Heyo BlackJack!!!
Ich bin in einer ähnlichen Situation wie du.
Mein Leben ging die letzten Jahre auch recht bergab, und kiffen war mein Antidepressivum, das ich täglich brauchte.
Doch schränkte es mein Leben auch stark ein ... was erwünscht war.
Habe mehrmals monatelange Pausen gemacht, kam nicht klar (nicht mit dem Entzug, sondern dem Leben), und fing wieder an, versteckte mich im lauschigen Stoned-Sein, doch alles andere um mich zerbröckelte.
Nach mehrmonatigem sehr intensivem Kiffen den ganzen Tag lang hab ich kürzlich ebenfalls von einem Tag aufn anderen aufgehört.
Ich weiss nicht, ob ich bipolar bin (...) oder obs vom Kiff-Entzug kommt, aber ich hab mörder Stimmungsschwankunen in kurzen Abständen (kann sich von Stunde zu Stunde ändern) von extrem fröhlich (das scheiss Gras, die miefigen Aschenbecher, die verrauchte Wohnung, das ständige Zerren der Gedanken ans Stoned-Sein an mir endlich hinter mir) bis... und das darf jetzt nicht zu krass ausgelegt werden aber es ist doch wahr... zeitweiligen Suizidabsichten, die sich wie ein nicht anhaltbarer Film in meinem verwirrten Kopf abspielen. Heute telefonier ich im Gegensatz dazu wieder herum und organisier mir ne Grillparty für später (hoffe es klappt).
Etwas, das mich ganz besonders traurig macht, ist dass Ärzte wirklich, wirklich in enorm beängstigendem Ausmass, völlig fuck-you-gleichgültig sind, selbst wenn du noch so sehr auf deine Leid-Situation hinweist. Oftmals haben sie nicht mal nen freundliches Wort für dich übrig.
Ich hab eigentlich kaum Tipps für dich, sondern kann dir nur sagen dass ich dich verstehe und sehr hoffe, dass du es durchhälst, denn ich persönlich halte Gras nicht unbedingt für ne "weiche" Droge, bzw., doch, sie ist ne weiche Droge, aber nicht für jeden und nicht für jeden immer.
Kopf hoch! Wenn du grosse Angst hast, versuche bitte, dich nicht hineinzusteigern, ich meine, achte nicht so sehr darauf, was gerade mit dir geschieht (die Körperlichkeit der Angst), sondern versuche, so gut es nur geht, an was schönes zu denken, an jemanden, der dir viel bedeutet, an einen schönen Ort, eine lustige Geschichte, die dir mal passiert ist
Es wird alles gut werden.