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 Betreff des Beitrags: mdma/kokain/ketamin immer abwechselnd = weniger schädlich?
Ungelesener BeitragVerfasst: 13.02.2007 - 20:38 
Sternesammler
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sry, für den etwas undifferenzierten titel, wusste es leider nicht besser zu umschreiben..

meine frage:
nehmen wir an, ich würde so 3 wochenende im monat konsumieren: wenn ich den konsum jedoch etwas aufteilen würde. an einem wochenende nur mdma, am nächsten nur kokain (ev. in combo mit alk), dann nur ketamin und dann eine woche pause.. somit könnten der körper sich immer wieder von einer substanz regenerieren, während die nächsten zellen geschädigt werden..

bei mdma werden ja vorallem die serotoninenergen zellen geschädigt
bei kokain sind es die dopaminenergen zellen
und ketamin hat ja vorallem mit glutamat zu tun...

was meint ihr dazu? ich bitte darum, keine moralapostel-predigten zu erhalten, ich hab auch nicht wirklich vor dass so durchzuziehen... ich will einfach nur wissen ob so der konsum so etwas gesünder währe, als wenn man sich 3 wochen hintereinander mdma reinhaut oder 3 wochen hinter einander kokst...

somit hätte alle diese zellen quasi einen monat zeit sich zu regenerieren, während dem man halt andere missbraucht...

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als ich aufhörte das leben ernst zu nehmen, erkannte ich wie schön es ist

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Ungelesener BeitragVerfasst: 16.02.2007 - 20:42 
Sternesammler
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öhmmm *hüstel*
ist meine idee einfach nur müll, oder weiss niemand etwas dazu?

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Ungelesener BeitragVerfasst: 16.02.2007 - 21:10 
Inventar
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naja ich denke es würde weniger schädlich sein allerdings geht MDMA ja auch auf Dopamin usw...zwar nicht so sehr wie alk aber doch...

aber wenn du wirklich 4 sachen findest die absolut auf andere rezeptoren gehen is das auf jeden fall besser als jede woche das gleiche!!

aber eher so das weniger toleranz entsteht, sonst gesünder is es glaub ich nicht so viel...


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Ungelesener BeitragVerfasst: 16.02.2007 - 23:13 
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Weiss nicht ob das so gut ist wenn immer eine sache fehlt.. brauch das eine nicht auch teilweise das andere zu generieren?

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Eins gibt es, dass man nach Jahrelangem Umgang mit Drogenfreunden lernt: man kann zwar einer Person den Rücken zukehren, aber niemals einer Droge!

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Ungelesener BeitragVerfasst: 17.02.2007 - 12:03 
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Interessante Theorie. Ich weiss aber nicht ob die eins zu eins einfach so übernehmen kann.
Ich glaube die Summe der Substanzen und der interval ist gleich oder noch mehr Schädlich als wenn man nur eine der Substanzen zu sich nimmt. Obwohl ich es medizinisch nicht erklären könnte..

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Ungelesener BeitragVerfasst: 17.02.2007 - 16:54 
Sternesammler
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würde gerne einmal phil78s meinung dazu hören :)

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Ungelesener BeitragVerfasst: 17.02.2007 - 18:45 
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meinung meiner wenigkeit:
auf der biochemischen ebene funktioniert der (selbstverstäündlich rein hypothetische) plan nicht wirklich, die involvierten prozesse bei der verarbeitung sind kompexer, als dass da nur gerade ein botenstoff und oder rezeptor betroffen wäre, s. z.b. http://cocaine.org/dopamine/d1.html. Dazu noch ein zitat von coaine.org:
"Whereas "empathogens" such as MDMA / Ecstasy - which trigger the release of more serotonin than dopamine - will typically promote empathy, trust, compassionate love and sociability, "dopaminergic" drugs such as cocaine or amphetamines, if taken on their own and to excess, can easily have the reverse effect. This story has complications - cocaine's affinity for the serotonin transporter is actually greater than for the dopamine transporter. But simplistically, cocaine tends to be a "selfish" drug."

Ich wage die behauptung: imma llgemeinen sind je mehr und je mehr verschiedene substanzen körperlich umso schädlicher.

andererseits bin ich für die kultivierung des drogengebrauchs, was die psychologische ebene des subjektiven erlebens und empfindens angeht, im übertragenen sinn, ein befürworter der 3felder-wirtschaft - brache - winter- und sommeracker... will heissen wenn jemand seine persönliche individuelle psychische reaktion auf verschiedene substanzen mit unterschiedlichen wirkungen kennt, ist es möglich diese in ihrer abfolge mehr oder weniger gezielt dafür einzusetzen, das "Gleichgewicht" auf die dauer besser aufrecht zu erhalten als mit "monokultur". allerdings ist glaub gerade das spiel mit uppern und downern schon ein heisses... unbedingt brache nicht vergessen . ;)

Jedenfalls ich überleg mir bzw. fühl in mich hinein, BEVOR ich was konsumiere, wie ich denn eigentlich grad drauf bin und was mir (von der zu erwartenden wirkung her "gut tun" könnte, auch bezüglich der psychischen (Nach)wirkungen

hab gestern z.b. seit langem wieder mal eine pure-alk-night genossen, weniger natürlich den heutigen morgen, aber ist mir das kopfweh wert, wenn's dafür nicht so in herz und seele schmerzt und mein psycho-sozialer kompass nicht so durcheinander gerät, wie manchmal nach andern sachen.

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Ungelesener BeitragVerfasst: 18.02.2007 - 17:24 
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hmm, schwierige frage. da die genannten substanzen alle mehr als nur ein transmittersystem tangieren, ist es beinahe unmöglich eine aussage dazu machen zu können. im grunde genommen aber hast du recht (bis auf ketamin, da weiss ich selber zu wenig darüber, aber ich hatte gemeint, dass ketamin nicht neurotoxisch wirkt). um genau das geht es ja letztlich. auch wenn die substanzen, z.b. mdma nebst serotonin auch noch dopamin und noradrenalin aktivieren, so geht es primär um die erholung des serotonergen systems. somit würde deine theorie aufgehen. allerdings sind die erholungsintervalle der verschiedenen transmitter auch ganz unterschiedlich. serotonin beansprucht dabei, verglichen mit den katecholaminen viel länger. also könntest du rein theoretisch schon viel früher wieder koks oder amph konsumieren. nur bei mdma sollte man mindestens einen monat pause machen. nun, zusammengefasst würde ich meinen, dass es wahrscheinlich, kann ich jedoch nicht wissenschaftlich bestätigen, besser sein kann, wenn man die substanzen so konsumiert wie du vorgeschlagen hast. auf der anderen seite kommt auch immer eine genetische dispositon des konsumenten dazu, je nachdem wie die aussieht, wäre es für den einen oder anderen vielleicht auch besser, z.B. mdma nur alle drei monate zu konsumieren, dafür mehr koks, da sein seortoninsystem vulnerabler (das heisst anfälliger) ist auf toxische einwirkungen verglichen mit seinem dopamnsystem. so wiederum gesagt, kann ich deine frage nicht wirklich beantworten.

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Ungelesener BeitragVerfasst: 19.02.2007 - 00:46 
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Ich mach das schon lange so. Ob's was nützt kann ich natürlich schlecht sagen, da ich kein zweites Leben hab um zu Vergleichen wie's denn anders wär.

Major_Tom meinte als ich ihm das erzählte: "Du nimmst also regelmässig Drogen, aber keine Droge regelmässig" :mrgreen:

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Ungelesener BeitragVerfasst: 19.02.2007 - 22:45 
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Filzbiber hat geschrieben:
: "Du nimmst also regelmässig Drogen, aber keine Droge regelmässig" :mrgreen:


:tiptop:

Phil78 hat geschrieben:
auch wenn die substanzen, z.b. mdma nebst serotonin auch noch dopamin und noradrenalin aktivieren, so geht es primär um die erholung des serotonergen systems.


wäre es dann nicht sowieso sinnvoll ein serotonin aufbauendes mittel zu nehmen? Gibt es das? (Zu ssri hab ich gesehn habt ihr schon diskutiert viewtopic.php?t=5938&highlight=serotonin)

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huxley hat geschrieben:
wäre es dann nicht sowieso sinnvoll ein serotonin aufbauendes mittel zu nehmen? Gibt es das?

So weit ich weiss gibt es das nicht. Alles was man tun kann ist dem Körper die nötigen Rohstoffe zur Verfügung stellen, die er braucht um Serotonin zu produzieren.

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5htp nehmen und dein serotonin ist wieder da

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imperator hat geschrieben:
5htp nehmen und dein serotonin ist wieder da

Das ist so eben nicht 100% korrekt. 5htp ist nur der Rohstoff der vom Körper benötigt wird um Serotonin herzustellen. Der Prozess wird dadurch nicht beschleunigt.

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für was nimmt man es dann wenn es nicht beschleunigt wird?
dann wäre es doch nur sinnvoll, wenn der körper die rohstoffe nicht mehr hat, aber die verliert er doch nicht durch das MDMA?


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Genau deshalb finde ich den Konsum von 5htp auch nicht wahnsinnig sinnvoll. IMHO bringt es viel mehr tryptophanhaltige Nahrung zu sich zu nehmen.

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Ungelesener BeitragVerfasst: 20.02.2007 - 18:27 
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5htp zu nehmen kann schon sinn machen, denn es ist der direkte vorläufer von serotonin und wird dementsprechend schnell konvertiert. das problem bei mdma liegt aber ganzwo anders. mdma entleert zwar bei genug hoher dosis, welche üblicherweise von konsumenten ohne probleme erreicht wird, den ganzen serotoninspeicher und da serotonin länger braucht wie eben katecholamine um wieder hergestellt zu werden, kann man da mit 5htp oder tryptophanreicher nahrung schon nachhelfen, aber dadurch kann man die langfristigen serotonergen neurotoxischen einwirkungen nicht wieder gut machen.
beim konsum von mdma gehen nämlich die terminale (präsynapse) und wahrscheinlich zusätzlich die axone kaputt. allerwahrscheinlichkeit nach erholen sich diese auch nur partiell oder gar nicht. sprich, man kann dann soviel 5htp zuführen oder bananen fressen wie man möchte, das nützt dann genau gar nichts mehr! also glaubt ja nicht, dass es mit ein wenig serotoninboosting getan ist, der viel schlimmere teil des ganzen sind die langfristigen aller wahrscheinlichkeit nach nicht reversiblen neurotoxischen einwirkungen!

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