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 Betreff des Beitrags: Sex, Drugs und Risiko
BeitragVerfasst: 12.01.2010 - 19:53 
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RISIKOREICHES SEXUALVERHALTEN AUF DROGEN
Bewusstseinsverändernde Substanzen können beim Sex intensivierend oder enthemmend wirken. Doch die positiv erlebten Wirkungen bergen auch Risiken - vor allem bei hohen Dosierungen und/oder Mischkonsum. Es kann sein, dass du dich im Rausch auf Dinge einlässt, die du nicht willst, und dass du die Safer-Sex-Regeln missachtest.

SUBSTANZEN MIT HOHEM SEXUELLEM RISIKOPOTENZIAL
• Alkohol: Erhöhtes Risikoverhalten durch Enthemmung, Selbstüberschätzung. Alkoholkonsum ist einer der häufigsten Gründe für ungeschützten Geschlechtsverkehr und wird auch missbraucht, um andere sexuelle gefügig zu machen!
• GHB/GBL: Erhöhtes Risikoverhalten durch enthemmende Wirkung und gesteigertes sexuelles Verlangen. Wird auch missbraucht, um andere sexuell gefügig zu machen ("KO-Tropfen").
• Poppers: Erhöhtes Risikoverhalten durch schmerzhemmende, aphrodisierende und euphorisierende Wirkung.
• Ketamin: Erhöhtes Risikoverhalten durch narkotisierende Wirkung und Realitätsverlust.
• Crystal (Methamphethamin): Risikoverhalten durch aufputschende, aphrodisierende Wirkung sowie Selbstüberschätzung.
• Kokain: Erhöhtes Risikoverhalten durch Enthemmung und Selbstüberschätzung. Erhöht die Durchblutung und damit bei Frauen auch die Erregbarkeit (beim Mann dagegen Erektionsstörungen).
Achtung: Auch andere, hier nicht genannte Substanzen können Risikoverhalten begünstigen!

DAMIT DER "SEXTRIP" KEIN "BAD TRIP" WIRD
• Konsumiert nur in gegenseitigem Einverständnis psychoaktive Substanzen zum Sex.
• Besprecht vor dem Sex, welche Substanz und welche Dosis ihr konsumieren wollt.
• Kläre mit deinem Partner, deiner Partnerin, welche Sexpraktiken OK sind und welche tabu.
• Vereinbart ein Stopp-Zeichen, um dem Partner/der Partnerin zu signalisieren, wenn er/sie zu weit geht.
• Konsumiere nie so, dass du unfähig bist, dich zu wehren oder dass du die Abwehrsignale deines Partners nicht mehr bemerkst.
• Ecstasy, Speed, LSD und Kokain trocknen die Schleimhäute aus (Rissgefahr des Kondoms und erhöhtes HIV-Ansteckungsrisiko). Verwendet deshalb immer Kondome und Gleitcreme zusammen, beides sollte immer in Griffnähe sein.
• Bei Anal- und länger andauerndem Vaginalverkehr ist es wichtig, das Kondom zu wechseln und Gleitcreme zu verwenden.

WENN DICH JEMAND AN EINER PARTY SEXUELL BELÄSTIGT...
... und trotz klarem Nein von dir nicht damit aufhört, informiere die Security.
Passe auf, wenn jemand versucht, dich mit angebotenen Getränken oder Drogen gefügig zu machen.
Falls du Opfer sexueller Gewalt geworden bist, melde dich bei einer Opferberatungsstelle (gibt es in jeder grossen Stadt für kostenlose Hilfe und Begleitung). Auch wenn es in dieser Situation nicht einfach ist, zeige den Täter bei der Polizei an!

WENN DU UNSAFEN SEX MIT UNBEKANNTEN HATTEST...
... könntest du dich mit HIV oder einer anderen sexuell übertragbaren Infektion (STI) angesteckt haben. Die Postexpositionsprophylaxe (PEP) kann das Risiko für eine Infektion mit HIV reduzieren. Du hast maximal 72 Stunden Zeit, dich bei einer Aids-Hilfe oder im nächsten Spital beraten zu lassen. Wenn es angezeigt ist, wird dir PEP verabreicht. Du musst dann während einem Monat HIV-Medikamente einnehmen. Das Risiko einer Infektion wird so zwar nicht hundertprozentig ausgeschlossen, aber stark vermindert. Die Einnahme dieser Medikamente ist mit erheblichen Nebenwirkungen verbunden.
... Frauen könnten ungewollt schwanger werden. Falls du keine anderen Verhütungsmittel nimmst, kannst du in jeder Apotheke die "Pille danach" holen – du bekommst sie auch, wenn du noch nicht 16 bist (beim Haus- oder Frauenarzt, bei Familienplanungsstellen oder auf Notfallstationen der Spitäler).
Beobachte deinen Körper. Falls du irgendwelche Veränderungen (Ausfluss aus Scheide oder Penis, Hautveränderungen etc.) bemerkst, geh sofort zum Arzt.
Siehe auch: http://www.aids.ch


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