Binz Binz Binz Binz Binz BIIIIIIIIINNNNNNNNZZZZZZZZZZZZZZ!!!!!!!!!!! bleibt!
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 Betreff des Beitrags: Not Made For Love
Ungelesener BeitragVerfasst: 08.07.2011 - 04:40 
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Was soll man tun, wenn man sich grundsätzlich zu den Menschen hingezogen fühlt, die einem am wenigsten das Gefühl geben, geliebt zu werden?
Ich meine nicht das klassische "Arschlochsyndrom", das von vielen Frauen propagiert wird,sondern eher das neurotische unterbewusste Suchen nach jemandem, der einen im Unklaren lässt,der einem das Gefühl gibt, ersetzbar zu sein, dem man alle Fehler verzeiht.

Was macht man dagegen? Wenn man sich zurückzieht, sobald jemand echt nett ist?! Kann ja kaum gesund sein sowas.


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 Betreff des Beitrags: Re: Not Made For Love
Ungelesener BeitragVerfasst: 08.07.2011 - 05:14 
Inventar
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Heisst das du kannst keine Liebe zu dir von anderen ertragen ?

Da wäre meine erste Frage, bist du mit dir selber, mit dem was du tust und deinem körper etc. zufrieden ?

Und falls du wirklich keine Beziehung mit jemandem eingehen kannst der dich liebt, sondern nur mit einer Person die dir

gleichgültig gegenüber steht oder Abneigungen dir gegenüber hat, wäre jetzt meine vielleicht etwas harsche Antwort:

Es ist nicht möglich so einen Partner zu finden, seis One-Night-Stand oder Beziehung, ausser du führst eine Vergewaltigung durch (was natürlich garnicht in Frage kommt!) :(

Das einzige was mir als annähernde Lösung einfallen würde sind S&M-Rollenspiele...aber da sind die Abneigungen ja so weit ich weiss nur "vorgespielt". Hab da keine Erfahrungen..

Falls der Post unangebracht, am Thema vorbei, böse, oder den Eindruck erweckt als würde ich dein Problem nicht ernst nehmen, möchte ich mich entschuldigen. Wünsch dir auf jeden Fall das Beste, bin grad nur sehr neben der Spur :mued: :morgen:

Gruß


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 Betreff des Beitrags: Re: Not Made For Love
Ungelesener BeitragVerfasst: 08.07.2011 - 06:52 
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@aminal:

erstmal: m oder w? hetero oder homo?
[ aus deinem - btw sehr geilen - jugendstil-profil-pic könnte man schließen, du bist w... aber man weiß ja heutzutage nie... :D ]

geh jetze erstmal von aus, du bist w, weil es deutet doch alles drauf hin :turnsmiley: [ sry, wenn ich grad voll auf'm holzweg bin ] :
bin zwar ein kerl, aber mein freundeskreis besteht überwiegend aus frauen, was mir auch sehr wichtig ist. und diese einschätzung, die du da hast, ist sehr weitverbreitet.

problem ist - denk ich - das bild eines kerls, das in unserer gesellschaft als begehrenswert und "wertvoll" verkauft wird:
- das allerwichtigste ist natürlich eine kühle, distanzierte abgeklärtheit; gefühle sind ja gerade für männer heutzutage "uncool" und nichts ist schlimmer als "uncool" zu sein :spinn:
- "willst du gelten, mach dich selten!" :blabla:
- jemand der unnahbar ist und einem das gefühl gibt "gar nichts besonderes zu sein" erweckt in einem das irrationale bedürfniss unbedingt für diese person von bedeutung zu sein
- heute auch weit verbreitet: "borderline-persönlichkeitsstörung" [ mir wurde auch eine solche symptomatik diagnostiziert... whatever ;) ] : extremer verschmelzungswunsch mit leuten, die einen durch ihre art oder durch die art, wie man selbst mit ihnen umgeht, verletzen
- ein kerl, der keine gefühle zeigt, ist jemand, den nichts umhaut, der knallhart ist und damit seine funktion als beschützer erfüllt, was natürlich der allergrößte bockmist ist

lustigerweise haben diese sorte "typen" meist extreme probleme mit sich selbst und ihrem selbstwertgefühl, was auch durch das moderne männerbild iwie noch bestärkt wird.

hoffe konnte das ein bisschen für dich aufdröseln/ verständlich machen, wie ich meine geschlechtsgenossen so sehe... und ich bin hetero und sehe mich selbst als ziemlich "männlich", aber auf 'ne sehr eigene art und weise.

LG und "ALLES WIRD GUT" :hug: ,
dat KOTELETT

_________________
:character-bowser: :character-bowser: :character-bowser: ALL HAIL THE KOOPAN EMPIRE :character-bowser: :character-bowser: :character-bowser:


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 Betreff des Beitrags: Re: Not Made For Love
Ungelesener BeitragVerfasst: 08.07.2011 - 08:01 
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@Kotelett
bin gaanz deiner meinung und muss sagen was ich da gerade verzapft hab...puh :shock:
meine frage an animal bezogen auf ihre (seine?) zufriedenheit mit sich selbst bleibt trotzdem bestehen^^


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 Betreff des Beitrags: Re: Not Made For Love
Ungelesener BeitragVerfasst: 08.07.2011 - 08:40 
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Vielen Dank ihr Lieben :D

@trippinforfun
Keine Angst, das ist mir jetz überhaupt nicht böse oder völlig falsch vorgekommen! ;)
Die Wahrheit ist, dass ich tatsächlich öfters One-Night-Stands hatte im Leben als Sex während einer Beziehung-
dabei würde ich eigentlich nicht behaupten, dass ich das was Gutes finde.
Mit meinem Körper bin ich grundsätzlich auch sehr zufrieden, aber gerade wenn ich zB mich vor jemandem ausziehe, den ich nicht wirklich gut kenne, bekomme ich arge Selbstzweifel. Es ist viel schöner, wenn man den andern Körper kennt und nicht immer völliges Neuland entdeckt, finde ich, und das widerspricht sich eben bereits wieder mit dem Grundgefühl, dass ich keine Beziehungen eingehen kann....

@KotelettKiddo
Hast du gut erraten, bin w :ok:
Btw danke fürs Kompliment, ist Gustav Klimt, halt einfach ein Genie :drool:
Was meine Einstellung bezüglich hetero oder homo betrifft, so kann ich mich da wohl nicht ganz eindeutig festlegen. Bisher hatte ich erst ein einziges Mal was mit ner Frau, und es sind auch Männer, nach denen ich mich umdrehe usw., nicht Frauen, aber es war schon ein sehr schönes Gefühl, eine Frau zu küssen, anders, neu und sehr zärtlich, vielleicht sollte ich mich mehr drauf konzentrieren als auf Männer, hab ich mir auch schon überlegt obs vielleicht daran liegt dass ich mich nicht richtig auf Männer einlassen kann :think: :(
Was du schreibst, trifft echt gut den Nagel auf den Kopf...Männer, die zu emotional sind, werden heutzutage gar nicht wirklich ernst genommen. Zwar habe ich nicht das Gefühl, dass bei mir diese Einstellung allein durch die Gesellschaft entstehen konnte, aber es trägt sicherlich auch dazu bei, dass ich nicht akzeptieren kann, wenn Männer zu gutherzig sind zu mir. :?
Du hast dich echt überzeugend-sympathisch beschrieben, Hetero und sehr männlich, aber dennoch einfühlsam - wow :D :respect:

Ihr habt recht...
es wird alles gut...
nur manchmal denke ich, es wäre einfacher, wenn man einfach akzeptieren würde, wenn jemand einen mag. oder das sogar geniessen! Das fällt mir so arg schwer. :cry:


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 Betreff des Beitrags: Re: Not Made For Love
Ungelesener BeitragVerfasst: 08.07.2011 - 08:57 
Inventar
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Beiträge: 1816
Frag Dich doch mal, was der Gewinn ist den Du daraus ziehst wenn Dich jemand
im Unklaren lässt, etc.
Wie ist denn das Verhältnis zu Deinen Eltern, wie war/ist Deine Mutter an Deinen
Vater gebunden?
Wie siehts denn später mit Familie aus, willst Du da einen Partner haben auf
den Du Dich nicht verlassen kannst? Oder sind Dir die Typen die es ernst meinen
zu langweilig?

_________________
:animals-cow: Planets and shit!


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 Betreff des Beitrags: Re: Not Made For Love
Ungelesener BeitragVerfasst: 08.07.2011 - 09:10 
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Aminal hat geschrieben:
Was soll man tun, wenn man sich grundsätzlich zu den Menschen hingezogen fühlt, die einem am wenigsten das Gefühl geben, geliebt zu werden?
Ich meine nicht das klassische "Arschlochsyndrom", das von vielen Frauen propagiert wird,sondern eher das neurotische unterbewusste Suchen nach jemandem, der einen im Unklaren lässt,der einem das Gefühl gibt, ersetzbar zu sein, dem man alle Fehler verzeiht.

Was macht man dagegen? Wenn man sich zurückzieht, sobald jemand echt nett ist?! Kann ja kaum gesund sein sowas.


Für mich tönt das ein bisschen so (Achtung: hobbypsycho Analyse im Anmarsch :silly:), als könntest du es ev. nicht ertragen, wenn man dich liebt. Entweder weil du dich selbst nicht so toll findest und deswegen nur auf Leute ansprichst, die dein Selbstbild erwidern, oder vielleicht weil du Angst hast, verletzt zu werden. Durch eine Trennung z.B. Meine Ex war ähnlich drauf und hatte extrem Mühe mit emotionaler Nähe. Was sich in der Beziehung oft durch abwertende Bemerkungen u.Ä. mir gegenüber geäussert hat. Ihre Logik war halt, dass eh keine Beziehung ewig hält, deswegen das ganze Sabotieren und es so schnell wie möglich hinter sich bringen.

Ich weiss nicht, ob dir diese Sichtweise irgendwie weiterhilft, aber ist halt meine Assoziation zum Thema.

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 Betreff des Beitrags: Re: Not Made For Love
Ungelesener BeitragVerfasst: 08.07.2011 - 09:10 
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Beiträge: 877
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Ich glaube damit haben viele Leute zu kämpfen, das liegt wohl unter anderem daran,
dass wir darauf geprägt sind, uns die Liebe erst verdienen zu müssen weil sie an Bedingungen geknüpft scheint. (Väterliche Liebe)

http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Kunst_des_Liebens

Das Buch kann ich nur empfehlen, es hat mir geholfen zu sehen, dass Liebe als kollektives gesellschaftliches Konstrukt wenig mit Liebe zu tun hat.

_________________
...ich will mich am leben berauschen, an den gerüchen, geräuschen und geschmäckern
und wenn es regnet, regnet es in schillernden, bunten tropfen...


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 Betreff des Beitrags: Re: Not Made For Love
Ungelesener BeitragVerfasst: 08.07.2011 - 16:10 
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Aminal hat geschrieben:
Was soll man tun, wenn man sich grundsätzlich zu den Menschen hingezogen fühlt, die einem am wenigsten das Gefühl geben, geliebt zu werden?
Ich meine nicht das klassische "Arschlochsyndrom", das von vielen Frauen propagiert wird,sondern eher das neurotische unterbewusste Suchen nach jemandem, der einen im Unklaren lässt,der einem das Gefühl gibt, ersetzbar zu sein, dem man alle Fehler verzeiht.

Was macht man dagegen? Wenn man sich zurückzieht, sobald jemand echt nett ist?! Kann ja kaum gesund sein sowas.


Hoffen dass du jemand findest der sich auf dich einstellen kann.

Mehr kann man dazu wohl net sagen denn ich glaube versuchen etwas zu ändern tust du ja oder?

Ich kenn das Problem übrigens...... aber halt aus der anderen Perspektive, nämlich dass sich die Frauen die ich mag total zurück ziehen sobald ich ihnen meine Zuneigung zeige. Ich glaube das liegt daran dass sensible Menschen oft nicht so genau wissen was sie auf so eine Gefühlsregung erwidern sollen weil sie sich selber gar net im Klaren sind welche Gefühle sie dem anderen entgegen bringen und dann ist es halt schwer eine passende Antwort zu geben

Wenn aber jemand quasi nur sein Ding durchzieht und net auf dich "Rücksicht" nimmt brauchst du dir auch keine Gedanken zu machen wie du ihm begegnest und dann kannst du quasi tun und lassen was du willst

Ist halt viel leichter dann

Hoffe du weißt wie ich das meine bin nämlich grad ein bisschen verscheppert

_________________
~stop pretending~


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 Betreff des Beitrags: Re: Not Made For Love
Ungelesener BeitragVerfasst: 08.07.2011 - 18:26 
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@colOr
Tja, meine Eltern sind geschieden und haben eine richtige Scheiter-Ehe wie aus dem Bilderbuch inklusive Fausthieben und Besäufnissen. Ein einziges Hin und Her des Entäuschtwerden und Vernachlässigen, alles prima Voraussetzungen, damit ich beziehungsgestört werden konnte. :(
Ich will keine Familie, keine Ehe, keine Eintönigkeit. Ja, schaut ganz danach aus, als wäre die Langeweile das Problem. Die ist konstant Feind Nummer 1 in meinem Leben, hach.
Aber jetzt erkenne ich das, ich akzeptiere und akzeptierte das ja auch bereits, dass ich so bin, aber warum leide ich dann TROTZDEM darunter? Das verstehe ich nicht :keineahnung:
Tief im Innern sehne ich mich nach Geborgenheit und Liebe, nach Unterstützung. Wenn ich das alles zu bekommen glaube, wehre ich mich dagegen, sträube mich regelrecht gegen den Gedanken, bedingungslos geliebt zu werden. Weil ich das auf Dauer auch nicht für möglich halte. Wo bleibt da der Sinn? Dieser Widerspruch lässt sich doch unmöglich beheben :weiner:
oder gibt es da einen Mann, der perfekt auf diese Vorlagen zugeschnitten wäre? Vielleicht, das wäre meine grosse Hoffnung.




@Tatsu
Zitat:
Für mich tönt das ein bisschen so (Achtung: hobbypsycho Analyse im Anmarsch ), als könntest du es ev. nicht ertragen, wenn man dich liebt. Entweder weil du dich selbst nicht so toll findest und deswegen nur auf Leute ansprichst, die dein Selbstbild erwidern, oder vielleicht weil du Angst hast, verletzt zu werden. Durch eine Trennung z.B. Meine Ex war ähnlich drauf und hatte extrem Mühe mit emotionaler Nähe. Was sich in der Beziehung oft durch abwertende Bemerkungen u.Ä. mir gegenüber geäussert hat. Ihre Logik war halt, dass eh keine Beziehung ewig hält, deswegen das ganze Sabotieren und es so schnell wie möglich hinter sich bringen.


Ja. Das stimmt. Das war mir aber alles immer bewusst. Also ich nehme auch an, dass ich aufgrund meiner Vergangenheit so ein komisches Wesen bin, wie ich bin :whine:
Abfällige Bemerkungen kann ich zwar nicht ab, aber das mit der Verletzungsangst stimmt extrem, und ich kann es nicht vertragen, wenn man mich liebt, weil ich mir einbilde, dass ich zu :shock: :multi: :prediger: :tilt: :blabla: :elefant: :yo: :kotz: bin, um ernsthaft geliebt zu werden.


@Clovenhoof
WOW!
Das war bisher echt das Treffendste, was ich lesen konnte, hat mich echt grad berührt :D
genau so ist es, war es immer und, leider denke ich das, wird es noch längere Zeit sein.
Bessern würde ich das ja gern - ABER WIE?
Idee? :keineahnung:


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 Betreff des Beitrags: Re: Not Made For Love
Ungelesener BeitragVerfasst: 08.07.2011 - 23:45 
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Aminal hat geschrieben:
@colOr
Tja, meine Eltern sind geschieden und haben eine richtige Scheiter-Ehe wie aus dem Bilderbuch inklusive Fausthieben und Besäufnissen. Ein einziges Hin und Her des Entäuschtwerden und Vernachlässigen, alles prima Voraussetzungen, damit ich beziehungsgestört werden konnte. :(
Ich will keine Familie, keine Ehe, keine Eintönigkeit. Ja, schaut ganz danach aus, als wäre die Langeweile das Problem. Die ist konstant Feind Nummer 1 in meinem Leben, hach.
Aber jetzt erkenne ich das, ich akzeptiere und akzeptierte das ja auch bereits, dass ich so bin, aber warum leide ich dann TROTZDEM darunter? Das verstehe ich nicht :keineahnung:
Tief im Innern sehne ich mich nach Geborgenheit und Liebe, nach Unterstützung. Wenn ich das alles zu bekommen glaube, wehre ich mich dagegen, sträube mich regelrecht gegen den Gedanken, bedingungslos geliebt zu werden. Weil ich das auf Dauer auch nicht für möglich halte. Wo bleibt da der Sinn? Dieser Widerspruch lässt sich doch unmöglich beheben :weiner:
oder gibt es da einen Mann, der perfekt auf diese Vorlagen zugeschnitten wäre? Vielleicht, das wäre meine grosse Hoffnung.




@Tatsu
Zitat:
Für mich tönt das ein bisschen so (Achtung: hobbypsycho Analyse im Anmarsch ), als könntest du es ev. nicht ertragen, wenn man dich liebt. Entweder weil du dich selbst nicht so toll findest und deswegen nur auf Leute ansprichst, die dein Selbstbild erwidern, oder vielleicht weil du Angst hast, verletzt zu werden. Durch eine Trennung z.B. Meine Ex war ähnlich drauf und hatte extrem Mühe mit emotionaler Nähe. Was sich in der Beziehung oft durch abwertende Bemerkungen u.Ä. mir gegenüber geäussert hat. Ihre Logik war halt, dass eh keine Beziehung ewig hält, deswegen das ganze Sabotieren und es so schnell wie möglich hinter sich bringen.


Ja. Das stimmt. Das war mir aber alles immer bewusst. Also ich nehme auch an, dass ich aufgrund meiner Vergangenheit so ein komisches Wesen bin, wie ich bin :whine:
Abfällige Bemerkungen kann ich zwar nicht ab, aber das mit der Verletzungsangst stimmt extrem, und ich kann es nicht vertragen, wenn man mich liebt, weil ich mir einbilde, dass ich zu :shock: :multi: :prediger: :tilt: :blabla: :elefant: :yo: :kotz: bin, um ernsthaft geliebt zu werden.


Das ist genau der Punkt: so lange du so ein unrealistisches Selbstbild von dir hast und dich selbst nicht liebst, kannst du noch den perfekten Mann finde, du wirst ihn nicht annehmen können. Aber das lässt sich ändern, auch bei deiner Vergangenheit. Es ist möglich sein Selbsbild zu ändern, jedenfalls wenn es so nicht der Realität entspricht wie in deinem Fall. Es bedeutet halt einfach Arbeit und die Auseinandersetzung mit sich selbst. Das kann unangenehm sein aber im Endeffekt lohnt es sich! Und das kann ich dir aus eigener Erfahrung bestätigen. Ich war auch lange so ähnlich drauf und hab mich als minderwertig angesehen. Ich dachte ich hätte es nicht verdient, mit den "coolen" Leuten rumzuhängen. Genau deswegen hab ich mich auch von besagter Exfreundin runterputzen lassen. Aber als sie sich dann von mir getrennt hat, hat sich das zu ändern begonnen. Auf der einen Seite weil ich eh schon wegen Koks beim Contact in Beratung war und mich das charakterlich weitergebracht hat, auf der anderen Seite weil ich über meinen Schatten gesprungen bin und auf die Leute die ich nur aus der Ferne bewundert habe, zugegangen bin (auf freundschaftlicher Basis, nicht auf Partnersuche) und: Überraschung! Die fanden mich gar nicht nicht doof, im Gegenteil! Ich hab immer noch Phasen in denen ich in alte Muster zurückfalle und ich bin auch bei Frauen unsicher. Aber es wird besser. Ich denke die Chance hast du auch! Du musst halt einfach deinen Weg finden. Ob das mit Therapie oder was auch immer ist. Deine familiäre Situation ist mit meiner nicht zu vergleichen, da hast du sicher einen Bremsklotz mit auf den Weg bekommen. Aber auch den kannst du los werden.

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 Betreff des Beitrags: Re: Not Made For Love
Ungelesener BeitragVerfasst: 09.07.2011 - 16:03 
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Ja, aber das Ding ist, dass ich wahrscheinlich nicht so ein unrealistisches Selbstbild habe, wie du meinst. Ich habe zwar das Gefühl, es nicht verdient zu haben, geliebt zu werden, aber das liegt nicht am fehlenden Ego oder weil ich mir das einrede, sondern das kommt gaaaanz tief aus'm Unterbewussten. Ich bin nämlich zufrieden mit mir und ich liebe mich auch, ja. :shifty: Meistens. Nein, ich mag mich. Das ist nicht so, dass ich wirklich mit mir kämpfe - und das ist genau das Zerfressende: ich finde, ich bin ja im Grunde liebenswert, aber keiner tut's. Ich möchte ja lieben, aber keiner will. Und wenn doch einer will, fühlt es sich falsch an. Ach.

Ich mag Therapeuten nicht. Aber du hast Recht...maybe. Den Weg finden...ich hoffe und suche. Danke :D


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 Betreff des Beitrags: Re: Not Made For Love
Ungelesener BeitragVerfasst: 09.07.2011 - 16:22 
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liest sich anstrengend.. naja mach dir nich so viele gedanken irgendwann kommt der/die richtige wirst schon sehen :)


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 Betreff des Beitrags: Re: Not Made For Love
Ungelesener BeitragVerfasst: 09.07.2011 - 21:52 
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Aminal hat geschrieben:
Ja, aber das Ding ist, dass ich wahrscheinlich nicht so ein unrealistisches Selbstbild habe, wie du meinst. Ich habe zwar das Gefühl, es nicht verdient zu haben, geliebt zu werden, aber das liegt nicht am fehlenden Ego oder weil ich mir das einrede, sondern das kommt gaaaanz tief aus'm Unterbewussten. Ich bin nämlich zufrieden mit mir und ich liebe mich auch, ja. :shifty: Meistens. Nein, ich mag mich. Das ist nicht so, dass ich wirklich mit mir kämpfe - und das ist genau das Zerfressende: ich finde, ich bin ja im Grunde liebenswert, aber keiner tut's. Ich möchte ja lieben, aber keiner will. Und wenn doch einer will, fühlt es sich falsch an. Ach.

Ich mag Therapeuten nicht. Aber du hast Recht...maybe. Den Weg finden...ich hoffe und suche. Danke :D


Wenns nicht am verzerrten Selbstbild liegt, gibt es wohl sonst einen Grund wieso du dir die Liebe nicht gönnen magst. Was dieser in deinem Unterbewusstsein verborgene Grund sein kann, weiss ich nicht. Aber so oder so, du kannst das überwinden. :brav:

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 Betreff des Beitrags: Re: Not Made For Love
Ungelesener BeitragVerfasst: 09.07.2011 - 22:23 
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Aminal hat geschrieben:
@Clovenhoof
WOW!
Das war bisher echt das Treffendste, was ich lesen konnte, hat mich echt grad berührt :D
genau so ist es, war es immer und, leider denke ich das, wird es noch längere Zeit sein.
Bessern würde ich das ja gern - ABER WIE?
Idee? :keineahnung:


Ja ich hätte eine Idee, mal schauen ob ich deine Gedanken richtig aufgreife

Also, du solltest vll entspannter mit dir umgehen und nicht so hohe Erwartungen an dich stellen. Wie du schon sagtest es ist nicht gesund ;) und man muss einander in einer Beziehung ja erstmal kennen lernen bevor man weiß wie man mit bestimmten Äußerungen umgehen muss und welche Gefühle bei seinem Partner dahinter stecken wenn er z.B. sagt "die Arbeit war heute scheiße" - braucht er dann ein bisschen Zuwendung nach einem harten Tag, oder will er vll einfach nur ein Gespräch anfangen und weiß nichts Besseres zu sagen?

Wichtig ist wirklich dass du dir selber keinen Druck machst und einfach ausprobierst welche Reaktionen (deinerseits) gut sind. Das ist am Anfang vll etwas schwierig aber mit der Zeit kriegt man da ein immer besseres Gefühl für. Und solange man sich diese Zeit eben auch wirklich einräumt kann nicht allzu viel schief gehen

Viele Menschen nehmen sich für diesen Prozess des Kennenlernens allerdings nicht mehr genügend Zeit alles muss huschhusch gehen und jetzt schnell erledigt werden. Das ist aber Quatsch dabei übersieht man viele Kleinigkeiten und wem ist schon damit gedient eine Beziehung nach zwei Wochen offiziell zu machen wenn man nichtmal weiß wie sein Partner reagiert wenn du ihn nach seiner Vergangenheit fragst (jetzt mal als Beispiel).

Also. Sei einfach ehrlich und gehe offen mit deinen Gefühlen um dann wirst du merken ob du ihn lieben kannst oder ob es doch nur ein eher zufälliges vorübergehendes Verbundenheitsgefühl war und imo ist es sehr viel schöner wenn einem jemand erst nach 6 Monaten sagt ich liebe dich es dann aber auch wirklich so meint als wenn er schon nach zwei Wochen sagt "ich liebe dich du bist mein ein und alles" und man sich denkt "ja klar das kann ja irgendwie net sein du kennst mich doch noch gar nicht!!!!!"

Achso ja und wenn ich dir noch einen gutgemeinten Rat aus meiner leidvollen Erfahrung mit auf den Weg geben darf ^^ REDE mit deinem Partner. Wenn du schweigst und ihn im Unklaren über deine Gefühle lässt weiß er nicht ob du einfach kein Bock auf ihn hast oder ob du nur nicht sicher bist was du für ihn empfindest. Ein verständnisvoller Mann wird auch damit umzugehen wissen und dir die Zeit einräumen die du brauchst.

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 Betreff des Beitrags: Re: Not Made For Love
Ungelesener BeitragVerfasst: 10.07.2011 - 07:33 
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Wow. Vielen Dank! Gute Worte, hat mich überzeugt, ich werde mein Bestes geben, zu mir selber ehrlich zu sein und diesen Anspruch auch an Männer zu stellen - und dazu gehört, auch zu hinterfragen, wie sehr man jemand wirklich liebt. Und, da hast du total recht, nach einer Woche kann man das noch nicht wissen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Not Made For Love
Ungelesener BeitragVerfasst: 10.07.2011 - 18:28 
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Liebe ist doch nur ein Wort. Und was du bei anderen siehst eine Illusion.

Vielleicht existiert diese Sehnsucht nur um dich zu quälen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Not Made For Love
Ungelesener BeitragVerfasst: 10.07.2011 - 18:48 
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Und das mit der Illusion weisst du weil...?

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 Betreff des Beitrags: Re: Not Made For Love
Ungelesener BeitragVerfasst: 10.07.2011 - 18:57 
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ich habe mich bloß kurz gefasst

aber wenn die emotionen im spiel sind neigt man eben dazu etwas in andere Menschen hineinzuprojezieren was oft so nicht der Fall ist.


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 Betreff des Beitrags: Re: Not Made For Love
Ungelesener BeitragVerfasst: 10.07.2011 - 19:02 
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Zitat:
Was soll man tun, wenn man sich grundsätzlich zu den Menschen hingezogen fühlt, die einem am wenigsten das Gefühl geben, geliebt zu werden?
Ich meine nicht das klassische "Arschlochsyndrom", das von vielen Frauen propagiert wird,sondern eher das neurotische unterbewusste Suchen nach jemandem, der einen im Unklaren lässt,der einem das Gefühl gibt, ersetzbar zu sein, dem man alle Fehler verzeiht.

Was macht man dagegen? Wenn man sich zurückzieht, sobald jemand echt nett ist?! Kann ja kaum gesund sein sowas.



Das klingt sehr nach meiner Freundin.. nur ist sie diejenige, die einem im Unklaren lässt öfter...viel mit Anderen unternimmt und man sich nicht wie eine "Nr.1" fühlt...eher austauschbar....vergänglich.

Ich hasse dieses Gefühl, gibt nichts Schlimmeres als die Ungewissheit nicht geliebt zu werden...

Momentan hänge ich auch total in der Luft, Abstand lassen ist sehr schwer....aber sobald man "zu nahe" kommt, wirkt sie noch distanzierter und alles wird eher schlimmer.


Ich kann das absolut nich nachvollziehen, was einem daran gefallen könnte. :conf:

_________________
..Doom your Mind..


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 Betreff des Beitrags: Re: Not Made For Love
Ungelesener BeitragVerfasst: 11.07.2011 - 17:04 
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Na ja, ich glaube eigentlich auch nicht daran, dass man einen Menschen lieben kann. :lehrer:
Wie lsd_adept sagt, denke ich auch, dass es sich bei der Liebe zu Menschen vor allem um Projektionen handelt. Ich glaube, es geht bei diesen Projektionen darum, dass die einem helfen, sich selber zu lieben. Man könnte sagen: man verliebt sich in jemand, wenn man sich dadurch auch in sich selber verliebt.
Es gibt solche, die verlieben sich in Leute, die ihnen Komplimente machen, nett, hilfsbereit und kreativ sind, weil ihnen das für sich selbst Bestätigung und ein tolles Gefühl gibt. Und es gibt Leute wie mich, die sich eben in Leute verlieben, die einen in Grübeleien stürzen und unsicher machen, weil man selber eben das tief-verwurzelte Gefühl in sich trägt, dass man das so verdient hat und die richtige Person dafür ist, sprich: man sich nur dann lieben kann, wenn man sich ersetzbar/ungeliebt fühlt.
Das ist zwar eine etwas andere Form der Projektion als die, von der lsd_adept gesprochen hat, aber von mir kann ich definitiv sagen, dass es so ist und nicht so, dass ich Dinge in Menschen (Männern) sehe, die nicht Realität sind, so quasi Leute idealisiere. Im Gegenteil, gerade die Fehler/Macken/Einfältigkeiten, die mich teils so zermürben, lassen diese unglaubliche Anziehungskraft entstehen. :cry:

Zitat:
Das klingt sehr nach meiner Freundin.. nur ist sie diejenige, die einem im Unklaren lässt öfter...viel mit Anderen unternimmt und man sich nicht wie eine "Nr.1" fühlt...eher austauschbar....vergänglich.

Deine Freundin, d.h also, sie ist mit dir zusammen? Dann funktioniert das also doch irgendwie und du wärst quasi in meiner Situation...aber wie kannst du, blöd gefragt, es schaffen, sie an dich zu binden und ihr zu vertrauen? Wobei ich glaube, bei Männern ist es nochmal was andres als bei Frauen...Frauen, die so sind, wissen oft im Grunde ganz genau, was sie wollen. Nämlich Aufmerksamkeit, Ansehen und Bestätigung, und viele wollen das eben von allen Seiten und sind deshalb immer darauf bedacht, auf tausend Hochzeiten zu tanzen und wirken auf den Einzelnen so "schwer zu binden". Bei Männern hingegen dünkt es mich, als wissten die eben WIRKLICH nicht, was sie wollen :snooty: Die, die ich kennen gelernt habe und meine, sind jedenfalls nicht solche Alphamänner, die überall im Mittelpunkt stehen wollen und dennoch sind es eben solche, die einen immer im Unklaren lassen und nicht verlässlich sind. Weil sie eben gar keine Ahnung haben wer sie sind und was sie wollen. :think:


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 Betreff des Beitrags: Re: Not Made For Love
Ungelesener BeitragVerfasst: 11.07.2011 - 19:10 
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Aminal hat geschrieben:
Na ja, ich glaube eigentlich auch nicht daran, dass man einen Menschen lieben kann. :lehrer:
Wie lsd_adept sagt, denke ich auch, dass es sich bei der Liebe zu Menschen vor allem um Projektionen handelt. Ich glaube, es geht bei diesen Projektionen darum, dass die einem helfen, sich selber zu lieben. Man könnte sagen: man verliebt sich in jemand, wenn man sich dadurch auch in sich selber verliebt.

Interessante Gedanken...

Den letzten Satz würde ich allerdings etwas umstellen: Wenn man sich in jemanden verliebt, verliebt man sich in Wirklichkeit in sich selbst. Denn die Empfindungen, die man beim Verliebtsein hat, kommen ja aus einem selbst. Theoretisch sind diese Empfindungen auch ohne denjenigen möglich, in den man sich verliebt hat.

Die Liebe für sich selbst bzw. in sich selbst ist eigentlich so bedingungslos, dass sie keine Grenzen kennt. Wir glauben nur, sie sei bedingt. Oder anders ausgedrückt: Liebe ist eine so grundlegende und unspezifische Empfindung, dass die Begrenzung dieser Empfindung auf eine Einzelperson unnatürlich erscheint.


--------

Was Projektionen betrifft, hat C. G. Jung mit dem archetypischen Seelenbild der Anima oder des Animus -dem gegengeschlechtlichen Anteil der Psyche- dargestellt.

"Denn man ist einer Frau bzw. einem Mann nur so lange verfallen und weiß zum vorneherein nichts von den Überraschungen, die sie einem bereiten können, als man ihre wahre Natur nicht durchschaut hat. Die aber kann man nur in sich selber durchschauen, weil wir ja unsere Partner zumeist so wählen, dass sie für unseren uns unbekannten, unbewussten psychischen Persönlichkeitsanteil stehen. Ist dieser einmal bewusst gemacht, dann schiebt man nicht mehr die eigenen Fehler auf den weiblichen bzw. männlichen Partner, d. h. die Projektion wird aufgehoben."

"Hat man das Gegengeschlechtliche in der eigenen Psyche durchschaut und bewusst gemacht, so hat man sich und seine Emotionen und Affekte weitgehend in der eigenen Hand. Das bedeutet vor allem wirkliche Unabhängigkeit, wenn auch gleichzeitig Einsamkeit - jene Einsamkeit des <innerlich freien> Menschen, den keine Liebesbeziehung oder Partnerschaft mehr in Ketten zu schlagen vermag, für den das andere Geschlecht seine Unheimlichkeit verloren hat, weil er dessen Wesenszüge in den Tiefe der eigenen Seele kennenlernte. Auch <verliebt> wird ein solcher Mensch kaum mehr sein können, denn er kann sich an keinen anderen mehr verlieren; er wird aber um so tieferer <Liebe> fähig sein im Sinne einer bewussten Hingabe an das Du. Denn seine Einsamkeit entfremdet ihn der Welt nicht, sie schafft nur die richtige Distanz zu ihr. Und indem sie ihn fester verankert in seinem eigenen Wesen, ermöglicht sie ihm sogar ein rückhaltloseres, weil seine Eigenart nicht mehr gefährdendes Eingehen auf seine Mitmenschen."

(Quelle: Die Psychologie von C. G. Jung; Jacobi, J.)


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 Betreff des Beitrags: Re: Not Made For Love
Ungelesener BeitragVerfasst: 12.07.2011 - 07:57 
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@animal und eine offene beziehung mit mehreren leuten wäre auch nichts?

ich hoffe ich zweckszuentfremde den thread nicht, aber mir kam gerade eine netter Gedanke:

@dope as usual
C.G:Jung stellt es ja so dar, als ob mit der Selbsterkenntniss die Beziehung zu einem einzelnen Menschen beendet wäre und einer universellen Menschenliebe weichen würde.
ich vermute schon seit längerer Zeit, das Wahrheitsfindung etwas mit Destruktivität zu tun hat. Wir analysieren Dinge indem wir sie zerlegen. Apokalypse heißt ursprünglich: Offenbarung. Auch die Wahrheitsfindung im juristischen Sinne ist im Grunde die Geschichte der Folter, die sogenannte peinliche Befragung. Der Vorgänger der Folter war das Ordal, das Gottesurteil. Der Angeklagte bewies seine Unschuld indem er über glühende Kohlen lief oder 2 Streithähne duellierten sich bis einer tot war.

Die Projektionen werden also vernichtet um das aufzudecken was ihnen zugrundeliegt. Projektionen sind jedoch Abbilder. Was die Sache somit richtig kompliziert macht ist die Tatsache, dass die Verknüpfung von Abbild und Urbild selbst Projektion sein könnte, sogar die Konstruktion eines Bildes selbst, also eines Dinges, ist letztendlich nicht begründbar. Auch wenn ich einem Ding nun ein "selbst" zuweise ist das Problem keinesfalls gelöst sondern nur verschoben. Ich sehe nicht wie sich ein solches "selbst" von einem "ding an sich" unterscheiden könnte und solcherlei monaden wären ja kein teil der Wirklichkeit. Denken wir hier nun weiter und beziehen diese Idee auch auf Dinge wie die Wechselwirkung kommen wir bald an die Grenze unseres Ausdrucksvermögens und Vorstellungskraft.

Irgendwo muß ein Fehler in dieser ganzen Vorstellung sein.


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 Betreff des Beitrags: Re: Not Made For Love
Ungelesener BeitragVerfasst: 12.07.2011 - 08:11 
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@lsd-adept

Super Beitrag! :ok: :ok:

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Jesus can walk on water, I can walk on Cucumbers, Cucumbers are 98% water, so im 98% Jesus.


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 Betreff des Beitrags: Re: Not Made For Love
Ungelesener BeitragVerfasst: 12.07.2011 - 10:54 
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Zitat:
@animal und eine offene beziehung mit mehreren leuten wäre auch nichts?

Hab ich noch nicht ausprobiert. Aber ganz ehrlich, das ist mir zu aufwendig. Als würde ich auf Anhieb ein paar Leute finden, die dazu bereit wären UND die mir gefallen (meine Ansprüche an andere sind immens!). Ausserdem bin ich ein eifersüchtiger Mensch. Ich glaube, das würde schwierig werden. Auch bei den ganzen Spiessern in der Schweiz. :shifty:


@dope as usual
Schöner Beitrag, danke :daum:
Finde C.G Jung ist eh immer ein Gedankengang wert. Allerdings sehe ich auch das Problem das lsd_adept beschrieben hat: wir analysieren Umstände, von denen wir glauben, dass sie nichts als trügerische Vorstellungen sind, um der Wahrheit auf den Grund zu gehen - aber die Wahrheit ist im Grunde nichts anderes als das, was wir als das Gegenteil unserer undurchschaubaren Wahrnehmungen betrachten und somit ebenfalls in keinster Weise zu Vollkommenheit verpflichtet. Die Wahrheit an sich existiert ja nicht. Wenn es sie gäbe, müsste es auch Falschheit geben. Und an die glaube ich nicht. ;)

Was Jung beschreibt, könnte man ja im weitesten Sinne lapidar als "Gegensätze ziehen sich an"-Phänomen bezeichnen. Die Seiten, die in unserm Unterbewussten liegen und wir an andern Leuten anziehend finden, bleiben uns verborgen und somit suchen wir sie in andern Menschen. Das mag ja so sein, aber wenn dem so wäre, und wenn es wirklich möglich wäre, dieses Phänomen dadurch aufzuheben, dass man seine gegengeschlechtlichen Seiten zum Vorschein bringt, dann gäbe es ja gar keine Zweierbeziehungen mehr. Das Ding ist aber, dass die Menschen das mögen. Menschen bilden gern Paare.Da mag die Wissenschaft noch lange Befunde aufdecken, die belegen, dass das wider die Natur ist. Aber seit Jahrhunderten macht man das, und es ist ja auch Tatsache, dass es 2 Geschlechter und somit nur eine Art der 2-geschlechtlichen Paarung gibt. Und irgendwelche Anhaltspunkte braucht man ja, um einen Partner zu lieben. Würde jeder mit einer ausgeprägten Weltliebe rumlaufen, wüsste man ja gar nicht mehr, in wen man sich verlieben soll, nein, es ginge ja auch nicht mehr (laut Jung). Ob das wirklich der Sinn der Dinge ist? :tilt:

Ich denke, die Wahrheit existiert einzig und allein in Form vom Leben selbst. So wie man liebt, so ist es richtig, aber das heisst noch lange nicht, dass es GUT ist. Warum ich letztendlich mich zu unberechenbaren, attraktiven, psychisch labilen, manipulativen, sprunghaften und freiheitsliebenden Männern hingezogen fühle, ist mir grundsätzlich scheissegal. Na ja, und eigentlich, wenn ich ehrlich bin, trifft die Mehrzahl dieser Eigenheiten auf mich auch zu. Und ich bin mir dessen ja bewusst, wieso sollte ich es also noch auf andere schieben. Es überrascht mich auch nicht mehr, dass das passiert. Nein, echt, im Grunde ist es zum Verzweifeln.

Was ich viel mehr glaube, ist, dass man Liebe lernt. Man lernt zu lieben von Eltern und in kleinerer Gewichtung vom Umfeld. Was die Liebe ist, bleibt uns überlassen, wir haben sie erfunden, die existiert an und für sich ja nicht, Liebe ist Leben, Leben existiert nicht. Wenn man so aufwachst wie ich, ohne Elternliebe, dann ist es unwahrscheinlich, dass man das Gefühl kennt, jemandem wichtig zu sein. Man gesteht sich (vor andern!) seine guten Seiten nicht ein, sondern nur die schlechten. Man möchte für das geliebt werden, was man an sich kennt, und wenn die Eltern einem immer das Gefühl gegeben haben, scheisse zu sein, dann denkt man: Okay, für's scheisse sein kann ich wohl kaum geliebt werden.
ich meine; ich weiss ja, dass ich nicht scheisse bin, aber wenn die Eltern das vermitteln, dann bleibt dieses Gefühl in einem bestehen, dass andere Menschen das auch so sehen. Dabei geht es eigentlich nur darum, dass ich glücklich bin. Und das bin ich eigentlich auch. Aber jetzt wird's halt wieder primitiv: man möchte von andern glücklich gemacht werden. Und das ist sehr schwierig, wenn man bislang der einzige Mensch ist, der einen selbst glücklich gemacht hat im Leben...


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