sagte sie noch, dass ihr Sohn mich nett fände und ich war irritiert
ob sie ihn nicht mit mir verkuppeln wollte. Aber sie hat es geschafft, denn vier Wochen später wollte ich
mich trennen. Aber mein EX war so ausgetickt, dass ich einfach nicht konnte.

Aber eine Selbsthilfegruppe mit betroffenen finde ich sehr sinnvoll. Die wissen genau worum es
geht und man fühlt sich nicht so alleine gelassen oder eben auch falsch beraten. Da kann man so
richtig von der Seele reden, ohne dass eben diese Schamgefühle hochkommen müssen.

Schön, dass du dich hier etwas öffnen konntest und schreib einfach, wenn es dir danach ist.

Und Familiengeschichten wiederholen sich sehr oft. Das hast du sehr gut erkannt. Mier kommt das
wie ein Teufelskreis vor aus dem man fast nicht entkommen kann. Spreche aber nur für mich selbst.

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Und wenn ich verzweifle,dann erinnere ich mich,dass durch alle Zeiten in der Geschichte der Menschheit,die Wahrheit und die Liebe immer gewonnen haben. Es gab Tyrannen und Mörder und eine Zeitlang schienen sie unbesiegbar,doch am Ende scheiterten sie immer.
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