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Ich hatte genau das gegenteilige Problem von dem, was hier besprochen wird. Mit 25, voll auf H, beschloss ich (unter anderem mit der Unterstützung meines Mannes) noch die RS zu machen. Wohlgemerkt, ich bin eine Frau, machte das also alles völlig freiwillig.
Wegen dem H machte ich mir keine Sorgen, irgendwie wirds schon gehen, sagte ich mir. Ich ging also an die Aushebung und bekam dort direkt ein UT, wegen meinem Gehör. Ich höre seit Geburt nicht sonderlich gut, fürs Militär reichte es nicht. Ich reichte Rekurs ein und nach einem erneuten Ohrenarzttermin (bei dem ich ziemlich nachgeholfen hab), durfte ich doch noch ins Militär gehen, allerdings leider Schiessuntauglich (bei den Kameraden im Zug kam das nicht gut an, die hatten das Gefühl, ich wolle mich vorm "im Schlamm robben" drücken...). Immerhin konnte ich meine favorisierte Funktion machen, konsumierte dabei aber täglich H, notfalls auch mal Methadon. Die RS brachte ich so fast ohne Probleme hinter mich. Lügen war allerdings schon notwendig, damit keiner drauf kommt, warum ich mich teilweise so merkwürdig verhalte (musste ja regelmässig, auch bei irgenwelchen Übungen, mich immer wieder verziehen, um ne Nase H zu nehmen).
Im ersten WK wurde mein Drogenkonsum dann leider bekannt. Direkte Folge war, Militärpolizei, Durchsuchung meiner Sachen mit Rauschgifthund, Befragung etc. Die Drogen selbst. die ich direkt auf mir trug, haben sie zum Glück nicht gefunden. Zum Glück war das am zweitletzten WK Tag, da war nichts mehr mit Disziplinarstrafe. Kurz darauf wurde ich ausgemustert. Es gab GsD keinerlei Folgen dieser Geschichte, auch nicht im zivilen Leben (hatte damals noch meinen Führerschein).
Mir wars egal, ich hatte immerhin, trotz vieler Schwierigkeiten (H Konsum im Militär, 18 Wochen in der RS, lässt sich nicht gerade leicht verbergen, gerade bei langen Märschen kann das echt problematisch werden) geschafft, was ich mir als Ziel gesetzt hatte. Ich hatte die RS und immerhin einen WK gemacht. Ich hatte eine Funktion, die mir wirklich gefallen hat und alle Ausbilder bez Chefs (meine Funktion ging ins Zivile hinein) waren immer sehr zufrieden mit mir, mir wurde sogar Zeitmilitär angeboten. Bis zu dem Tag, als meine Drogensucht bekannt wurde, da war ich plötzlich nur noch der Junkie... und wurde sofort aus dem Verein rausgeschmissen.
Bezüglich UPs fälschen, lügen, Umgang mit der MP, hab ich in meiner Militärzeit wirklich viele Erfahrungen sammlen können. Ebenso aber auch mit vielen Kameraden, die alles mögliche konsumiert haben, hauptsächlich natürlich THC. Nicht wenige waren während der RS dauerbekifft.
Meine Geschichte nützt nun natürlich niemandem etwas, der nicht ins Miltär will, aber ich hoffe, ich konnte doch ein wenig Einblick bieten, wie es in diesem Verein abgeht, wenn man Drogen konsumiert.
_________________ Fortes fortuna adiuvat ("Den Mutigen hilft das Glück")
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