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 Betreff des Beitrags: Ich geh ins Heroinprogram
Ungelesener BeitragVerfasst: 27.06.2011 - 15:31 
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Hallo zusammen

In einem anderen Thread hab ich ja schon erwähnt das ich bald ins Heroinprogramm wechseln werde. Jetzt bin ich im Methiprogramm, dort bin ich nun schon 10 Jahre und es fällt mir enorm schwer zu gehen, hier etwas zitiertes von mir warum:
Hänfli hat geschrieben:
Warum ich das so hinauszögere kann ich erklären: Ich bin seit über 10 Jahren im Methiprogramm und habe mir einen Rhytmus zusammengestellt, heisst dass das Methi holen eigentlich nur Nebensächlich ist und mich zwingt den Arsch hoch zu kriegen. Nach dem Methi holen geh ich noch meine Fische füttern (sehr beruhigende Karpfen) und dann noch eine bis eineinhalb Stunden Hundegruppe (mein Drogenfreier Kollegenkreis), dies ist alles in der gleichen Gegend und das ist eben auch nicht auf dem Weg und das Methi holen zwingt mich dann das ich überhaupt dorthin gehe. Heroinprogi ist eben voll nicht in der Gegend, ist nur 5min. von mir zuhause entfernt, was ja auch gut ist.
Dann kommt noch, dass das ganze drumherum, also die Psychosoziale Betreung eben perfekt ist, meine Bezugsperson kennt mich schon 8Jahre, hat ehrliches Interesse an meinen Projekten und Arbeiten. Ich hoffe das ich sie behalten kann, denn dann müsst ich weiterhin zwei mal die Woche ins Methiprogi um den Kontakt zu halten, was eben wieder positiv für meine Aktivitäten in der Gegend wäre.
Kurz gesagt wäre das Methiprogramm mehr als perfekt, nur die Substanz stimmt nicht.
Von daher schieb ich es etwas vor mir her, aber du darfst ruhig Druck machen, hab mir ja ne persönliche Frist gesetzt, ende Juli muss ich dort sein, oder zumindest ein Eintrittsdatum haben.

In diesem Thread möcht ich gerne beschreiben wie es mir dabei geht, wie es mit dem wechseln von Methadon auf Heroin geht. Wie ich meinen oben beschriebenen Rhytmus regle usw. Auch soll mir der Thread helfen das ich keinen Rückzieher mache und vielleicht besteht ja von eurer Seite ein Interesse die Geschichte zu verfolgen.

Heute hab ich eine E-mail vom Leiter des Progis bekommen, ich soll morgen am Morgen anrufen, um den Termin klar zu machen. Er hat mir zuerst angerufen, aber genau heute war mein Akku leer, ich bin sonst immer erreichbar. Könnt mir in den Arsch tretten!!
Hab noch gespürt das ich heute unbedingt mein Handy brauche, bin dann ins Methiprogram und hab Sound gehört, dann stellte es ab. Das ist so lästig wenn die Dinger unterwegs ausgehen, da fühlt man sich so nackt.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ich geh ins Heroinprogram
Ungelesener BeitragVerfasst: 27.06.2011 - 16:34 
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Hallo Hänfli

Na, dann wünsche ich dir, dass alles gut läuft und so, dass du auch das kriegst, womit du gut leben kannst. Ich war noch nie im Substiprogramm, rutsche ab July rein, aber irgendwie nur aus abrechnungstechnischen Gründen, weil die Ärztin das Buphrenorhin eben auf dauer nur als Schmerzprogramm laufen lassen kann, und so was hab ich ja gar nicht, also gehen wir ab Juli auf Subotex.
Ich kann nur von einer Freundin sagen, dass die heilfroh war, vom Metha runter auf Subo zu kommen. Die bekam den Arsch auch nicht mehr hoch damit und seit sie Subo kriegt, führt sie ein fast normales Leben.
Sie musste damit auch nicht dauernd zur UK, kriegte ihre Wochenration, dann die 2 Wochenration und seit ein paar Jahren ist sie auch davon runter und soweit alles gut.
Sie erzählte mir, dass das Metha sie total platt gemacht hat. Vielleicht geht es dir deshalb damit auch so, ich weiß es nicht. Aber ist schon wichtig deinem Arzt zu sagen, wie es dir mit dem Kram geht, woher soll der das sonst wissen. Vielleicht hätte er dann schon lange umgestellt und du hättest dir ne Menge Kummer erspart.
OK, hau rein, lass dich einstellen und denk immer dran...... ist irgendwann vorbei,egal wie schlimm es ist.
Gibt ja auch ne Menge Übergangshilfen, die dir das Abdocken einfacher machen. Nimm sie, forder sie ein wenn du es nicht aushältst, sonst ist die Gefahr, dass du das Handtusch schmeißt sehr groß.
Lieber alles an die große Glocke hängen und ordentlich bimmeln... die hören dich sonst nicht. Sind eben einiges gewohnt und ziemlich immun gegen die Qualen, die man da durchlebt.
Also, melde dich wenn dir danach ist und heul dich gerne aus oder kotze dich aus. Dafür ist das Forum ja auch da.
Und schlechter als unter Metha gehts einem wohl nur unter Shore oder?? also, es kann nur besser werden. Ich denk an Dich und schicke dir mal ne Tüte voll Power, Durchhaltevermögen, Kraft und auch wenn du vielleicht nicht daran glaubst, ein paar stille Begleiter, die auf dich aufpassen.
Bis bald Amy

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 Betreff des Beitrags: Re: Ich geh ins Heroinprogram
Ungelesener BeitragVerfasst: 27.06.2011 - 18:09 
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Mir gehts mit Heroin am besten, darum wechsle ich. Das Methi vertrag ich einfach nicht mehr, das hat so enorme Nebenwirkungen und diese überdeck ich mit H Beikonsum. Diesen kann ich mir aber kaum mehr leisten, da mein Zeugs zwar sehr gut ist, aber auch mehr kostet. Ausserdem gibt es immer wieder Flauten, in denen ich dann nur Methi habe, da ich dieses scheiss Gassenzeugs nicht anrühre. Wenn das alles nicht wäre, würd ich so weitermachen wie bisher.
Der Beikonsum wird auch im Program bleiben, da ich dieses Ritual brauche und ich im Programm nicht iv konsumieren möchte, aber er ist dann sehr viel geringer als jetzt.
Wo ich jetzt Angst habe, ist wegen der IV, so von wegen Sucht und so. Methadon wird halt eher als Medi gesehen als Heroin :sad: .

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 Betreff des Beitrags: Re: Ich geh ins Heroinprogram
Ungelesener BeitragVerfasst: 27.06.2011 - 20:24 
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Darfst du etwas mit nach Hause nehmen?

lg, fenris


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 Betreff des Beitrags: Re: Ich geh ins Heroinprogram
Ungelesener BeitragVerfasst: 28.06.2011 - 09:41 
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Nein, gibt leider kein Take Home, bei Ferienwunsch oder so, gibts Methi. Dieses hat dann aber kein Osaft oder Sirup drin, das die welche das H drücken, dann auch das Methi drücken können. Oder wenn man es nicht gleich braucht, kann man es lagern, für Notfälle.

Hab jetzt heute morgen angerufen, am Donnerstag morgen hab ich einen Termin :color:

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 Betreff des Beitrags: Re: Ich geh ins Heroinprogram
Ungelesener BeitragVerfasst: 30.06.2011 - 16:01 
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Anmeldung und so ist draussen, jetzt muss ich am Dienstag wieder hin, bis dahin checken die, wie es mit meiner Bezugsperson usw. aussieht. Sonst ist eigentlich alles so, wie ichs mir vorgestellt habe. Anfangs muss ich wohl zwei mal antanzen, da die Dosis sonst zu schwer einzustellen ist und ich hab ausdrücklich gesagt das ich nicht wegnodden will.
Auch bin ich mir am überlegen ob ichs doch mal mit drücken dort probiere.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ich geh ins Heroinprogram
Ungelesener BeitragVerfasst: 30.06.2011 - 17:58 
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Hänfli, das hört sich doch gut an. Ich wünsch dir, dass das alles so klapt, wie du es dir vorstellst mit dem H-Programm und deiner Bezugsperson.

An meinem Wohnort gibt's ja leider immer noch kein H-Programm (jaja, fortschrittliches Bayern)...

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 Betreff des Beitrags: Re: Ich geh ins Heroinprogram
Ungelesener BeitragVerfasst: 01.07.2011 - 06:50 
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hey Hänfli

Ich versteh noch nichts so ganz, was du wirklich willst und wofor du eigentlich Angst hast. In Großstädten läuft das mit der Substi ja offenbar wie am Fließband und auch ziemlich strikt. Das heißt, zwei Wochen jeden Morgen zur UK antanzen, deine Tagesdosis Subo mitkriegen und eben am nächsten Tag wieder.
Ist in der UK was drin, schmeißen sie dich raus.
Das mit dem Beikonsum von H soll ja mit subo auch so eine sache für sich sein. Hab ich mir nur sagen lassen, weil ich selbst nie akut von H auf substi gegangen bin.
Subotex ist ein Opiatblocker, d.h. wenn du deine Dosis drin hast und dir wirkt ca. 8 oder 12 Stunden, dann können eingenommene Opiate nicht wirken. weiß nicht, ob das auf jede Menge zutrifft, aber offenbar auf die sogenanten Normdosen. Bedeutet, nen Druck machen macht keinen Sinn. Das ist ja der Sinn der Substi, wenn man nicht mehr drücken will.
Bist du auf ne bestimmte Menge Subo eingesgestellt, bringt dir auch eine Erhöhung der Subodosis nichts mehr, auch das wirkt nicht mehr als weniger. Auch dazu bestimmt, dass der " Entzugswillige" seinen Konsum nicht mehr hochschraubt, weil er merkt, dass es völlig umsonst ist.
Lässt die Wirkung von subo nach, wann das genau ist musst du Leute fragen, die es nehmen, kannst du wieder opis konsumieren, die dann auch wieder wirken. Wartest du dann aber nicht ne bestimmte Zeit ab, auch die Zeit kann ich dir nicht wirklich sagen, meine Freundin sagte mir, sie habe immer mind. 8 Stunden gewartet, und du haust dir deine Dosis Subo rein, hast aber noch ne bestimmten opi Spiegel im Blut, wirst du schlagartig affig.

Also würde ich sagen: Subo und Shore zusammen geht nicht, jedenfalls nicht, wenn du es nicht total im Griff hast und genau die Zeiten einhälst. Außerdem must du natürlich die Zeit abwarten, bis du keine tägliche UK mehr abgeben must.
Frag die Leute, die auf Subotex sind. Die sollten es wissen.
Eigentlich hört es sich für mich eher so an, als wenn du deinen Konsum an teurem H runterschrauben willst, von wegen keine Kohle und nur was dazu brauchst, um auf deine Tagesdosis zu kommen.
Das hat dann aber mit aufhören nichts zu tun.
Wie sieht es denn mit nem " ganz normalen " Entzug aus?
Vielleicht bist du ja dann irgendwann so weit, dass du die Shore nicht mehr als tägliches Muss ansehen kannst, sondern eher mal als schmankerl, als ab und zu Fly.... Weiß, ist wohl im Moment total bescheuert, über so was nachzudenken. Ich weiß nur, dass es bei mir damals geklappt hat.
Ich kann die Zahl der Drücke der letzten 10 Jahre wirklich an 10 Fingern abzählen, aber ohne den Entzug hätte ich das nie geschafft. Ich bin froh, dass es damals noch keine substi gab. Hätte ich wohl auch genommen.
Bekomme ja im Moment, nicht als Substi, sondern aus anderen Gründen Buphrenorhin, das ist eigentlich dasselbe wie Subotox.
Und seit ich es bekomme, habe ich tatsächlich mal wieder suchtdruck. Lange nicht mehr gespürt und war sehr irritierend.
Hatte noch Reste Tramal und Palladon liegen und habs natürlich auch genommen und es hat gewirkt. Meine Ärztin war irritiert. Denn es dürfte eigentlich nicht wirken.
Und einem Bekannten von mir geht es genauso. Es gibt also doch immer wieder Ausnahmen von der Regel. Vielleicht ist hier im Forum ja mal einer, der auf Subo oder Buphrenorhin war und bei dem es die Opiat-Rezeptoren auch nicht ausgeschaltet hat.
Der soll sich doch bitte mal outen und erklären, wie das denn sein kann.

Also, überleg dir doch mal, was du wirklich willst. wenn Programm, dann richtig, sonst lass es doch sein, die schmeißen dich eh raus, wenn sie merken, dass du weiter drückst.
Und außerdem... auch nach Hören-Sagen-- der Entzug von Subo und Von Buphrenorhin... ist ja dasselbe.... soll nicht so ganz lecker sein. soll eher mit dem Entzug von Benzos zu vergleichen sein. Na super, dachte ich. Das wollte ich ja eigentlich nicht noch mal. Dafür würde ich auch in keine Klinik der Welt mehr gehen.
Wenn das so ist, dann ist der Entzug von Shore dagegen vielleicht kein spaziergang, aber er erscheint einem endlich, während der andere wohl für den Rest des Lebens so weitergehen wird...
Ich bekomme es jetzt, weil mein Kopf eben nicht mehr so funktioniert und sie mich nicht auf Dauer unter Tramal setzen wollen. Aber wenn ich es mir aussuchen dürfte, würde ich auch lieber Shore nehmen... also so verschrieben... wäre doch geil und wenn ich davon dann mal entziehen müsste, wüsste ich wenigstens: Hey, das haste schon mal geschafft. Das geht, das weißt du was kommt und das es vorbei geht und dann ist gut.

Aber entscheiden musst du dich ja vielleicht mal. Für oder gegen! Ne Mitte ist ganz schön schwer. Egal was du tust.... viel Glück

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 Betreff des Beitrags: Re: Ich geh ins Heroinprogram
Ungelesener BeitragVerfasst: 01.07.2011 - 06:50 
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:blabla: Schon wieder zu viel gelabert und das am frühen Morgen. Hoffe.... egal. Schönen tag noch.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ich geh ins Heroinprogram
Ungelesener BeitragVerfasst: 01.07.2011 - 08:54 
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schimmelreiter: hänfli bekommt methadon und ihr beikonsum ist anscheinend geduldet von ihrem betreuer. und sie geht jetzt ins heroinprogramm und bekommt kein buprenorphin!!! ;-)

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Wahres Glück liegt im Augenblick begründet :-)
Lokah Samastah Sukhino Bhavantu


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 Betreff des Beitrags: Re: Ich geh ins Heroinprogram
Ungelesener BeitragVerfasst: 02.07.2011 - 04:16 
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:wink: Hallo Hänfli!

Wünsche dir auch alles Gute auf deinem neuen Weg!

Warum willst du im Programm denn nicht iv konsumieren? Eigentlich müßte da das Risiko doch geringer sein als bei illegalem Stoff, oder?
Zu hause konsumierst du doch auch iv, oder? Oder willst du ganz mit iv aufhören?

Wenn du darauf nicht antworten willst, ist das völlig ok!

:hug:

Liebe Grüße
black cat

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oldolsen hat geschrieben:
tja wär ja schon geil wenn es ein weltweites netzwerk geben würde, dass genau solche informationen beinhaltet und dazugehörige suchvorichtungen um die Infos zu finden. Ja man darf ja noch träumen :hammer:


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 Betreff des Beitrags: Re: Ich geh ins Heroinprogram
Ungelesener BeitragVerfasst: 02.07.2011 - 17:45 
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@Schimmelreiter
Subutex kam für mich nie in Frage, ist mir auch suspekt das Zeug. Eine Option wäre noch Pola, aber das geben sie im hiesiegen Program nicht ab. Ein Versuch ist das Heroinprogram jedenfalls wert :color: . Kann auch wieder zurück wenns nicht gut ist und im Methiprogram dort weitermachen, wo ich aufgehört habe.

@Black cat
Eigentlich wollte ich nicht i.v konsumieren, weil ich nicht gerne in diesen Räumen bin und mich dabei nicht gerne beobachten lasse und ich manchmal auch ne Zeit lang brauche. Das fixen wollte ich weiter zuhause. Allerdings bin ich mir jetzt am überlegen, ob ich nicht doch 2 mal im Tag gehe, und einmal davon i.v konsumiere. Schlussendlich ists ja nur 5min von mir zuhause entfernt. Möchte meinen Beikonsum schon gerne drastisch reduzieren.

Wichtig ist mir einfach, das ich wieder einen guten und festen Wochenablauf habe, diesen bin ich mir jetzt am zusammenstellen. Werde ich dann auch hier posten, wenns jemand interessiert. Jetzt kämpf ich mich erst mal durch den Papierkram den ich bekommen habe, das muss bis Dienstags gemacht sein.
Das mit meiner Bezugsperson läuft glaub ich nicht so, wie ich es gerne gehabt hätte. Ich bin ein recht guter Menschenkenner und kann in der Mimik lesen und der Chef vom Heroinprogram war da nicht so begeistert, auch war er am nächsten Tag im Methiprogramm und als er gegangen ist hat meine Bezugsperson schon angedeutet das ich wohl auf sie verzichten müsse. Da sie mir schon jemanden zuteilen möchten, der auch das Geschehen im Heroinprogramm mitbekommt. Meine Bezugsperson arbeitet ja im anderen Program und bekommt daher das Geschehen nicht direkt mit. Schade, aber aus der Sicht hab ich die Sache noch nie gesehen aber bei näherem überlegen ist es schon logisch das es nicht geht. Aber fragen konnte man ja.
Wird einfach mühsam da wieder eine Vertrauensbasis herzustellen, ich vertraue sehr schwer anderen Menschen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ich geh ins Heroinprogram
Ungelesener BeitragVerfasst: 02.07.2011 - 19:10 
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flobeat hat geschrieben:
schimmelreiter: hänfli bekommt methadon und ihr beikonsum ist anscheinend geduldet von ihrem betreuer. und sie geht jetzt ins heroinprogramm und bekommt kein buprenorphin!!! ;-)



Das hab ich schon begriffen. Habe mir erlaubt meinen eigenen Senf dazu zu geben. Ich bin kein Junk aber n Klapskalli und bekomme Psychotherapie mit Medis und geduldetem Beikonsum. Ist bei mir also ein wenig ähnlich. Wollte nur wissen,warum er denn ins Programm geht! Und das Methadon nun mal müde und träge macht und doch allgemein bekannt, deshalb kann ich verstehen, dass er davon weg will, ist nur eben die Frage... Wohin?
Und Buprenorhin ist eben dasselbe wie subo.... deshalb mein Text.

Deine Belehrung war also irgendwie überflüssig.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ich geh ins Heroinprogram
Ungelesener BeitragVerfasst: 03.07.2011 - 13:27 
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Natürlich lese ich gerne deinen Tread. mich interessiert es auf jeden Fall.

Habe mich bereits in den 80er Jahren für solche Programmen ausgesprochen und mit
den Leuten heftig darüber herumgestritten.

Wünsche dir auf jeden Fall das du das bekommst was du denkst dir auch gut tun wird.

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Und wenn ich verzweifle,dann erinnere ich mich,dass durch alle Zeiten in der Geschichte der Menschheit,die Wahrheit und die Liebe immer gewonnen haben. Es gab Tyrannen und Mörder und eine Zeitlang schienen sie unbesiegbar,doch am Ende scheiterten sie immer.
Der Schwache kann nicht verzeihen. Verzeihen ist eine Eigenschaft der Starken
Mahatma Gandhi


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 Betreff des Beitrags: Re: Ich geh ins Heroinprogram
Ungelesener BeitragVerfasst: 03.07.2011 - 16:30 
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hey hänfli!
und ab dienstag,also übermorgen bekommst dann auch schon dein erstes ärztlich verordnetes H?
mit deiner bezugsperson ist natürlich schade,aber das sie jemanden wollen der direkten bezug zum H-Prog hat ist auf einer seite ja auch verständlich..
ich drücke dir die däumchen das deine neue bezugsperson dir zusagt und du schnell ein wenig vertrauen zu ihr fassen kannst!

das du wegen i.v. konsum in der praxis ja oder nein schwankst kann ich gut verstehen..
gerade wenn man keine guten venen mehr hat und entsprechend schonmal ne weile für n knaller braucht kann beobachtung einen noch nervöser machen und somit die trefferwahrscheinlichkeit weiter reduzieren..

ich brauch an schlechten tagen daheim bis zu 2 stunden und werd wenn ich nicht binnen weniger minuten treffe schon nervös wenn andere konsumenten zusehen,in solchen fällen hätt ich in nem druckraum null chance..

mußt halt mal sehen wie es klappt,aber je häufiger die venen punktiert werden desto schneller gehen sie kaputt und stehen bei besonderen gelegenheiten dann vielleicht nicht zur verfügung..

weil die in der praxis derzeit bei mir kein blut mehr aus den extremitäten holen können muß ich morgen zur leistenblutabnahme und irgendwas sagt mir das ich besser nicht so genau hinsehen sollte wo genau der doc mit was für einer nadel reinsticht da ich befürchte sonst dafür zu sorgen das auch die letzte quelle versiegt,hals hab ich schon seit jahren platt..

daher u.a. rührte ja auch mein "H-Programm+Port"-gedanke..

bin auf jeden fall sehr gespannt zu lesen wie die sache bei dir weiterhin verläuft und hoffe du läßt uns reichlich teilhaben!

jedenfalls alles,alles gute dafür!!

@Calypso:
tröste dich,das ist nicht nur in bayern so..
wohne im ruhrgebiet nahe dortmund einem absolutem ballungszentrum und selbst bei uns gibts in den größten städten noch kein H-programm und selbst wenn es eines gäbe sind die zugangsrichtlinien derzeit noch so streng dass max. 10% aller substis wenn überhaupt dafür in frage kämen..
in der schweitz sind sie uns einfach mal wieder einen großen schritt voraus,aber das ist ja nix neues.. -,-


LG,THANI

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ungelesene_Bettlektüre hat geschrieben:
merke: wenn etwas zu schön aussieht, um wahr zu sein, dann ist es das meistens auch so.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ich geh ins Heroinprogram
Ungelesener BeitragVerfasst: 03.07.2011 - 19:12 
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Nein das geht leider nicht so schnell. Am Dienstag ist nochmals ein Anmeldungsgespräch. Dann geht es etwa 2 bis 3 Wochen bis ich das erste mal Heroin von dort bekomme. Nach diesen Gesprächen geht das Gesuch erstmal an das Bundesamt für Gesundheit, wegen Bewilligung und so.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ich geh ins Heroinprogram
Ungelesener BeitragVerfasst: 03.07.2011 - 21:44 
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na ja,die liebe bürokratie will eben auch beschäftigt werden..^^^
aber immerhin,wenn alles so läuft wie von dir angedacht würde zwischen dem 1. gespräch und der 1. H-Vergabe ja nichtmal ein monat vergangen sein in dem du normal weitersubstituiert wirst wie die letzten jahre auch, finde ich von daher schon noch ganz o.k...

sind dir die aufnahmevoraussetzungen in CH btw. zufällig geläufig?
also gibts bei euch auch sowas wie mindestens 2 therapien vorher,ein mindestalter und einen mindestabhängigkeitsdauer wie es in D derzeit der fall ist?

Bl00d konnte btw.vorhin quasi alle offenen fragen zur H-Vergabe in D beantworten..
bei uns ist nur i.v/i.m zugelassen,retardpräperate gibt es nicht und statt eure bewährten sachen zu verwenden werden teure neue entwickelt..
armes D :weiner:

hier ist sein post nochmal nachzulesen:
viewtopic.php?f=101&t=22922

auch wenn 2,3 wochen nicht wirklich lang sind können sie sich natürlich ganz schön ziehen wenn man auf etwas wartet..
aber immerhin hast du jetzt schonmal alles in die wege geleitet was du ja eine weile vor dir hergeschoben hattest und das ist ja auch schonmal viel wert!
jetzt geht alles seinen weg..

so long,

liebe grüße,THANI

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ungelesene_Bettlektüre hat geschrieben:
merke: wenn etwas zu schön aussieht, um wahr zu sein, dann ist es das meistens auch so.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ich geh ins Heroinprogram
Ungelesener BeitragVerfasst: 04.07.2011 - 17:45 
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Ou das sind ja heftige Voraussetzungen, vorallem das es nicht oral eingenommen werden kann. Bei uns sieht es so aus:

Auszug aus den Originalunterlagen
-Mindestens 18Jahre alt sein.
-seit mind. 2Jahren schwer Heroinabhängig sein.
-Mind. 2 Behandlungsversuche mit einer anderen anerkannten ambulanten oder stationären Methode (zum Bsp. therapeutische Wohngemeinschaft, stationärer Entzug, Methadonprogram, Psychotherapie usw.) abgebrochen oder erfolglos durchgemacht haben; und
- auf Grund des Drogenkonsums ernsthafte gesundheitliche oder soziale Probleme haben.

Bei schweren körperlichen oder psychischen Krankheiten, die eine Behandlung mit anderen Methoden nicht zulassen, kann eine Aufnahme in die heroingestützte Behandlung im Ausnahmefall auch ohne den Nachweis zweier gescheiteter Behandlungsversuche erfolgen.


Hier in der CH find ich die Aufnahmebedingungen schon o.k. Muss ja auch etwas strenger sein als beim Methi. Hab mir für morgen nun einige Fragen aufgeschrieben und bin mein Tages bzw. Wochenablauf neu am organisieren. Bei uns gibt es auch ein paar interessante Freizeitangebote, beispiels gehen die ab und an mal ins Kino, an Weihnachten Guetzli backen, oder dann waren sie auch in der Körperweltenausstellung, einmal in der Woche geht eine kleine Gruppe auf die hiesige Finnenbahn usw. Find ich ne gute Sache.
2 bis 3 Wochen warten, find ich schon in Ordnung, da ich ja noch etwas Zeit brauch um mich zu lösen und neu zu organisieren, so hab ich schön Zeit dafür, mittlerweile freu ich mich sogar aufs Heroinprogram. Versprich mir schon sehr viel davon :color:

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 Betreff des Beitrags: Re: Ich geh ins Heroinprogram
Ungelesener BeitragVerfasst: 08.07.2011 - 16:51 
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oh man obwohl ich dich null kenne fühle ich total mit dir! ich kenne heroin nicht und kenne auch niemanden, der es mal konsumiert hat von daher kann ich keine tipps geben, ich kann nur sagen dass ich dir alles glück, durchhaltevermögen und kraft schicke die es auf der welt zu finden gibt!!!!

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Plan B: Prostitution, Weltherrschaft, Suizid.


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Ungelesener BeitragVerfasst: 08.07.2011 - 20:11 
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Hänfli in welchem kanton wohnsch du? oda in welchem kanton isch des programm? kann ma als ausländer auch ins H-Prog.? wohne direkt an der grenze :D In österreich gibts ja sowas net.. Spießer staat !! :(

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Am Morgen ein Joint und der Tag ist dein Freund. Am Mittag ein Trip und du bist wieder Fit. Am Abend ne Spritze und der Tag war wieder Spitze! :-)


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Ungelesener BeitragVerfasst: 08.07.2011 - 20:20 
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m4m1 hat geschrieben:
kann ma als ausländer auch ins H-Prog.?

Habe mal über das H-Programm in Zürich gelesen, dass man mindestens 2 Jahre seinen Lebensmittelpunkt
in Zürich haben muss, um teilnehmen zu können.
Hat da also nichts mit Ausländer oder Schweizer zu tun, sonder damit wo man wohnt.

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Wenn du all meine Dämonen tötest, sterben vielleicht auch meine Engel


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 Betreff des Beitrags: Re: Ich geh ins Heroinprogram
Ungelesener BeitragVerfasst: 08.07.2011 - 23:22 
Inventar
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@Hänfli:
das sind bei uns so ziemlich die aufnahmebedingungen fürs methaprogramm..

schweitzer müßte man sein :weiner: !

liebe grüße,THANI

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ungelesene_Bettlektüre hat geschrieben:
merke: wenn etwas zu schön aussieht, um wahr zu sein, dann ist es das meistens auch so.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ich geh ins Heroinprogram
Ungelesener BeitragVerfasst: 08.07.2011 - 23:26 
Fortgeschrittener Insider
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Registriert: 06.05.2011 - 16:54
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Eigentlich wechselst du nur von Gift zu Gift hin und her.
Dennoch viel Glück beim clean werden.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ich geh ins Heroinprogram
Ungelesener BeitragVerfasst: 10.07.2011 - 16:32 
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So, die pro und contra Diskussion hab ich abgetrennt, ihr könnt gerne hier weiterdiskutieren http://www.eve-rave.ch/Forum/viewtopic.php?f=102&t=23169, in diesem Thread möcht ich eigentlich nur noch übers Heroinprogram, den Wechsel usw. informieren und reden. Bitte keine pro und contra diskussionen mehr, dafür gibts ja jetzt einen eigenen thread.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ich geh ins Heroinprogram
Ungelesener BeitragVerfasst: 14.07.2011 - 15:08 
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Registriert: 15.06.2008 - 09:04
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So endlich gibts Neuigkeiten! Gestern hatte ich ja noch Termine und jetzt dürfte das ganze nur noch ein, zwei Wochen gehen. Jetzt ist klar wie ich konsumiere, wann iv wann oral usw. und wann ich zu den Abgaben gehe.
Ganz genial finde ich, das dies mit der Bezugsperson jetzt anscheinend doch geht. Hab das ja schon abgeschrieben, aber der Kontakt soll doch bleiben. Liegt an mir das ich dann auch regelmässig zweimal die Woche vorbei gehe :color: .

Bin einfach nur froh wie das läuft und kann diese Leute die ständig rummotzen gar nicht verstehen, also die in meinem Kanton, welche ins gleiche Progi gehen. Die machen wirklich alles mögliche, um es den Personen recht zu machen. Einiges ist halt nicht möglich, aber da gibts dann auch gute Gründe für.

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