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 Betreff des Beitrags: Medikamente nach Operation?
Ungelesener BeitragVerfasst: 24.06.2012 - 17:21 
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Hey. :)

Ich werd nächste Woche an der Nase operiert.
Es ist ein Eingriff unter Vollnakose, 4 Tage Krankenhausaufenthalt.
Und Nein es ist keine Schönheits OP ;)

Ich hoffe das hier fällt nicht unter eine Beschaffungsfrage...
Was bekommt man typischerweise an Schmerzmitteln nach so einer
Operation? Könnte ich mir etwas für zuhause verschreiben lassen?
Aber wenn schon mal die günstige Gelegenheit eintrifft mir irgendein
nettes starkes Medikament auf mein Apotheken-Wunschzettelchen
schreiben zu lassen, dann nutze ich die natürlich auch!
Von Ibuprofen Voltaren usw halte ich nicht so viel, hilft bei mir GARNICHT
gegen Schmerzen.
Und mit einem "richtigen" Mittel gehen die 4 Tage im KH
sicher schneller um.

Nach was sollte ich fragen? Und wie begründen, dass ich KEIN Ibuprofen, Voltaren usw
möchte? Was sind gängige Mittel? Wie stark müssen Schmerzen sein, um was ordentliches
zu bekommen?

Habe in der Opiate/Opioid/Dinens-Ecke nur Erfahrungen mit Tramadol Codein und Tilidin, Tolleranz dürfte sich momentan aber sehr in Grenzen halten.

Freue mich über jede Antwort.
Lg. :wink:

OHHHH, hätte ich das hier im Medikamente- Forum posten müssen?
GGf bitte verschieben und Sorry, falls ich hier falsch bin.

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 Betreff des Beitrags: Re: Medikamente nach Operation?
Ungelesener BeitragVerfasst: 27.06.2012 - 11:13 
Inventar
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Naja, da die Stoffe auf die du hinaus willst ja wohl Opioide sein werden dürfte das schon passen. Der Goldstandart nach größeren Operationen zur Schmerzbekämpfung ist (zumindest in De) Piritramid, es wird aber meist wirklich nur direkt postoperativ verwendet und nicht während der Genesungsphase. Davon wirst du also wahrscheinlich recht wenig merken, weil du die Zeit vermutlich verpennst. Wenn du Pech hast bekommst du, weils ne kleinere OP ist auch Novaminsulfon. Meistens gilt in KH die Devise so stark wie nötig, so schwach wie möglich, dh man fängt bei Schmerzmitteln möglichst weit unten an (zumindest solang die Schmerzen nicht garantiert sehr stark sein wie in der erwähnten postoperativen Phase) und schaut dann wie es dem Patienten damit geht. Wenn du also was "anständiges" willst, solltest du einfach kontinuierlich meckern und klagen, möglichst nervig, denn so bekommt man idR am schnellsten den "guten Stoff". Das selbe gilt auch dann wen man was anständiges bekommt um die Dosis auf ein anständiges Level zu schrauben. Am wahrscheinlichsten halte ich die Kombination aus besagtem Piritramid nach der Op und später dann Tramadol oder ein anders niederpotentes Opioid. ABER das Piritramid verschläfst du ziemlich sicher und die niederpotenten opis werden meistens in ner Dosis gegeben in der sie zwar Schmerzen stillen, aber nicht unbedingt turnen. Ich würde mich also nicht auf den Mördertrip einstellen, aber versuchen durch gezielte Wehklagen etwas stärkeres oder mehr von "was gutem" zu bekommen kannst du allemal, je unterbesetzter das Pflegepersonal ist desto höher die Wahrscheinlichkeit das man dich abschießt um dich ruhigzustellen.

Ach und fragen was man bekommt ist erlaubt, aber nie nie niemals darfst du gezielt nah einem Medikament fragen, damit wirst du in 90% der Fälle als Junkie abgestellt und bekommst garnischt. Der "gute Patient" hält sich einfach strikt an das was Art und Pfleger im sagen und geben und informiert sich nicht selber über solche Dinge, das machen nur böse Drogis.

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 Betreff des Beitrags: Re: Medikamente nach Operation?
Ungelesener BeitragVerfasst: 27.06.2012 - 11:46 
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Beiträge: 6
Zu der Frage wie stark Schmerzen sein müssen um was stärkeres zu bekommen: Meiner Erfahrung nach ziemlich, ist also keinesfalls so das du nur sagen musst "ich hab aua" und die kommen mit dem morphin um die ecke :D Hatte selbst 3 OPs, nach einer gabs Paracetamol iv, bei der anderen Novamin und nur bei ner wirklich schweren danach morphin. Aber das war auch ne ganz andere liga was den schmerz angeht als die anderen beiden. Die Leute die im KH unterwegs sind wissen ja auch, welche Medis nach welchen OPs den meisten Leuten helfen und die werden sie dann natürlich erst verwenden und die Schmerzen nach ner OP sind zT andere als davor, also kann es schon sein das dir dann Ibu/Diclo was hilft. Wenn du die aber umgehen möchtest, einfach vor der OP bescheid sagen das du ne allergie/unverträglichkeit gegen die medis hast, da wird eigentlich nie nach nem allergieausweis oder ähnlichem gefragt.

Mit dem nach was konkretem fragen kann ich oldolsen zustimmen. Wird idr nicht so gerne gesehen im kh, vor allem wenn der eindruck vom besserwisser aufkommt ;) Denk dran die leute machen das zT schon jahrzehnte, haben viele patienten und wenn da jeder bei egal welchem medikament wünsche hätte ... ;) Aber man kann ja immer sagen man hat noch starke schmerzen wenn man zB Ibu gekriegt hat und dann schrumpfen die Alternativen ja schonmal ... du kannst dir sicherlich denken worauf ich hinaus will. Beim Hausarzt kann man dann schon eher nach was konkretem fragen, wenn man keinen ruf weg hat was das angeht, wenn man da bissl informiert ist wird das meiner erfahrung nach eher positiv aufgenommen. Aber auch hier gilt das es idR nicht mehr als Tramadol oder Tilidin wird + nen NSAR oder novamin.

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 Betreff des Beitrags: Re: Medikamente nach Operation?
Ungelesener BeitragVerfasst: 27.06.2012 - 13:29 
Power-Raver
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Okay, lieben Dank für eure Antworten :turnsmiley:
Ich glaube ich mache mir heute eine Liste mit Medikamenten
die mir taugen könnten... Weil wenn ichs in Tablettenform kriege
könnte ichs ja auch aufheben, falls ich später mal wieder Schmerzen habe. Nur wenn ich nicht weiß was ich überhaupt bekomme...

Und der Chefarzt sprach heute beim Vorgespräch von einer
"Egal-Tablette" die ich bekommen soll, ein zwei Stunden
vor der OP? Habe noch nach dem konkreten Namen gefragt,
Mizatrepam oder Mirazepam oder irgendwie sowas? Mit M
zumindest. Sagt das jmd was?
Editiert: Nitrazepam heißt es ^^
Editierung 2: oder Midazolam

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 Betreff des Beitrags: Re: Medikamente nach Operation?
Ungelesener BeitragVerfasst: 27.06.2012 - 14:17 
Inventar
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ja ein Benzo zum ruhigstellen vor der OP. Wenn man Benzos mag, dann ok. Ich mag sie nicht und auch das Benzo vor der Vollnarkose mochte ich nicht. Aber egal. Ausserdem gibt's kurz drauf die Vollnarkose und man hat nicht lange was von.

Ich würde mir keine Liste mit Medikamenten machen, nach denen du evtl. fragen könntest -> weil: wie Oldoslen etc... schon sagten -> bloss nicht nach bestimmten Medis fragen, nur jammern und noch mehr jammern und noch mehr und noch viel mehr und viel viel mehr, dann gehen die automatisch irgendwann mal von Paracetamol/Ibu/Metamizol/... auf Opioide und wenn man immer weiter jammert und heult und ständig irgendwelche Tropfen/Zäpfchen/... bekommt dann geht es einem irgendwann mal vielleicht ganz gut :silly:

Bei meiner letzten OP mit Vollnarkose (14 Tage KH) habe ich erst nach 2 Tagen!!! Opioide bekommen. Und da ging es mir nicht um den Rausch, sondern ich wollte einfach die Schmerzen weg haben. Also ich habe wirklich 2 Tage lang gelitten und nicht schlafen können.

Ich denke mal, wenn du Opioide bekommst, dann womöglich nur Trama. Tili glaube ich auch nicht und Oxy, HM, Morphin etc... sehr sehr wahrscheinlich auch nicht.

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 Betreff des Beitrags: Re: Medikamente nach Operation?
Ungelesener BeitragVerfasst: 27.06.2012 - 15:18 
Inventar
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Ês handelt sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um Midazolam, wiederum der Goldstandart zur preoperativen Behandlung, der Handelsname in Deutschland ist Dormicum, wie gesagt ein Benzodiazepin. Und zumindest davon wirst du eine Art Rausch spüren, den im Gegensatz zu den meisten Opis wird Midazolam zur OP Vorbereitung von vornherein so stark dosiert, dass ein deutlicher Rauschzustand spürbar ist, zumindest bis dann die Vollnarkose gegeben wird. Benzos sind die bei weitem am meisten "missbrauchten" Medikamente überhaupt, Mother's little Helper ist dir vlt ein Begriff, die Eigenschaften zum "Recreational Use" sind also definitiv vorhanden, ob man den Zustand mag ist aber wie bei so ziemlich jeder Droge subjektiv. Mir zB taugen sie auch überhaupt nicht und werden von mir ausschließlich zur Dämpfung von Opioid Entzugssymptomen verwendet, wobei sie bei mir erstaunlich effektiv sind.

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 Betreff des Beitrags: Re: Medikamente nach Operation?
Ungelesener BeitragVerfasst: 27.06.2012 - 17:36 
Power-Raver
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Okay... Ich habe eine Zeit lang Bromazepam genommen,
mir hat es jetzt auch nicht sonderlich gut gefallen, aber anscheinend
doch gut genug für eine tägliche Einnahme über mehrere Wochen. :color: Die Zeit ging damit einfach besser rum... Irgendwie.
Ich denke ich werde mir die Egal-Tablette aufheben, vor der OP an sich hab ich keine Angst.

Und die Liste war für mich eher dazu gedacht, falls ich kein Internet habe und die Tabletten aufheben will: Ich kenne nicht alle Medikamente auswendig, und wenn sie mir nur den Namen sagen, kann ich mich wenigstens halbwegs informieren.
Wenn ich jedesmal frage "Uuuund? Ist das ein Opioid?" oder "Wieviel
mg haben diese Tabletten denn?" ... Dann könnten die sich auch ihren Teil dazu denken.

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Zuletzt geändert von Schokoblume am 29.06.2012 - 16:22, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Medikamente nach Operation?
Ungelesener BeitragVerfasst: 27.06.2012 - 18:25 
Inventar
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Nehm die Tablette Midazolam auf jeden Fall, das ist Teil der späteren Anästhesie.

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 Betreff des Beitrags: Re: Medikamente nach Operation?
Ungelesener BeitragVerfasst: 27.06.2012 - 18:36 
Power-Raver
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Oh, okay, gut dass du es sagst, danke!

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