Binz Binz Binz Binz Binz BIIIIIIIIINNNNNNNNZZZZZZZZZZZZZZ!!!!!!!!!!! bleibt!
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 Betreff des Beitrags: und ewig lockt der Kick
Ungelesener BeitragVerfasst: 07.03.2012 - 23:14 
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Registriert: 29.02.2012 - 17:32
Beiträge: 7
Hi.

In dem Thread hier gehts um den Kick. Um den tollen, geilen, warmen, weichen Kick. Ich liebe mein H und ich baller mein Methaddict, so oft es eben dafür reicht. Ich komm gut klar, ich arbeite ab und an (mehr geht nicht, deshalb brauch ich meine Substitution, also finanziell). Ich mag mein Leben, ich bin nicht mal körperlich besonder lädiert - und das nach sieben Jahren.
Die Sache ist, ich hör immer von allen Du musst was ändern, Du musst ne Perspektive haben, Du musst wieder nüchtern Freude empfinden. Aber warum muss ich das? Ich bin relativ kontrolliert und bin nie völlig abgerutscht. Angefangen habe ich mit Koks, dann MDMA, dann H. Ich leben sozusagen seit zehn Jahren auf Droge. Und ich bin noch hier und hab mich bei niemandem angesteckt und niemanden beklaut und niemanden verletzt.

Wie erklärt ihr Eurem Umfeld Eure Sucht? Wie erklärt ihr dem Arzt, dass ihr nicht runterdosieren wollt? Wie erklärt ihr Euch selber, dass das Eure Entscheidung ist. Das ist es nämlich. Meine Entscheidung. Ich mag das Leben, das ich führe. Ich bin nicht depressiv und ich war auch schon mal clean. Ich will mich weder zerstören, noch will ich "gesund" werden.
Kennt ihr das Gefühl? Manchmal bekomme ich den Eindruck, ich bin der einzig miese, undankbare, egoistische Abhängige weit und breit, der nicht aufhören will..

Wie geht es Euch so, sofern ihr gern und "freiwillig" konsumiert?
Hollowman


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 Betreff des Beitrags: Re: und ewig lockt der Kick
Ungelesener BeitragVerfasst: 08.03.2012 - 00:48 
Inventar
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Registriert: 25.03.2009 - 15:41
Beiträge: 2094
Ich sehe das ganz genauso wie du.
Du bist ein Beweis dafür,dass dise schwachsinnige Drogenpropaganda Schnee von gestern ist,zeigt dass die Problematiken
des Konsums nur in den Rahmenbedingungen/juristischen Restriktionen liegen.

Du hast da ganz offensichtlich einen Weg gewählt und gehst diesen ohne zurückzublicken.
Ein Mann muss nicht immer ein bestimmtes großes Ziel haben,wenn er einfach nur genießen will wie die Welt an ihm vorbeizieht,ist das sein gutes Recht.

Und du sagst ja auch du schadest keinem.
Ich sehe darin wirklich keinerlei Problem.
Achte einfach auf Sefer Use und machs gut!

_________________
Bitte entschuldigt meine Tippfehler,ich bin wenn ich schreibe recht weit vom Monitor entfernt.

"'Pain sure brings out the best in people, doesn't it?"
-Bob Dylan

"Do what thou wilt shall be the whole of the Law.
-Aleister Crowley


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 Betreff des Beitrags: Re: und ewig lockt der Kick
Ungelesener BeitragVerfasst: 08.03.2012 - 00:56 
Inventar
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Beiträge: 1287
Du hast n gutes Thema angesprochen. Also ich dnek so, wenn du heutzutage irgendwelche (illegalen) Drogen nimmst dann biste abgestempelt.
Die Sache ist eigentlich die Gesellschaft wesen bestimmt was du nehmen darfst oder nicht. Alles was nicht erlaubt ist, ist böse. Denn sonst wäre es ja nicht zugelassen.
Dabei wird nicht nur nach medizinischen Nutzen gewertet sondern auch nach dem, was den Pharmaindustrien am meisten Geld bringt. Tabu sind natürlich die Drogen welche eine potenzielle Gefahr darstellt für den Staat, dh. Bewusstseins"erweiternde" oder auch "rebellische", das Risiko muss ja schließlich so gut wie mögich minimiert werden (siehe Geschichte).
Und ich sprech noch nicht mal die, stets natürlichen und risikoarmen Wunderheilmittel welche in der freinen Natur wachsen an.
Meiner Meinung nach sollten alle Drogen legalisiert werden denn ich denke jeder ist selbst für das verantwortlich was er seinen Körper antut. Vorausgetzt währe eine richtige Aufklärung (Dann gäbe es nocht nicht mal sowas wie RC`s bei denen wir als Versuchskannichen dienen, aber irgendjemand muss es ja machen und wenn es zu krass wird, wird es abgeschafft).
Währe da nur nicht dieses "Geld", das Macht verspricht und die Menschen egobessensen macht, schon seit tausenden von Jahren.
Nach den Prinzip bist du was, hast du was. Und das ist die falsche Religion in der wir leben.
Eigentlich ist ja das Meisterstück, unser Leben zu leben und all dies nicht zu beachten denn:
Geheimnisse sind zwar da und doppelt geschützt (durch das Ego und der "Gesellschaft") jedoch wer wirklich dafür offen ist für den gibt es sowas nicht mehr. Wir alle haben das Wissen in uns und wenn wir uns nicht dazu bereit fühlen wird es uns natürlich nicht offenbart. Entweder wir rutschen ab und fühlen uns schuldig weil wir "falsch gehandelt" haben oder es wird uns so eingetrichtert.


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 Betreff des Beitrags: Re: und ewig lockt der Kick
Ungelesener BeitragVerfasst: 08.03.2012 - 03:50 
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Beiträge: 265
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Suuuper Thema!
Geht zwar bei mir nicht um Opiate aber egal ich finde es passt ...
Da kann ich endlich mal öffentlich machen, was mich als Konsument an unserer Gesellschaft aufregt. Denn würde ich das ach so "böööööööse, gefäääährliche und Psychosenauslösende LSD" nicht ab und an konsumieren würden mir viele Türen in mein eigenes Ich und in meinen Verstand verschlossen bleiben. Aber dann wäre ich genauso dumm wie diejenigen, die uns solche Substanzen verwehren.

Ich werde es mir jedenfalls nicht nehmen lassen, mein geliebtes LSD weiterhin zu konsumieren. Durch diese wundervolle Substanz habe ich meinen inneren frieden gefunden und bin froh darüber. Die "Droge" hat mir in voller Pracht gezeigt wer und was ich bin ... alles Positive und auch alles Negative. Ich liebe diese farbenfrohen Fantasiewelten in denen ich mich dann für 12h befinde. Ich bereuhe auch keinen meiner "Badtrips" denn auch die gehören dazu finde ich.
Und ich fühle mich deshalb keineswegs schuldig sondern einfach nur frei und lebendig.

War die Menschheit nicht seit ihrer Existenz gewillt einen Rauschzustand zu erlangen?? GENAU!!
Warum schenkt uns mutter Natur denn Substanzen wie THC, Kokain, Meskalin, DMT, Psilocybin, Muscimol, Salvinorin, LSA usw...
Genau ... damit wir uns am Rausch erfreuen.

Bin zwar im Moment gerade auf LSD aber ich hoffe ihr versteht was ich meine :color:

_________________
Wann kappieren die Leute endlich, dass ein wiederkehrender Rausch FLASHBACK heißt und nicht BACKFLASH?!

Ich habe mir eine Michael Jackson CD gekauft - Dann ist er gestorben
Ich habe mir eine Amy Winehouse CD gekauft - Dann ist sie gestorben
Ich habe mir ein iPhone gekauft - Dann ist Steve Jobs gestorben
Wenn ich so nachdenke ... ich glaube ich kaufe mir eine Justin Bieber CD


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 Betreff des Beitrags: Re: und ewig lockt der Kick
Ungelesener BeitragVerfasst: 08.03.2012 - 07:51 
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Beiträge: 1645
Wohnort: Complexity Zoo (random oracle)
hollowman hat geschrieben:
Wie erklärt ihr dem Arzt, dass ihr nicht runterdosieren wollt? Wie erklärt ihr Euch selber, dass das Eure Entscheidung ist.

Mein Arzt hat mich nie gezwungen mit der Dosis runter zu gehen.

Mein Arzt:
Kröte's Arzt hat geschrieben:
Sie bestimmen die Dosis und wie lange sie substituiert werden wollen


Ich wollte auch nicht immer aufhören, jetzt schon -> denn 22 Jahre nach dem ersten Druck kickt es halt nicht mehr richtig.

Nehme das Zeug einfach nur um nicht entzügig zu werden. (ich hoffe, dass ich am Wochenende endlich auf 0 gehen kann)

Ansonsten kann ich dich verstehen, wieso solltest du auch aufhören, wenn es dir so gut geht. Es gibt auch nicht wenige, die so denken wie du. Ging mir ja auch mal so, nur jetzt gibt es mir nichts mehr.

_________________
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 Betreff des Beitrags: Re: und ewig lockt der Kick
Ungelesener BeitragVerfasst: 09.03.2012 - 02:40 
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Registriert: 06.08.2010 - 18:20
Beiträge: 4413
Ich denke jeder hat seine Gründe, warum er Opiate konsumiert.
Viele werden süchtig und kennen die Hintergründe dafür lange Zeit nicht.

Für mich liegen diese ganz klar im Schmerzgedächtnis.
Ich kann mit dem Schmerz aus der Vergangenheit, dem Hass auf mich selbst und der Angst vor der Zukunft nicht umgehen. Es ist nicht so, dass ich es nicht versucht hätte, aber wer selbst dieses Problem hat, versteht es. Ein großer Teil tut meine Intelligenz da auch seinen Teil zu.
"Zu" intelligente Menschen neigen eben auch zu psychischen Problemen und müssen erst eine lange Entwicklung durch machen um zu begreifen wie man lebt. Das bringt einem ja auch niemand bei. Und das Umfeld ist voller schlechter Beispiele und Eindrücke.
Meiner Erfahrung nach ist ein Teil der Opioidkonsumenten künstlerisch oder sprachlich sehr begabt oder hochintelligent. Aber das hat nur indirekt etwas mit Siechtum oder Sucht zu tun.

Das ist nicht so einfach wie "Du gehst in ne Klinik, machst 2 Jahre Psychotherapie und nimmst Antidepressiva und alles ist wieder schön". So funktioniert das nicht. Menschen können sich nur begrenzt ändern und auf diese Weise auf jeden fall nicht.
Es ist so viel Selbstreflektion nötig.
Wer damit nicht umgehen kann, sollte es nicht erzwingen, weil es nur schlimmer ausgeht.
In Wunden rumzubohren führt zwar zu Erkenntnis aber auch in eine viel größere Lebenskrise als zuvor.

Beispielsweise LSD dazu zu nutzen wenn man solche Probleme hat, kann hilfreich sein, wenn die Blockaden aber zu stark sind, treibt es einen in den Wahnsinn. Ich werde dieses Risiko erst mal nicht eingehen, weil ich dafür nicht bereit bin.

Ohne Opioide hätte ich mich gar nicht so weit an mich annähren können.
Es hilft einem dabei, ehrlich und man selbst zu sein. Zumindest bei mir.

Mit den meisten kann man da nicht drüber reden.
1: Haben sie keine Ahnung von Suchtentstehung
2: Bilden sie sich etwas auf ihre Dummheit und Ignoranz ein
und 3: Werden sie auch noch arrogant
Es ist wirklich unfassbar. Ich habe so oft versucht es anderen verständlich zu machen, es kommen nur dumme Fragen oder Vorwürfe zurück. Oder, dass man mich als selbstverlogenen Süchtigen stigmatisiert.
Ich lasse das einfach, es hat keinen Sinn.
Du kannst mit wissenschaftlichen Belegen kommen, du kannst mit den einfachsten Dokumentation kommen, es bringt nichts. Ist einfach zu weit über ihrem Horizont.
Die Medien und manche Ärzte, oder sogar die Universitäten haben einen großen Dienst dazu geleistet, dass Menschen glauben, dass man nach dem ersten Mal Heroin sofort süchtig wird und stirbt, weil Diamorphin an sich suchterzeugend und schädlich ist. Das ist so engstirnig.
Es gibt Menschen die haben Heroin genommen und nichts gemerkt, sich übergeben und es nie wieder angerührt und es gibt Menschen die die Erlösung gespürt haben.
Der Punkt ist, dass die Wirkung und Sucht mit steigendem Schmerzgedächtnis(Siechtum) zunimmt.
Sucht heilt Siechtum.
Wenn man in Kliniken Zwangsentzüge durchführt, verschlimmert man damit nur das Siechtum und damit die Sucht/das Verlangen nach Heilung.

Keiner würde all diese Dinge auf sich nehmen, nur um Substanzen einzunehmen, die er eigentlich gar nicht braucht. Brauchen ist hierbei subjektiv.
Man kann jetzt so argumentieren, dass ja jeder Mensch ein Trauma erlebt hat, was richtig ist und es wie gesagt auch andere Möglichkeiten gibt, aber es sollte jedem SELBST überlassen sein.
Man selbst weiß immer am besten was gut für einen ist. Das ist ein Fakt.

Mir gibt es auf jeden fall ein RIESENGROßES Stück Lebensqualität.

Edit: Weil der Thread "und ewig lockt der Kick" heißt, möchte ich auch noch was dazu sagen.
Diese Neigung zu Kicks ist ebenfalls im Gedächtnis verankert. Vermutlich mal aus krankhafter Langeweile, welche natürlich auch viel komplexer ist als zuerst angenommen.

_________________
Stop playing with my delirium
Zitat:
Jesus can walk on water, I can walk on Cucumbers, Cucumbers are 98% water, so im 98% Jesus.


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 Betreff des Beitrags: Re: und ewig lockt der Kick
Ungelesener BeitragVerfasst: 25.03.2012 - 20:45 
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Registriert: 08.06.2008 - 15:13
Beiträge: 5299
Wohnort: Andere Welt
Sero hat geschrieben:
Ich denke jeder hat seine Gründe, warum er Opiate konsumiert.
Viele werden süchtig und kennen die Hintergründe dafür lange Zeit nicht.

Für mich liegen diese ganz klar im Schmerzgedächtnis.
Ich kann mit dem Schmerz aus der Vergangenheit, dem Hass auf mich selbst und der Angst vor der Zukunft nicht umgehen. Es ist nicht so, dass ich es nicht versucht hätte, aber wer selbst dieses Problem hat, versteht es. Ein großer Teil tut meine Intelligenz da auch seinen Teil zu.
"Zu" intelligente Menschen neigen eben auch zu psychischen Problemen und müssen erst eine lange Entwicklung durch machen um zu begreifen wie man lebt. Das bringt einem ja auch niemand bei. Und das Umfeld ist voller schlechter Beispiele und Eindrücke.
Meiner Erfahrung nach ist ein Teil der Opioidkonsumenten künstlerisch oder sprachlich sehr begabt oder hochintelligent. Aber das hat nur indirekt etwas mit Siechtum oder Sucht zu tun.

Das ist nicht so einfach wie "Du gehst in ne Klinik, machst 2 Jahre Psychotherapie und nimmst Antidepressiva und alles ist wieder schön". So funktioniert das nicht. Menschen können sich nur begrenzt ändern und auf diese Weise auf jeden fall nicht.
Es ist so viel Selbstreflektion nötig.
Wer damit nicht umgehen kann, sollte es nicht erzwingen, weil es nur schlimmer ausgeht.
In Wunden rumzubohren führt zwar zu Erkenntnis aber auch in eine viel größere Lebenskrise als zuvor.

Beispielsweise LSD dazu zu nutzen wenn man solche Probleme hat, kann hilfreich sein, wenn die Blockaden aber zu stark sind, treibt es einen in den Wahnsinn. Ich werde dieses Risiko erst mal nicht eingehen, weil ich dafür nicht bereit bin.

Ohne Opioide hätte ich mich gar nicht so weit an mich annähren können.
Es hilft einem dabei, ehrlich und man selbst zu sein. Zumindest bei mir.

Mit den meisten kann man da nicht drüber reden.
1: Haben sie keine Ahnung von Suchtentstehung
2: Bilden sie sich etwas auf ihre Dummheit und Ignoranz ein
und 3: Werden sie auch noch arrogant
Es ist wirklich unfassbar. Ich habe so oft versucht es anderen verständlich zu machen, es kommen nur dumme Fragen oder Vorwürfe zurück. Oder, dass man mich als selbstverlogenen Süchtigen stigmatisiert.
Ich lasse das einfach, es hat keinen Sinn.
Du kannst mit wissenschaftlichen Belegen kommen, du kannst mit den einfachsten Dokumentation kommen, es bringt nichts. Ist einfach zu weit über ihrem Horizont.
Die Medien und manche Ärzte, oder sogar die Universitäten haben einen großen Dienst dazu geleistet, dass Menschen glauben, dass man nach dem ersten Mal Heroin sofort süchtig wird und stirbt, weil Diamorphin an sich suchterzeugend und schädlich ist. Das ist so engstirnig.
Es gibt Menschen die haben Heroin genommen und nichts gemerkt, sich übergeben und es nie wieder angerührt und es gibt Menschen die die Erlösung gespürt haben.
Der Punkt ist, dass die Wirkung und Sucht mit steigendem Schmerzgedächtnis(Siechtum) zunimmt.
Sucht heilt Siechtum.
Wenn man in Kliniken Zwangsentzüge durchführt, verschlimmert man damit nur das Siechtum und damit die Sucht/das Verlangen nach Heilung.

Keiner würde all diese Dinge auf sich nehmen, nur um Substanzen einzunehmen, die er eigentlich gar nicht braucht. Brauchen ist hierbei subjektiv.
Man kann jetzt so argumentieren, dass ja jeder Mensch ein Trauma erlebt hat, was richtig ist und es wie gesagt auch andere Möglichkeiten gibt, aber es sollte jedem SELBST überlassen sein.
Man selbst weiß immer am besten was gut für einen ist. Das ist ein Fakt.

Mir gibt es auf jeden fall ein RIESENGROßES Stück Lebensqualität.

Edit: Weil der Thread "und ewig lockt der Kick" heißt, möchte ich auch noch was dazu sagen.
Diese Neigung zu Kicks ist ebenfalls im Gedächtnis verankert. Vermutlich mal aus krankhafter Langeweile, welche natürlich auch viel komplexer ist als zuerst angenommen.


Hab nicht viel zum Thema zu sagen, aber das was Sero hier schreibt ist sowas von wahr!

Ich selber nehme kein Heroin, bin aber seit 2 Jahren DHC abhängig, und ich denke die Psychische Sucht ist sicher ziemlich ähnlich?
Erkenne mich auf jedenfall in ein paar sätzen in deinem Text wieder

:text-goodpost:


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 Betreff des Beitrags: Re: und ewig lockt der Kick
Ungelesener BeitragVerfasst: 27.03.2012 - 08:47 
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Also ich hab beim Eintritt ins Heroinprogi gesagt, das sie mich wahrscheinlich am Hals haben, bis ich tot bin. Ich "rechtfertige" meinen Konsum indem ich den Leuten sage, das ich es einfach brauche um mich, meine Schmerzen und sowiso die ganze Welt zu ertragen. Wer dies nicht akzeptiert, soll mich in Ruhe lassen. Ich hab es einfach satt diesen ganzen "Du ruinierst dein Leben" Leuten, erklären zu müssen warum ich was mache.
Mein Umfeld akzeptiert es zum Glück, auch die nicht Opiatler.
Ansonsten stimme ich Sero weitgehend zu.

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 Betreff des Beitrags: Re: und ewig lockt der Kick
Ungelesener BeitragVerfasst: 31.03.2012 - 16:24 
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Beiträge: 7
Hey Leute,

vielen, vielen Dank für Eure Antworten. Ich verstehe Euch sehr gut, auch Eure Sicht auf die Menschen, die nicht abhängig sind. Ich denke, ich werde es, wie sero schon schreibt, einfach lassen. Es bringt mir nichts mich weiter zu erklären. Ich will niemandem erklären, wie Sucht ist oder funktioniert oder warum ich so leben will, das habe ich die letzten Wochen wirklich für mich gemerkt. Das Einzige, das für mich weiter schwierig ist, ist das Schmarotzer-Argument der Leute, die wissen, dass ich zusätzlich in Substi bin. Hört ihr das auch?
Danke schon mal, Eure Antworten waren wirklich super..


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 Betreff des Beitrags: Re: und ewig lockt der Kick
Ungelesener BeitragVerfasst: 01.04.2012 - 18:08 
Power-Raver
Power-Raver

Registriert: 08.08.2008 - 17:31
Beiträge: 596
Schmarotzer Argument ist eigentlich ein Witz. Wenn die Gesetzeslage wäre wie im 18. Jhd. müsste man nicht in Substi gehen. Wäre dafür dass man die Substitution wie sie jetzt ist abschafft und dagegen den Leuten Methadon, Heroin, Morphium gegen sagen wir mal 2 Euro pro Tag verkauft. Jemand hier hat mal geschrieben wie günstig Heroin wäre wenn man es auf normalem Rezept "verkaufen" würde, war glaub ich so 2-3 Euro oder sogar noch in DM das G.

Somit würden die gesamten Kosten ausfallen.

Pass einfach auf mit dem Spritzen. Ein Kollege von mir der in Substi ist und Methadon Sirup bekommt hat es ein paar Wochen geballert und musste den linken Arm amputieren. Hatte ne Thrombose...

Ich bin Schmerzpatient und bekomme Oxycontin verschrieben. Nehme es seit 2 Jahren und bin immer noch auf der Dosis wie vor einem Jahr. Das Problem sehe ich mehr in der ständigen Dosiserhöhung, weils nicht mehr wirkt und in der Beschaffung.

Aber wenn man es verschrieben bekommt und mit der Dosis nicht übertreibt (und natürlich nicht ständig dem Kick hinterherjagt) ist ein Leben auf Opioiden kein Problem. Wenn einem die Opioide gut bekommen, warum auch nicht ? Falls man eines Tages clean werden will, kann mann immer noch abdosieren.

Man schadet ja niemandem. (Ausser sich selbst wenn man unsauberes Zeug konsumiert oder der Venenschwund...)

_________________
"Morpheus ist mein bester Freund, er beschützt mich vor den furchtbaren Dingen auf dieser Welt, er lässt mich in sein Reich um mich von den psychischen und auch physischen Strapazen des Lebens auszuruhen, ein opioides Watte-Bett mit warmer, kuscheliger benzo-Decke, Bier ist mein Wasser und rauch meine Luft!"

Zitat von little bud (Vom LdT Forum)


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 Betreff des Beitrags: Re: und ewig lockt der Kick
Ungelesener BeitragVerfasst: 11.04.2012 - 00:38 
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Registriert: 24.02.2012 - 22:16
Beiträge: 4
Mir fiel noch dieser Post ein - ich habe eben schon in meinem eigenen diesen Link eingestellt: www.methadonliste-hamburg.de
Das ist erst ne kleine Seite, aber sie behandeln genau dieses Thema und ein Freund hat mich drauf gebracht und meinte, das wäre doch, was ich immer propagiere (also selbst entscheiden und eigenverantwortlich konsumieren und so - auch inner Substi). Vielleicht finden da einige noch Antworten oder neuen Input oder auch einfach mal jemanden, der genauso tickt. Wollt ich euch nur da lassen..


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 Betreff des Beitrags: Re: und ewig lockt der Kick
Ungelesener BeitragVerfasst: 18.04.2012 - 21:20 
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Registriert: 29.02.2012 - 17:32
Beiträge: 7
Also das Methadonliste-Hamburg Ding ist schon ne krasse Seite..die sagen ja alles, was ich denke. Aber ich mach mir auch Sorgen, also wenn ich sowas lese mit dem Amputieren und so, das ist halt schon echt übel..momentan bin ich einigermaßen stabil und wie ihr schon sagt, ich schade niemand Anderem. Daher lasse ich es wohl erst mal so..


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